Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Flote
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Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Flote »

Hallo zusammen,

Also es ist nicht wirklich ein Bonsai-Problem, aber letztendlich ist der Baum ja der gleiche und es sind ja viele Profis hier unterwegs, vielleicht hat also doch jemand einen Tipp. Jedenfalls mache ich mir gerade große Sorgen um meinen Orangenjasmin. Ich hänge einfach an dem Baum, weil ich ihn vor 4-5 Jahren selbst aus Samen gezogen habe und bis vor kurzem hatte er sich auch prächtig entwickelt...

Der Baum war bis zum August immer bei meiner Mutter, im Sommer über immer in einer überdachten Gartenlaube. Dann habe ich ihn Anfang September zu mir in die Wohnung geholt, dort war der Standort zwar sicher etwas weniger optimal, aber trotzdem hatte er es sehr sonnig und warm. Davon hat er sich dann aber nicht mehr so perfekt erholt und wahrscheinlich habe ich es etwas zu gut gemeint und ein paar Fehler gemacht.

-nach ca. 4 Wochen umgetopft
-dann habe ich gemerkt, dass das neue Substrat etwas sehr locker war, dann habe ich ihn abgeduscht und das feuchte Substrat etwas fester gedrückt bzw. aufgefüllt
-dann einige Zeit nicht gegossen
-als es ihm nicht besser ging habe ich ihn nochmal rausgeholt um die Wurzeln zu kontrollieren, Schimmel o.ä. konnte ich eigentlich nicht entdecken, die Oberfläche der Erde war trocken, aber dabei musste ich feststellen, dass das untere Drittel noch ziemlich feucht war, wahrscheinlich habe ich einen zu großen Topf gewählt. Festgestellt hatte ich das mit einem Feuchtigkeitsmesser, weil es mich gewundert hatte, dass der obere Teil des Substrats schon staubtrocken war, aber der Messstab ab einem gewissen Bereich trotzdem sehr feucht angezeigt hatte
-das feuchte Substrat habe ich ausgetauscht und seitdem gieße ich nur noch sehr mäßig

Und jetzt kommt doch ein bisschen Bonsai Content, ich habe damals zwei Samen gezogen, den zweiten habe ich immer bei mir behalten und versucht als Bonsai heranzuziehen. Ich hoffe die Bonsai Pros schlagen nicht die Hände über den Kopf zusammen, das war damals einfach aus einer spontanen Laune heraus, ohne großes Vorwissen, etc. Ich bringe es nur als Beispiel, weil der "kleine Bruder" ganzjährig in der Wohnung steht, dem geht es super gut (toi toi toi) und jetzt haben beiden sozusagen auch den gleichen Standort. Aber der Große kommt einfach nicht mehr in Schwung. Die Spitze und Äste hängen immer noch und er verliert weiterhin mehr und mehr Blätter (bzw. die Blätter der Blätter, weil es ja gefiederte Blätter sind), die werden teilweise leicht gelblich, aber fallen auch ziemlich grün schon ab. Und ich bin jetzt total überfordert, was ich am besten machen soll, mehr gießen, weniger gießen, kühler/wärmer, dunkler/heller...ich bin um jeden Tipp dankbar!!
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Bon-Sai
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Bon-Sai »

Hallo ,
ich habe eine 2-3 jährige Pflanze vom Orangenjasmin . Ich habe diesen im reinen Akadama und auf der Südseite in der Küche auf der Fensterbank stehen . Es gibt da auch eine Heizung - steht zwischen meinen Orchideen . Jeden 2. Tag spätestens überbrause ich den Orangenjasmin warte bis das Wasser abläuft . Der Orangenjasmin mag das total gerne wenn eine höhere Luftfeuchtigkeit ist aber keine nassen Füße .
Viel Glück !
Alexandra
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HeinrichI
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von HeinrichI »

Hallo Flote,
wenn so ein Effekt auftritt, dass alle Blätter abfallen, würde ich aus der Ferne auf ein Wurzelproblem schließen. Es sieht auch so aus als Stände er in "fetter" Erde. Das Substrat sollte grob und durchlässig sein und ganz wichtig eine Drainageschicht haben. Aber jetzt den Ballen aus dem Topf holen, könnte schwierig sein. Da könnte man sehen, wie der Zustand der Wurzeln ist.
Und außerdem, wenn es ein Bonsai werden soll, ist er viel zu hoch.
Meinen habe ich seit 2 Jahren und steht jetzt in meinem Außen-Winterquartier bei min. 2,5 °C. Dort wird er ab und zu gegossen und temporär bei angemessener Außentemperatur gut belüftet.
Gruß Heiner, also erst den Wurzelzustand ergründen.
Hippo
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Hippo »

Salü Flote,

Wenn ich das richtig verstehe, hast Du die Murraya seit Oktober mehrmals umgetopft.
Nach jedem Umtopfen im Herbst und Winter reagiert die Murraya mit Reduktion der Verdunstungsfläche. Also Blattfall.
Zudem steht deine Muraya in einem Cachepot. Das behindert einerseits das normale Abtrocknen des Substrates und behindert auch den Gasaustausch im Boden und fördert die Wurzelfäule.
Du schreibst, dass sie sehr sonnig und warm steht.
Aber an diesem Standort, gemäss Foto, steht die Pflanze über einen Meter weit weg vom Fenster und dort gibt es nur verwertbares Licht wenn die Sonne direkt hinein scheint. Das macht sie aber mit Sicherheit keine 6 Stunden pro Tag. Schlaglicht kann deine Pflanze nicht verwerten und das was unser Auge als angenehm hell empfindet, ist nur für ganz wenige Pflanzen ausreichend, aber nicht für die Murraya. Die muss den Himmel sehen und sollte bei warmer Überwinterung in der Stube zusätzlich mit Kunstlicht angestrahlt werden.
Eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit würde sie auch nicht verübeln.

Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
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baeumchen
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von baeumchen »

moin!
die murraya ist eine pflanze aus den tropen, also sehr lichthungrig ...
meine steht in akadama in einer sehr flachen schale, direkt am südfenster
wird jetzt im winter alle 2 - 3 tage komplett überbraust, also richtig "eingeweicht".
über winter schwächelt sie auch, wegen lichtmangel, sobald sie im frühjahr aber nach draußen kommt,
an den hellsten und heißesten platz den ich habe, erholt sie sich bei ausreichend wassergabe sehr schnell.

wie von den vorrednern schon erwähnt:
lockeres durchlässiges substrat verwenden
raus aus dem übertopf
und an den hellsten platz, den du bieten kannst

mit einem rückschnitt würde ich bis ins frühjahr warten,
jetzt nur drauf achten, dass du sie nicht ersäufst
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

Nichi nichi kore kōjitsu
Flote
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Flote »

Wow, so viele Antworten :)
Bon-Sai hat geschrieben: 21.01.2021, 07:26 Hallo ,
ich habe eine 2-3 jährige Pflanze vom Orangenjasmin . Ich habe diesen im reinen Akadama und auf der Südseite in der Küche auf der Fensterbank stehen . Es gibt da auch eine Heizung - steht zwischen meinen Orchideen . Jeden 2. Tag spätestens überbrause ich den Orangenjasmin warte bis das Wasser abläuft . Der Orangenjasmin mag das total gerne wenn eine höhere Luftfeuchtigkeit ist aber keine nassen Füße .
Viel Glück !
Alexandra
Bei der Bonsai-Version mache ich es auch genau so, also der steht in Akadama und wird überbraust, dem geht es wie gesagt sowieso gut. Aber sowohl umtopfen, als auch überbrausen ist bei dem großen Exemplar gerade wohl leider keine Option :(
HeinrichI hat geschrieben: 21.01.2021, 18:54 Hallo Flote,
wenn so ein Effekt auftritt, dass alle Blätter abfallen, würde ich aus der Ferne auf ein Wurzelproblem schließen. Es sieht auch so aus als Stände er in "fetter" Erde. Das Substrat sollte grob und durchlässig sein und ganz wichtig eine Drainageschicht haben. Aber jetzt den Ballen aus dem Topf holen, könnte schwierig sein. Da könnte man sehen, wie der Zustand der Wurzeln ist.
Und außerdem, wenn es ein Bonsai werden soll, ist er viel zu hoch.
Meinen habe ich seit 2 Jahren und steht jetzt in meinem Außen-Winterquartier bei min. 2,5 °C. Dort wird er ab und zu gegossen und temporär bei angemessener Außentemperatur gut belüftet.
Gruß Heiner, also erst den Wurzelzustand ergründen.
Ich dachte auch schon, ob die Wurzeln doch beschädigt sind. Das letzte Mal habe ich das vor ca. 3 Wochen geprüft und eigentlich habe ich keine Fäulnis gesehen, aber vielleicht war ich nicht gründlich genug. Meinst du ich sollte das nochmal wagen oder bringt ihn der Stress noch mehr um? Der soll auch gar kein Bonsai werden, meine Idee war eigentlich immer, dass ich den einen als Bonsai halte und den anderen wachsen lasse...
Hippo hat geschrieben: 21.01.2021, 20:27 Salü Flote,

Wenn ich das richtig verstehe, hast Du die Murraya seit Oktober mehrmals umgetopft.
Nach jedem Umtopfen im Herbst und Winter reagiert die Murraya mit Reduktion der Verdunstungsfläche. Also Blattfall.
Zudem steht deine Muraya in einem Cachepot. Das behindert einerseits das normale Abtrocknen des Substrates und behindert auch den Gasaustausch im Boden und fördert die Wurzelfäule.
Du schreibst, dass sie sehr sonnig und warm steht.
Aber an diesem Standort, gemäss Foto, steht die Pflanze über einen Meter weit weg vom Fenster und dort gibt es nur verwertbares Licht wenn die Sonne direkt hinein scheint. Das macht sie aber mit Sicherheit keine 6 Stunden pro Tag. Schlaglicht kann deine Pflanze nicht verwerten und das was unser Auge als angenehm hell empfindet, ist nur für ganz wenige Pflanzen ausreichend, aber nicht für die Murraya. Die muss den Himmel sehen und sollte bei warmer Überwinterung in der Stube zusätzlich mit Kunstlicht angestrahlt werden.
Eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit würde sie auch nicht verübeln.

Gruss George
Also ich habe ihn einmal "richtig" umgetopft, kurz nachdem ich ihn zu mir in die Wohnung geholt hatte. Da ging es ihm noch einigermaßen gut. Das zweite Mal hatte ich hauptsächlich die Wurzeln etwas überprüft und die ganz unterste Schicht des Substrats ausgetauscht, aber damit kam der Wurzelballen gar nicht direkt in Berührung.
Welche Art von Topf sollte ich stattdessen verwenden oder würde auch ein größerer dieser Art reichen?
Ich habe die beiden nur für das Foto vor die weiße Wand gestellt, damit man die Äste, Blätter, etc. besser sieht. Der steht aber direkt vor einem Ostfenster und tatsächlich beleuchte ich früh morgens und ab nachmittags noch mit einer Pflanzenlampe. Außerdem besprühe ich sie mehrmals am Tag mit einem Zerstäuber und habe noch einen Luftbefeuchter in der Nähe aufgestellt.
baeumchen hat geschrieben: 22.01.2021, 08:41 moin!
die murraya ist eine pflanze aus den tropen, also sehr lichthungrig ...
meine steht in akadama in einer sehr flachen schale, direkt am südfenster
wird jetzt im winter alle 2 - 3 tage komplett überbraust, also richtig "eingeweicht".
über winter schwächelt sie auch, wegen lichtmangel, sobald sie im frühjahr aber nach draußen kommt,
an den hellsten und heißesten platz den ich habe, erholt sie sich bei ausreichend wassergabe sehr schnell.

wie von den vorrednern schon erwähnt:
lockeres durchlässiges substrat verwenden
raus aus dem übertopf
und an den hellsten platz, den du bieten kannst

mit einem rückschnitt würde ich bis ins frühjahr warten,
jetzt nur drauf achten, dass du sie nicht ersäufst
Also wie gesagt, hell und warm steht sie sowieso. Der Tipp mit dem Übertopf ist schon mal gut.
Wegen "ausreichend wassergabe" und "nicht ersaufen" bin ich eben total unschlüssig, ob ich sie mehr oder weniger gießen sollte als gerade.


Also erstmal vielen Dank euch allen!!
Das sind jetzt nur viele Punkte...aber was wäre der nächste Schritt am besten?
Aus dem Übertopf ist kein Problem. Dann die Wurzeln untersuchen?
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Hippo »

Flote hat geschrieben: 22.01.2021, 20:24 Also ich habe ihn einmal "richtig" umgetopft, kurz nachdem ich ihn zu mir in die Wohnung geholt hatte. Da ging es ihm noch einigermaßen gut. Das zweite Mal hatte ich hauptsächlich die Wurzeln etwas überprüft und die ganz unterste Schicht des Substrats ausgetauscht, aber damit kam der Wurzelballen gar nicht direkt in Berührung.
Welche Art von Topf sollte ich stattdessen verwenden oder würde auch ein größerer dieser Art reichen?
Ich habe die beiden nur für das Foto vor die weiße Wand gestellt, damit man die Äste, Blätter, etc. besser sieht. Der steht aber direkt vor einem Ostfenster und tatsächlich beleuchte ich früh morgens und ab nachmittags noch mit einer Pflanzenlampe. Außerdem besprühe ich sie mehrmals am Tag mit einem Zerstäuber und habe noch einen Luftbefeuchter in der Nähe aufgestellt.
Dann sollte es der Murraya eigentlich hervorragend gut gehen bis auf den Umstand des Übertopfes. Damit wird die Belüftung der Wurzeln behindert.
Du solltest jetzt gar nicht etwas wechseln sondern lediglich den Pflanztopf aus dem Übertopf rausnehmen. Dann kommt mehr Luft an die Wurzeln von unten.

Gruss George
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von baeumchen »

Flote hat geschrieben: 22.01.2021, 20:24 Wow, so viele Antworten :)

.......
Wegen "ausreichend wassergabe" und "nicht ersaufen" bin ich eben total unschlüssig, ob ich sie mehr oder weniger gießen sollte als gerade.


Also erstmal vielen Dank euch allen!!
Das sind jetzt nur viele Punkte...aber was wäre der nächste Schritt am besten?
Aus dem Übertopf ist kein Problem. Dann die Wurzeln untersuchen?
sorry wenn ich da nicht verständlich formuliert habe ...
"nicht ersäufen" heißt für meine pflanzen, dass sie nicht jeden tag automatisch gegossen werden,
sondern dann, wenn der ballen ziemlich abgetrocknet ist, also das substrat an den fingern nur noch leicht feucht anfühlt.
dann kommen meine pflanzen aber in die dusche und werden abgebraust und das abends, wenns passt auch zwei mal
nachts stehen sie dann im bad in der erhöhten luftfeuchtigkeit, morgens ( bevor ich dann in die dusche will :lol: ) kommen sie zurück ans fenster.

jetzt muss ich nochmals auf das substrat eingehen ... pflanzerde hat ein anderes abtrockenverhalten, als z.b. akadama, das ich verwende
jeder der bonsai-kollegen hier hat da seine ganz speziellen erfahrungen gemacht, aber die pflanze teilt dir auch mit, was sie braucht
und deine murraya sagt, dass sie nasse füße und somit wurzelprobleme hat.
wenn du an umtopfen denkst, bitte nicht radikal den wurzelballen auseinander reißen, sondern eher die schicht,
die laut deinen angaben länger feucht oder nass bleibt, vorsichtig rausbröseln und das neue substrat an der stelle mit bims, lavasplitt, o.ä versetzen,
so dass die drainage besser wird, also kein wasserstau entstehen kann U N D (siehe hippo´s beitrag) luft, also sauerstoff an die wurzeln kommt.

uff - wieder ein roman ... passiert leider immer dann, wenn ich umfassend erklären will ... und hinterher fehlt doch noch was
egal, viel erfolg dir und dem orangenjasmin ...
gruß + frohes gelingen
der frank aus stuttgart

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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von baeumchen »

noch was ... aus welcher ecke der republik kommst du denn?
falls aus der nähe von stuttgart, kann ich "mir das gerne auch mal anschauen"
beim gemeinsamen analysieren und arbeiten kommt mehr info rüber, als beim schreiben
gruß + frohes gelingen
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von Flote »

Hippo hat geschrieben: 22.01.2021, 20:48
Dann sollte es der Murraya eigentlich hervorragend gut gehen bis auf den Umstand des Übertopfes. Damit wird die Belüftung der Wurzeln behindert.
Du solltest jetzt gar nicht etwas wechseln sondern lediglich den Pflanztopf aus dem Übertopf rausnehmen. Dann kommt mehr Luft an die Wurzeln von unten.

Gruss George
Hätte ich eigentlich auch gedacht oder gehofft zumindest, aber er richtet sich überhaupt nicht mehr auf. Ich habe nochmal neue Fotos angehängt.
baeumchen hat geschrieben: 22.01.2021, 21:20
sorry wenn ich da nicht verständlich formuliert habe ...
"nicht ersäufen" heißt für meine pflanzen, dass sie nicht jeden tag automatisch gegossen werden,
sondern dann, wenn der ballen ziemlich abgetrocknet ist, also das substrat an den fingern nur noch leicht feucht anfühlt.
dann kommen meine pflanzen aber in die dusche und werden abgebraust und das abends, wenns passt auch zwei mal
nachts stehen sie dann im bad in der erhöhten luftfeuchtigkeit, morgens ( bevor ich dann in die dusche will :lol: ) kommen sie zurück ans fenster.

jetzt muss ich nochmals auf das substrat eingehen ... pflanzerde hat ein anderes abtrockenverhalten, als z.b. akadama, das ich verwende
jeder der bonsai-kollegen hier hat da seine ganz speziellen erfahrungen gemacht, aber die pflanze teilt dir auch mit, was sie braucht
und deine murraya sagt, dass sie nasse füße und somit wurzelprobleme hat.
wenn du an umtopfen denkst, bitte nicht radikal den wurzelballen auseinander reißen, sondern eher die schicht,
die laut deinen angaben länger feucht oder nass bleibt, vorsichtig rausbröseln und das neue substrat an der stelle mit bims, lavasplitt, o.ä versetzen,
so dass die drainage besser wird, also kein wasserstau entstehen kann U N D (siehe hippo´s beitrag) luft, also sauerstoff an die wurzeln kommt.

uff - wieder ein roman ... passiert leider immer dann, wenn ich umfassend erklären will ... und hinterher fehlt doch noch was
egal, viel erfolg dir und dem orangenjasmin ...
Also ich bin auf keinen Fall Profi was Bonsais betrifft, aber eigentlich achte ich schon schon gut darauf, dass ich keine Pflanzen übergieße, normalerweise habe ich das auch immer ziemlich gut im Griff gehabt...
Achja und was das Substrat betrifft, in Akadama steht sie nicht, weil ich sie ja nicht als Bonsai geplant hatte (bzw. könnte ich in Zukunft, falls sie überlebt vielleicht trotzdem in Akadama einpflanzen) aber eigentlich m.E. schon recht hochwertige Pflanzenerde, mit Pinienrinde und Perlite gemischt.
Und vielen Dank für dein Angebot, voll nett!! ich wohne nur "leider" in München. Aber alleine mit euren Ratschlägen hier, bin ich sowieso schon zuversichtlicher :)


Ich frage mich schön langsam, ob ich sie aus Sorge überzugießen, letztendlich zu wenig gegoßen habe?
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HeinrichI
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Re: Orangenjasmin (Murraya Paniculata) - letzte Rettung?

Beitrag von HeinrichI »

Hallo...,
Deine Murraya sieht ja wirklich gruselig aus. Die Erde war oder ist jetzt wahrscheinlich pitsche-nass.
Bei dem obigen Informationsdschungel würde ich auch nicht mehr wirklich durchsehen. Es gibt einen zweckmäßigen Hinweis auf die Kontrolle der Feuchtigkeit im Substrat.
Der erste Hinweis ist, dass das Substrat innerhalb eines Tages auch mal oberflächlich abtrocknen kann. Dann ist immer noch genügend Feuchtigkeit im Inneren vorhanden, um die Pflanze zu versorgen. Sie kann sogar mal durchtrocknen, das sollte man aber nicht übertreiben. Das wäre also im Normalfall die untere Grenze des Feuchtigkeitsgehaltes für die Wurzeln.
Und wenn die Erde nach ein paar Tagen immer noch dunkel aussieht bzw. sich immer noch kühl anfühlt, brauchst Du immer noch nicht zu gießen. Erst wenn sie, vor allem nach Tagen abgetrocknet ist, kannst Du wieder mit einer angemessenen Menge gießen.
Und schau Dir unbedingt die Wurzeln an. Vor allen Dingen, wenn die herausgenommen Erde glänzend aussieht, ist einfach zu viel Wasser im Spiel. Und Denk an die Drainage.
Gruß Heiner
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