Eiben werden oft von Vögeln(meistens die verhassten Amseln) überall verbreitet.
„Die muss da weg“,sagte meine Schwiegermutter bei einem Gartenrundgang.“Ja,ok-mach ich“ antwortete ich,natürlich mit Hintergedanken.Da war sie schon 1,5 m hoch.Ausgegraben,mit Heim genommen und dann: Wat machste damit ? Hmm..
Der Stamm war recht dünn,also nix für größere Bonsai.Erst mal grob gekürzt und in eine Plastik-Bonsaischale gesetzt.Die Wurzeln bis aufs äußerste geschnitten das sie grad so rein ging.Irgentwie hatte ich keine Idee,was die Krone anging.
Da hilft nur systematisch vorgehen.Abstand Nebari zum 1Ast = 1/3 der Endhöhe.Aha, erster Anhaltspunkt.Bleiben aber nicht viel Äste dann mehr übrig,nur 2.Ein kleiner Rückast und ein
Hinterer, der muss halt die Spitze machen.Irgentwie schon langweilig.Muß mehr Pep her.
Also auf der Vorderseite 1/3 der Rinde abgezogen und die Spitze gejinnt.Mal gucken was passiert.
Das war Anfang letzten Jahres.Die Pflanze hat die Maßnahmen alle verkraftet und trieb ganz
gut,so das ich die Ästchen im Winter schon drahten konnte.Im Frühjahr dann noch ne Tonschale spendiert.Jetzt im 2ten Bonsaijahr hat sie nochmal gut zugelegt(bis 12cm),auch aus dem alten Holz,das ich bald die Feindrahtung +Rückschnitt machen kann .
Schon wieder das Problem: nur knapp über Shohingrenze.
Ein zukünftiger Bonsai des 21 Jahrhunderts ? – vielleicht wird dieses Exemplar in rund 20 Jahren interesant sein..
