Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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achim73
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Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von achim73 »

hallo zusammen,
gibt es erfahrungswerte, ab wann stundenweiser nachtfrost für frisch umgetopfte bäume gefährlich wird ?

2 stunden ? 6 ? 8 ?

hier ist in den nächsten tagen leichter nachtfrost angesagt.
Gruss, Achim
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bonbon-sai
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von bonbon-sai »

Das ist generell nicht zu beantworten. Kommt auf die Art, die Heftigkeit des Wurzelschnitts, allgemeiner Zustand, Topfgröße etc an. Ich werde wieder schleppen :roll: :?
Schöne Grüße
Maik
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maexart
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von maexart »

Hi, diese Frage habe ich mir neulich auch gestellt nachdem ich meine jungen Ahorn (palmatum, grün) Sämlinge (2021, frisch getopft) draussen vergessen hab, in der Nacht hatte es -3°, die Töpfe waren komplett durchgefroren, richtige eisklumpen. Alle 10 pflänzchen haben überlebt. Seitdem Zweifel ich daran alles was schon am austreiben ist tatsächlich und völlig frostfrei zu halten bzw wie das überhaupt möglich ist. Die pflänzchen haben 2 bzw 4 richtige Blätter.
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Norbert_S
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von Norbert_S »

Falls es beruhigt.
Bei mir hat schon ein frisch getopfter Dreispitz mehrere Tage bei leichtem Frost ungeschützt gestanden ohne die geringste Auffälligkeit bei anschließenden Wuchs über das Jahr.
Diese Nachtfröste im März machen nur etwas mit der Psyche.
Schaut einfach einmal, wie die Gärtner jetzt mit wurzelnackten Bäumen und Büschen umgehen.

ich verstehe nur nicht, wieso man schon jetzt umtopfen muss.
Dieser Quatsch ist wohl nicht auszurotten.
Norbert

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sauwoidman
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von sauwoidman »

Hallo! :-D

Das kommt natürlich, wie Maik bereits geschrieben hat, auf die Art an, aber nach meinen Erfahrungen ist Frost nach dem Umtopfen kein großes Problem. Ich habe schon öfters bereits im Februar umgetopft, und meine Pflanzen bekommen auch danach keinerlei Winterschutz. Ich denke, solange die Bäume vorher immer draußen gestanden sind, ändert sich an der Frosthärte auch durch den Wurzelschnitt nichts.
Ich kann allerdings nur für einheimische Laubbäume sprechen, japanische Ahorne oder Nadelbäume habe ich keine :oops:

MfG Reinhold!
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maexart
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von maexart »

Hallo Norbert,
Dazu wüsste ich gerne mehr, ich denke viele hier richten sich nach schwellenden Knospen was ihren umtopfzeitpunkt angeht. Würdest du dann bis nach dem Austrieb warten wenn die Bäume jetzt schon treiben? Ich hänge Mal ein Bild eines meiner palmatum an, letzte Woche umgetopft da er schon am loswegen war. Das Bild ist von gerade eben.
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Der Maddin
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von Der Maddin »

Hallo Max,
so mache ich das auch, wahrscheinlich weil es in den Finger juckt!
Ich habe sogar schon im Februar erfolgreich Abmoosungen
gestartet weil der Austrieb begann.
Umtopfen im Herbst mit Wurzelschnit bèi vollem Laub hab
ich auch schon probiert und hat funktionert.
Vllt. sollte man doch länger warten und sich mit was anderem
Ablenken!? :lol:

Gruss,
Martin
Bonsai benötigt einen Plan und Geduld.
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achim73
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von achim73 »

ja, genau. es ging mit dem austrieb los, und bei einer lärche wollte ich keinesfalls nochmal den fehler machen, damit zu lange zu warten (da fangen gerade erst die knospen an zu glänzen). außerdem hatte ich gerade einen tag frei. habe aber auch schon anfang jubni umgetopft, im herbst und wann noch... sehe das allgemein auch nicht so kritisch, nur so früh hatte ich noch nicht. danke euch !
Gruss, Achim
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Dirk K. aus L.
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von Dirk K. aus L. »

Tach miteinander!

Bei frisch getopfter Ware ist der sicherste Schutz gegen Nachtfrost, ihn zu vermeiden.
Ich topfe daher sehr spät um. Die Bäume stehen dann überwiegend schon im Laub.

Nachteilig scheint das für die Bäume nicht zu sein.


Viele Grüße

Dirk
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Kyrilla
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von Kyrilla »

Äpfel stecken das weg.
Zumindest habe ich das bei wühlmausgeschädigten Obstbäumen erlebt mit nur einer zarten Wurzel-ansonsten zugespitzter Pfahl...
Ich hab versucht sie zu retten und hatte sie eingetopft.
Über Nacht froren sie im Kübel fest-aber sie überlebten...Wühlmauszerstörung und Frost!
Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen.
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bock
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von bock »

Moin!

Ich denke auch, man muss das differenzierter betrachten.
Welche Baumart, welche Aktivitätsphase (noch komplette Winterruhe oder im Austrieb), welche Überwinterung (Freiland oder geschützt bzw. frostfrei) usw.

Auch ich habe schon (Birken, verlustfrei) im Februar umgetopft. Aber ich hatte nach Umtopfen im Frühling auch schon Ausfälle.
Deshalb, und weil das Wetter (oft) verlässlicher ist, topfe ich inzwischen im Spätsommer um. Da kann zwar auch noch überraschend eine Hitzewelle einschlagen, aber die bisher eingetretenen Schäden waren vorübergehender Natur. Bis zum ersten Frost haben sich die Wurzeln so weit regeneriert, dass die Überwinterung ohne zusätzlichen Schutz gefahrlos angegangen werden kann. Es sei denn, man lebt in einer Gegend, wo der Winter im September mit Macht einbricht.
Wer im Frühling umtopft sollte meiner Erfahrung zufolge notwendigerweise über eine frostsichere Unterbringungsmöglichkeit verfügen. Bis Mitte Mai.

:-D
liebe Grüße Andreas
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von hwolf »

Ich persönlich halte trockene Winde und starken Sonnenschein im Frühjahr für die weitaus größere Gefahr für frisch getopfte und/oder stark beschnittene Bäume als die Nachtfröste, die jetzt so für ein paar Stunden 4-5 Grad ins Minus gehen. Wenn es allerdings noch kälter wird, würde ich mir je nach Größe der Pflanze und Frostdauer auch Gedanken machen. Bei Gedanken bleibt es dann aber auch. Anders ist es wieder ab der zweiten Aprilhälfte, wenn man Anfang März bereits austreibende Bäume umgetopft hat. Das ist eher ein früher Blattschnitt als alles andere. Macht feinen Wuchs, ist doch gut. Letztes Jahr hatten wir hier am 14. Mai -12 Grad. Mann, hab ich schlecht geschlafen. Die Bäume haben davon nix gemerkt.
Desweiteren wachsen Blätter ja nicht an den Wurzeln, warum nicht also einfach noch abwarten, bis es warm wird?

Lieben Gruß -
Heinrich

Nachtrag: Ich topfe bis frühestens Mitte April nur das, was eh frostfrei überwintert. Und im Frühling auch besser nur die Arten, die es wirklich im Frühling brauchen.
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von KHarry »

hwolf hat geschrieben: 05.03.2021, 14:44 Letztes Jahr hatten wir hier am 14. Mai -12 Grad.
-12 Grad? Kein Schreibfehler?
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von hwolf »

Ich erinnere mich noch ganz gut dran, das war der letzte Frost im vergangenen Jahr. In drei aufeinander folgenden Tagen gingen die Nachttemperaturen zum Morgen immer stärker runter, für diese typischen 1-3 Stunden vor Sonnenaufgang. Wer sich noch erinnert, das waren die Tage im Anschluss an den “Supermond“.
Aber ich hab das nun auch nicht tabellarisch dokumentiert.

Lieben Gruß
Heinrich
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Re: Wieviel Nachtfrost ist gefährlich ?

Beitrag von Hippo »

Salü Achim,

Nach meiner Erfahrung sind leichte Nachtfröste bis -5°C für einheimisches Umgetopftes nicht relevant.
Für Insulanerzeug wie z.B. Dreispitz kann sich das Lebensverkürzend auswirken.

Aber viel schlimmer ist für viele erwachten Bonsai, was bei uns (im Appenzeller Vorderland) heute abgeht: Gestern geregnet, gegraupelt, geschneit, dann geschnauperlt, dann gefroren und heute noch nicht über -5°C und zwischendurch Sonne und Wind. Ohne Winterschutz macht das sogar der Thujahecke zu schaffen. :lol: :lol: :lol:

Gruss George
Grumpy old fat Kiboko.
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