Gestaltungshilfe Deshojo ( roter Fächerahorn )

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Kosta
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Gestaltungshilfe Deshojo ( roter Fächerahorn )

Beitrag von Kosta »

Hallo,

ich brauche eure Hilfe zur Gestaltung meines Deshojos.
Den Baum pflege ich seit gut 7 Jahre. Er ist jetzt 12 Jahre alt und etwa 45cm gross.
Nun weiss ich icht mehr weiter, in welcher Richtung die Gestaltung gehen soll. Er gefällt mir nicht so richtig gut :cry:

Was kann man daraus noch machen ?
Ich habe keine Idee wie es weiter gehen soll :(

Danke & Viele Grüsse
Kosta
tuc
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Beitrag von tuc »

ich weiss nicht ob es dir eine kleine hilfe ist aber so würde ich erst mal anfangen und dann ein neues bild reinstellen

also ich würde zu erst die ganzen kleinen äste abschneiden die überflüssig sind sprich die du auf jedenfall weg haben möchtest

zb wenn du die das bild rückseite anguckst der ast der nach links wächst da sind ja die seiten triebe die würde ich wegschneiden das du nur noch in dem sinne die krone an diesem ast hast ich nenn es jetzt mal krone und so würde ich an allen ästen erst mal vorgehen und dann ein neues bild reinstellen

gruss tuc
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

tuc hat geschrieben:zb wenn du die das bild rückseite anguckst der ast der nach links wächst da sind ja die seiten triebe die würde ich wegschneiden das du nur noch in dem sinne die krone an diesem ast hast
Hmm, das sehe ich anders: Für einen klassischen frei aufrechten Baum würde ich wie unten eingezeichnet zurückschneiden (ich hab's auf dem Rückseitenbild eingezeichnet, weil man da die betreffenden Äste am besten sehen konnte). Der unterste Ast ist nach dem Rückschnitt (blau eingezeichnet) vielleicht immer noch zu dick; hier sieht man auf der Vorderseite 2 Neuaustriebe, von denen man vielleicht einen als Ersatz aufbauen und den jetzigen Ast ganz wegnehmen könnte.

Zudem würde ich noch bei Astquirlen am Stamm, an denen viele kleine Äste wachsen, alle außer einem wegschneiden, und bei Astquirlen weiter oben an den Ästen den Mitteltrieb (sofern noch welche da sind).
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
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Kosta
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Beitrag von Kosta »

*schock* wow !
Das ist aber ein gewaltiger Rückschnitt sulrich !
Ich kann mir nicht vorstellen, wie er aussehen würde nach ein paar Jahren !
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo Kosta,

Du hast in der Vergangenheit (7 Jahre!) zu wenig und falsch geschnitten und somit grundlegende Fehler beim Aufbau des Baumes gemacht. Du wirst, wenn Du den Baum weiterentwickeln willst, um einen wie von Stefan vorgeschlagenen radikalen Neuaufbau nicht herumkommen.

Mir geht es mit meinen Ahornen tlw. ähnlich. Ich lese gerade das neue Buch von Peter Adams 'Bonsai with Japanese Maples', das öffnet einem die Augen. Empfehlenswert!!
Gruß, Joachim
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Kosta
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Beitrag von Kosta »

Hmmm, Du hast Recht jost.
Ich habe ihn einfach wachsen lassen und hier und da mal zurückgeschnitten *autsch*

Ist das evnlt. ein Option:

Alle Äste ( rot markiert ) werden geschnitten.
Die andere Äste ( blau markiert, Pfeil ) werden so umgestaltet, dass sie ungefähr parallel zur Schale wachen.
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tuc
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Beitrag von tuc »

also ich glaube was sulrich und jost dir sagen wollen ist das du einfach im kronen breich so wie an allen anderen ästen zu viele kleine triebe hast die über flüssig sind und die getsaltung beeinträchtigen wenn ich falsch liege dann sagt es bitte
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jost
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Beitrag von jost »

Aufgrund des Fotos ist es schwer zu sagen, wo geschnitten werden muß, es sind halt viel zu viele Triebe :?:

Ich müßte den Baum vor mir haben.

Vielleicht hast Du die Möglichkeit, den Baum mal mit zu einem Arbeitskreis zu nehmen oder einen Bonsaihändler um Rat zu fragen.

@ Tuc: nicht zu viele kleine Äste, zu viele überhaupt.

@ Kosta: Versuche 3-5 Hauptäste zu finden, die Du weiterentwickelst, den Rest kannst Du entfernen. Außerdem einen glaubwürdigen, sich verjüngenden Leittrieb. Die beiden starken Äste links und rechts wachsen zu sehr aufrecht und verzweigen sich nicht nahe genug am Stamm. Versuche, sie auf stammnahe Verzweigungen zurückzunehmen oder sie durch andere Äste zu ersetzen.
Gruß, Joachim
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

jost hat geschrieben:Außerdem einen glaubwürdigen, sich verjüngenden Leittrieb. Die beiden starken Äste links und rechts wachsen zu sehr aufrecht und verzweigen sich nicht nahe genug am Stamm.
Ja, genau das war auch meine Ansicht: Die starken Äste mit zu langen Internodien ohne Bewegung müssen weg.
Viele Grüße,
Stefan

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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

sulrich hat geschrieben:
jost hat geschrieben:Außerdem einen glaubwürdigen, sich verjüngenden Leittrieb. Die beiden starken Äste links und rechts wachsen zu sehr aufrecht und verzweigen sich nicht nahe genug am Stamm.
Ja, genau das war auch meine Ansicht: Die starken Äste mit zu langen Internodien ohne Bewegung müssen weg.
Da kann ich Euch beiden, Stefan und Joachim, nur zustimmen. Demzufolge finde ich Stefan's Schnittvorschläge in Bild "rueckseite_649a" gerade in Bezug auf den Schnittpunkt im Kronenbereich und das Absetzen auf den dortigen, kleinen Nebenast, sehr passend! Damit würden - zumindest in dieser Ansicht - Stammbewegung und -Verfüngung zugleich verstärkt werden. Ich denke, das solltest Du machen, Kosta.

Grüße, Chris.
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Kosta
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Beitrag von Kosta »

Nun, ihr habt wohl Recht. Ich werde eure Ratschläge folgen.
Wann mache ich diesen radikalen Rückschnitt ? Ist jetzt die der richtige Zeitpunkt ?

Ich hab gelessen, dass bei basis dominanten Bäume, keine Förderung der obersten Triebe erfolgt. Auch der Wundverschluss im oberen Bereich soll schlechter sein. Trifft es beim Deshojo zu ?
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jost
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Beitrag von jost »

Die Wundheilung erfolgt schneller und sicherer, wenn die großen Schnitte während der Veg.Periode erfolgen, Peter Adams empfiehlt den August.

Ich denke, Du kannst den Baum aber problemlos im Februar/März überarbeiten. Wichtig: Wunden sorgfältig mit Wundknete versiegeln und den Baum frostfrei aufstellen.

Meines Wissens nach ist 'Deshojo' apikaldominat und verhält sich daher völlig "normal".
Gruß, Joachim
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

jost hat geschrieben:...Peter Adams empfiehlt den August... Ich denke, Du kannst den Baum aber problemlos im Februar/März überarbeiten. Wichtig: Wunden sorgfältig mit Wundknete versiegeln und den Baum frostfrei aufstellen...
Joachim,

grundsätzlich stimme ich Dir zu, jedoch möchte ich zu den zwei obigen Punkten etwas anmerken.
Habe das neue Buch von Peter Adams auch gelesen (zumindest grob) und bin mir dabei aber nicht sicher, ob er den Herbst nur für die grundsätzliche Überarbeitung der Ahorne nutzt, oder dabei auch derartig starke Schnitte durchführt, wie wir sie Kosta empfohlen haben? Meiner Meinung nach geht aus seinen Texten nicht (klar) hervor, zu welchem Zeitpunkt er starke Schnitte an den Ahornen durchführt, was ich mir ehrlich gesagt erhofft hatte... aber vielleicht habe ich das Buch auch bis dato zu grob überschlagen...?

Ich habe bei Deiner Aussage, bzw. Empfehlung an Kosta, die starken Schnitte im diesjährigen Februar/März durchzunführen, etwas Bauchschmerzen, da wir doch alle gerade in dieser Wintersaison nicht wissen können, mit welchen Wetterbedingungen unsere Bäumen zu diesem Zeitpunkt zu tun haben werden. Du sagst zwar, daß nach den Schnitten der Baum frostfrei aufgestellt werden muß, was sicherlich richtig ist. Doch was ist, wenn der Frost schon früher einsetzt und der Baum davon ergriffen ist. Würdest Du dann trotzdem die Schnitte tätigen und ihn dann frostfrei aufstellen, oder würdest Du die Schnitte dann auf die folgende, frostfreie Zeit, z.B. April/Mai verlegen?

Ich stelle diese Fragen auch aus eigenem Interesse und wäre Dir für Deine Einschätzung dankbar.

Grüße, Chris.
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jost
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Beitrag von jost »

Hallo Chris,

ich setze meine Ahorne nur geringen Frösten aus (bis -5 Grad). Einen gerade aus dem Frost kommenden Baum bearbeite ich erst, wenn er ein paar Tage frostfrei steht.
D.h. ich bearbeite frostfrei und setze den Baum danach nicht mehr dem Frost aus. Um sicher zu gehen, wenn man keine Möglichkeit zur frostfreien Aufbewahrung hat, muß man auf die Zeit kurz vor oder während des Austriebs ausweichen.

Peter Adams schreibt auf Seite 19 sinngemäß: "Versuch, starke Rückschnitte in den Jahren durchzuführen, in denen Umtopfen geplant ist. Schneide nach Wurzelschnitt und Umtopfen. Verzichte aufs Gießen vor den Schnitten, das schützt vor Bluten. In den anderen Jahren sind große Schnitte am besten im August durchzuführen, der Baum hat den größten Wachstumsschub hinter sich und ist dann noch in der Lage die Wundheilung zu beginnen."
Gruß, Joachim
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Kosta
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Beitrag von Kosta »

Hallo,

ist das so besser:
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