Winterlinde
- grüner_hesse
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Winterlinde
Hallo miteinander.
Ich möchte Euch gerne eine Winterlinde vorstellen und die zukünftige Entwicklung hier dokumentieren.
Im Frühjahr 2013 habe ich mir den Baum in Enger aus dem Feld ausgraben lassen. Nach einem ersten Schnitt wanderte die Linde in einen Plastikpott. Hier und da wurde ein wenig abgespannt, sonst ist nicht viel passiert.
2014 bekam sie ihre erste Schale. Außerdem habe ich versucht, beim Schneiden etwas gewissenhafter zu sein, Verzweigung aufzubauen. Mit dem Blattfall wurde abschließend etwas Draht angelegt, um Ordnung zu schaffen.
Auf dem aktuellen Foto wirken einige Bereiche doch etwas überladen. Deshalb auch noch zusätzlich ein Foto aus der Vogelperspektive.
Trotzdem denke ich, dass ich hier und da noch zu zaghaft bin, der ein oder andere Ast noch zu lang bzw. überflüssig ist. Oder falsch positioniert?
Der eigentliche Wurzelansatz liegt leider zu tief. Auf der gewünschten Höhe entspringt nur eine sehr dicke Wurzel. Hier werde ich im Frühjahr im Arbeitskreis nach Hilfe fragen und von den Maßnahmen berichten.
Was geht Euch beim Betrachten durch den Kopf? Wie weit lieg ich mit der Schale daneben?
Viele Grüße
Benny
Ich möchte Euch gerne eine Winterlinde vorstellen und die zukünftige Entwicklung hier dokumentieren.
Im Frühjahr 2013 habe ich mir den Baum in Enger aus dem Feld ausgraben lassen. Nach einem ersten Schnitt wanderte die Linde in einen Plastikpott. Hier und da wurde ein wenig abgespannt, sonst ist nicht viel passiert.
2014 bekam sie ihre erste Schale. Außerdem habe ich versucht, beim Schneiden etwas gewissenhafter zu sein, Verzweigung aufzubauen. Mit dem Blattfall wurde abschließend etwas Draht angelegt, um Ordnung zu schaffen.
Auf dem aktuellen Foto wirken einige Bereiche doch etwas überladen. Deshalb auch noch zusätzlich ein Foto aus der Vogelperspektive.
Trotzdem denke ich, dass ich hier und da noch zu zaghaft bin, der ein oder andere Ast noch zu lang bzw. überflüssig ist. Oder falsch positioniert?
Der eigentliche Wurzelansatz liegt leider zu tief. Auf der gewünschten Höhe entspringt nur eine sehr dicke Wurzel. Hier werde ich im Frühjahr im Arbeitskreis nach Hilfe fragen und von den Maßnahmen berichten.
Was geht Euch beim Betrachten durch den Kopf? Wie weit lieg ich mit der Schale daneben?
Viele Grüße
Benny
- hopplamoebel
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Re: Winterlinde
Moin Benny,
kannst Du bitte noch andere Ansichten der Linde einstellen? 2D ist ja sowieso schon nicht ganz einfach - wenn man dann zusätzlich auch nur eine Ansicht sieht, kann man eigentlich keine seriösen Vorschläge machen!
Viele Grüße,
marco
kannst Du bitte noch andere Ansichten der Linde einstellen? 2D ist ja sowieso schon nicht ganz einfach - wenn man dann zusätzlich auch nur eine Ansicht sieht, kann man eigentlich keine seriösen Vorschläge machen!
Viele Grüße,
marco
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
-
chris-git@rre
Re: Winterlinde
Hallo Benny,
gefällt mir ganz gut.
Aber schade das der unterste Ast beim linken Stamm nicht mehr da ist.
Beim Hauptstamm ist noch so ein gerader unverzweigter Ast der mir nicht so gut gefällt.
gefällt mir ganz gut.
Aber schade das der unterste Ast beim linken Stamm nicht mehr da ist.
Beim Hauptstamm ist noch so ein gerader unverzweigter Ast der mir nicht so gut gefällt.
Re: Winterlinde
ich finde die schale für den baum gut gewählt.
in der nächsten zukunft solltest du tatsächlich das hauptaugenmerk auf den wurzelansatz legen.
ich bin mit dem rückknospungsverhalten dieser lindenart nicht vertraut, daher sage ich das folgende nur unter rein gestalterischen aspekten aufgrund von 2-dimensionalen bildern.
an dem im folgenden bild von mir geänderten ast sieht der von dir angelegte draht nutzlos, weil zu dünn, aus.
mehr bewegung wie eingezeichnet kannst du aber sehr gut durch abspannen erreichen.
zurückschneiden würde ich prinzipuiell ungefähr so wie eingezeichnet.
bewegung, verjüngung und internodienlänge sind die stichworte. so kannst du den baum noch kompakter bekommen.
im frühsommer dann ein 2. mal den austrieb dementsprechend zurückschneiden.
in der nächsten zukunft solltest du tatsächlich das hauptaugenmerk auf den wurzelansatz legen.
ich bin mit dem rückknospungsverhalten dieser lindenart nicht vertraut, daher sage ich das folgende nur unter rein gestalterischen aspekten aufgrund von 2-dimensionalen bildern.
an dem im folgenden bild von mir geänderten ast sieht der von dir angelegte draht nutzlos, weil zu dünn, aus.
mehr bewegung wie eingezeichnet kannst du aber sehr gut durch abspannen erreichen.
zurückschneiden würde ich prinzipuiell ungefähr so wie eingezeichnet.
bewegung, verjüngung und internodienlänge sind die stichworte. so kannst du den baum noch kompakter bekommen.
im frühsommer dann ein 2. mal den austrieb dementsprechend zurückschneiden.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- grüner_hesse
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Re: Winterlinde
Hallo Ihr drei...
Zuerst einmal danke, dass Ihr euch Gedanken gemacht habt!
Marco:
Ich habe leider nur das Bild von oben zur Hand. Wenn der Baum in den nächsten Wochen bearbeitet wird muss ich mal dran denken, weitere Fotos zu machen.
Chris:
Ich weiß nicht mehr, warum der Ast auf der linken Seite damals fallen musste. Ich hatte beim ersten Schnitt eigentlich auch jemand mit Erfahrung dabei, hab nicht einfach drauflosgewerkelt. Auf dem alten Foto wirkt er aber tatsächlich brauchbar. Irgendein Grund wird es gehabt haben. Vielleicht kann ich das nochmal rekonstruieren.
Achim:
Danke für die Bilder zur Veranschaulichung. Die Sache mit dem Ast auf der rechten Seite hast Du richtig erkannt
, den werd ich dann noch abspannen. Die von Dir eingezeichneten Schnitte sind für mich nachvollziehbar. Einige davon hab ich vor meinem geistigen Auge während dem Betrachten in den letzten Wochen schon ausgeführt. Andere, vor allem die bei den auffällig langen Internodien der Äste auf 11 bzw 1 und 2 Uhr, fallen mir schwer. Grundsätzlich weiß ich zwar, dass dort einige Stellen sind, an denen dann neue Knospen entstehen sollten, meistens warte ich aber, bis sich diese zumindest ansatzweise zeigen. Ich muss wohl noch etwas mutiger werden.
Viele Grüße
Benny
Zuerst einmal danke, dass Ihr euch Gedanken gemacht habt!
Marco:
Ich habe leider nur das Bild von oben zur Hand. Wenn der Baum in den nächsten Wochen bearbeitet wird muss ich mal dran denken, weitere Fotos zu machen.
Chris:
Ich weiß nicht mehr, warum der Ast auf der linken Seite damals fallen musste. Ich hatte beim ersten Schnitt eigentlich auch jemand mit Erfahrung dabei, hab nicht einfach drauflosgewerkelt. Auf dem alten Foto wirkt er aber tatsächlich brauchbar. Irgendein Grund wird es gehabt haben. Vielleicht kann ich das nochmal rekonstruieren.
Achim:
Danke für die Bilder zur Veranschaulichung. Die Sache mit dem Ast auf der rechten Seite hast Du richtig erkannt
Viele Grüße
Benny
Re: Winterlinde
das ist schon völlig richtig so. ich mache das auch. lieber im zweifelsfall etwas zeit verlieren als einen wichtigen ast.Grundsätzlich weiß ich zwar, dass dort einige Stellen sind, an denen dann neue Knospen entstehen sollten, meistens warte ich aber, bis sich diese zumindest ansatzweise zeigen.
aber nmeistens macht man sich da tatsächlich eher zuviel sorgen
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Winterlinde
Hallo Benny
Mir gefällt die Entwicklung deiner Linde in der kurzen Zeit deiner Pflege.
Achim hat ja schon die grudlegenden und sicher richtigen Anmerkungen gemacht, trotzdem möchte ich darauf im Detail noch einmal exemplarisch an je zwei Stellen je Bild eingehen.
Zuvor gestatte mir jedoch einige grundsätzliche Bemerkungen:
Das arbeiten am Nebari und an der Verzweigung ist Daueraufgabe eines Baumpflegers. Jedes Umtopfen zur Arbeit an den Wurzeln nutzen!
Die Arbeit an der Verzeigung beinhaltet in dem frühen Stadium deines Baumes im Schwerpunkt die Herstellung einer geordneten Grundstruktur.
Feinverzweigung kommt später und wesentlich leichter, wenn die ersten Schritte richtig gemacht wurden.
Ich persönlich habe am nachhaltigsten von den erkannten von mir gemachten Fehlern gelernt. Ein jetzt nicht gemachter Schnitt, der später bewusst gemacht wird, ist kein Zeitverlust sondern wichtiges lernen.
Deshalb habe ich mir auch nur exemplarische Beispiele ausgesucht um meine Überlegungen zu verdeutlichen. Dein persönliches Schnittmuster kanst du daraus abgeleitet selber entwicklen.
Du musst bei einer Linde keine Angst vor Fehlern haben, ein zuviel oder zu kurz geschnittener Ast ist schnell durch einen neuen ersetzt. Auch treibt die Linde bei ausreichender Versorgung und Licht gut aus altem Holz aus.
Sich schon jetzt zuviel Gedanken über einen evtl. zu vorschnell abgeschnittenen kleinen Ast zu machen, ist so wichtig wie Brüste beim Eber.
Jede Spitzenknospe eines Triebes musst du abschneiden. Weist die nächstfolgende nicht in die gewünschte Richtung, gehst du mit dem Schnitt weiter nach innen bis es passt.
Linden verdicken rasch, deshalb musst du immer sehr schnell vieltriebige Stellen auf max. zwei vereinzeln.
Deine Pflanzposition in der gut gewählten Schale finde ich richtig.
Der Baum sollte den Schwerpunkt seiner Verzeigung nach links über den dicken Substamm aufgebaut bekommen.
Nun zu den Beispielen - in den Bildern mit dem Pfeilen markiert:
Der oberste Pfeil im Bild 001 zeigt einen Zweig den Achim auch einkürzen möchte. Der Schnittvorschlag geht nur nicht weit genug zurück. Der Zweig hat keine wirklich schöne Bewegung. Es wäre besser, ihn sehr viel kürzer zu schnieden und neu aufzubauen. Am Ansatz dieses Astes ist eine leichte Verdickung zu sehen, weil offensichtlich dort einmal sogar drei Äste aus einem Punkt entsprangen und der untere entfernt wurde. Solche Schnittstellen musst du sehr sorgfältig bearbeiten, weil die Linden dicken Kallus bilden.
Wenn die untere Schnittstelle gut verheilt ist, könntest du den angesprochenen Ast auch ganz entfernen und den viel schöneren dünneren mit Draht so in der Position verändern, dass die entstandene Lücke annähernd ausgefüllt wird.
Den zweiten mit einem Pfeil gekenzeichneten Zweig mind. bis auf die Pfeilspitze absetzen und neu aufbauen. Das gerade nackte Triebstück bleibt nackt und wird nie schön. Auch der Winkel in dem der Zweig vom Ast abgeht ist zu groß aber leicht mit Draht zu beheben. Ich arbeite immer mit möglichst wenig Draht, aber in der Strukturierungsphase ist auch bei Laubbäume der Draht eine gute Hilfe.
Im zweiten Bild sind zwei steife unverjüngte Triebe gekennzeichnet.
Was einmal gerade uund unverjüngt ist, bleibt gerade uund unverjüngt - und es wird mit jedem Jahr auffälliger.
Beim unteren Pfeil einfach auf die erste Knospe absetzen und das Problem ist beseitigt.
Beim oberen Pfeil hast du zwei Möglichkeiten, wenn du schneiden und nicht drahten willst.
Absetzen auf den kleinen Trieb auf den der Pfeil zeigt oder - und das wäre meine Lösung - gleich auf den keck nach oben wachsenden Trieb am Astansatz absetzen und mit Draht leicht bewegt gestalten. Der Kleine hat am Ende des nächsten Jahres den jetzigen Ast leicht ersetzt.
Wenn du den gesamten Baum nach solchen Schwachstellen absuchst und sie behebst ist schon viel gewonnen.
Das sind, wie ich meine, allgemein gültige und leicht anwendbare Schritte, die für jeden Baum jeder Art zutreffen.
Ich wünschr dir viel Freude an der weiteren entwicklenden Pfege des Baumes
Mir gefällt die Entwicklung deiner Linde in der kurzen Zeit deiner Pflege.
Achim hat ja schon die grudlegenden und sicher richtigen Anmerkungen gemacht, trotzdem möchte ich darauf im Detail noch einmal exemplarisch an je zwei Stellen je Bild eingehen.
Zuvor gestatte mir jedoch einige grundsätzliche Bemerkungen:
Das arbeiten am Nebari und an der Verzweigung ist Daueraufgabe eines Baumpflegers. Jedes Umtopfen zur Arbeit an den Wurzeln nutzen!
Die Arbeit an der Verzeigung beinhaltet in dem frühen Stadium deines Baumes im Schwerpunkt die Herstellung einer geordneten Grundstruktur.
Feinverzweigung kommt später und wesentlich leichter, wenn die ersten Schritte richtig gemacht wurden.
Ich persönlich habe am nachhaltigsten von den erkannten von mir gemachten Fehlern gelernt. Ein jetzt nicht gemachter Schnitt, der später bewusst gemacht wird, ist kein Zeitverlust sondern wichtiges lernen.
Deshalb habe ich mir auch nur exemplarische Beispiele ausgesucht um meine Überlegungen zu verdeutlichen. Dein persönliches Schnittmuster kanst du daraus abgeleitet selber entwicklen.
Du musst bei einer Linde keine Angst vor Fehlern haben, ein zuviel oder zu kurz geschnittener Ast ist schnell durch einen neuen ersetzt. Auch treibt die Linde bei ausreichender Versorgung und Licht gut aus altem Holz aus.
Sich schon jetzt zuviel Gedanken über einen evtl. zu vorschnell abgeschnittenen kleinen Ast zu machen, ist so wichtig wie Brüste beim Eber.
Jede Spitzenknospe eines Triebes musst du abschneiden. Weist die nächstfolgende nicht in die gewünschte Richtung, gehst du mit dem Schnitt weiter nach innen bis es passt.
Linden verdicken rasch, deshalb musst du immer sehr schnell vieltriebige Stellen auf max. zwei vereinzeln.
Deine Pflanzposition in der gut gewählten Schale finde ich richtig.
Der Baum sollte den Schwerpunkt seiner Verzeigung nach links über den dicken Substamm aufgebaut bekommen.
Nun zu den Beispielen - in den Bildern mit dem Pfeilen markiert:
Der oberste Pfeil im Bild 001 zeigt einen Zweig den Achim auch einkürzen möchte. Der Schnittvorschlag geht nur nicht weit genug zurück. Der Zweig hat keine wirklich schöne Bewegung. Es wäre besser, ihn sehr viel kürzer zu schnieden und neu aufzubauen. Am Ansatz dieses Astes ist eine leichte Verdickung zu sehen, weil offensichtlich dort einmal sogar drei Äste aus einem Punkt entsprangen und der untere entfernt wurde. Solche Schnittstellen musst du sehr sorgfältig bearbeiten, weil die Linden dicken Kallus bilden.
Wenn die untere Schnittstelle gut verheilt ist, könntest du den angesprochenen Ast auch ganz entfernen und den viel schöneren dünneren mit Draht so in der Position verändern, dass die entstandene Lücke annähernd ausgefüllt wird.
Den zweiten mit einem Pfeil gekenzeichneten Zweig mind. bis auf die Pfeilspitze absetzen und neu aufbauen. Das gerade nackte Triebstück bleibt nackt und wird nie schön. Auch der Winkel in dem der Zweig vom Ast abgeht ist zu groß aber leicht mit Draht zu beheben. Ich arbeite immer mit möglichst wenig Draht, aber in der Strukturierungsphase ist auch bei Laubbäume der Draht eine gute Hilfe.
Im zweiten Bild sind zwei steife unverjüngte Triebe gekennzeichnet.
Was einmal gerade uund unverjüngt ist, bleibt gerade uund unverjüngt - und es wird mit jedem Jahr auffälliger.
Beim unteren Pfeil einfach auf die erste Knospe absetzen und das Problem ist beseitigt.
Beim oberen Pfeil hast du zwei Möglichkeiten, wenn du schneiden und nicht drahten willst.
Absetzen auf den kleinen Trieb auf den der Pfeil zeigt oder - und das wäre meine Lösung - gleich auf den keck nach oben wachsenden Trieb am Astansatz absetzen und mit Draht leicht bewegt gestalten. Der Kleine hat am Ende des nächsten Jahres den jetzigen Ast leicht ersetzt.
Wenn du den gesamten Baum nach solchen Schwachstellen absuchst und sie behebst ist schon viel gewonnen.
Das sind, wie ich meine, allgemein gültige und leicht anwendbare Schritte, die für jeden Baum jeder Art zutreffen.
Ich wünschr dir viel Freude an der weiteren entwicklenden Pfege des Baumes
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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- grüner_hesse
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Re: Winterlinde
Hallo Achim,
das freut mich zu lesen. Norbert schreibt es ja ebenfalls, wenn auch in anderem Zusammenhang: Man kann auch Erfahrung sammeln, wenn man etwas nicht macht
Hallo Norbert,
Dir zuerst einmal ebenso herzlichen Dank, dass Du dir die Zeit nimmst, mir so ausführlich zu antworten und die Ratschläge von Achim prazisierst.
Schon Deine grundsätzlichen Bemerkungen zeigen mir freundlich aber bestimmt, dass ich teilweise einen Schritt zu weit bin. Bei einer Zeitspanne von ein zwei Jahren aber sicherlich kein Beinbruch.
Zum Thema Nebari würde ich gern später nochmal genauer nachfragen wollen, wenn ich die Fotos, die ich beim ersten Umtopfen gemacht habe, auf dem anderen Rechner rausgesucht habe.
Einige Deiner Ratschläge habe ich in der Vergangenheit bereits versucht, umzusetzen. Spitzeknospen wurden ausgebrochen und Verzweigung auf zwei Äste reduziert. Die Versäumnisse beim Rückschnitt habe ich dank Dir und Achim nun erkannt.
Das Thema Wundheilung bei Linden bereitet mir zugegebenermaßen einiges an Kopfschmerzen. Was bei Hainbuche oder Ahorn wie von selbst funktioniert will hier einfach nicht gelingen. Mal wird eine Wunde gar nicht geschlossen, mal nur dick und wulstig - am liebsten einseitig. Obwohl ich, wie bei jedem anderen Baum auch, versuche, so sauber wie möglich zu arbeiten. An der von Dir im ersten Bild markierten Stelle (Pfeil oben) habe ich übrigens exakt dieses Kallus-Problem. Dort weiß ich allerdings wenigstens warum. Ich habe mich vor zwei Jahren aus Sorgen um die Knospe, die sich mittlerweile zu dem kleinen Ast entwickelt hat, nicht getraut, bündig zu schneiden. Ich denke, diese Frühjahr kann ich dort ran, ohne den Ast zu gefährden.
Eine kleine Bemerkung noch zu dem rechten Substamm:
Dieser durfte, abgesehen vom ersten Schnitt im Frühjahr, den Rest der Saison durchwachsen. (Ich weiß, wieder halbherzig) Das von Dir angesprochene grob gestutzte Endstück wird in ferner Zukunft wohl ganz verschwinden.
Schön, dass die Schale Zuspruch findet. Es ist quasi mein erster ernsthafter Versuch, etwas passendes zusammenzufügen.
Viele Grüße
Benny
das freut mich zu lesen. Norbert schreibt es ja ebenfalls, wenn auch in anderem Zusammenhang: Man kann auch Erfahrung sammeln, wenn man etwas nicht macht
Hallo Norbert,
Dir zuerst einmal ebenso herzlichen Dank, dass Du dir die Zeit nimmst, mir so ausführlich zu antworten und die Ratschläge von Achim prazisierst.
Schon Deine grundsätzlichen Bemerkungen zeigen mir freundlich aber bestimmt, dass ich teilweise einen Schritt zu weit bin. Bei einer Zeitspanne von ein zwei Jahren aber sicherlich kein Beinbruch.
Zum Thema Nebari würde ich gern später nochmal genauer nachfragen wollen, wenn ich die Fotos, die ich beim ersten Umtopfen gemacht habe, auf dem anderen Rechner rausgesucht habe.
Einige Deiner Ratschläge habe ich in der Vergangenheit bereits versucht, umzusetzen. Spitzeknospen wurden ausgebrochen und Verzweigung auf zwei Äste reduziert. Die Versäumnisse beim Rückschnitt habe ich dank Dir und Achim nun erkannt.
Das Thema Wundheilung bei Linden bereitet mir zugegebenermaßen einiges an Kopfschmerzen. Was bei Hainbuche oder Ahorn wie von selbst funktioniert will hier einfach nicht gelingen. Mal wird eine Wunde gar nicht geschlossen, mal nur dick und wulstig - am liebsten einseitig. Obwohl ich, wie bei jedem anderen Baum auch, versuche, so sauber wie möglich zu arbeiten. An der von Dir im ersten Bild markierten Stelle (Pfeil oben) habe ich übrigens exakt dieses Kallus-Problem. Dort weiß ich allerdings wenigstens warum. Ich habe mich vor zwei Jahren aus Sorgen um die Knospe, die sich mittlerweile zu dem kleinen Ast entwickelt hat, nicht getraut, bündig zu schneiden. Ich denke, diese Frühjahr kann ich dort ran, ohne den Ast zu gefährden.
Eine kleine Bemerkung noch zu dem rechten Substamm:
Dieser durfte, abgesehen vom ersten Schnitt im Frühjahr, den Rest der Saison durchwachsen. (Ich weiß, wieder halbherzig) Das von Dir angesprochene grob gestutzte Endstück wird in ferner Zukunft wohl ganz verschwinden.
Schön, dass die Schale Zuspruch findet. Es ist quasi mein erster ernsthafter Versuch, etwas passendes zusammenzufügen.
Viele Grüße
Benny
- grüner_hesse
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Re: Winterlinde
An dieser Stelle ein kleines Sommer-update...
Immer, wenn ich die Linde mit bei Bonsaifreunden oder einem workshop hatte, kam die Diskussion zur Ansichtseite auf. Da ich mich mittlerweile immer öfter selbst dabei erwische, wie ich die Rückseite genauer prüfe, wollte ich mal beide Seiten zeigen. Leider war ich im Winter faul, ich kann nur aktuelle Bilder mit Laub liefern.
Ich werde den Baum aller Vorraussicht Sonntag mit nach Lippstadt bringen und die Möglichkeit zur Besprechung nutzen - falls jemand gerne mal live schauen möchte.
Beim umtopfen ist sie ein kleines Stück weiter geneigt worden, als ich eigentlich wollte. Hier und da wird immer mal gespannt oder gespreizt.
Bei der Rückseite stehen die beiden Substämme eher nach hinten. Die Neigung müsste man wohl wie angedeutet anpassen
Was meint ihr?
viele Grüße
Benny
Immer, wenn ich die Linde mit bei Bonsaifreunden oder einem workshop hatte, kam die Diskussion zur Ansichtseite auf. Da ich mich mittlerweile immer öfter selbst dabei erwische, wie ich die Rückseite genauer prüfe, wollte ich mal beide Seiten zeigen. Leider war ich im Winter faul, ich kann nur aktuelle Bilder mit Laub liefern.
Ich werde den Baum aller Vorraussicht Sonntag mit nach Lippstadt bringen und die Möglichkeit zur Besprechung nutzen - falls jemand gerne mal live schauen möchte.
Beim umtopfen ist sie ein kleines Stück weiter geneigt worden, als ich eigentlich wollte. Hier und da wird immer mal gespannt oder gespreizt.
Bei der Rückseite stehen die beiden Substämme eher nach hinten. Die Neigung müsste man wohl wie angedeutet anpassen
Was meint ihr?
viele Grüße
Benny
- grüner_hesse
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Re: Winterlinde
Die Linde ist ihre Blätter schon los. so gehts dann bald ins Winterquartier. Ansichtsseite ist immer noch offen. beim ersten Bild (ehem. Rückseite) hab ich den Baum virtuell etwas aufgerichtet.
Eure Meinungen sind mir natürlich immer Willkommen,
viele Grüße
Benny
viele Grüße
Benny
Re: Winterlinde
Hallo Benny,
ich habe schon öfter gehört daß man im Herbst nicht drahten sollte.
Oder überwinterst du im Kalthaus? (und geht es dann...)
Übrigens mag ich deinen Baum
ich habe schon öfter gehört daß man im Herbst nicht drahten sollte.
Oder überwinterst du im Kalthaus? (und geht es dann...)
Übrigens mag ich deinen Baum
Gruß
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
Re: Winterlinde
Hallo,
Laubäume drahte ich zu gerne direkt nach dem Blattfall. Da sind die Äste noch leicht biegbar und härten dann über den Winter in der gewünschten Position gut aus. Die braucht man dann nie mehr anfassen und braucht dann beim nächsten mal nur den Neuaustrieb drahten.
Aber: du verwendest viel zu viel Draht. Entweder weil die Wege nicht stimmen oder du nicht genug Draht in verschiedenen Stärken hast. An anderen Stellen ist der Draht dann wiederum einzeln und zu dünn und somit völlig nutzlos (unten rechts im unteren Foto z.B.). Weiterhin verbindest du Zweige, die gar nicht zum gleichen Ast gehören.
Eigentlich solltest du auch die Spitzen noch eindrahten und stellen, sonst bleiben die so und du musst dann, wenn die sich nächstes Jahr weiter verdicken, nur wieder dicken Draht anlegen (aber dazu müsste eigentlich der jetzige Draht wieder komplett runter, damit du von unten richtig wieder anfangen kannst).
Der Draht kann bestimmt im Februar schon wieder runter. Sollte er auch, weil er bei Linden extrem schnell einwächst.
Und bitte mit Kupfer anfangen ...
Laubäume drahte ich zu gerne direkt nach dem Blattfall. Da sind die Äste noch leicht biegbar und härten dann über den Winter in der gewünschten Position gut aus. Die braucht man dann nie mehr anfassen und braucht dann beim nächsten mal nur den Neuaustrieb drahten.
Aber: du verwendest viel zu viel Draht. Entweder weil die Wege nicht stimmen oder du nicht genug Draht in verschiedenen Stärken hast. An anderen Stellen ist der Draht dann wiederum einzeln und zu dünn und somit völlig nutzlos (unten rechts im unteren Foto z.B.). Weiterhin verbindest du Zweige, die gar nicht zum gleichen Ast gehören.
Eigentlich solltest du auch die Spitzen noch eindrahten und stellen, sonst bleiben die so und du musst dann, wenn die sich nächstes Jahr weiter verdicken, nur wieder dicken Draht anlegen (aber dazu müsste eigentlich der jetzige Draht wieder komplett runter, damit du von unten richtig wieder anfangen kannst).
Der Draht kann bestimmt im Februar schon wieder runter. Sollte er auch, weil er bei Linden extrem schnell einwächst.
Und bitte mit Kupfer anfangen ...
Zuletzt geändert von abardo am 18.10.2016, 22:30, insgesamt 4-mal geändert.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
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Re: Winterlinde
Hallo László,
zunächst einmal vielen Dank.
ich habe bei der Linde bis jetzt keine negativen Erfahrungen mit dem Drahten im Herbst gemacht. Bis es bei uns den ersten richtigen Frost gibt gehen im Normalfall noch ein paar Tage ins Land. Ich habe dann allerdings die Möglichkeit, die Bäume frostfrei zu stellen. Meine Erfahrung beschränkt sich allerdings auf wenige Jahre, ich denke hier im Forum findest du verlässlichere Quellen zu diesem Thema.
viele Grüße an die Weser
Benny
zunächst einmal vielen Dank.
ich habe bei der Linde bis jetzt keine negativen Erfahrungen mit dem Drahten im Herbst gemacht. Bis es bei uns den ersten richtigen Frost gibt gehen im Normalfall noch ein paar Tage ins Land. Ich habe dann allerdings die Möglichkeit, die Bäume frostfrei zu stellen. Meine Erfahrung beschränkt sich allerdings auf wenige Jahre, ich denke hier im Forum findest du verlässlichere Quellen zu diesem Thema.
viele Grüße an die Weser
Benny
- grüner_hesse
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Re: Winterlinde
Frank, grundsätzlich hast du sicherlich recht. Ich würde zu meiner Verteidigung jedoch noch anführen wollen, dass ich in den 5 Jahren Bonsai mit meinen paar Pflanzen logischerweise noch keine hunderte Bäume gedrahtet habe. Im Großen und Ganzen erfüllt er seinen Zweck.
Eine Laubbaum mit durchaus empfindlicher Rinde mit Kupfer zu drahten mag mir nicht einleuchten. Mal davon ab sollte es dafür zumindest erstmal mit Alu halbwegs funktionieren..
und zum Baum selber?
viele Grüße
Benny
Eine Laubbaum mit durchaus empfindlicher Rinde mit Kupfer zu drahten mag mir nicht einleuchten. Mal davon ab sollte es dafür zumindest erstmal mit Alu halbwegs funktionieren..
und zum Baum selber?
viele Grüße
Benny
Re: Winterlinde
Ich auch nicht, kann man sich aber nochmal in einem WS zeigen lassen. Weniger Draht ist eben auch immer besser für den Baum (und den Geldbeutel).grüner_hesse hat geschrieben:logischerweise noch keine hunderte Bäume gedrahtet habe.
Das unterste Foto ist für mich definitiv die Vorderseite, aber dazu müsste insbesondere noch der eine Ast, der vom linken Substamm mittig nach rechts weggeht, nach unten gezogen und flacher gestellt werden. Einige Enden würde ich auch versuchen, in die gleiche Ebene zu holen.grüner_hesse hat geschrieben: und zum Baum selber?
Und ja: schöne Linde !
Grüße, Frank
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Ich will nur noch hupen !
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