mehltau bei hainbuche

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achim73
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mehltau bei hainbuche

Beitrag von achim73 »

hallo alle,
habe ziemlich üblen mehltaubefall auf einer jungpflanze hainbuche.
ich behandle das jetzt seit drei bochen mit fulguran kupferspritzmittel.
leider hatte ich davon nur noch die kleinen tütchen, wo keine anleitung betreff art und weise der anwendung steht, nur die dosierung.
hat jemand erfahrungen mit dem zeug? ich habe die pflanze jetzt so alle 3-4 tage mit der lösung tropfnass eingesprüht, bis jetzt zeigt sich aber keine wirkung.
ab wann und in welcher form müsste man da eine besserung sehen?
Gruss, Achim
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bite85
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Beitrag von bite85 »

Hallo Achim

Bist du sicher, daß es Mehltau ist?
Kannst du vielleicht ein Foto posten?

Nette Grüße
Martin
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Lohnt das wirklich, den Mehltau chemisch zu bekämpfen, noch dazu bei einer Jungpflanze? Sie wird das überleben, wenn sie nicht gerade im nächsten Frühjahr mit starkem Wurzelschnitt umgepflanzt wird, und nächstes Jahr ist der Spuk vorbei. Oder an den Kulturbedingungen stimmt was nicht.
Gruß, Harald
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achim73
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Beitrag von achim73 »

es sind weiss-graue belage auf den blättern.

und ich wollte auch mal allgemein wissen, wie man mit dem problem umgeht.
hatte das schon öfters hier. ich habe mal gelesen, dass echter mehltau der pflanze durchaus gefährlich werden kann.

wer hat denn erfahrungen damit ?
Gruss, Achim
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Achim,

für Mehltau anfällige Pflanzen müssen so viel Sonne wie möglich bekommen und die Blätter sollten möglichst beim Gießen trocken bleiben.
Ideal ist ein vor Regen geschützter, aber sonniger Platz.
Starke stickstoffhaltige Düngung soll Mehltaubefall begünstigen.

Ich habe im Laufe vieler Bonsai-Jahre schon oft mit Mehltau zu tun gehabt, z.B. in verregneten Sommern, bei Pflanzen für die bei meiner überfüllten Terrasse kein vollsonniger Platz mehr vorhanden war oder bei Pflanzen, die ich schon mit Mehltau ausgegraben habe.
Aktuell habe ich eine Eiche und einen Spitzahorn, die schon seit letztem Jahr damit zu tun haben.

Wenn der Befall nicht extrem ist, tötet er den Baum nicht gleich. Man braucht aber nicht zu glauben, dass man im Herbst nur die abgefallenen Blätter entfernen muss und den Mehltau dann los ist. Er kommt mit schöner Zuverlässigkeit im nächsten Jahr wieder, wenn man nichts unternimmt.
Ich kann nur empfehlen, mehrere Winterspritzungen im unbelaubten Zustand zu machen. Verdünntes Jinmittel hat sich dafür sehr bewährt.
Ich mische es sogar mit einem Weißölprodukt, um gegen Pilz und tierische Schädlinge in einem Arbeitsgang spritzen zu können.

Während der Wachstumsperiode spritze ich die befallenen Pflanzen immer, wenn sich wieder kleine weiße Mehltauflecken zeigen, mit einem Fungizid. Ich habe da eines in Pulverform, das in Wasser angemischt wird und auch für Erdbeeren, Tomaten und anderes essbares geeignet ist.
Das putzt zwar den Mehltau nicht ganz und gar weg, aber dezimiert ihn doch deutlich.
Ich denke, es braucht manchmal einige Saisons hartnäckiger Bekämpfung, bis das Zeugs besiegt ist.

Übrigens hat Martin S. auch schon mal einen sehr guten Artikel über die Mehltaubekämpfung geschrieben, in einem älteren BCD-Clubheft.
War der hier auch mal wieder gegeben? Könnte sein, mal suchen.
Seine Methode habe ich allerdings leider noch nicht probiert, vielleicht sollte man mal... :wink:

Viele Grüße,

Heike
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achim73
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Beitrag von achim73 »

hallo heike, erstmal danke für die ausführliche antwort.
hat mir schon mal sehr weitergeholfen...
ich denke, das zeug, was ich momentan verwende, ist ähnlich wie das was du sprühst.
kann man das auch für die winterspritzung verwenden?
Gruss, Achim
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Achim,

ich wüsste nicht, dass irgendwas dagegen spricht, dieses Fungizid für die Winterspritzung zu verwenden.
Jinmittel hat den Vorteil, dass es durch seinen Schwefelgehalt wirkt, aber ansonsten nicht giftig oder umweltschädlich sein soll.

Mit Weißöl würde ich das Fungizid vorsichtshalber nicht mischen, da hätte ich keine Erfahrungen zu bieten.
Dann müsste man nur leider noch mehr Winterspritzungen machen, wenn man es getrennt macht.
Zweimal pro Mittel, insgesamt viermal - ächz... dafür habe ich zu viele Bäume.
Aber wenn Du vielleicht nur wenige hast, warum nicht. :wink:

Viele Grüße,

Heike
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achim73
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Beitrag von achim73 »

keine sorge, ich bin einsteiger...hab nur 8 pflanzen.
will erstmal sehen, ob die es schaffen bei mir :wink:

in bezug auf die winterspritzung würde mich noch interessieren :
macht man das im zeitigen frühjahr kurz vor dem austrieb oder auch schlon im spätherbst, wenn die blätter runter sind ?
ich denke mal, bei frost eh nicht, oder ?
und in welchen abständen ?
Gruss, Achim
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Achim,

eigentlich kommt es nicht so sehr auf den genauen Zeitpunkt oder Zeitabstände an. Die meisten Ungeziefer halten ja genauso Winterruhe wie die Pflanzen. Man will die überwinternden Eier oder Larvenstadien erwischen.
Nur an Wacholdern hatte ich im Winter aktive Schädlinge (Wacholder-Deckelschildlaus und eine Wacholder-Gespinstmotte oder sowas ähnliches).
Ich habe z.B. nach dem Blattfall irgendwann im November oder Dezember eine erste Winterspritzung gemacht und eine vor dem Austrieb.
Direkt vor dem Austrieb ist sicherlich sehr gut, weil da manchmal die Blattläuse und Konsorten schon auf den Knospen sitzen und ungeduldig darauf warten, dass sich das erste leckere Blättchen endlich herausschiebt.

Bei Frost habe ich nicht gespritzt, aber hauptsächlich, weil ich selbst mir nicht die Finger abfrieren wollte...
Den Bäumen schadet ja ein kleiner Eismantel nicht, der kann im Gegenteil vor dem Austrocknen schützen. Deswegen sprühen manche Leute bei Dauerfrost ihre Bonsai sogar mit Wasser ein.

Viele Grüße und viel Erfolg,

Heike
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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Hallo,
muss man einen sehr stark von Mehltau befallenen Baum wegwerfen. bzw. besteht Antseckungsgefahr für die anderen ?
Bzw. soll/kann man alle Blätter abschneiden, und dann spritzen ?
Es ist bei meiner Hainbuche so arg, daß wenn man die Blätter streift, ein richtiger Regen des weissen Staubes runterrieselt !
Nur die ganz frische Blätter sind für kurze Zeit noch ohne den Belag.
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mehltauhainbuche.jpg
mehltauhainbuche.jpg (64.06 KiB) 9396 mal betrachtet
LG Herbert

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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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Thorschti
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Beitrag von Thorschti »

Hallo Achim!

Ich habe letztes Jahr mit umwerfendem Erfolg Mehltauschreck angewendet. (5% Rapsöl mit 1 Teelöffel Backpulver je 500ml und einen Schuss Milch als Emulgator). Der Mehltau auf Eiche, Granatapfel und Feldahorn ist verschwunden und kam nur bei dem Feldahorn nocheinmal (Falscher Standort im Urlaub) leicht.
Alle Anwender agressiverer chemischer Mittel mußten in meinem Bekanntenkreis mehrfach spritzen. Immer ein Versuch Wert!

Bis zum WoE

Gruss

Thorsten
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achim73
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Beitrag von achim73 »

danke für den tip :)
der gute steht jetzt aber erstmal ein paar jahre bei meinen eltern in der vollen sonne und damit hat sich das problem wohl von selbst erledigt.
Gruss, Achim
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Urikawa
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Beitrag von Urikawa »

Einfach den Baum mit Milch besprühen.

Die Hainbuche hat ebenfalls einen starken befall von Lausen. Inspektieren Sie die untersiete der Blätter.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
Backyard
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Beitrag von Backyard »

Ich kann Urikawa zustimmen.
Milch macht Mehltau platt!
Es gibt Studien an Weinreben die dieses belegen.
Gruss
Backyard
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Georg
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Beitrag von Georg »

Die Läuse bekämpfe ich , stimmt wirklich, damit:
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Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
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