mehltau bei hainbuche
mehltau bei hainbuche
hallo alle,
habe ziemlich üblen mehltaubefall auf einer jungpflanze hainbuche.
ich behandle das jetzt seit drei bochen mit fulguran kupferspritzmittel.
leider hatte ich davon nur noch die kleinen tütchen, wo keine anleitung betreff art und weise der anwendung steht, nur die dosierung.
hat jemand erfahrungen mit dem zeug? ich habe die pflanze jetzt so alle 3-4 tage mit der lösung tropfnass eingesprüht, bis jetzt zeigt sich aber keine wirkung.
ab wann und in welcher form müsste man da eine besserung sehen?
habe ziemlich üblen mehltaubefall auf einer jungpflanze hainbuche.
ich behandle das jetzt seit drei bochen mit fulguran kupferspritzmittel.
leider hatte ich davon nur noch die kleinen tütchen, wo keine anleitung betreff art und weise der anwendung steht, nur die dosierung.
hat jemand erfahrungen mit dem zeug? ich habe die pflanze jetzt so alle 3-4 tage mit der lösung tropfnass eingesprüht, bis jetzt zeigt sich aber keine wirkung.
ab wann und in welcher form müsste man da eine besserung sehen?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
es sind weiss-graue belage auf den blättern.
und ich wollte auch mal allgemein wissen, wie man mit dem problem umgeht.
hatte das schon öfters hier. ich habe mal gelesen, dass echter mehltau der pflanze durchaus gefährlich werden kann.
wer hat denn erfahrungen damit ?
und ich wollte auch mal allgemein wissen, wie man mit dem problem umgeht.
hatte das schon öfters hier. ich habe mal gelesen, dass echter mehltau der pflanze durchaus gefährlich werden kann.
wer hat denn erfahrungen damit ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Hallo Achim,
für Mehltau anfällige Pflanzen müssen so viel Sonne wie möglich bekommen und die Blätter sollten möglichst beim Gießen trocken bleiben.
Ideal ist ein vor Regen geschützter, aber sonniger Platz.
Starke stickstoffhaltige Düngung soll Mehltaubefall begünstigen.
Ich habe im Laufe vieler Bonsai-Jahre schon oft mit Mehltau zu tun gehabt, z.B. in verregneten Sommern, bei Pflanzen für die bei meiner überfüllten Terrasse kein vollsonniger Platz mehr vorhanden war oder bei Pflanzen, die ich schon mit Mehltau ausgegraben habe.
Aktuell habe ich eine Eiche und einen Spitzahorn, die schon seit letztem Jahr damit zu tun haben.
Wenn der Befall nicht extrem ist, tötet er den Baum nicht gleich. Man braucht aber nicht zu glauben, dass man im Herbst nur die abgefallenen Blätter entfernen muss und den Mehltau dann los ist. Er kommt mit schöner Zuverlässigkeit im nächsten Jahr wieder, wenn man nichts unternimmt.
Ich kann nur empfehlen, mehrere Winterspritzungen im unbelaubten Zustand zu machen. Verdünntes Jinmittel hat sich dafür sehr bewährt.
Ich mische es sogar mit einem Weißölprodukt, um gegen Pilz und tierische Schädlinge in einem Arbeitsgang spritzen zu können.
Während der Wachstumsperiode spritze ich die befallenen Pflanzen immer, wenn sich wieder kleine weiße Mehltauflecken zeigen, mit einem Fungizid. Ich habe da eines in Pulverform, das in Wasser angemischt wird und auch für Erdbeeren, Tomaten und anderes essbares geeignet ist.
Das putzt zwar den Mehltau nicht ganz und gar weg, aber dezimiert ihn doch deutlich.
Ich denke, es braucht manchmal einige Saisons hartnäckiger Bekämpfung, bis das Zeugs besiegt ist.
Übrigens hat Martin S. auch schon mal einen sehr guten Artikel über die Mehltaubekämpfung geschrieben, in einem älteren BCD-Clubheft.
War der hier auch mal wieder gegeben? Könnte sein, mal suchen.
Seine Methode habe ich allerdings leider noch nicht probiert, vielleicht sollte man mal...
Viele Grüße,
Heike
für Mehltau anfällige Pflanzen müssen so viel Sonne wie möglich bekommen und die Blätter sollten möglichst beim Gießen trocken bleiben.
Ideal ist ein vor Regen geschützter, aber sonniger Platz.
Starke stickstoffhaltige Düngung soll Mehltaubefall begünstigen.
Ich habe im Laufe vieler Bonsai-Jahre schon oft mit Mehltau zu tun gehabt, z.B. in verregneten Sommern, bei Pflanzen für die bei meiner überfüllten Terrasse kein vollsonniger Platz mehr vorhanden war oder bei Pflanzen, die ich schon mit Mehltau ausgegraben habe.
Aktuell habe ich eine Eiche und einen Spitzahorn, die schon seit letztem Jahr damit zu tun haben.
Wenn der Befall nicht extrem ist, tötet er den Baum nicht gleich. Man braucht aber nicht zu glauben, dass man im Herbst nur die abgefallenen Blätter entfernen muss und den Mehltau dann los ist. Er kommt mit schöner Zuverlässigkeit im nächsten Jahr wieder, wenn man nichts unternimmt.
Ich kann nur empfehlen, mehrere Winterspritzungen im unbelaubten Zustand zu machen. Verdünntes Jinmittel hat sich dafür sehr bewährt.
Ich mische es sogar mit einem Weißölprodukt, um gegen Pilz und tierische Schädlinge in einem Arbeitsgang spritzen zu können.
Während der Wachstumsperiode spritze ich die befallenen Pflanzen immer, wenn sich wieder kleine weiße Mehltauflecken zeigen, mit einem Fungizid. Ich habe da eines in Pulverform, das in Wasser angemischt wird und auch für Erdbeeren, Tomaten und anderes essbares geeignet ist.
Das putzt zwar den Mehltau nicht ganz und gar weg, aber dezimiert ihn doch deutlich.
Ich denke, es braucht manchmal einige Saisons hartnäckiger Bekämpfung, bis das Zeugs besiegt ist.
Übrigens hat Martin S. auch schon mal einen sehr guten Artikel über die Mehltaubekämpfung geschrieben, in einem älteren BCD-Clubheft.
War der hier auch mal wieder gegeben? Könnte sein, mal suchen.
Seine Methode habe ich allerdings leider noch nicht probiert, vielleicht sollte man mal...
Viele Grüße,
Heike
hallo heike, erstmal danke für die ausführliche antwort.
hat mir schon mal sehr weitergeholfen...
ich denke, das zeug, was ich momentan verwende, ist ähnlich wie das was du sprühst.
kann man das auch für die winterspritzung verwenden?
hat mir schon mal sehr weitergeholfen...
ich denke, das zeug, was ich momentan verwende, ist ähnlich wie das was du sprühst.
kann man das auch für die winterspritzung verwenden?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Hallo Achim,
ich wüsste nicht, dass irgendwas dagegen spricht, dieses Fungizid für die Winterspritzung zu verwenden.
Jinmittel hat den Vorteil, dass es durch seinen Schwefelgehalt wirkt, aber ansonsten nicht giftig oder umweltschädlich sein soll.
Mit Weißöl würde ich das Fungizid vorsichtshalber nicht mischen, da hätte ich keine Erfahrungen zu bieten.
Dann müsste man nur leider noch mehr Winterspritzungen machen, wenn man es getrennt macht.
Zweimal pro Mittel, insgesamt viermal - ächz... dafür habe ich zu viele Bäume.
Aber wenn Du vielleicht nur wenige hast, warum nicht.
Viele Grüße,
Heike
ich wüsste nicht, dass irgendwas dagegen spricht, dieses Fungizid für die Winterspritzung zu verwenden.
Jinmittel hat den Vorteil, dass es durch seinen Schwefelgehalt wirkt, aber ansonsten nicht giftig oder umweltschädlich sein soll.
Mit Weißöl würde ich das Fungizid vorsichtshalber nicht mischen, da hätte ich keine Erfahrungen zu bieten.
Dann müsste man nur leider noch mehr Winterspritzungen machen, wenn man es getrennt macht.
Zweimal pro Mittel, insgesamt viermal - ächz... dafür habe ich zu viele Bäume.
Aber wenn Du vielleicht nur wenige hast, warum nicht.
Viele Grüße,
Heike
keine sorge, ich bin einsteiger...hab nur 8 pflanzen.
will erstmal sehen, ob die es schaffen bei mir
in bezug auf die winterspritzung würde mich noch interessieren :
macht man das im zeitigen frühjahr kurz vor dem austrieb oder auch schlon im spätherbst, wenn die blätter runter sind ?
ich denke mal, bei frost eh nicht, oder ?
und in welchen abständen ?
will erstmal sehen, ob die es schaffen bei mir
in bezug auf die winterspritzung würde mich noch interessieren :
macht man das im zeitigen frühjahr kurz vor dem austrieb oder auch schlon im spätherbst, wenn die blätter runter sind ?
ich denke mal, bei frost eh nicht, oder ?
und in welchen abständen ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Hallo Achim,
eigentlich kommt es nicht so sehr auf den genauen Zeitpunkt oder Zeitabstände an. Die meisten Ungeziefer halten ja genauso Winterruhe wie die Pflanzen. Man will die überwinternden Eier oder Larvenstadien erwischen.
Nur an Wacholdern hatte ich im Winter aktive Schädlinge (Wacholder-Deckelschildlaus und eine Wacholder-Gespinstmotte oder sowas ähnliches).
Ich habe z.B. nach dem Blattfall irgendwann im November oder Dezember eine erste Winterspritzung gemacht und eine vor dem Austrieb.
Direkt vor dem Austrieb ist sicherlich sehr gut, weil da manchmal die Blattläuse und Konsorten schon auf den Knospen sitzen und ungeduldig darauf warten, dass sich das erste leckere Blättchen endlich herausschiebt.
Bei Frost habe ich nicht gespritzt, aber hauptsächlich, weil ich selbst mir nicht die Finger abfrieren wollte...
Den Bäumen schadet ja ein kleiner Eismantel nicht, der kann im Gegenteil vor dem Austrocknen schützen. Deswegen sprühen manche Leute bei Dauerfrost ihre Bonsai sogar mit Wasser ein.
Viele Grüße und viel Erfolg,
Heike
eigentlich kommt es nicht so sehr auf den genauen Zeitpunkt oder Zeitabstände an. Die meisten Ungeziefer halten ja genauso Winterruhe wie die Pflanzen. Man will die überwinternden Eier oder Larvenstadien erwischen.
Nur an Wacholdern hatte ich im Winter aktive Schädlinge (Wacholder-Deckelschildlaus und eine Wacholder-Gespinstmotte oder sowas ähnliches).
Ich habe z.B. nach dem Blattfall irgendwann im November oder Dezember eine erste Winterspritzung gemacht und eine vor dem Austrieb.
Direkt vor dem Austrieb ist sicherlich sehr gut, weil da manchmal die Blattläuse und Konsorten schon auf den Knospen sitzen und ungeduldig darauf warten, dass sich das erste leckere Blättchen endlich herausschiebt.
Bei Frost habe ich nicht gespritzt, aber hauptsächlich, weil ich selbst mir nicht die Finger abfrieren wollte...
Den Bäumen schadet ja ein kleiner Eismantel nicht, der kann im Gegenteil vor dem Austrocknen schützen. Deswegen sprühen manche Leute bei Dauerfrost ihre Bonsai sogar mit Wasser ein.
Viele Grüße und viel Erfolg,
Heike
- HerbertR
- Beiträge: 1581
- Registriert: 25.03.2006, 15:54
- Wohnort: Nähe Stockerau (Niederösterreich)
- Kontaktdaten:
Hallo,
muss man einen sehr stark von Mehltau befallenen Baum wegwerfen. bzw. besteht Antseckungsgefahr für die anderen ?
Bzw. soll/kann man alle Blätter abschneiden, und dann spritzen ?
Es ist bei meiner Hainbuche so arg, daß wenn man die Blätter streift, ein richtiger Regen des weissen Staubes runterrieselt !
Nur die ganz frische Blätter sind für kurze Zeit noch ohne den Belag.
muss man einen sehr stark von Mehltau befallenen Baum wegwerfen. bzw. besteht Antseckungsgefahr für die anderen ?
Bzw. soll/kann man alle Blätter abschneiden, und dann spritzen ?
Es ist bei meiner Hainbuche so arg, daß wenn man die Blätter streift, ein richtiger Regen des weissen Staubes runterrieselt !
Nur die ganz frische Blätter sind für kurze Zeit noch ohne den Belag.
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- mehltauhainbuche.jpg (64.06 KiB) 9396 mal betrachtet
LG Herbert
-------
Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
Hallo Achim!
Ich habe letztes Jahr mit umwerfendem Erfolg Mehltauschreck angewendet. (5% Rapsöl mit 1 Teelöffel Backpulver je 500ml und einen Schuss Milch als Emulgator). Der Mehltau auf Eiche, Granatapfel und Feldahorn ist verschwunden und kam nur bei dem Feldahorn nocheinmal (Falscher Standort im Urlaub) leicht.
Alle Anwender agressiverer chemischer Mittel mußten in meinem Bekanntenkreis mehrfach spritzen. Immer ein Versuch Wert!
Bis zum WoE
Gruss
Thorsten
Ich habe letztes Jahr mit umwerfendem Erfolg Mehltauschreck angewendet. (5% Rapsöl mit 1 Teelöffel Backpulver je 500ml und einen Schuss Milch als Emulgator). Der Mehltau auf Eiche, Granatapfel und Feldahorn ist verschwunden und kam nur bei dem Feldahorn nocheinmal (Falscher Standort im Urlaub) leicht.
Alle Anwender agressiverer chemischer Mittel mußten in meinem Bekanntenkreis mehrfach spritzen. Immer ein Versuch Wert!
Bis zum WoE
Gruss
Thorsten
Exercitatio artem parat (Tacitus)
