Da ich zwar einerseits von Bonsai fasziniert bin, andererseits aber kaum jetzt schon entscheiden will, ob das ein Hobby sein wird, das mich über die kommenden Jahre begleiten wird, will ich das Jahr 2018 damit verbringen, mir einige grundlegende Dinge, die zu Bonsai gehören, genauer anzusehen. Das bietet sich auch deshalb an, weil ich ohnehin fast immer mit meiner Mini-Gartenschere in der Jackentasche auf meinen Spaziergängen und Hunderunden unterwegs bin, um Stecklinge, Steckhölzer zu schneiden bzw. um diese Jahreszeit auch diverse Samen einzusammeln. Wird selten was Besonderes daraus, ich schaue mir nur einfach gerne an, wie Dinge "funktionieren".
Um das Ganze ein bißchen planvoller als bisher zu gestalten, habe ich mir deshalb vorgenommen, hier meine "Projekte" festzuhalten bzw. zu planen. Sie sind nicht besonders genug, um für jedes hier einen Thread aufzumachen, sollte sich aus dem einen oder anderen dann doch ein eigenes Thema ergeben (beispielsweise die Ulme aus dem Wettbewerb) kann ich das zu einem späteren Zeitpunkt immer noch aufmachen.
Genug gebabbelt - was ich konkret für's kommende Jahr geplant habe ist:
- der Ulmen-Wettbewerb mit einem Bäumchen
- 2 - 3 Sämlingsbäumchen: Eiche und vermutl. Rotbuche, das sind Jungpflanzen, die mir vom Eichelhähern in Garten und Kakteentöpfe gesteckt wurden. An denen möchte ich Wurzelentwicklung und Stammzuwachs "üben"
- Pflege kleinerer Satsukis und im Vergleich dazu Azalea simsii - erstere stehen hier geschützt auf unserer Veranda ohne Heizung, letztere 1 x bei rd. 10 - 11 °C im Treppenhaus bzw. 12 - 17 °C und höherer Luftfeuchte im Schlafzimmer.
Geplante Aussaaten:
Acer ginnala
Amberbaum
Punica granatum Nana
hier interessiert mich auch der Vergleich zw. Aussaat in Vogelsand und Anzuchterde, im Wesentlichen will ich mich aber an den vergangenen Klassenzimmern orientieren, die finde ich einfach toll zum Nachlesen.
Abmoosen:
- Gingko (unser "Hausbaum", ich hätte gerne einen Ableger für unser neues Grundstück)
- Kulturapfel (den hatte ich als Edelreiser Anfang des Jahres auf Unterlage veredeln lassen. Weil die so gut angewachsen sind, habe ich 2 Bäumchen mehr als geordert bekommen, einen davon möchte ich also auf Originalwurzeln stellen und evtl. später daraus einen Bonsai ziehen. Größere Früchte als Zieräpfel, aber nur unwesentlich größere als Tischtennisbälle)
- "Wildpfirsich" (sagt zumindest der pfiffige Händler, von dem ich ihn habe) - eine rotlaubige, außerordentlich robuste und kältetolerante Sorte.
Wurzel auf Stein: etwas "Material" (Lonicera und Efeu) ist bereits bewurzelt, mal sehen, ob ich mit den Beschreibungen hier im Forum zurechtkomme.
Falls meine Zeit es erlaubt, werde ich noch weitere Aussaat- oder Sämlingsversuche machen, aber ich will jetzt nicht alles im Detail aufzählen.
Kürzlich habe ich an anderer Stelle einen blühenden Forsythien-Klumpen gezeigt (der blüht immer noch nett, aber eigentlich war das Stück Holz für den Kompost gedacht, ich denke nicht daß daraus überhaupt was Vernünftiges wachsen wird). Ich habe aber auch Stecklinge daraus gemacht und mit denen gehe ich ein bißchen "ernsthafter" um. Sie alle sind aus der gleichen Pflanze, wurden Anfang Dezember geschnitten, lagen bei kalter Witterung tlw. bis zum Gefrierpunkt draußen und waren Regen und etwas Schnee ausgesetzt. Die Stecklinge habe ich vor einer reichlichen Woche in Vogelsand gesetzt, Stecklinge sind recht unterschiedlich, was den Abstand der Internodien angeht, ebenfalls in Dicke und Biegsamkeit. Standort hell (Südfenster, allerdings durch Gardine beschattet), Temperatur zw. 7 - 17 °C, erster Austrieb ist an manchen Zweigen schon erkennbar - s. Bild (den Steckling vorne rechts mit dem Geiltrieb nicht mitrechnen, keine Ahnung was das für einer ist).
Soweit erstmal.
Habt ihr für 2018 konkrete Pläne in Sachen Bonsai oder laßt ihr's eher auf euch zukommen?
