Waldkiefer in Sandstein

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

MerschelMarco hat geschrieben:...Warum ich den unteren Ast nicht abschneiden will? Der Baum würde dann sicher gefällig ausschauen. Bäume dieser Art hat man schon hundert mal gesehen, den hätte man auch nach fünf Minuten wieder vergessen, da keinerlei Wiedererkennungswert. ...
Stimmt teilweise und irgendwo auch wieder nicht. Für mich(!) liegt hier das Hauptaugenmerk auf den mega geilen Stamm und den würest du durch das entferne des unteren Astes noch deutlicher betonen. Diesen Baum vergißt dann keiner so schnell!
MS
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo Marco,

ich verstehe Deine Argumente für den untersten Ast durchaus.
Auch wenn ich mich mit Äußerungen zurückhalte, so mache ich mir doch Gedanken und oftmals nicht wenige. Auf dem von Andreas geforderten Foto ist sehr schön zu erkennen was ich vorher schon annahm. Der untere Ast geht nicht nur zurück sondern auch stark nach vorne in den offenen Raum. Dies war beim ersten Bild mangels der 3-Dimensionalität nicht zu erkennen.

Dennoch kann ich Dir in Deiner Begründung nicht recht geben.
MerschelMarco hat geschrieben:Warum im übrigen soll die Linksbiegung unlogisch sein?? wenn ein Ast nach rechts wachsen kann, kann er auch nach links wachsen, Licht gibts schließlich zu beiden Seiten genug!
Es gibt eben Links nicht genug Licht.
Jeder Betrachter dieser Gestaltung vergleicht innerlich diesen Baum völlig unwillkürlich mit einem Exemplar in freier Natur an einem Abhang stehend. Und somit weiß jeder, dass der Baum immer von der Wand weg wächst, hinein in den freien Raum, hin zum Licht.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, ist die unterbewusst empfundene Wuchsrichtung nach Rechts und niemals zurück nach Links.

Doch nun kommt eben noch das 3-Dimensionale ins Spiel. Klar kann der Baum jederzeit auch noch nach Vorne (ebenfalls offener Raum/Licht) wachsen. Dies ist aber in der Gestaltung schwer zu vermitteln und im Foto aufgrund der beschränkten Mittel gar nicht darstellbar. Dennoch tut sich der Betrachter unterbewusst wesentlich leichter, wenn die Grünmasse des Baums insgesamt eine nach rechts gerichtete Dynamik aufweist.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Zim
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Beitrag von Zim »

stellt sich mir die frage ob man eine gestaltung unbedingt vornehmen muss, nur weil sie in der form noch nicht gemacht wurde. Eine Antwort kann ich darauf aber sicher nicht geben. Martin hat sicher recht wenn er meint das dieser baum auch ohne ast sicher im gedächtnis bleibt. Aber: auch so ist er allemale ein hingucker!
mfg Simon
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Gary hat geschrieben:Es gibt eben Links nicht genug Licht.
Jeder Betrachter dieser Gestaltung vergleicht innerlich diesen Baum völlig unwillkürlich mit einem Exemplar in freier Natur an einem Abhang stehend. Und somit weiß jeder, dass der Baum immer von der Wand weg wächst, hinein in den freien Raum, hin zum Licht.
Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, ist die unterbewusst empfundene Wuchsrichtung nach Rechts und niemals zurück nach Links.
Gary - nachdem ich vom etwas gedrehten Baum doch positiv überrascht bin: Was du sagst, kommt ja sehr stark auf die Wand an, nicht? Die fallen manchmal jäh ab, gelegentlich sogar einwärts - da gibt es alles mögliche. Wenn man da mit einer anderen Schale nachhilft, dann kann ich mir das vorstellen.

edit. Marco - wieder ein bisschen zurück. Sonst ist der Wurzelansatz zu verdeckt.
MerschelMarco
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von MerschelMarco »

heute umgetopft.

Die Schale für sich genommen ist eigentlich gar nicht so mein Fall, passt aber mit dem Baum super zusammen. Die Äste müssen etwas neu ausgerichtet werden, der Kaskadenast (mitterweile bin ich mir sicher, dass er dran bleibt) geht mir etwas zu sehr nach links. Wird der Spanndraht entfernt wird der Ast sicher wieder etwas nachgeben, dann müßte es richtig sein.

Grüße, Marco
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nemo
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von nemo »

Hallo zusammen
sehr schöne entwicklung,schaut sehr gut aus,auch die schale past
sehr gut,den unteren ast dran lassen ist,wie ich finde eine gute idee,
wobei auch hier ohne diesen ast der wunderschöne stamm hervor stechen
würde,was ist mit der schönen sandstein schale,währe schade drum :?

ps,danke fürs zeigen

mfg nemo
MerschelMarco
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von MerschelMarco »

arbeiten dann im Sommer bis Herbst:
Entdrahten, zupfen, ausschneiden, neu Drahten.
Der ursprünglich stark nach links gezogene Kaskadenast, ging wie erwartet wieder etwas in die Ausgangsposition zurück, passt so.

Es flogen doch noch einmal ordentlich Zweige. Der Baum soll nach Waldkiefer ausschauen, also transparent, bewegte sichtbare Äste, keine definierten Etagen und nicht unbedingt eine klare Vorderseite.
Der Baum hat viele Knospen gebildet, das aktuell sehr lichte Aussehen gibt sich nach dem Austrieb wieder.

Viele Grüße,
Marco
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Honey
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von Honey »

Was hältst du davon, den Baum um etwa 20° aufzurichten? Momentan sieht er so aus, als würde er sich etwas zu neugierig aus dem Fenster lehnen :wink:

So etwa:
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zwanziger
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von zwanziger »

Spitzengestaltung Marco,
wirkt auf mich sehr natürlich.
Schade, das die Sandsteinschale weichen musste.
Haste nich noch ne kleinere?
Ich hätte noch ne alternative idee für deinen kaskadenast,
die wäre ihn so weit hoch zu ziehen,
das er eine zweite Spitze bildet.
MerschelMarco
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von MerschelMarco »

Honey hat geschrieben:Was hältst du davon, den Baum um etwa 20° aufzurichten? Momentan sieht er so aus, als würde er sich etwas zu neugierig aus dem Fenster lehnen :wink:
Das ist ja der Gag an der Sache:
Kaskaden entstehen entlehnt jetzt am natürlichen Vorbild genau dann, wenn sich ein Baum zu weit aus dem Fenster lehnt. Er fällt ( z.B. Unterspülung eines Ufers, Schneedruck von oben, Wind, etc.) über die Kante und bleibt an seinen Wurzeln hängen. Die verbliebenen Äste, besser Zweige, richten sich dann wieder nach dem Licht aus.
Beim Umtopfen im Frühjahr habe ich den Baum aber nicht nur deshalb steiler gestellt.
Bei deinem Vorschlag, fast so war der Baum vorher auch eingetopft, gibt es zwei optische Probleme.
Erstens schließt die Krone auf gleicher Höhe mit dem Umkehrpunkt des Stammes ab, was sich nicht so gut macht.
Zweitens bildet der obere Kaskadenast mit dem Stamm eine ziemlich waagrechte Linie, was die Dynamik stört.
Bei deinem Vorschlag, danke im übrigen dafür, müßte der Gipfelast fallen, dann gings.

zwanziger hat geschrieben: Schade, das die Sandsteinschale weichen musste.
Haste nich noch ne kleinere?
Ich hätte noch ne alternative idee für deinen kaskadenast,
die wäre ihn so weit hoch zu ziehen,
das er eine zweite Spitze bildet.
Mit meinen Mitteln könnte ich keine kleinere Sandsteinschale bauen. Die Wandstärke wäre zu groß, bzw. das Volumen der Schale zu klein.
Wo willst du denn den Kaskadenast hinziehen, Vitual???, interessiert mich.

Grüße,
Marco
zwanziger
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von zwanziger »

Ich habs mal versucht,
in der realität ist das denk ich mal ne andere Angelegenheit.
Wenn der Kaskadenast über die aktuelle Krone ragt umso besser.
Der Jin unten muss wohl noch kürzer.
Naja so ungefähr hab ichs mir vorgstellt,
wie gesagt das wäre denn eine Option nach meinem Geschmack,
keine bessere oder so was.
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MerschelMarco
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von MerschelMarco »

Mal wieder ein Update.
Langsam wirds.

Grüße,
Marco
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MerschelMarco
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von MerschelMarco »

Nach langem hin und her ist jetzt doch der Entschluss gefallen den unteren Kaskadenast zu entfernen.
Warum?
Er hinkte in der Ausstrahlung immer hinterher. Er wirkte einerseits immer jünger als der Rest und auch die Bewegung war nicht so wie gewünscht.
Im Spätsommer nach erfolgter Feindrahtung sollte er dann weitgehend fertig sein.

Grüße,
Marco
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Norbert_S
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von Norbert_S »

Hallo Marco

Dein Schnitt war ein richtiger und wichtiger Schritt. Jetzt gefällt mir der Baum sehr gut. Moss ud Wurz wirken sehr gut eingepasst; sowohl die Menge als auch die Bewegung der sichtbaren Wurzeln unterstreichen sehr schön den filigranen Charakter. Das wirkt schon sehr reif, das Grün wird dem noch folgen.

Die Schale ist glaube ich noch nicht die best mögliche.
Zusammen mit Moos und Wurz stellt sie schon ein gewaltiges optisches Gewicht im Gegensatz zum jetzt reduzierten Baum dar. Auch die sehr schön gearbeiteten glatten und geraden Linien der achteckigen Schale stehen im Widerspruch zum reifen und bewegtem Schwung von Wurzel, Stamm und Beastung.

Marco, das ist wieder einmal ein gutes Beispiel für eine schöne Entwicklung durch dauerhaftes Bemühen den Baum immer weiter zu bringen.
Das macht Spaß.
Norbert

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Heike_vG
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Re: Waldkiefer in Sandstein

Beitrag von Heike_vG »

Jawoll, Marco! So gefällt mir der Baum auch viel besser, klasse!

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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