Koromo-gae
Koromo-gae
Vielleicht ist diese Diskussion schon einmal geführt worden, die Suchmaschine hat aber nichts unter diesem Begriff ausgeworfen.
Was haltet ihr von Koromop-gae, also der "Verheiratung" oder wörtlich dem "Kleiderwechseln".
Gemeint ist natürlich die Kombination eines jungen Bonsais mit einem alten Holz, einem abgestorbenen schönen Bonsai, einem bizarren Shari oder einem exotischen geformten Wurzelstock.
Puristen könnten sagen, hier wird mit unlauteren Mitteln versucht, die Gestaltungsarbeit von Jahren durch ein vorgefertigtes Teil, das mit einer jungen Pflanze vermählt wird, zu verkürzen.
Andererseits sind viele gestalterische Mittel aus der Trickkiste der Bonsaigestaltung weit von einer normalen Entwicklung entfernt. Wachsen und Schneiden ist halt eine Sache, aber Stecklinge in eine angebohrte Kachel zu pflanzen und damit schnell ein Verbreitern des Wurzelhalses zu erreichen, halte ich auch für einen sehr erheblichen Eingriff.
Das waagerechte Anwurzeln für die Floßform oder das Anpfropfen für eine Ikadabuki-Form sind auch Techniken, die weit von einer naturnahen Entwicklung entfernt sind. Ich würde natürlich nicht so scheinheilig fragen, wenn ich nicht schon in dieser Richtung aktiv geworden wäre. Ich habe leider z.Zt. keine Digi-Cam, aber sofern Bilder existieren, werde ich sie präsentieren.
Eure Meinung interessiert mich sehr.
Grüße aus Hannover
Lutz
Was haltet ihr von Koromop-gae, also der "Verheiratung" oder wörtlich dem "Kleiderwechseln".
Gemeint ist natürlich die Kombination eines jungen Bonsais mit einem alten Holz, einem abgestorbenen schönen Bonsai, einem bizarren Shari oder einem exotischen geformten Wurzelstock.
Puristen könnten sagen, hier wird mit unlauteren Mitteln versucht, die Gestaltungsarbeit von Jahren durch ein vorgefertigtes Teil, das mit einer jungen Pflanze vermählt wird, zu verkürzen.
Andererseits sind viele gestalterische Mittel aus der Trickkiste der Bonsaigestaltung weit von einer normalen Entwicklung entfernt. Wachsen und Schneiden ist halt eine Sache, aber Stecklinge in eine angebohrte Kachel zu pflanzen und damit schnell ein Verbreitern des Wurzelhalses zu erreichen, halte ich auch für einen sehr erheblichen Eingriff.
Das waagerechte Anwurzeln für die Floßform oder das Anpfropfen für eine Ikadabuki-Form sind auch Techniken, die weit von einer naturnahen Entwicklung entfernt sind. Ich würde natürlich nicht so scheinheilig fragen, wenn ich nicht schon in dieser Richtung aktiv geworden wäre. Ich habe leider z.Zt. keine Digi-Cam, aber sofern Bilder existieren, werde ich sie präsentieren.
Eure Meinung interessiert mich sehr.
Grüße aus Hannover
Lutz
- Wolfgang
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Es gibt hin und wieder wirklich überzeugende Beispiele (Karl´s Wacholder, Arbeiten eines Franzosen im IBC Forum,...) .........., aber ich halte nicht so viel davon und würde eine solche Gestaltungstechnik auch nicht praktizieren.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Hallo Lutz,
such doch mal unter dem Stichwort "Tanuki", da gibt es so einiges zu finden!
Der Begriff, den Du verwendet hast, war zumindest mir gar nicht geläufig für eine "Verheiratung".
Ich persönlich finde das eine interessante Möglichkeit und habe auch schon einen Tanuki in Arbeit.
Viele Grüße,
Heike
such doch mal unter dem Stichwort "Tanuki", da gibt es so einiges zu finden!
Der Begriff, den Du verwendet hast, war zumindest mir gar nicht geläufig für eine "Verheiratung".
Ich persönlich finde das eine interessante Möglichkeit und habe auch schon einen Tanuki in Arbeit.
Viele Grüße,
Heike
- Wolfgang
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Seit 21 Jahren beschäftige ich mich nun mit Bonsai und weigere mich, krampfhaft wirklich jeden japanischen Begriff (für Stilformen, 1./2./3. Ast etc.) zu verwenden. -
Komme auch ohne ganz gut zurecht.
Ausnahmen: Nebari, Shinpaku, Jin, Shari
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Hallo Lutzemann,
Ich denke bei Bonsai sollte man zwischen "natürlichen" und "unnatürlichen" Formen generell unterscheiden: Formen wie z.B. die Besenform sind für die meisten Laubbäume auch in Natur durchaus vorstellbar. Hingegen eine streng aufrechte nur für die wenigsten, vor allem, dass den meisten streng aufrechten Bäumen in Natur meistens irgentwo in der Mitte vom Stamm einen anderer entspringt. Das ist nur ein Beispiel, aber die Bonsai-welt ist voll davon. Ich persönlich bevorzuge zwar Bäume, die nätürlich aussehen, aber jedem das seine. Tanukis sind meiner Meinung nach ziehmlich unnatürlich, aber wie gesagt, jedem das seine.
Übrigens glaube ich, dass die meisten natürlichen Flöße auch an den oberen Stammteilen Wurzeln haben.
Ich denke bei Bonsai sollte man zwischen "natürlichen" und "unnatürlichen" Formen generell unterscheiden: Formen wie z.B. die Besenform sind für die meisten Laubbäume auch in Natur durchaus vorstellbar. Hingegen eine streng aufrechte nur für die wenigsten, vor allem, dass den meisten streng aufrechten Bäumen in Natur meistens irgentwo in der Mitte vom Stamm einen anderer entspringt. Das ist nur ein Beispiel, aber die Bonsai-welt ist voll davon. Ich persönlich bevorzuge zwar Bäume, die nätürlich aussehen, aber jedem das seine. Tanukis sind meiner Meinung nach ziehmlich unnatürlich, aber wie gesagt, jedem das seine.
Übrigens glaube ich, dass die meisten natürlichen Flöße auch an den oberen Stammteilen Wurzeln haben.
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Reiner Goebel
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Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln. :D Allerdings würde ich 'Shinpaku' (aka 'Shimpaku') nicht darunter zählen. Wachholder tut es erschöpfend.Wolfgang hat geschrieben:Danke Anja
![]()
Seit 21 Jahren beschäftige ich mich nun mit Bonsai und weigere mich, krampfhaft wirklich jeden japanischen Begriff (für Stilformen, 1./2./3. Ast etc.) zu verwenden. -
Komme auch ohne ganz gut zurecht.![]()
Ausnahmen: Nebari, Shinpaku, Jin, Shari
Im Übrigen sprichst Du mir aus dem Herzen.
Zuletzt geändert von Reiner Goebel am 11.12.2005, 06:31, insgesamt 1-mal geändert.
Reiner G.
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Reiner Goebel
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Reiner Goebel
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Der von Martin gezeigte Baum erscheint mir beim bloßen Hinsehen nicht unnatürlich. Erst wenn ich weiß, dass er ein tanuki ist, kommt ein Gefühl von Unnatürlichkeit auf.Werner hat geschrieben:Tanukis sind meiner Meinung nach ziehmlich unnatürlich, aber wie gesagt, jedem das seine.
Die Lehre, die ich daraus ziehe: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß."
Für mich ist auf den ersten Blick entscheidend, dass das Bild stimmt. Und bei dem Baum stimmt das Bild durchaus.
Reiner G.
Der Tanuki schaut ja gut aus, auch wenn man sicher beim genauerem Hinschauen wahrscheinlich erkennen ob es ein Tanuki ist, oder nicht. Ich persönlich würde sowas nie halten, aber ich kann's ja nicht oft genug betonen: Jedem das Seine (du hälst ja auch keine Tanukis), hoffentlich verstehst du, was ich meine.Reiner Goebel hat geschrieben:Der von Martin gezeigte Baum erscheint mir beim bloßen Hinsehen nicht unnatürlich. Erst wenn ich weiß, dass er ein tanuki ist, kommt ein Gefühl von Unnatürlichkeit auf.Werner hat geschrieben:Tanukis sind meiner Meinung nach ziehmlich unnatürlich, aber wie gesagt, jedem das seine.![]()
Die Lehre, die ich daraus ziehe: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß."![]()
Für mich ist auf den ersten Blick entscheidend, dass das Bild stimmt. Und bei dem Baum stimmt das Bild durchaus.
