Hallo Anja,
da bin ich mit Norbert sehr einig. Ein toller Baum, aus dem mit genügend Zeit und Geduld ein wahres Prachtstück werden kann. Den würde ich auch zu gerne mal ohne Laub sehen.
Norbert_S hat geschrieben: 02.05.2020, 14:03
2, Abtragen des Totholzes so, dass ein ansprechende Verjüngung entsteht. Der verbleibende erste Ast wird weiteres neues Holz bilden und hoffentlich das Totholz noch etwas weiter umschließen. Das muss dann entsprechend beobachtet und angepasst werden.
So würde ich es auf jeden Fall machen. Nicht zu viel Totholz wegnehmen, dieses gut pflegen, damit es nicht rottet und den ohnehin schon gut ausgebildeten Kallus das weiter überwallen lassen. Bei meinen Fächerahornen haben sich schon Stellen geschlossen, wo anfangs jeder meinte, das ginge nie zu. Dauert natürlich, aber geht.
Norbert_S hat geschrieben: 02.05.2020, 14:03Der Mehrfachstamm ist ganz offensichtlich auch durch späteres anpfropfen neuer Stämme entstanden.
Auf dem drittletzten Bild sieht es so aus, als würden sich aber zwei Substämme nicht so richtig mit dem massiven Ausläufern des Nebari verbinden wollen. Das Laub dieser beiden sieht auf dem vorletzten Bild auch etwas anders aus. Evtl. stammen diese Substämme nicht aus Stecklingen des Mutterbaumes.
Gut möglich, dass das dauerhaft etwas problematisch bleibt, weil sich dann das Dickenwachstum dieser Stämme über das Nebari schiebt und sich eben sichtbar nicht verbindet.
Da denke ich, die werden sich schon noch immer mehr verbinden und verschmelzen. Ich habe oft Ablaktionen mit nicht genetisch identischen Jungpflanzen derselben Art vorgenommen und das hat für das Zusammenwachsen und Verschmelzen keine Rolle gespielt.
Norbert_S hat geschrieben: 02.05.2020, 14:03Die Stammverdickung ist etwas merkwürdig, habe ich so ausufernd noch nicht gesehen.
Ich denke, dass diese Verdickung daher rührt, dass sich unheimlich viele Schnittstellen auf engem Raum befinden. Sowas hätte man besser vermeiden sollen, ist schon seltsam. Aber ich weiß nicht, ob ich da jetzt noch dran herumschneiden würde. Manche Verdickungen gleichen sich über lange Zeit dann doch wieder ziemlich gut von alleine aus. Aber vielleicht muss man es in natura sehen, um es besser beurteilen zu können als jetzt von diesen Fotos her.
Das alte Kiyonal, das noch auf den zugewachsenen Schnittstellen klebt, würde ich vorsichtig entfernen. Leider klebt es wie verrückt und manchmal geht etwas Rinde wieder mit ab. Ich ziehe das immer vorsichtig mit Fingernägeln und Pinzette ab und kratze an schlecht zugänglichen Stellen ganz vorsichtig mit einem spitzen Werkzeug, um einen neuen Griff zu bekommen. Doofe Fummelarbeit, aber was sein muss muss sein.
Norbert_S hat geschrieben: 02.05.2020, 14:03Beneidenswertes Projekt! Über regelmäßige updates würde ich mich sehr freuen.
Geht mir auch so, ich bin schon sehr gespannt, wie es damit weitergeht.
Liebe Grüße,
Heike