Also für mich gibt´s für gröbere Eingriffe beim Biegen NUR
Raffia:
Nachdem es sehr straff, den Ast komplett abdeckend und nass (im kalten Wasser angefeuchtet; Kimura gibt angeblich sogar Eiswürfel zum Wasser, in dem das Raffia "gebadet" wird!) um die zu biegenden Äste gewickelt wird, "spendet" es den beim Gestalten leicht gequetschten bzw. eingerissenen Astpartien ein wenig Feuchtigkeit und kann beim Überbrausen der Pflanzen im Garten immer wieder von Neuem angefeuchtet werden. Zudem sieht es optisch wesentlich besser aus.
Diese
Tapes und
Fahrradschlauch-Streifen gefallen mir optisch überhaupt nicht. Außerdem bildet sich darunter immer wieder Kondenswasser, das u.U. die Bildung von Schadpilzen fördern kann.
Es bleibt natürlich jedem Bonsaianer selbst überlassen, was er verwendet.
Bei den heimischen Kiefern-Arten (anders bei der extrem brüchigen, asiatischen Pinus densiflora!), Lärchen und Fichten ist das Umwickeln der Äste nur bei wirklich sehr massiven Biegungen / Eingriffen erforderlich; es muss also dem Baum beim Gestalten nicht immer zwingend von oben bis unten ein "Ganz_Körper_Fahrradschlauch_Kondom" verpasst werden.
Im Gebirge, wo unsere Yamadoris durch Steinschlag & Lawinenabgänge "vorgestaltet" werden, gibt´s übrigens definitv keine Fahrradschlauchstreifen und auch kein Raffia.
