Betula Pendula #2
So langsam fallen auch bei meinen Bäumen die Blätter. Als Erstes ist diese Birke
kahl. Eine der ältesten, die ich von Anfang an begleite. Von drei Versuchen
die Bessere. Aufgelaufen anno 2003 wanderte sie 2005 ins Beet.
Der Stamm fing extrem früh an, weiß zu werden. Er war schon sehr früh
mit weißer Rinde zu bestaunen.
Das Nebari ist wie bei Allen aus der Beetkultur ausbaufähig.Sehr grobschlachtig.
Da fällt mir irgendwie kein anderes Wort ein, passt aber wie der Ar... auf
Auge, oder so.
Das erste Foto zeigt den Baum im Jahre 2013. Viele Äste stehen zur Auswahl.
Das war immer mein Hauptziel, viele Möglichkeiten zu haben, doch man sollte
hierbei aufpassen, das sie nie zu dick werden. Vor allem bei der Birke, die sich
nicht so einfach damit tut, Schnittstellen abzuschotten oder zu überwallen.
Bei Birke #1 fing eine zu große Wunde Fäulnis, und vergammelt jetzt den
Stamm im Inneren.

- Frühjahr 2013
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Das 2. Foto ist vom Umzug im Herbst 2015. Wie man sieht, sind keine neuen Äste
hinzugekommen, eher habe ich ausgedünnt. Ich habe es bisher versäumt, auf die
Verjüngung der Aststruktur zu achten bzw. sie zu fördern.

- Herbst 2015
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Das 3. Foto zeigt den Stand im Sommer, Foto 4 diesen Herbst diesen Jahres (2018).
Die Äste müssen alle noch kompakter werden. Irgendwie trau ich mich aber nicht,
alles auf Null zu schneiden, da bin ich mit der Gammelstammbirke gebrandmarkt.
Hier im Forum wird ja auch oft über abgestoßene Äst berichtet. Da hab ich echt Schiss vor!
Deshalb wird sie behandelt, als wär´s ne Kiefer! Soll heißen, Äste werden nur auf bestehende,
etablierte Zweige zurückgeschnitten. Vielleicht der halbe Schritt in die richtige Richtung?
Im ersten Schalenjahr zwinge ich mich auch, die Schere ruhen zu lassen.
Einmal hab ich zurückgeschnitten.
Was noch auffällt ist der Einpflanzwinkel, der auf jeden Fall in der Schale nicht stimmt,
irgendwie sieht alles doof aus, aber beim ersten Einpflanzen in die Schale ist mir das
erstmal egal, viel wichtiger ist es mir, das der Wechsel aus Freilanderde in Substrat und
Schale möglichst schonend abläuft. Ich lasse die Wurzeln meist so lang wie möglich,
so dass sie an der Schalenwand verkanten, wenn ich den Wurzelballen andrahte.
Voll auf Nummer sicher:
Schließlich stecken da ja ein paar Stunden voller Wildkrautzupfen, Astselektieren,
Gießkannenschleppen und Umpflanzen, Grundstückspflege
und Reisekilometer, Ärger und Spott drin.
Viele Baustellen hab ich da, es wird wohl mit ihr nicht so schnell langweilig.

- Sommer 2018
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- Herbst 2018
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Foto 5 vom April 2019, das 6. aus dem Sommer.

- April 2019
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- Juli 2019
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Und das 7. vom Dez. 2019

- Dez. 2019
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Im Herbst 2020 wurde Umgetopft. Mit neuen Einpflanzwinkel
gewinnt die Gesamtansicht. Drei Äste müssen im Sommer noch entfernt werden:
Der jetzige Rückseitenast, der aus der Wunde an der Front entspringende sowie einer
aus der Krone, wobei der an der Wunde sehr Kritisch ist.
Eigentlich sollte er die Wundheilung beschleunigen, aber der Kalluswuchs blieb leider aus.
Verschlimmbessert nennt man sowas glaub ich.
Allerdings könnte die Rückseite eine Option werden.
Kommt Zeit, kommt Bonsai, oder wie man hier so schön sagt.

- Ende 2020
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2023 im Dezember. Beim Winterschnitt hab ich mich irgendwie in Rage geschnitten, Aus einem geplanten
Spitzenschnitt ist fast ein Gestaltungsschnitt geworden. Ich versuchte soetwas eigentlich zu vermeiden außerhalb der
Vegetationsperiode. Ab ist weg, und im Frühjahr ist die Zeit ein seltenes Gut.

- Ende 2023
- comp2_122020.20231229_140211 (16).jpg (387.12 KiB) 2167 mal betrachtet
"... wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste..."
Blumentopf