Alter einer Bergkiefer
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MerschelMarco
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Alter einer Bergkiefer
Das Alter von Bäumen hat mich schon immer fasziniert, Bergkiefern diesbezüglich im Besonderen. An langsam wachsenden Exemplaren kann man einen Schnürring beobachten, der sich am Zweig bei jedem Nadeljahrgang bildet. So kann man das Alter in etwa abschätzen, die Stammdicke dagegen sagt rein gar nichts aus. Dieser Findling hier schießt dabei den Vogel ab. Jede Markierung ist ein Jahr, das Ästchen ist ziemlich genau 50 Jahre alt gut 10 cm lang und kaum 5 mm dick. Hochgerechnet auf den Baum der abgerollt etwa 1 Meter Stammlänge hat ist ein Alter zwischen 300 und 400 Jahre realistisch.
Der Baum hat ein super Potential, aber jetzt ist erst mal Geduld gefragt...
Grüße,
Marco
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Grüße,
Marco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Hallo Marco,
das ist ja spannend! Diese Schnürringe habe ich noch nie so deutlich ausgeprägt gesehen.
Ähnlich wie bei der Altersschätzung anhand von Jahresringen, die in ihrer Stärke von einer Schnittstelle auf den Stammdurchmesser hochgerechnet werden, ist auch bei den Schnürringen eine Ungenauigkeit dadurch gegeben, dass man davon ausgeht, dass zu allen Zeiten gleich viel oder wenig Wachstum stattgefunden hat.
Aber wenn man auf ein ungefähres Alter von 300 - 400 Jahren kommt, ist das schon sehr spannend.
Liebe Grüße,
Heike
das ist ja spannend! Diese Schnürringe habe ich noch nie so deutlich ausgeprägt gesehen.
Ähnlich wie bei der Altersschätzung anhand von Jahresringen, die in ihrer Stärke von einer Schnittstelle auf den Stammdurchmesser hochgerechnet werden, ist auch bei den Schnürringen eine Ungenauigkeit dadurch gegeben, dass man davon ausgeht, dass zu allen Zeiten gleich viel oder wenig Wachstum stattgefunden hat.
Aber wenn man auf ein ungefähres Alter von 300 - 400 Jahren kommt, ist das schon sehr spannend.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Alter einer Bergkiefer
Hallo Marco,
Sehr interessant!
Vielleicht kannst du in 3-4 Jahren beim Umtopfen eine Scheibe vom Stamm abschneiden und schauen wie genau die Schätzung war. Würde mich sehr interessieren.
Eine Mugo von mir hat einen Stammdurchmesser von ca. 8-10 cm und hat über 100 Jahresringe (habe nicht weiter gezählt). Den von dir gezeigten Schnürring hat der auch, erkennbar, aber nicht so ausgeprägt.
Könnte man die Schätzung auch über die abgesägten Äste machen und das mit deinem ermitteltem Wert vergleichen bzw. Das Ergebnis Mitteln?
So, oder so -> ein toller Fang!
Falls die Bilder stören sag bitte Bescheid!
Sehr interessant!
Vielleicht kannst du in 3-4 Jahren beim Umtopfen eine Scheibe vom Stamm abschneiden und schauen wie genau die Schätzung war. Würde mich sehr interessieren.
Eine Mugo von mir hat einen Stammdurchmesser von ca. 8-10 cm und hat über 100 Jahresringe (habe nicht weiter gezählt). Den von dir gezeigten Schnürring hat der auch, erkennbar, aber nicht so ausgeprägt.
Könnte man die Schätzung auch über die abgesägten Äste machen und das mit deinem ermitteltem Wert vergleichen bzw. Das Ergebnis Mitteln?
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Gruß
László
"Wer arbeitet, macht Fehler."
Alfred Krupp
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MerschelMarco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Hallo Heike,Heike_vG hat geschrieben: 05.10.2020, 17:52
Ähnlich wie bei der Altersschätzung anhand von Jahresringen, die in ihrer Stärke von einer Schnittstelle auf den Stammdurchmesser hochgerechnet werden, ist auch bei den Schnürringen eine Ungenauigkeit dadurch gegeben, dass man davon ausgeht, dass zu allen Zeiten gleich viel oder wenig Wachstum stattgefunden hat.
es gibt einen wichtigen Unterschied:
Von den Jahresringen eines Astes auf das Alter eines Stammes zu schließen ergibt meisten reine Fantasiezahlen, weil ein Stamm immer wesentlich mehr (in der Regel ein Vielfaches) Dickenzuwachs macht als ein Ast.
Das Hochrechnen dieser "Nodien" ergibt schon Sinn, wenn man bedenkt, das jeder Stamm ja auch einmal ein Ast gewesen ist. Und wenn ein Ast über 50 Jahre hinweg sehr konstant gewachsen ist, kann man das auch mit einer gewissen Berechtigung zurückrechnen auf die Gesamtstammlänge. Ich habe hier sowieso sehr defensiv gerechnet, würde ich da 1:1 hochrechnen käme ich auf über 500Jahre, aber ich gehe auch davon aus, das er in seiner Jugend etwas schneller gewachsen ist. Richtig gutwüchsig kann er aufgrund des Standortes nie gewesen sein. Sei es drum, ob jetzt 200 oder 400 Jahre, auf jeden Fall sehr alt und viel älter als für ein Menschenleben überschaubar wäre.
Grüße,
Marco
Re: Alter einer Bergkiefer
Das würde ich genauso sehen. Daran, dass der Baum in der Jugend etwas schneller gewachsen sein dürfte, hatte ich auch gedacht. Sehr interessant jedenfalls, diese Schnürringe! Vielen Dank für diesen tollen Thread.MerschelMarco hat geschrieben: 05.10.2020, 20:44 Ich habe hier sowieso sehr defensiv gerechnet, würde ich da 1:1 hochrechnen käme ich auf über 500Jahre, aber ich gehe auch davon aus, das er in seiner Jugend etwas schneller gewachsen ist. Richtig gutwüchsig kann er aufgrund des Standortes nie gewesen sein. Sei es drum, ob jetzt 200 oder 400 Jahre, auf jeden Fall sehr alt und viel älter als für ein Menschenleben überschaubar wäre.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Alter einer Bergkiefer
Sehr interessant, danke für den Beitrag!
Kann man da eigentlich noch auf Rückknospung hoffen bei so einem Ästchen? Sieht so harmlos aus für 50 Jahre. Junggeblieben möchte man sagen.
Kann man da eigentlich noch auf Rückknospung hoffen bei so einem Ästchen? Sieht so harmlos aus für 50 Jahre. Junggeblieben möchte man sagen.
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MerschelMarco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Ania, wie weit die Rückknospung geht weiß ich nicht. Auf jeden Fall treiben meine bereits gestalteten Bergkiefern auch immer sehr weit innen neue Knospen aus, aber nicht aus bereits borkiger Rinde, da hört die Rückknospung auf. Hier bin ich gar nicht auf Rückknospung angewiesen, weil das Grün sehr kompakt ist.
Re: Alter einer Bergkiefer
In dem Zusammenhang mit der Rückknospung und Borke ist mir allgemein schon öfter der Gedanke gekommen, ob wenn man an borkigen Ästen, wo man gerne noch Rückknospung hätte, die Borke abpult, so dass praktisch nur noch das Nötigste über dem lebenden Gewebe verbleibt, dort dann doch eine Rückknospung erfolgen könnte? Hat das schon mal jemand ausprobiert?
Die Frage ist, ob einfach mehr Licht drankommen muss, das sonst von der Borke abgehalten wird, oder ob nach einer gewissen Zeit einfach sowieso und unwiederbringlich keine solchen Zellen, die Knospen bilden könnten, mehr an den älteren Ästen vorhanden sind. Wisst Ihr dazu etwas?
LiebeGrüße,
Heike
Die Frage ist, ob einfach mehr Licht drankommen muss, das sonst von der Borke abgehalten wird, oder ob nach einer gewissen Zeit einfach sowieso und unwiederbringlich keine solchen Zellen, die Knospen bilden könnten, mehr an den älteren Ästen vorhanden sind. Wisst Ihr dazu etwas?
LiebeGrüße,
Heike
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MerschelMarco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Der Baum hat mir etwas Kopfzerbrechen bereitet.
Was man auf dem ersten Bild des Threads nicht sieht ist der waagrecht liegende Stammteil. Leider ist dieser über die Länge bewurzelt, da wird es mit einer konventionalen Schale schwierig, weil man auf eine (zu vermeidende) horizontale Pflanzposition festgelegt ist.
Jetzt habe ich mich mal an einer selbstgebauten Schale versucht mit der Idee den Baum da schräg einzupflanzen. Hier ist das Ergebnis. Ob es der große Wurf ist, keine Ahnung, das muss sich jetzt erst mal setzen. Ich habe mir das etwas anders vorgestellt, aber ist nahezu unmöglich alle Parameter beim Bau einer solchen Schale zu berücksichtigen und so wie gewünscht hat er dann nicht in die Schale gepasst.
Grundsätzlich gibt die Schale zwei (vielleicht auch noch mehr?) Möglichkeiten her, entweder eine Halbkaskade, oder eine Kaskade
Viele Grüße,
Marco
Was man auf dem ersten Bild des Threads nicht sieht ist der waagrecht liegende Stammteil. Leider ist dieser über die Länge bewurzelt, da wird es mit einer konventionalen Schale schwierig, weil man auf eine (zu vermeidende) horizontale Pflanzposition festgelegt ist.
Jetzt habe ich mich mal an einer selbstgebauten Schale versucht mit der Idee den Baum da schräg einzupflanzen. Hier ist das Ergebnis. Ob es der große Wurf ist, keine Ahnung, das muss sich jetzt erst mal setzen. Ich habe mir das etwas anders vorgestellt, aber ist nahezu unmöglich alle Parameter beim Bau einer solchen Schale zu berücksichtigen und so wie gewünscht hat er dann nicht in die Schale gepasst.
Grundsätzlich gibt die Schale zwei (vielleicht auch noch mehr?) Möglichkeiten her, entweder eine Halbkaskade, oder eine Kaskade
Viele Grüße,
Marco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Moin,
die erste Variante gefällt mir gut, die zweite finde ich zu extrem!
Grüße,
woodman
die erste Variante gefällt mir gut, die zweite finde ich zu extrem!
Grüße,
woodman
So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Re: Alter einer Bergkiefer
Hallo Marco,
mir gefällt auch die erste Variante besser.
Da kommen die schönen Bewegungen des Stammes und Totholzes besser zur Geltung. Der senkrechte Stammteil bei der Kaskade bremst etwas die Dynamik, finde ich.
Liebe Grüße,
Barbara
mir gefällt auch die erste Variante besser.
Da kommen die schönen Bewegungen des Stammes und Totholzes besser zur Geltung. Der senkrechte Stammteil bei der Kaskade bremst etwas die Dynamik, finde ich.
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Alter einer Bergkiefer
Hey Marco,
Ich kenne den Baum ja, das erste Umpflanzergebnis ist durchaus beeindruckend.
Die Pflanzposition auf dem ersten Bild gefällt mir sehr gut.
Nur die Schalenform finde ich noch verbesserungsfähig.
Ich persönlich fände es gut, wenn die Schale nach links unten ausläuft und sich nach rechts oben hochzieht, Stand jetzt. Das ließe sich ja auch herstellen
.
LG, Lutz
Ich kenne den Baum ja, das erste Umpflanzergebnis ist durchaus beeindruckend.
Die Pflanzposition auf dem ersten Bild gefällt mir sehr gut.
Nur die Schalenform finde ich noch verbesserungsfähig.
Ich persönlich fände es gut, wenn die Schale nach links unten ausläuft und sich nach rechts oben hochzieht, Stand jetzt. Das ließe sich ja auch herstellen
LG, Lutz
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MerschelMarco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Lutz,
eigentlich wollte ich den Baum andersherum in die Schale pflanzen, sodass das rechte obere Stammende in der Hohlform verschwindet. Das ging leider nicht.
Auch wenn die Kaskadenlösung auf den ersten Blick nicht so vielversprechend aussieht, könnte das Virtual in ein paar Jahren realisiert werden. Das wiederum sieht für mich dann schon vielversprechend aus. In die Schale dann noch eine schöne Unterpflanzung.
Grüße,
Marco
eigentlich wollte ich den Baum andersherum in die Schale pflanzen, sodass das rechte obere Stammende in der Hohlform verschwindet. Das ging leider nicht.
Auch wenn die Kaskadenlösung auf den ersten Blick nicht so vielversprechend aussieht, könnte das Virtual in ein paar Jahren realisiert werden. Das wiederum sieht für mich dann schon vielversprechend aus. In die Schale dann noch eine schöne Unterpflanzung.
Grüße,
Marco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Ich hätte auch schon einen Namen...."Pelikan" 
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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MerschelMarco
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Re: Alter einer Bergkiefer
Hier ist noch Virtual Nr. 2 für den Pelikan mit der weniger steilen Pflanzposition. Wahrscheinlich die bessere Variante.
Grüße,
Marco
Grüße,
Marco
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