Hallo an alle!
Ich bin noch neu im Forum und ich hoffe das der Beitrag hier an der richtigen Stelle ist.
Also, es geht um eine alte Eibe, die ich bei einer netten Dame vor kurzem vor dem sicheren Tot gerettet habe.
Sie (die Eibe) war in einer Art Hecke untergebracht und wurde über viele Jahre regelmäßig geschnitten.
Da ich momentan für unseren Garten auf der Suche nach Pflanzen jeglicher Art bin, kam es zu dem Kontakt.
Seit einigen Wochen bin ich auch wieder dem Bonsai-Fieber verfallen und habe in dieser Eibe direkt einen Potenziellen Kandidaten gesehen.
Da ich noch relativ unerfahren in Sachen Bonsai bin, ist ein solcher Klops für den Anfang natürlich eine Herausforderung.
Also habe ich die Herausforderung angenommen und die Eibe mit Spaten und reiner Muskelkraft aus der "Hecke" geholt.
Nach 2 Stunden schweißtreibender Maloche war es geschafft und die Eibe war frei.
Da sie für mein Auto viel zu groß war musste ich vor dem Transport schon kräftig zurückschneiden.
Der Wurzelballen wurde aber großzügig gestaltet, so dass das Wurzelwerk bestmöglich mittransportiert werden konnte.
Hier nun das erste Foto nach dem Umzug in unseren Garten. Ich habe sie in ein Beet in halbschattiger Lage gepflanzt.
Dann kam die "Bonsai Euphorie" wohl eines jeden Anfängers und die Säge wurde gezückt.
Trotz des Wissens, das es vorerst um das reine Überleben der Pflanze geht, war es nicht zu umgehen der Pflanze die ersten Grundgestaltung zu verpassen.
Das meint, den wilden Wuchs zu minimieren und die Äste zu entfernen die mich definitiv störten.
Nach diesem Eingriff sah es dann so aus:
Ja, vielen werden jetzt wahrscheinlich die Haare zu berge stehen.
Wenn ich die Eibe in Natura sehe, sieht sie schon recht ansehnlich aus. Nur wird sie diesen "Euphorischen Eingriff" überleben?
Aufgrund des großzügig dimensionierten Wurzelballen bin ich relativ zuversichtlich. Allerdings überwiegt mittlerweile doch etwas die Skepsis.
Was sagt ihr?
Alte Eibe zum Anfang
Re: Alte Eibe zum Anfang
Hi
Wieso hast Du Bedenken? Wenn unten viel weg genommen wird muss es oben ebenfalls. Den Wurzelballen hast Du jetzt ja nicht fotografiert, aber wenn Du sagst das genügend dran war, dann wird Dir die Eibe schon nicht eingehen.
Hauptsache die Erde ist gut durchlässig. Dieses Jahr gut wässern und düngen, dann sollte sie - wenn nicht schon dieses Jahr - im kommenden Jahr aus dem alten Holz überall neue Knospen treiben.
Den linken und den oberen Ast würde ich persönlich vl noch einkürzen und später mal Totholz daraus machen.
Ich habe die Pflanze mal etwas gedreht. Mit den Bewegungen des rechten Teils muss man jedenfalls arbeiten.
Falls Dir der Winkel zusagt, könnte man die Pflanze jetzt noch in ihrer Stellung korrigieren. Dann sparst Du dir vl einige Jahre.
Grüße
Wieso hast Du Bedenken? Wenn unten viel weg genommen wird muss es oben ebenfalls. Den Wurzelballen hast Du jetzt ja nicht fotografiert, aber wenn Du sagst das genügend dran war, dann wird Dir die Eibe schon nicht eingehen.
Hauptsache die Erde ist gut durchlässig. Dieses Jahr gut wässern und düngen, dann sollte sie - wenn nicht schon dieses Jahr - im kommenden Jahr aus dem alten Holz überall neue Knospen treiben.
Den linken und den oberen Ast würde ich persönlich vl noch einkürzen und später mal Totholz daraus machen.
Ich habe die Pflanze mal etwas gedreht. Mit den Bewegungen des rechten Teils muss man jedenfalls arbeiten.
Falls Dir der Winkel zusagt, könnte man die Pflanze jetzt noch in ihrer Stellung korrigieren. Dann sparst Du dir vl einige Jahre.
Grüße
Re: Alte Eibe zum Anfang
Hallo,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Also Bedenken hatte ich hauptsächlich wegen der teils relativ großen Schnittwunden.
Es wird auf jeden Fall noch weiter zurückgeschnitten und ein paar Äste entfernt, allerdings möchte ich der Eibe nun doch erst einmal Zeit zur Erholung lassen.
Ich denke in 2 Jahren kann man dann weiter sehen. Oder kann man den Grundaufbau doch jetzt schon durchführen (also weitere Äste entfernen und weiter zurückschneiden, bzw. sägen)?
Für Tipps und Anregungen zur Pflege und Gestaltung bin ich sehr dankbar. Es gibt bestimmt auch einige Eiben-Profis hier, vieleicht kann mir hier noch jemand weitere gute Ratschläge geben.
vielen Dank für deinen Beitrag.
Also Bedenken hatte ich hauptsächlich wegen der teils relativ großen Schnittwunden.
Es wird auf jeden Fall noch weiter zurückgeschnitten und ein paar Äste entfernt, allerdings möchte ich der Eibe nun doch erst einmal Zeit zur Erholung lassen.
Ich denke in 2 Jahren kann man dann weiter sehen. Oder kann man den Grundaufbau doch jetzt schon durchführen (also weitere Äste entfernen und weiter zurückschneiden, bzw. sägen)?
Für Tipps und Anregungen zur Pflege und Gestaltung bin ich sehr dankbar. Es gibt bestimmt auch einige Eiben-Profis hier, vieleicht kann mir hier noch jemand weitere gute Ratschläge geben.
Re: Alte Eibe zum Anfang
Habe gerade mal etwas mit dem Bild rumexperimentiert und mal einen groben Entwurf für eine Möglichkeit gemacht.
Sind wie gesagt meine ersten "Gehversuche" auf diesem Gebiet.
Sind wie gesagt meine ersten "Gehversuche" auf diesem Gebiet.
Re: Alte Eibe zum Anfang
Hallo,
ich bin leider auch kein Profi, aber ich würde an der Eibe jetzt nicht noch weiter schneiden. Der ganze vorgang war ziemlich großer Stress für diesen Baum. Mir gefällt die Eibe auch sehr gut, ist tolles Material.
Wichtig ist jetzt aber, das Du sie gut im Auge behälst, vorallem weil Der Boden in dem sie jetzt steht, nicht gerade sehr durchlässig aussieht. Sie darf auf jedenfall nicht zu nass stehen. Feucht ja, aber stauwasser an den Wurzeln mag die Eibe nicht. Auch hilfreich ist es die restlichen Nadeln und Äste der Eibe mit Wasser zu besprühen, vorallem wenn es Sommer ist und sehr warm wird, dann kann man das auch zwei mal am Tag machen. Aber nicht in der direkten Sonnen.
Auch wichtig wäre, das wenn Du Äste zurückschneidest, das Du immer ein stück vom Ast stehen lasen solltest (kleine Stumpen), (leider hast Du sie am unteren Teil der Eibe schon ganz weggeschnitten). Dieses ist wichtig um den Saftfluss der Eibe aufrecht zu halten. Soll heissen, das die Eibe entscheiden kann wo sie Ihre Saftbahnen hin verlegen will oder muss. Wenn Du zu viel vom Ast entfernst, könnte es passieren, das sie diesen Hauptast garnicht mehr versorgen will und Ihre Saftbahn auf andere Äste umlegt. Desweiteren kannst Du mit solchen Aststumpen auch immer gut Totholz partien anlegen, die ohne Stumpen nicht möglich sind. Ich meine damit die möglichkeiten zum anlegen von Jin´s.
Bei Deinem Virtuell hast Du das Grün schon gut dargestellt, aber erlaube mir eine Frage, möchtest Du einen Garten Bonsai daraus machen oder soll es irgendwann ein Bonsai in einer Schale werden?
So wie Dein Virtuell im moment aussieht, denke ich das es ehr ein Graten Bonsai weden soll, oder?
Wie gesagt, das wichtigste ist jetzt das die Eibe sich erholen darf und nicht zu Nass steht.
Es weden sich bestimmt noch mehr Leute dazu äussern, die sich wahrscheinlich noch besser auskennen, warte mal ab was dan noch geschrieben wird.
Ich drücke Dir die Daumen das alles gut geht, ist ein toller Baum.
Viel Glück und halt uns auf dem laufenden.
ich bin leider auch kein Profi, aber ich würde an der Eibe jetzt nicht noch weiter schneiden. Der ganze vorgang war ziemlich großer Stress für diesen Baum. Mir gefällt die Eibe auch sehr gut, ist tolles Material.
Wichtig ist jetzt aber, das Du sie gut im Auge behälst, vorallem weil Der Boden in dem sie jetzt steht, nicht gerade sehr durchlässig aussieht. Sie darf auf jedenfall nicht zu nass stehen. Feucht ja, aber stauwasser an den Wurzeln mag die Eibe nicht. Auch hilfreich ist es die restlichen Nadeln und Äste der Eibe mit Wasser zu besprühen, vorallem wenn es Sommer ist und sehr warm wird, dann kann man das auch zwei mal am Tag machen. Aber nicht in der direkten Sonnen.
Auch wichtig wäre, das wenn Du Äste zurückschneidest, das Du immer ein stück vom Ast stehen lasen solltest (kleine Stumpen), (leider hast Du sie am unteren Teil der Eibe schon ganz weggeschnitten). Dieses ist wichtig um den Saftfluss der Eibe aufrecht zu halten. Soll heissen, das die Eibe entscheiden kann wo sie Ihre Saftbahnen hin verlegen will oder muss. Wenn Du zu viel vom Ast entfernst, könnte es passieren, das sie diesen Hauptast garnicht mehr versorgen will und Ihre Saftbahn auf andere Äste umlegt. Desweiteren kannst Du mit solchen Aststumpen auch immer gut Totholz partien anlegen, die ohne Stumpen nicht möglich sind. Ich meine damit die möglichkeiten zum anlegen von Jin´s.
Bei Deinem Virtuell hast Du das Grün schon gut dargestellt, aber erlaube mir eine Frage, möchtest Du einen Garten Bonsai daraus machen oder soll es irgendwann ein Bonsai in einer Schale werden?
So wie Dein Virtuell im moment aussieht, denke ich das es ehr ein Graten Bonsai weden soll, oder?
Wie gesagt, das wichtigste ist jetzt das die Eibe sich erholen darf und nicht zu Nass steht.
Es weden sich bestimmt noch mehr Leute dazu äussern, die sich wahrscheinlich noch besser auskennen, warte mal ab was dan noch geschrieben wird.
Ich drücke Dir die Daumen das alles gut geht, ist ein toller Baum.
Viel Glück und halt uns auf dem laufenden.
Gruß Christian
Quäle nie ein Tier aus Scherz, den es fühlt wie Du den Schmerz!
Wer aufhört dazu zu lernen, hat aufgehört gut zu sein.
Quäle nie ein Tier aus Scherz, den es fühlt wie Du den Schmerz!
Wer aufhört dazu zu lernen, hat aufgehört gut zu sein.
- motorrad-frank
- Beiträge: 1218
- Registriert: 12.04.2007, 11:04
- Wohnort: Bad Kreuznach
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Re: Alte Eibe zum Anfang
Hallo, ich sehe das wie Christian - die Richtung würde ich wie rot eingezeichnet gehen - schau dir auch mal den Wacholder von Jupp als Motivation an ( die Richtung ginge auch für deine Eibe - ich würde Sie halt 3 Jahre sich im Beet erholen lassen, dann in einen Kübel pflanzen, noch mal 2 Jahre warten, dann gestalten bzw./oder Workshop ) : hier
viele Grüsse, Frank.
viele Grüsse, Frank.
- Dateianhänge
-
- P1060225-roterfaden.jpg (33.92 KiB) 1880 mal betrachtet
Re: Alte Eibe zum Anfang
Vielen Dank für eure Ratschläge!
Ich denke auch, das ich die Eibe nun ersteinmal in Ruhe lasse und die nächsten 2 bis 3 Jahre abwarte. In der Zwischenzeit gibt es ja noch genügend andere Prjekte
Der Boden ist nicht gerde ein Sandboden, aber die Durchlässigkeit würde ich sagen ist schon in Ordnung. Da ich um den Baum viel rumgetrampelt bin ist er nun etwas verdichtet, aber das sollte sich wieder legen (Das Leben im Boden ist hier ziemlich aktiv
)
Ob es nun ein Gartenbonsai oder einer für die Schale wird ist mir momentan noch unklar. Lieber währe er mir in einer Schale, da wir hier nur zur Miete wohnen. Daher möchte ich so viele Pflanzen wie möglich "mobil" halten. Klar kann man Beetpflanzen auch wieder ausbuddeln, aber die Schalenvarinte ist doch angenehmer.
Für einen echten Bonsai müsste man dann in Zukunft wohl noch recht viel vom Hauptstamm entfernen, was mir momentan noch etwas wiederstrebt. Ich finde die geschwungene Form sehr schön, zumal der Stammumfang schon recht beachtlich ist (ich schätze mal so ca. 20 bis 25cm). Aber im Laufe der Zeit kann man sich ja noch entscheiden.
Weitere Ratschläge sind immer gerne gesehen!
Ich denke auch, das ich die Eibe nun ersteinmal in Ruhe lasse und die nächsten 2 bis 3 Jahre abwarte. In der Zwischenzeit gibt es ja noch genügend andere Prjekte
Der Boden ist nicht gerde ein Sandboden, aber die Durchlässigkeit würde ich sagen ist schon in Ordnung. Da ich um den Baum viel rumgetrampelt bin ist er nun etwas verdichtet, aber das sollte sich wieder legen (Das Leben im Boden ist hier ziemlich aktiv
Ob es nun ein Gartenbonsai oder einer für die Schale wird ist mir momentan noch unklar. Lieber währe er mir in einer Schale, da wir hier nur zur Miete wohnen. Daher möchte ich so viele Pflanzen wie möglich "mobil" halten. Klar kann man Beetpflanzen auch wieder ausbuddeln, aber die Schalenvarinte ist doch angenehmer.
Für einen echten Bonsai müsste man dann in Zukunft wohl noch recht viel vom Hauptstamm entfernen, was mir momentan noch etwas wiederstrebt. Ich finde die geschwungene Form sehr schön, zumal der Stammumfang schon recht beachtlich ist (ich schätze mal so ca. 20 bis 25cm). Aber im Laufe der Zeit kann man sich ja noch entscheiden.
Weitere Ratschläge sind immer gerne gesehen!
