Was tun bei EINER Wolllaus?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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irrmchen
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Was tun bei EINER Wolllaus?

Beitrag von irrmchen »

Hallihallo,

ich muss jetzt ein bisschen ausholen.

Ich habe, das muss ich zu meiner Schande gestehen, nicht warten könnten und meine beiden Myrtensträucher, die zusammen im Topf saßen auseinandergepflanzt und die Wintertriebe gekürzt.

Ich weiß ja, dass das nicht richtig war. Und deshalb schau ich jeden Tag nach, ob sie anfangen zu "schwächeln". Aber bis heute hatten sie sich ganz gut gehalten und sie scheinen auch wieder ausschlagen zu wollen.

Aber. Nun ist es passiert. Ich habe auf einem Strauch eine Wolllaus gefunden. Habe sofort zur Stecknadel gegriffen und sie "erdolcht". Die Myrten wurden auf ein Quarantänefensterbrett verbannt.

Wenn ich jetzt täglich 2x nachschaue, meint ihr, ich kann sie dann auf diese Weise wieder loswerden (die Läuse mein ich) oder soll ich gleich "schweres Geschütz" auffahren?

Ich weiß, ich hätte die Pflanzen erstmal in Ruhe lassen sollen. Ich weiß auch, der Frühling ist nicht mehr lange hin, und wenn die Pflanzen leiden, ist das meine Schuld. :cry:

Aber ich hab mich nicht beherrschen können. :oops:
Ich wollts ja eigentlich hier auch nicht zugeben :wink: Aber nun brauch ich doch Eure Hilfe.

Viele Grüße
das kleinlaute Irrmchen
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Anja M.
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Re: Was tun bei EINER Wolllaus?

Beitrag von Anja M. »

irrmchen hat geschrieben: Wenn ich jetzt täglich 2x nachschaue, meint ihr, ich kann sie dann auf diese Weise wieder loswerden (die Läuse mein ich) oder soll ich gleich "schweres Geschütz" auffahren?

Mit Gurkenmaske im Gesicht werden sie sich zweifelsohne so vor dir graulen, daß sie auswandern. 8) :wink:



Wo eine Laus ist, sind meist auch mehrere. Trotzdem würd ich erst Geschütze auffahren, wenn du sie auch wirklich gesichtet hast.
73 Anja
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irrmchen
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Beitrag von irrmchen »

Ja, warten wir erstmal ab.

Aber die Fragen, die ich mir stelle sind:

Wie kommt EINE ausgewachsene Wollmaus auf mein Bäumchen?

Nirgendwo ist ein "Nest" und sie sah nicht aus, als ob sie fliegen könnte.

Wie konnte sie gut 1 mm groß werden, ohne dass ich sie vorher gesehen hätte? Läuse wachsen doch, sie machen das doch nicht wie Insekten und werden gleich erwachsen geboren. Dann müssten sie sich doch verpuppen. Und Lauspuppen? Nee, nie von gehört. Oder doch?

Leben Wollläuse zu Teil unterirdisch? Kann es sein, dass ich sie beim Umtopfen übersehen habe?

Warum frage ich mich das überhaupt? Sie sind da und müssen bekämpft werden. Das sollte doch eigentlich alles sein, was mich interessiert.

Naja.
Ich werde den Fall weiter beobachten. Morgens mit Lockenwicklern und abends mit Quarkmaske. :wink: Das sollte helfen.

Viele Grüße
Irrmchen
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Irmi,
so abschreckend wirst du doch hoffentlich nicht aussehen ....... :P :wink:

Ich würde nicht warten, bis du zwei oder mehr Wollläuse *** auf deiner Pflanze hast! :?
Hol dir aus dem Gartencenter oder Fachgeschäft ein Weißölpräparat und spritze das Zeug 0,5 - 0,7% + einem Tropfen Spiritus in die Spritzbrühe.


*** Anm.: Ein Wolllaus-Imago entspricht vielen kleinen Wolllaus-Babys, die du zum Teil mit freiem Auge gar nicht siehst.
Claas

Beitrag von Claas »

irrmchen hat geschrieben: Wie konnte sie gut 1 mm groß werden, ohne dass ich sie vorher gesehen hätte? Läuse wachsen doch, sie machen das doch nicht wie Insekten und werden gleich erwachsen geboren. Dann müssten sie sich doch verpuppen. Und Lauspuppen? Nee, nie von gehört. Oder doch?
Hallo,

Blattläuse sind Insekten. Sie pflanzen sich durch Eier oder lebende Junge fort, ein Puppenstadium fehlt. Natürliche Feinde der Blattläuse sind Schweb- und Florfliegen sowie Marienkäfer.
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irrmchen
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Beitrag von irrmchen »

Danke Wolfgang,

ja, ich werd mich gleich mal auf die Socken machen und sehen, was ich bekommen kann.

Achja, wenn die beiden
Supermarkt
Umtopfen
meine Schere UND
Wolläuse

überleben, kann ich nur sagen: Respekt vor so robusten und doch filigranen Überlebenskünstlern.

Danke erstmal und

viele Grüße
Irrmchen
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irrmchen
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Beitrag von irrmchen »

Hallo Claas,

siehste, und ich dachte, ein Merkmal der Insekten wäre, dass sie einen festen Panzer haben und deshalb nicht wachsen können. :)

Man wird alt wie ne Kuh und lernt immer noch dazu.

Aber ich hätte jetzt auch nicht gewusst, zu welcher Tierart ich sie sonst hätte zuordnen sollen.

Viele Grüße
Irrmchen
hazett
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Beitrag von hazett »

Hallo Irrmchen,

bald kommt ja auch der Frühling, und wenn dann ab März/April wieder gedüngt wird, kannst Du den Viechern auch mit Lizetan Combistäbchen zu Leibe rücken; die wirken systemisch, d.h. die Pflanze nimmt den Wirkstoff auf und die saugenden Insekten (auch Wollläuse) gehen daran kaputt. Leider sind die Stäbchen mit Dünger versetzt, deshalb würde ich wie gesagt noch ein wenig mit dem Einsatz warten; aber Dir bleibt diese Möglichkeit falls Du z.B. mit dem Spritzen nicht 100% aller Läuse erwischt.
Mein Crassus bekommt fast jedes Frühjahr diese "Kur"; ich habe ihn im beheizten Zimmer glaube ich noch nicht ein einziges Mal wolllausfrei über den Winter gebracht :?
Viel Erfolg, Hannes
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Irrmchen und Hannes,

die Lizetan-Stäbchen verwende ich auch sehr gerne und viel! Gleich wenn die Indoors bzw. Kalthauspflanzen (denen ich bisher leider kein Kalthaus bieten kann) im Herbst ins Haus kommen, kriegen sie die Lizetanstäbchen verpasst.
Bei mir wachsen die Bäumchen über den Winter bei ca. 15 - 17°C unter Pflanzenbeleuchtung fröhlich weiter und bekommen daher sowieso auch Dünger, daher benutze ich die Lizetanstäbchen auch über den Winter.
Seither habe ich im Winter KEINE Schädlinge mehr gehabt.

Irrmchen, wenn Deine Myrten warm und hell genug stehen, brauchst Du aus meiner Sicht nicht länger zu warten, wenn Du die Stäbchen ausprobieren willst.
Du bist mit dem entdecken der ersten und bisher einzigen Wolllaus schon ziemlich gut! Oft bemerkt man die Schädlinge erst, wenn es schon recht viele sind oder die Blätter schon fallen.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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irrmchen
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Beitrag von irrmchen »

Das wäre doch gelacht, wenn ich mich von diesen kleinen Mistviechern unterkriegen lassen würde. :-)

Aber ich frag mich immer noch: Wie machen die das bloß, dass sie immer wieder wie aus dem Nichts auftauchen?

Ich glaube, ich damit werd ich mich noch eine Weile befassen. Scheint mir ein Interessantes Thema zu sein: Das Leben der Blattläuse, Spinnmilben, Springschwänze....

Zitat (frei) aus "Terminator": Wenn du deine Feinde genau studierst, dann bist du eine bessere Tötungsmaschine.

Viele Grüße
Irrmchen
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

irrmchen hat geschrieben:Zitat (frei) aus "Terminator": Wenn du deine Feinde genau studierst, dann bist du eine bessere Tötungsmaschine.
*lach*
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Irrmchen,

vermutlich ahnst Du noch gar nicht, was es da alles verschiedenes gibt, was Deine Pflanzen heimsuchen kann!
Ich habe in all den Jahren immer wieder gestaunt, was für viele merkwürdige Geschöpfe meine Bonsai und die, die es noch werden sollten, als Leckerbissen betrachtet haben.
In manchen Jahren hatte ich das Gefühl, verrückt zu werden und die Bonsai aufgeben zu wollen, weil ich es so satt hatte, dauernd wieder neue, andere ungebetene Gäste zu entdecken.
Viele, wenn nicht die meisten Schädlinge sind sehr spezialisiert auf bestimmte Arten, so dass man in einer Sammlung mit vielen verschiedenen Baumarten dann auch ganz unterschiedliches Ungeziefer findet.
Als es mir endgültig zu blöde wurde, gerade im Sommer, wenn wir mit Kleinkind viel draußen sein wollten, alle Nase lang irgendwelche Chemie oder stinkende Brennesselbrühe oder so etwas zu spritzen, bin ich dazu übergegangen, eine Winterspritzung mit Weißöl (gegen die Winterstadien der meisten tierischen Schädlinge) und mit verdünntem Jinmittel (gegen Pilzbefall) zu machen. Seitdem ist der Schädlingsterror in der Wachstumssaison auf ein Minimum zurückgegangen.
Im Haus hatten die Lizetan-Stäbchen eine ähnlich gute Wirkung.

Was man natürlich immer bedenken muss: je gesünder die Pflanze ist, was auch heißt, je besser der Standort und die Pflege ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht, desto weniger anfällig für Schädlinge ist sie.
Oft muss man aber erst einmal herausfinden, wie man die Pflanze optimal halten kann oder man hat leider nur Bedingungen, die zeitweise nur suboptimal sind (Indoors im Winter drinnen z.B.).
Bei den Outdoors ist manchmal ein schlechter Frühling oder Sommer verantwortlich für einen nicht optimalen Zustand der Bonsai und dadurch höhere Schädlingsanfälligkeit.
So kommt man meist um den Pflanzenschutz = Schädlingsbekämpfung auf Dauer nicht ganz herum.

Viele Grüße,

Heike
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Betreff Winterspritzung

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Heike!
Zu welchem Zeitpunkt im Winter nimmst Du die Weißölspritzung vor?
Ist es jetzt noch zu früh, oder bereits zu spät?
Vielen im Voraus.
Eva Warthemann
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Eva,

die Winterspritzung habe ich am Freitag (vorgestern, 3.2.) gemacht. Da war bei uns mildes, frostfreies und windstilles Wetter, ich hatte Zeit und fühlte mich wohl, das war die Gelegenheit...
Ich habe zwar schon ab und zu gelesen, dass man in diesen oder jenen Monaten und noch einmal direkt vor dem Austrieb mit Weißöl spritzen sollte, aber ich weiß nicht, ob es so genau darauf ankommt.
Dazu kann manch anderer vielleicht noch etwas sagen!?
Ich habe letztes Jahr auch irgendwann mitten im Winter Weißöl gespritzt, ich weiß gar nicht mehr genau wann, und war mit dem Resultat sehr zufrieden.
Diesmal habe ich sogar einfach noch das Jinmittel mit dazu gemischt, um alles in einem Durchgang zu schaffen.
Immerhin werde ich ja bald zum zweiten Mal Mutter und weiß nicht so genau, ob, wie und wann ich das nächste Mal zum Spritzen komme...
Daher meine etwas planlose, aber hoffentlich trotzdem wirkungsvolle Winterspritzung. :wink:

Viele Grüße,

Heike
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Wie dosierst DU das Jinmittel, Heike?
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