Kann mir da jemand Helfen?

Alles andere was zu Bonsai passt.
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serge
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Kann mir da jemand Helfen?

Beitrag von serge »

Hi Zusammen

Ich möchte gern mal etwas über den Biologischen Aspekt eines Bonsais etwas erfahren, zb:
:arrow: Wieso macht ein Bonsai kleine Blätter und Kleine Früchte?
:arrow: Wie sieht die Morphologie eines Bonsaiblattes im vergleich mit einem "natürlichen" Blattes aus?
:arrow: Was sind die unterschiede im Holzquerschnitt zu grossen Bäumen?

Also fragen in dieser Art^^

Kann mir da jemand eine Internetadresse oder ein literaturtipp geben? Ich bin sicher, dass ich nicht der erste bin, der sich diese Fragen stellt^^

gruss Serge
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Wolfgang
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Re: Kann mir da jemand Helfen?

Beitrag von Wolfgang »

serge hat geschrieben: :arrow: Wieso macht ein Bonsai kleine Blätter und Kleine Früchte?
Die Blätter werden kleiner, wenn der Bonsai über längere Zeit in der Schale gezogen wird, weil sich seine Wurzeln im doch beengten Raum der Schale - trotz bester Versorgung mit Wasser & Nährstoffen - nicht voll entwickeln können. Aber das will der Bonsaianer ja ... :wink:
Blüten und Früchte werden hingegen NICHT kleiner; daher werden z.B. kleinfruchtende Apfelsorten für die Bonsaikultur verwendet. Würdest du einen Apfel "Granny Smith" zum Bonsai ziehen, so würdest du immer große, grüne Äpfel am Baum hängen haben.
serge hat geschrieben: :arrow: Was sind die unterschiede im Holzquerschnitt zu grossen Bäumen?
Die Jahresringe sind natürlich deutlich enger, so wie bei einem Baum, der im Gebirge wächst.


Über die Morphologie des Bonsaiblattes kann vielleicht Ulf was schreiben ........ :?: Oder auch nicht. :wink:
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serge
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Re: Kann mir da jemand Helfen?

Beitrag von serge »

Wolfgang hat geschrieben:
serge hat geschrieben: :arrow: Wieso macht ein Bonsai kleine Blätter und Kleine Früchte?
Die Blätter werden kleiner, wenn der Bonsai über längere Zeit in der Schale gezogen wird, weil sich seine Wurzeln im doch beengten Raum der Schale - trotz bester Versorgung mit Wasser & Nährstoffen - nicht voll entwickeln können. Aber das will der Bonsaianer ja ... :wink:
Blüten und Früchte werden hingegen NICHT kleiner; daher werden z.B. kleinfruchtende Apfelsorten für die Bonsaikultur verwendet. Würdest du einen Apfel "Granny Smith" zum Bonsai ziehen, so würdest du immer große, grüne Äpfel am Baum hängen haben.
serge hat geschrieben: :arrow: Was sind die unterschiede im Holzquerschnitt zu grossen Bäumen?
Die Jahresringe sind natürlich deutlich enger, so wie bei einem Baum, der im Gebirge wächst.


Über die Morphologie des Bonsaiblattes kann vielleicht Ulf was schreiben ........ :?: Oder auch nicht. :wink:
Ok, danke erstmal für die antwort, das scheint mir soweit logisch. Und nochmal wegen den Morphologie der Blätter: Weiss jemand von euch gerade, wie ich ein blatt präparieren muss, damit man unter dem mikroskop die zellen sehen kann? Oder geht das auch schon mit ner stereolupe?

Serge
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flu
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Re: Kann mir da jemand Helfen?

Beitrag von flu »

Hi Serge
:arrow: Wieso macht ein Bonsai kleine Blätter und Kleine Früchte?
Einerseits stimmt wohl auch das, was Wolfgang schreibt, ein weiterer Aspekt ist aber auch der regelmäßige Rückschnitt, der die Pflanze veranlasst aus schlafenden Knospen auszutreiben um sozusagen ein Notprogramm zu fahren. Der Pflanze geht es darum möglichst schnell möglichst viel neue Blattmasse aufzubauen.
Die Zahl der Zellen eines Blattes, und damit auch die endgültige Größe, wird schon in der Knospe festgelegt. Wenn ein Blatt aus der Knospe bricht, dann finden fast keine Zellteilungen mehr statt sondern nur noch Streckungswachstum, d.h. die Zellen blähen sich nur noch mit Wasser auf, wie ein Luftbalon. Schneide ich nun einen Trieb ab, so muss die Pflanze aus noch sehr unreifen Knospen nachtreiben. Das Ausreifen der Knospen findet dann im Zeitraffer statt, es bleibt also nicht mehr viel Zeit für Zellteilungen. Das führts zu einer geringeren Zahl an Zellen pro Blatt und somit zu kleineren Blättern.
:arrow: Wie sieht die Morphologie eines Bonsaiblattes im vergleich mit einem "natürlichen" Blattes aus?
Exakt genau gleich.
:arrow: Was sind die unterschiede im Holzquerschnitt zu grossen Bäumen?
Exakt genau gleich mit der von Wolfgang angesprochenen Variation der Jahresringstärke.

Um einen guten Blattquerschnitt hinzukriegen brauchst du Holundermark. Man nehem einen einjährigen Schössling (auch Reißer genannt) von Sambucus nigra (zur Not geht auch etwas Styropor) und schneide mit einer Rasierklinge sauber im rechten Winkel an. Nun teilt man das Mark senkrecht zu dieser Schnittfläche, so daß du ein Stück Blatt dazwischen legen kannst. Das Holundermark dient nur der besseren Hadhabung. Hast du jetzt das zu untersuchende Blatt zwischen die beiden Hälften des Holundermarks eingeklemmt, dann machst du noch einmal einen frischen Anschnitt des Blattes mit einer Rasierklinge.
Jetzt machst du den eigentlichen Schnitt: dazu legst du die Klinge auf die Schnittfläche auf und ziehst sie (ohne Schneidebewegungen) sauber zu dir hin, so dass du einen winzigen Keil ausschneidest. Neben dir liegt der Objektträger mit einem Tropfen Wasser. In diesen Tropfen entlässt du den Schnitt. mache immer gleich mehrere Schnitte (5-10). Dann legst du senkrecht zum Objektträger das Deckgläschen an, so dass du damit den Wassertropfen berührst. Nun lässt du das Deckgläschen langsam auf den Tropfen gleiten. So verhinderst du Luftblasen.
Jetzt kannst du mikroskopieren.
Dadurch, dass du einen keil aus dem Blatt geschnitten hast, findet sich immer ein Bereich, in dem der Schnitt nur eine Zelllage dick ist. Hier erkennst du die Anatomie des Blattes am besten.
Viel Erfolg!
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serge
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Beitrag von serge »

hmm, ok, danke erstma für deine antwort. Aber kann man im querschnitt erkennen, dass weniger zellen ausgebildet wurden?
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flu
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Beitrag von flu »

Nein, das natürlich nicht. Ich dachte dir ging es zunächst nur darum einmal die Zellen des Blattes, dessen Gewebeschichten u.s.w. zu sehen.
hast du denn ein Mikroskop zur Verfügung? Ohne dem gehts nicht.
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serge
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Beitrag von serge »

ja, hab ich. Also der querschnitt des blattes ist mir bekannt (vom aufbau her). Ich würde nur gern wissen, wie ich sehen, kann, dass es im kleinen blatt weniger zellen hat als im grösseren

danke
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flu
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Beitrag von flu »

Das kannst du nur anhand der Blattgröße sehen :mrgreen:
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serge
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Beitrag von serge »

und da gibts keine möglichkeit das irgendwie zu zählen oder so?
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Anja M.
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Beitrag von Anja M. »

Menu :roll: , guck doch mal Wissenschaftsfernsehen:

Blatt einfrieren, hauchdünne Scheibe abschneiden, 1mm oder so abmessen, unter Mikroskope die Zellen auszählen, Prozedur bei anderem Blatt wiederholen und Zellenanzahl pro mm vergleichen. :wink: :D

Bevor wir hier vor Neugierde platzen: Wozu mußt du das so genau wissen?
73 Anja
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serge
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Beitrag von serge »

weil ich in der schule was darüber schreiben muss^^ :wink:
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flu
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Beitrag von flu »

über die Zahl der Zellen eines Blattes???
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serge
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Beitrag von serge »

nein, über den biologischen aspekt eines bonsais. Ich hatte also vor, irgendwie zu beweisen, dass ein bonsaiblatt weniger zellen als ein normales hat

gruss Serge
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flu
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Beitrag von flu »

Welch eine Binsenweisheit, sorry :D
Noch einmal, die Größe eines Blattes wird nicht durch die Größe der Zellen bestimmt, sondern durch deren Anzahl.
Hierbei geht es nur um die Zahl der Zellen in der Fläche, im Blattquerschnitt wirst du keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Blättern erkennen.
Die Zahl der Zellen eines Blattes im Querschnitt wird viel mehr durch die Lichtstärke bestimmt, der das Blatt ausgesetzt ist. Man unterscheidet Sonnenblätter von Schattenblättern. Erstere haben oft ein doppeltes Pallisadenparenchym und sind dadurch im Querschnitt zellreicher.
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serge
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Beitrag von serge »

flu hat geschrieben:Welch eine Binsenweisheit, sorry :D
Noch einmal, die Größe eines Blattes wird nicht durch die Größe der Zellen bestimmt, sondern durch deren Anzahl.
Hierbei geht es nur um die Zahl der Zellen in der Fläche, im Blattquerschnitt wirst du keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Blättern erkennen.
Die Zahl der Zellen eines Blattes im Querschnitt wird viel mehr durch die Lichtstärke bestimmt, der das Blatt ausgesetzt ist. Man unterscheidet Sonnenblätter von Schattenblättern. Erstere haben oft ein doppeltes Pallisadenparenchym und sind dadurch im Querschnitt zellreicher.
jep, das hab ich alles auch schon verstanden :wink: . Aber in der arbeit geht es ja darum, das irgendwie zu zeigen. Also quasi: Bild vom Normalen Blatt und dann bild vom Bonsaiblatt. Und dann -> Hier sieht man, dass...blabla
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