Diesen Ahorn habe ich mir im Herbst 2018 gegönnt, weil ich schon eine Weile keinen normalen grünen Fächerahorn mehr hatte und diese Bäume einfach liebe. Der Baum hat aber auch ohne Blick durch das Grün deutliche Mängel, zuallererst am Wurzelansatz.
Daher habe ich mich dazu entschlossen, Mitte April 2019 meine erste Abmoosung zu starten. Direkt über dem fürchterlichen Wurzelansatz habe ich einen Rindenstreifen abgeschält, die Schalenoberfläche mit 2 Lagen Einwegstaubtuch-Flies abgedeckt und die Schnittstelle in einem Teichpflanzkorb voller zerkleinertem Spagnum versenkt.
Alle paar Wochen wurde die Pflanze gedreht und Anfang August waren durch die Öffnungen des TPKs die ersten weißen Wuzelspitzen zu sehen. Mitte September habe ich die alten Wurzeln abgetrennt, weil auf allen Seiten jede Menge Wurzeln zu sehen warten. Ich konnte nur hoffen, daß sie sich auch rundherum gebildet hatten und wurde nicht enttäuscht. Vorsichtig habe ich einen großen Teil des Spagnums herausgeschüttelt und die Pflanze mit Moos und neuem Substrat eingepflanzt.
Mit dem Winter hatte ich Glück, es gab nur ein oder zweimal ganz leichten Frost, daher konnte der Baum auf einem leicht geschützten Platz auf dem Balkon bleiben.
Vor 3 Tagen habe ich richtig umgetopft, mich bemüht, so ziemlich alles an Spagnum-Moos zu entfernen und hatte sogar den Luxus, mich bei übereinanderliegenden Wurzeln für eine Ebene zu entscheiden. Ich habe gar nicht damit gerechnet, daß die Aktion so hervorragend klappt, jetzt muß ich 'nur' noch überlegen, was ich aus dem Ahorn mache. Eine erste Idee habe ich, aber zuerst muß der Ahorn ordentlich anwachsen.
Gruß, Sonja
Acer palmatum 'Katsura' - meine erste und erfolgreiche Abmoosung
Acer palmatum 'Katsura' - meine erste und erfolgreiche Abmoosung
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- März 2020
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Re: Acer palmatum 'Katsura' - meine erste und erfolgreiche Abmoosung
Wunderbare Doku Sonja. 
Grumpy old fat Kiboko.
