Waldkiefer 1
- Lennart Rausch
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Waldkiefer 1
hallo liebes bonsai-fachforum,
heute möchte ich euch meine kleine, aber schon recht alte waldkiefer vorstellen. sie stammt aus einem waldstück am rande der autobahn, zu ihr gehört noch ein größerer bruder (der aber noch eine weile braucht):
lg lennart
heute möchte ich euch meine kleine, aber schon recht alte waldkiefer vorstellen. sie stammt aus einem waldstück am rande der autobahn, zu ihr gehört noch ein größerer bruder (der aber noch eine weile braucht):
lg lennart
- Lennart Rausch
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Re: Waldkiefer 1
update
lg lennart
lg lennart
Re: Waldkiefer 1
Hallo Lennart,
für mein Empfinden ist es nicht stimmig, dass der Apikalast dünner ist als der obere Seitenast.
Ein Vorschlag wäre, den oberen, dickeren Seitenast abzuschneiden (rot) und den hinteren , schlanken in die Lücke zu bringen (blau).
für mein Empfinden ist es nicht stimmig, dass der Apikalast dünner ist als der obere Seitenast.
Ein Vorschlag wäre, den oberen, dickeren Seitenast abzuschneiden (rot) und den hinteren , schlanken in die Lücke zu bringen (blau).
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Gruß
Bernhard
Bernhard
- Lennart Rausch
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Re: Waldkiefer 1
@oberbiffe
hallo bernhard, vielen dank für deine antwort. mir gefällt das lange stück auch nicht besonders, ich hätte es wahrscheinlich drahten sollen um etwas bewegegung reinzubringen. dennoch habe ich die hoffnung dass es dort noch eine rückknospung gibt. ich finde deinen vorschlag gut und werde ihn im hinterkopf behalten sobald die drähte abkommen.
lg lennart
hallo bernhard, vielen dank für deine antwort. mir gefällt das lange stück auch nicht besonders, ich hätte es wahrscheinlich drahten sollen um etwas bewegegung reinzubringen. dennoch habe ich die hoffnung dass es dort noch eine rückknospung gibt. ich finde deinen vorschlag gut und werde ihn im hinterkopf behalten sobald die drähte abkommen.
lg lennart
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MerschelMarco
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Re: Waldkiefer 1
Was ist dein Ziel bei diesem Baum, wo willst du hin?
- Lennart Rausch
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Re: Waldkiefer 1
@MerschelMarco
hallo marco, da meine erfahrungen sich bisher hauptsächlich auf mugos beziehen, werde ich erst mal abwarten und schauen wie sie reagiert. dann werde ich mir eine neue position suchen und weitere maßnahmen anwenden. soweit der plan.
ps: ich habe gelernt, dass die rückknospung einer waldkiefer sehr ausgeprägt ist
lg lennart
hallo marco, da meine erfahrungen sich bisher hauptsächlich auf mugos beziehen, werde ich erst mal abwarten und schauen wie sie reagiert. dann werde ich mir eine neue position suchen und weitere maßnahmen anwenden. soweit der plan.
ps: ich habe gelernt, dass die rückknospung einer waldkiefer sehr ausgeprägt ist
lg lennart
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MerschelMarco
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Re: Waldkiefer 1
Lennart, ich habe deswegen nachgefragt, weil du jetzt ja konkrete Massnahmen ergriffen hast. Die Äste wurden gebogen, die Spitze abgespannt, aber wozu? Wo soll das hinführen, mir erschließt sich das nicht. Wenn ich mir den Baum ansehe, dann fällt mir auf, dass er aktuell weder ein vernünftiges Nebari und eine inverse Stammverjüngung am Ansatz hat. Solange das nicht gelöst ist wird der Baum auch in 10 Jahren nicht gut aussehen. Um das aber zu lösen wäre jetzt eine ganz andere Vorgehensweise nötig.
Viele Grüße,
Marco
Viele Grüße,
Marco
- Lennart Rausch
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Re: Waldkiefer 1
@MerschelMarco
hallo marco again, ich verstehe dich - besonders im bereich nebari verstehe ich deine zweifel! aber wie schon gesagt; warten wir mal ab, was eine neue position des baumes mit sich bringt, und wie es in ein paar jahren um das neue grün so steht.
lg lennart
hallo marco again, ich verstehe dich - besonders im bereich nebari verstehe ich deine zweifel! aber wie schon gesagt; warten wir mal ab, was eine neue position des baumes mit sich bringt, und wie es in ein paar jahren um das neue grün so steht.
lg lennart
Re: Waldkiefer 1
Wenn hier immer von "Ziel" oder "Vision" für einen Baum gesprochen wird, kann ich das in vielen Fällen nicht nachvollziehen.
Kann es denn nicht akzeptiert werden, den Weg als Ziel zu betrachten?
Viele Bäume und auch sicher einige Gestalter wollen kein endgültiges Ziel von Beginn an.
Es muss nicht jeder Baum ein Ausstellungsbaum werden.
Man erfreut sich an der jahrelangen Gestaltung eines Baumes und sieht wo die Reise hinführt.
Über die Jahre ergeben sich Optionen und Möglichkeiten, die man zu Beginn gar nicht in Betracht gezogen hat, da die Reife des Baumes und auch des Gestalters zunimmt.
Kann es denn nicht akzeptiert werden, den Weg als Ziel zu betrachten?
Viele Bäume und auch sicher einige Gestalter wollen kein endgültiges Ziel von Beginn an.
Es muss nicht jeder Baum ein Ausstellungsbaum werden.
Man erfreut sich an der jahrelangen Gestaltung eines Baumes und sieht wo die Reise hinführt.
Über die Jahre ergeben sich Optionen und Möglichkeiten, die man zu Beginn gar nicht in Betracht gezogen hat, da die Reife des Baumes und auch des Gestalters zunimmt.
Gruß
Bernhard
Bernhard
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MerschelMarco
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Re: Waldkiefer 1
Nun, man kann natürlich das Rad jedes mal neu erfinden und seinen ganz eigenen Weg von Anfang an alleine beschreiten (warum dann aber der Thread?), völlig legitim. Man könnte sich auch austauschen und von den Erfahrungen anderer profitieren, falls gewünscht.
Anhand der Floskeln auf meine gestellte Frage werde ich mich sicher nicht weiter aufdrängen.
Grüße,
Marco
Anhand der Floskeln auf meine gestellte Frage werde ich mich sicher nicht weiter aufdrängen.
Grüße,
Marco
-
Berndbonsai
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- Beiträge: 1575
- Registriert: 05.04.2007, 15:11
- Wohnort: zwischen Neckar und Alb
Re: Waldkiefer 1
Hallo Oberbiffeoberbiffe hat geschrieben: 25.09.2025, 08:31 Wenn hier immer von "Ziel" oder "Vision" für einen Baum gesprochen wird, kann ich das in vielen Fällen nicht nachvollziehen.
Kann es denn nicht akzeptiert werden, den Weg als Ziel zu betrachten?
Viele Bäume und auch sicher einige Gestalter wollen kein endgültiges Ziel von Beginn an.
Es muss nicht jeder Baum ein Ausstellungsbaum werden.
Man erfreut sich an der jahrelangen Gestaltung eines Baumes und sieht wo die Reise hinführt.
Über die Jahre ergeben sich Optionen und Möglichkeiten, die man zu Beginn gar nicht in Betracht gezogen hat, da die Reife des Baumes und auch des Gestalters zunimmt.
Danke dass Du diese Frage stellst und so formulierst. Das ist ein wichtiger Punkt bei der Gestaltung von Bäumen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es darum geht Bäumchen zu pflegen. Und das ist in Ordnung. Ob das dann Bonsai genannt werden kann stelle ich in Frage. So wie ich es gelernt habe braucht es tatsächlich für die Gestaltung eines Bonsai ein Ziel oder eine Vision, denn nur dann kann ich das Angebot das mir der Baum macht wertschätzen und nutzen. Nur so komme ich mit dem Baum weiter. In der Systemik gibt es das Zitat" Wer ohne Ziel segelt für den weht der Wind nie aus der richtigen Richtung". Und daher bin ich überzeugt, dass Visionen wichtig sind um Ziele zu erreichen. Denn nur dann stelle ich auf dem WEg zum Bonsai die Weichen so, dass nach einem mehr oder weniger langen Prozess einmal ein Baum erreicht wird der dann Bonsai genannt werden kann. All Bäume die zum Beispiel Lennart zeigt sind für mich keine Bonsai sondern eben gehätschelte Bäumchen. Was ich okay finde, wenn Er damit zufrieden ist. Ich für mich möchte Bonsai gestalten. Um diesen Unterschied deutlich zu machen, habe ich diesen Sermon jetzt geschrieben. Ich möchte ganz klar niemanden Provozieren oder verurteilen. Die Welt der gärtnereien ist groß. Da gibt es viel Platz für alle mögliche Spielarten. Aber nennt es bitte nicht Bonsai. Das ist es dann nämlich nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Re: Waldkiefer 1
Hallo
ich gehöre wohl eher zu Denen die den "Weg als Ziel" Pfad gehen.
Aber und es gibt viel "Abers"
- ich rede mir keinen Wurzelansatz schön, nur um meine Unfähigkeit bei Wurzelarbeiten zu kaschieren
- ich rede nicht von naturalistischem Baum, nur um meine Unfähigkeit Ihn zu gestalten zu kaschieren
- ich stelle auch keinen Baum in Baumpräsentation, - der noch gedrahtet ist (ein paar dünen Spanndrähte gehen)
- der noch nicht präsentabel, also soweit ansehnlich ist
- der nicht in einer passenden Schale sitzt
- bei jedem Bäumchen das ich mir zum Bearbeiten auf den Tisch stelle, sehe ich eine mögliche Zukunft, die ich aber wieder vergesse
- usw
Und für mich das Wichtigste, jede Bearbeitung muss das Bäumchen ein Stück weiter bringen
um meinem Baumbild etwas mehr zu entsprechen.
mfG Dieter
ps Lennart ist halt Lennart, er geht seinen eigenen Weg, der vielleicht auch zu ansehnlichen Bäumchen führt
und ich wünsche Ihm auf diesem Weg alles Gute.
ich gehöre wohl eher zu Denen die den "Weg als Ziel" Pfad gehen.
Aber und es gibt viel "Abers"
- ich rede mir keinen Wurzelansatz schön, nur um meine Unfähigkeit bei Wurzelarbeiten zu kaschieren
- ich rede nicht von naturalistischem Baum, nur um meine Unfähigkeit Ihn zu gestalten zu kaschieren
- ich stelle auch keinen Baum in Baumpräsentation, - der noch gedrahtet ist (ein paar dünen Spanndrähte gehen)
- der noch nicht präsentabel, also soweit ansehnlich ist
- der nicht in einer passenden Schale sitzt
- bei jedem Bäumchen das ich mir zum Bearbeiten auf den Tisch stelle, sehe ich eine mögliche Zukunft, die ich aber wieder vergesse
- usw
Und für mich das Wichtigste, jede Bearbeitung muss das Bäumchen ein Stück weiter bringen
um meinem Baumbild etwas mehr zu entsprechen.
mfG Dieter
ps Lennart ist halt Lennart, er geht seinen eigenen Weg, der vielleicht auch zu ansehnlichen Bäumchen führt
und ich wünsche Ihm auf diesem Weg alles Gute.
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Waldkiefer 1
Hall0
Anbei eine sylvestris, erstes Bild 2006, zweites Bild heute. Vielleicht kann Lennart damit etwas anfangen, da das Bäumchen nur aus den obersten 3 Ästen besteht.
Das Bäumchen war schon "fertig", allerdings habe ich es mit der Nadelkürze zu weit getrieben
und es ist seit 4 Jahren im "Erholungsurlaub.
mfG Dieter
Für Lennart würde das bedeuten, Draht ab, gut füttern, nichts schneiden, Geduld haben
bis da Bäumchen soweit ist
Anbei eine sylvestris, erstes Bild 2006, zweites Bild heute. Vielleicht kann Lennart damit etwas anfangen, da das Bäumchen nur aus den obersten 3 Ästen besteht.
Das Bäumchen war schon "fertig", allerdings habe ich es mit der Nadelkürze zu weit getrieben
und es ist seit 4 Jahren im "Erholungsurlaub.
mfG Dieter
Für Lennart würde das bedeuten, Draht ab, gut füttern, nichts schneiden, Geduld haben
bis da Bäumchen soweit ist
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Waldkiefer 1
Hallo,
eigentlich wäre das hier ja eine sehr spannende Diskussion zum Thema Entwicklung einer Sylvestris. Wichtig wäre hier mal die bisherige Gestaltung außen vor zu lassen und vorurteilsfrei und mit reichlich Erfahrung in den Austausch einzusteigen. Einige Punkte sind ja schon genannt worden.
Ich sehe hier einen noch relativ dünnen Stamm mit einer schon schön gealterten Rinde. Das würde ich im Plus verzeichnen, die Stammdicke wird langsam, aber doch stetig zunehmen.
Das Nebari als Schwachpunkt wurde schon angesprochen. Wie kann hier die Strategie aussehen? Eine Sylvestris reagiert ja nicht so positiv beim Angriff auf dicke alte Wurzeln.
Zweite Aufgabe ist das Grün näher an den Stamm zu bringen bzw. mehr Kraft und Rückknospung zu schaffen. Die Äste dieser Sylvestris können auch in ein paar Jahren noch gut gedrahtet werden, hätte also nicht jetzt sein müssen. Jetzt sollte der Baum kräftig zulegen. Wie kriegen wir das Grün dichter? Positionierung der Äste weiterhin mit Zug nach oben? Rückknospung nur durch gutes Futter oder in diesem Stadium schon Austrieb zurücksetzen?
Die Gestaltung bzw. endgültige Form sehe ich aktuell eher noch im Bereich vom Hauptstamm, bei den Ästen muß man sehen wie sie jetzt mitspielen.
Gruß
Ralf
eigentlich wäre das hier ja eine sehr spannende Diskussion zum Thema Entwicklung einer Sylvestris. Wichtig wäre hier mal die bisherige Gestaltung außen vor zu lassen und vorurteilsfrei und mit reichlich Erfahrung in den Austausch einzusteigen. Einige Punkte sind ja schon genannt worden.
Ich sehe hier einen noch relativ dünnen Stamm mit einer schon schön gealterten Rinde. Das würde ich im Plus verzeichnen, die Stammdicke wird langsam, aber doch stetig zunehmen.
Das Nebari als Schwachpunkt wurde schon angesprochen. Wie kann hier die Strategie aussehen? Eine Sylvestris reagiert ja nicht so positiv beim Angriff auf dicke alte Wurzeln.
Zweite Aufgabe ist das Grün näher an den Stamm zu bringen bzw. mehr Kraft und Rückknospung zu schaffen. Die Äste dieser Sylvestris können auch in ein paar Jahren noch gut gedrahtet werden, hätte also nicht jetzt sein müssen. Jetzt sollte der Baum kräftig zulegen. Wie kriegen wir das Grün dichter? Positionierung der Äste weiterhin mit Zug nach oben? Rückknospung nur durch gutes Futter oder in diesem Stadium schon Austrieb zurücksetzen?
Die Gestaltung bzw. endgültige Form sehe ich aktuell eher noch im Bereich vom Hauptstamm, bei den Ästen muß man sehen wie sie jetzt mitspielen.
Gruß
Ralf
- Lennart Rausch
- Beiträge: 476
- Registriert: 14.08.2023, 01:44
Re: Waldkiefer 1
@RalfW
vielen dank ralf, mit deinen netten worten kann ich etwas anfangen
lg lennart
vielen dank ralf, mit deinen netten worten kann ich etwas anfangen
lg lennart
