Guten Tag,
ich habe eine Frage, die ich bisher weder mit Literatur, noch mit dem Forum beantworten konnte.
Situation:
Ein Baum wird beschnitten und treibt dann neu aus. Am Stamm, an älteren Ästen usw.
Frage:
wird der gleiche Baum erneut zurück geschnitten, ist die Anzahl der Austriebe dann verringert? Reduziert man also über die Jahre die möglichen Austriebe, oder kann an der gleichen Stelle mehrfach ein Austrieb erfolgen?
Ist das generell zu beantworten, oder Art spezifisch? Ich beziehe mich vor allem auf nicht offensichtliche Augen wie bei jüngeren Ästen, sondern auf die möglichen Austriebe am Stamm oder alten Ästen.
Austrieb, Augen
Re: Austrieb, Augen
Was verstehst du unter Beschneiden? Ratzekahl bis auf einen Besenstiel, oder zu den Ästen oder nur die Zweige? Und der 2. Schnitt, sollte der dann genauso radikal sein (falls das überhaupt sinnvoll ist) oder ein wenig weiter außen, so daß Verzweigung aufgebaut wird? Wie groß wäre der Abstand zwischen den Schnitten? Ein Jahr oder mehrmals im Jahr? Oder hätte der Baum sogar mehrere Jahre Zeit den ersten Schnitt ganz und gar zu vergessen?
Könnte eine Kopfweide der Baum sein, der deine Fragen beantwortet?
Könnte eine Kopfweide der Baum sein, der deine Fragen beantwortet?
73 Anja
Re: Austrieb, Augen
Danke Anja,
Du hast recht, die Frage ist sehr unpräzise gestellt. Ein Laubbaum der über die Jahre immer wieder störende Austriebe am Stamm entfernt bekommt und dann im Rahmen einer Umgestaltung radikal zurück geschnitten wird, hat der eine verringerte Chance am Stamm neu auszutreiben?
Hat ein Baum nun eine begrenzte Anzahl potentieller Austriebe (schlummernde Augen) und diese wird im Laufe der Jahre reduziert, so hätte ein Baum im fortgeschrittenen Alter evtl keine Möglichkeit mehr neu auszutreiben (ausgenommen neu gebildete Bereiche).
Also:
Stammbereich X hat 10 mögliche Austriebe, davon werden im Laufe des Lebens 10 Stück entfernt. Ist dann die Chance verwehrt, dass sich hier jemals wieder ein Trieb bildet. Oder bilden sich neue schlummernde Augen und deren Anzahl ist nicht begrenzt?
Du hast recht, die Frage ist sehr unpräzise gestellt. Ein Laubbaum der über die Jahre immer wieder störende Austriebe am Stamm entfernt bekommt und dann im Rahmen einer Umgestaltung radikal zurück geschnitten wird, hat der eine verringerte Chance am Stamm neu auszutreiben?
Hat ein Baum nun eine begrenzte Anzahl potentieller Austriebe (schlummernde Augen) und diese wird im Laufe der Jahre reduziert, so hätte ein Baum im fortgeschrittenen Alter evtl keine Möglichkeit mehr neu auszutreiben (ausgenommen neu gebildete Bereiche).
Also:
Stammbereich X hat 10 mögliche Austriebe, davon werden im Laufe des Lebens 10 Stück entfernt. Ist dann die Chance verwehrt, dass sich hier jemals wieder ein Trieb bildet. Oder bilden sich neue schlummernde Augen und deren Anzahl ist nicht begrenzt?
Re: Austrieb, Augen
Meine Eiche hier hat an der Stammbasis ein Astloch. Durch dieses wird der Saftfluss offensichtlich gestört und der Bereich darunter nicht oder kaum mit diesen Hormonen versorgt, die den Austrieb von tiefern Knospen behindern. Unterhalb des Astloches sind allein ein ganzes Dutzend Knospen, von denen aber keine aufgeht.
Aber ich erinnere mich auch an diverse Lindenbäume in den Straßen. Obwohl sie eine üppige Krone haben, haben sie am Fuß teils dicke Auswüchse wie Kopfweiden, aus denen wie blöd immer wieder Zweige sprießen, obwohl sie auch immer wieder zurückgeschnitten werden.
Aber ich erinnere mich auch an diverse Lindenbäume in den Straßen. Obwohl sie eine üppige Krone haben, haben sie am Fuß teils dicke Auswüchse wie Kopfweiden, aus denen wie blöd immer wieder Zweige sprießen, obwohl sie auch immer wieder zurückgeschnitten werden.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: Austrieb, Augen
Danke schön, das würde dann ja bedeuten, dass Bäume in der Lage sind "unbegrenzt" neue Triebe zu entwickeln. (Sofern keine reglementierenden Faktoren hinzukommen)
Danke für die Antworten.
Danke für die Antworten.
