Neue Schale

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Herbi
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Neue Schale

Beitrag von Herbi »

Hallo zusammen............

Ich habe dem Acer palmatum eine neue Schale verpasst und vor ca. drei Wochen noch ein paar Schnitte gemacht.
Ist doch nett oder?

Gruss

Herbi
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Mile
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Beitrag von Mile »

Ich finde das Baum is sehr schön *daumen_new* , neue Schale ist besser als alte. Wie alt und hoch ist diese Baum?
Schöne Grüße aus Kroatien!
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Herbi
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Beitrag von Herbi »

Hallo Mile....
Wie alt der Baum ist weiss ich nicht, aber er ist ca. 40 cm hoch und hat einen Stamm der 8 cm Durchmesser hat.

Gruss aus der sonnigen Schweiz

Herbi
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Herbi
Ein wesentlicher Punkt der Ahorn-Kultur ist die
Erzeugung eines schönen Wurzelansatzes.
Auf die von Dir gezeigte Weise entfernst Du Dich
von diesem Ziel.
Da Du den Baum schon getopft hast, kannnst Du
nur den Wurzelansatz in Spaghnum einpacken und
das Substrat so hoch wie möglich anhäufeln.
Die Freude der Betrachtung Deines Ahorns
wird sich so in 2-3 Jahren vergrössern.
mfG Dieter
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Dieter,

das solltest Du Herbi vielleicht noch genauer erklären.
Ich frage mich allerdings auch ein bisschen, was Du gerne bezwecken würdest.
Der Wurzelansatz ist doch gut angelegt und wird sich im Laufe der Zeit weiter entwickeln.
In Moos eingepackt werden viele kleine Oberflächenwurzeln entstehen. Ist das wirklich so wünschenswert?

Herbi,

die Schalenform und -größe ist schon gut gewählt. Aber eine glasierte Schale wäre zum Ahorn die traditionellere und in meinen Augen schönere Wahl gewesen. Auf keinen Fall wieder so ein knalliges Blau, aber grünlich oder dezent bläulich glasiert z.B. wäre schön.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Herbi
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Beitrag von Herbi »

Hallo Heike........
Das wollte ich auch, aber er hat nur Designerschalen so um 200-300 Franken gehabt. Ich will zuerst schauen, ob ich den Baum über das erste Jahr bringe (als Anfänger) und dann bekommte er eine schönere.

Hast Du gesehen. Ich habe ihn nach deinen Vorschlägen zurückgeschnitten?

Grüsse aus der Schweiz Herbi
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Ja, Herbi,

der Schnitt ist klasse geworden! *daumen_new*

Solche teuren Schalen müssen es auch nicht unbedingt sein. Da würde ich mal durch die Onlineshops etc. gucken.
ODER, am allerbesten, mal beim Erwin anfragen, ob er nicht bis zum nächsten Frühjahr was für den schönen Ahorn töpfern würde!
Da gibt es ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Ich bin ein großer Fan und guter Kunde bei Erwin... :D

Viele Grüße,

Heike
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christophII
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Beitrag von christophII »

Hallo Herbi

google mal nach Jürg Kilchenmann... ist auch eine Möglichkeit.

Grüsse aus Zürich

Christoph

p.s. flottes Bonsai-Tempo das du an den Tag legst, respekt :wink: :lol:
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

Heike_vG hat geschrieben:die Schalenform und -größe ist schon gut gewählt.
Die Größe finde ich auch OK, aber die Form ist mir für den dicken Stamm zu "leicht" - ich fände eine rechteckige, gewichtiger wirkende Schale besser (optimal wäre so eine Künstlerschale mit verlaufender Glasur ...)
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Heike, Hallo Herbi
Vorab bitte ich um Milde.
Da Herbi massiv in das Hobby einsteigt,
habe ich einfach mal unterstellt,
das er einfach das Komplettpaket gebucht hat.

Der Baum hat gute Anlagen und wird in ein paar
Jahren ein Schmuckstück sein,
daher auch die Vorgehensweise.
Ein Fächerahorn besticht durch seine weichen Linien
(auch bei einem dicken Stamm). Die sanft geschwungenen
Äste, die Zweige die sich aufzulösen scheinen sind Ausdruck
der Leichtigkeit. Demgegenüber stehen die massiven
Wurzeln, kein zartes Absenken immer dünner werdender
"Würzelchen" in den Boden, sondern ein paar dicke
massive Wurzeln, die Kraft aber keine Anmut suggerieren.
Durch die Art der Pflanzung (freiliegende Wurzeln) werden die
dicken Wurzeln noch dicker. In ein paar Jahren werden Sie an den Schalenrand stoßen, was dann eine grössere Schale oder einen
massiven Schnitt hervorrufen.
Um dem entgegen zu wirken, sollten die feinen stammnahen
Wurzeln erzeugt und gefördert werden. Dies schafft langfristig
die Möglichkeit die Wurzeln zu reduzieren. Ein anderer Punkt ist das
Alter der Wurzeln, nach meinen Erfahrungen sind dicke, alte
Wurzeln nicht sehr leistungsfähig bei der Ausbildung eines
Feinwurzelsystems und gerade dieses Feinwurzelsystem
ermöglicht es einem Baum und einem Fächerahorn im Besonderen
die Sommerhitze bei durchlässigem Subtrat zu überstehen.
Daher mein Rat die Lücken im Wurzelbereich (rot) mit Spaghnum
zu füllen und Substrat anzuhäufeln (grün).
mfG Dieter
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Ah, danke Dieter!

Das werde ich mir dann auch für meinen Seigen-Ahorn überlegen, denn den betrifft das Thema auch.

Wie schön, dass man immer wieder Anregungen bekommt und so nicht nur im alten Trott weitermacht!

Liebe Grüße,

Heike
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Herbi
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Beitrag von Herbi »

Hallo Dieter.........

Was meinst du mit Komplettprogramm?

Und jetzt noch die Frage wegen dem Ahorn. Würdest Du in der gleichen Schale diesen Vorgang machen oder den Baum wieder in eine höhere Schale geben wegen dem Substrat für die Wurzeln?
Was ist eigentlich Spaghnum?

Gruss

Herbi
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Herbi
Mit Komplettprogramm meinte ich nur,
das Du Dich (wie es den Anschein hat) nicht damit begnügst
1-2 Bäumchen zu kaufen, Sie in den Garten zu stellen
für Pflegemaßnahmen den Händler zu rufen und Dich
einfach nur an dem Anblick zu erfreuen.
Du machst am Anfang einen Workshop,
fängst mit hochwertigeren Pflanzen an und traust Dich
an´s Umtopfen.

Die Maßnahmen kannst Du mit dieser Schale nachträglich
ergreifen. In die freien Bereiche Spaghnum "stopfen" und den
gesamten Wurzelbereich mit Substrat bedecken. In 2 Jahren wenn ein weiteres Umtopfen ansteht
musst Du je nach Wurzelwachstum entscheiden
ob die jetzige Schale ausreicht.
Spaghnum ist langfaseriges Moos, welches im Wurzelbereich
eingesetzt wird um die Bewurzelung zu fördern.
Frage bei Deinem Händler nach, er wird immer eine Kiste
im Hause haben und Dir als gutem Kunden sicherlich
etwas abgeben.
mfG Dieter
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Moin Dieter,

auch von meiner Seite danke für Deine Ausführungen! Du sagst, daß bei Herbi's Ahron alleine durch die Erhöhung der Feuchtigkeit (Shagnum-Moos) das Wachstum neuer Wurzeln angeregt werden wird, kann man das pauschalisiert für alle Pflanzen sagen? Ich denke dabei z.B. an meine Birke, bei welcher der Wurzelansatz verbesserungswürdig ist, da einseitig.

Wie beurteilst Du in diesem Zusammenhang den Sinn, bzw. die Wirkung von Mitteln wie Rizopon o.ä.? Wäre es z.B. bei Herbi's Ahorn ratsam, Rizopon an die Hauptwurzeln zu streichen, um die Wurzelneubildung zu beschleunigen?

Danke im voraus!
Viele Grüße, Chris.
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Chris
Bei "glattrindigen" Bäumen wie Herbi´s Ahorn
würde ich abraten. Die gesteigerte Kallusbildung
kann sehr schnell in "Geschwulsten" ausarten.
Bei diesem Ahorn ist der langsame Weg wohl ratsamer.
Bei einem Baum der sonst kaum zu gestalten ist,
kann man Hormone einsetzen. Ein ältere Birke ist
im Stammfussbereich schwarz/rissig, daher können
eventuelle Wucherungen gut vertuscht werden.
Bei der Verwendung von Hormonen sollten im gewünschten
Bereich Löcher/Wunden angebracht werden, das Hormon
vorsichtig in die Löcher eingebracht werden und ein Stück
angefeuchtetes Tempo/Toilettenpapier darüber gelegt werden.
Wenn das Hormon nicht "fixiert" wird, können durch den
Giessvorgang Hormone in Bereiche gelangen die keiner Förderung
bdürfen. Danach eine Bandage mit Spaghnum, Substrat drauf
und recht feucht halten. Dann warten, warten, warten....

Vorsicht bei der Verwendung, höchst gesundheitsschädlich.
mfG Dieter
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