Rollbilder made in Bremen
vielleicht die Befestigung mal mit doppelseitigem Klebeband probieren? In schmale Streifen/Stückchen geschnitten natürlich. Ist keine Feuchtigkeit drin enthalten und dann sollte auch nichts wellen. Einfach mal mit ´nem Stück Papier testen.
Nur so´ne Idee; die Bilder sind einfach zu schön, um dann Wellen zu werfen....
Erwin
Nur so´ne Idee; die Bilder sind einfach zu schön, um dann Wellen zu werfen....
Erwin
Um noch einmal auf die Befestigung der Bilder zurückzukommen...
Die Rollbilder, die ich bisher habe, sind an den Rändern mit Seidenstoff, z.T. Seidenbrokat, beklebt, der wie ein Bilderrahmen obenauf liegt.
So können keine Ränder aufklaffen und es sieht wirklich gut aus.
Leichte Wellen oder Knicke im Papier sind schon alleine durch das Aufrollen kaum vermeidbar.
Liebe Grüße,
Heike
Die Rollbilder, die ich bisher habe, sind an den Rändern mit Seidenstoff, z.T. Seidenbrokat, beklebt, der wie ein Bilderrahmen obenauf liegt.
So können keine Ränder aufklaffen und es sieht wirklich gut aus.
Leichte Wellen oder Knicke im Papier sind schon alleine durch das Aufrollen kaum vermeidbar.
Liebe Grüße,
Heike
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- Bernd Schreiner
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Das ging ja wieder fix Heike!javascript:emoticon(':)')
Nachdem jetzt meine thematischen Schwerpunkte hier zu sehen sind, würden mich auch einige Fragen interessieren.
Wenn Ihr Eure Bäume auf Ausstellungen präsentiert, nach welchen Kriterien außer der Jahreszeit (das ist, denke ich, selbstverständlich) wählt Ihr aus Eurem Bestand die passenden Rollbilder aus?
Folgt Ihr den Prinzipien des Feng Shui bei der Auswahl und Aufstellung?
Und wenn, wie passt dies mit der üblichen Bedeutung; Baum= Mensch, Beistellpflanze= Erde, Rollbild= Himmel, - zusammen?
Oder ist das alles " wurscht", Hauptsache es genügt ästhetischen Ansprüchen?
Und, an alle Indoor-Fans: Habt Ihr eine Tokonoma?
Richtet sich die Präsentation nach dem Anlaß, z.B. Besucher?
Wenn Ihr Eure Bäume auf Ausstellungen präsentiert, nach welchen Kriterien außer der Jahreszeit (das ist, denke ich, selbstverständlich) wählt Ihr aus Eurem Bestand die passenden Rollbilder aus?
Folgt Ihr den Prinzipien des Feng Shui bei der Auswahl und Aufstellung?
Und wenn, wie passt dies mit der üblichen Bedeutung; Baum= Mensch, Beistellpflanze= Erde, Rollbild= Himmel, - zusammen?
Oder ist das alles " wurscht", Hauptsache es genügt ästhetischen Ansprüchen?
Und, an alle Indoor-Fans: Habt Ihr eine Tokonoma?
Richtet sich die Präsentation nach dem Anlaß, z.B. Besucher?
- gerhard k.
- Beiträge: 155
- Registriert: 09.10.2005, 23:53
- Wohnort: altenkunstadt
Hallo Anke,
deine Bilder sind echt schön! Du malst auf Wenzou Papier? Meine ersten Malversuche waren grauenhaft
bis man einigermaßen herausen hat, wie viel Wasser der Pinsel höchstens noch haben darf damit nichts verläuft, bzw. wie lange man wo und in welcher Pinselhaltung auf dem Papier bleiben / bewegen sollte damit der angestrebte Effekt möglichst erreicht wird.
Heute bin ich immer noch keine Meister, aber die Sache habe ich schon einigermaßen besser im Griff, es macht deutlich mehr Spaß. Nur bin ich sehr selbstkritisch... vieles fliegt in den Ofen
Wielange malst du denn schon? Immer schon auf Reispapier oder auch zwischendurch mal auf "normalem" Aquarellpapierblöcken?
Gruß Gerhard
deine Bilder sind echt schön! Du malst auf Wenzou Papier? Meine ersten Malversuche waren grauenhaft
Heute bin ich immer noch keine Meister, aber die Sache habe ich schon einigermaßen besser im Griff, es macht deutlich mehr Spaß. Nur bin ich sehr selbstkritisch... vieles fliegt in den Ofen
Wielange malst du denn schon? Immer schon auf Reispapier oder auch zwischendurch mal auf "normalem" Aquarellpapierblöcken?
Gruß Gerhard
Hallo Allerseits und Dankeschön...
@ Gerhard- wie nett, Gleichgesinnte zu treffen!
Ich habe ohne Übertreibung seit meinem ca. 3 Lebensj. bestimmt keine 10 Tage nicht gemalt. Da hab ich also nichts mit zu tun...
Grundsätzlich bemale ich Leinwand oder normales Aquarellpapier, für die Rollbilder taugt das bloß nichts. Kalligraghie und Tuschezeichnungen sind seit ich 14 J. alt war, mein privates Steckenpferd. Ich hatte das Glück sehr gute Methoden der asiatischen Malerei und deren Hintergründe kennenzulernen.
Aber Du hast Recht, ca 15 Jahre bin ich schier verzweifelt( Tropfen, zu dünn, zu dick...Komposition..) Langsam gehts!
Kaum hat man irgendwas 10 000 mal gemacht...
Ich habe ohne Übertreibung seit meinem ca. 3 Lebensj. bestimmt keine 10 Tage nicht gemalt. Da hab ich also nichts mit zu tun...
Aber Du hast Recht, ca 15 Jahre bin ich schier verzweifelt( Tropfen, zu dünn, zu dick...Komposition..) Langsam gehts!
Kaum hat man irgendwas 10 000 mal gemacht...
Liebe Anke,
ich fange erst an, Bonsai mit Rollbild und Beisteller zu präsentieren, denn eigentlich ist das Interesse erst durch die Übernahme des Fachwissenbereichs "Präsentation" vor einigen Monaten so richtig geweckt worden.
Daher ist meine Antwort auf Deine Fragen sicherlich nicht unbedingt maßgeblich. Trotzdem versuche ich es mal.
Da das Thema extrem umfangreich ist, mein Wissen und mein Fundus noch sehr begrenzt sind, gehe ich stark vereinfacht an die Sache heran.
Den Baum betrachte ich nicht unbedingt als Symbol für den Menschen, sondern eben als Baum, der eine bestimmte Landschaft (die durch die Akzentpflanze weiter verdeutlicht wird) in einer bestimmten Jahreszeit repräsentiert.
Das Rollbild wünsche ich mir dann in der Größe passend, jahreszeitbezogen vom Motiv her und aussagekräftig bei minimalistischer Darstellung.
Die wichtigsten Regeln versuche ich zu beachten, z.B. dass es keine Wiederholung zwischen dem Motiv des Rollbildes und dem ausgestellten Baum gibt, dass sich das Laub von Akzentpflanze und Baum nicht ähnelt, dass die Akzentpflanze etwa in demselben Lebensraum beheimatet ist wie der Baum und dergleichen.
Mich würde es auch sehr interessieren, wie andere Bonsaifreunde diese Dinge betrachten!
Gary - Harald könnte bestimmt viel Lehrreiches zu diesem Thema schreiben...
Liebe Grüße,
Heike
ich fange erst an, Bonsai mit Rollbild und Beisteller zu präsentieren, denn eigentlich ist das Interesse erst durch die Übernahme des Fachwissenbereichs "Präsentation" vor einigen Monaten so richtig geweckt worden.
Daher ist meine Antwort auf Deine Fragen sicherlich nicht unbedingt maßgeblich. Trotzdem versuche ich es mal.
Da das Thema extrem umfangreich ist, mein Wissen und mein Fundus noch sehr begrenzt sind, gehe ich stark vereinfacht an die Sache heran.
Den Baum betrachte ich nicht unbedingt als Symbol für den Menschen, sondern eben als Baum, der eine bestimmte Landschaft (die durch die Akzentpflanze weiter verdeutlicht wird) in einer bestimmten Jahreszeit repräsentiert.
Das Rollbild wünsche ich mir dann in der Größe passend, jahreszeitbezogen vom Motiv her und aussagekräftig bei minimalistischer Darstellung.
Die wichtigsten Regeln versuche ich zu beachten, z.B. dass es keine Wiederholung zwischen dem Motiv des Rollbildes und dem ausgestellten Baum gibt, dass sich das Laub von Akzentpflanze und Baum nicht ähnelt, dass die Akzentpflanze etwa in demselben Lebensraum beheimatet ist wie der Baum und dergleichen.
Mich würde es auch sehr interessieren, wie andere Bonsaifreunde diese Dinge betrachten!
Gary - Harald könnte bestimmt viel Lehrreiches zu diesem Thema schreiben...
Liebe Grüße,
Heike
Mich auch.Heike_vG hat geschrieben:Mich würde es auch sehr interessieren, wie andere Bonsaifreunde diese Dinge betrachten!
Wieso gerade ich?Heike_vG hat geschrieben:Gary - Harald könnte bestimmt viel Lehrreiches zu diesem Thema schreiben...
Und selbst wenn, vielleicht mag ich das gar nicht?
Kazari, die Zurschaustellung (Präsentation), ist irgendwann der Grund und Endpunkt weshalb man Bonsai macht.
Man könnte sicherlich vieles darüber schreiben, auch Dinge die man beachten sollte. Muss man aber nicht, denn Katayama-ryu, der Begründer von Keido, hat dies schon recht ausführlich getan. (Nur in Japanisch.)
Begriffserklärung KEIDO
KEI = Landschaft
DO = Weg
Um eine gute Präsentation zu machen ist das Wissen um die nötigen Kenntnisse wohl schlichte Voraussetzung.
Damit es aber eine wirklich überragende Präsentation wird bedarf es Gefühl.
So unbefriedigend es für uns doch recht rationale Europäer sein mag ist dies weder lernbar noch mit Worten zu beschreiben. Es kommt einfach aus einem heraus, ein "Bauchgefühl" sozusagen.
Eine Präsentation ist also immer auch ein Stimmungsbild der Emotionen des Erschaffers, völlig ungeachtet ob ein Betrachter diese empfinden oder gar enträtseln kann.
Eine Anmerkung noch zum "Bauchgefühl".
Im alten Japan wurde angenommen das der Bauch nicht nur der Sitz des Intellekts war sondern auch der Emotionen. Daher war für die Kriegerklasse auch die einzige akzeptable Selbstmordart das Bauchaufschlitzen (= Harakiri).
Anbei zwei kleine Präsentationen von Katayama-ryu aus einem Keido-Lehrbuch.
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- Keido_1.jpg (66.17 KiB) 2177 mal betrachtet
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- Keido_2.jpg (66.81 KiB) 2177 mal betrachtet
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Jetzt habe ich schon soviel geschrieben, da schreibe ich dies auch noch.
Es gibt grob gesagt zwei Sorten von Rollbildern.
1.) Solche wo das Bild fest montiert ist.
2.) Die Art wo man eine Trägerrolle hat und das eigentliche Bild als Einsteckkarte dazu.
Bei den Einsteckkarten handelt es sich um festen Karton, mit feinstem washi-Papier bezogen und meist mit Goldkanten versehen. Es gibt sie standardmäßig in zwei Größen.
TANZAKU = ca. 7,5 cm breit x 36 cm hoch
SHIKISHI = ca. 24 cm breit x 27 cm hoch
Man kann problemlos von Beiden Blankokarten kaufen zum Selbstbemalen.
Natürlich gibt es auch die dazu passenden Trägerrollen in vielen Farben und Aufmachungen sowie unterschiedlichsten Abmessungen. Überwiegend sind sie aber für Tanzaku ca. 16 cm breit und 115-120 cm lang, für Shikishi ca 32 cm breit und 125-135 cm lang.
Von Interesse könnten die Befestigungsarten der Karten sein, anstatt Fotoecken.
Anbei 3 unterschiedliche Beispiele.
Es gibt grob gesagt zwei Sorten von Rollbildern.
1.) Solche wo das Bild fest montiert ist.
2.) Die Art wo man eine Trägerrolle hat und das eigentliche Bild als Einsteckkarte dazu.
Bei den Einsteckkarten handelt es sich um festen Karton, mit feinstem washi-Papier bezogen und meist mit Goldkanten versehen. Es gibt sie standardmäßig in zwei Größen.
TANZAKU = ca. 7,5 cm breit x 36 cm hoch
SHIKISHI = ca. 24 cm breit x 27 cm hoch
Man kann problemlos von Beiden Blankokarten kaufen zum Selbstbemalen.
Natürlich gibt es auch die dazu passenden Trägerrollen in vielen Farben und Aufmachungen sowie unterschiedlichsten Abmessungen. Überwiegend sind sie aber für Tanzaku ca. 16 cm breit und 115-120 cm lang, für Shikishi ca 32 cm breit und 125-135 cm lang.
Anbei 3 unterschiedliche Beispiele.
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- SHIKISHI
- Shikishi_scroll_2.jpg (55.95 KiB) 2161 mal betrachtet
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- SHIKISHI
- Shikishi_scroll_1.jpg (59.7 KiB) 2161 mal betrachtet
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- TANZAKU
- Tanzaku_scroll.jpg (54.38 KiB) 2161 mal betrachtet
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Vielen Dank, Harald,
für diese tollen Erklärungen und Fotos!
Ich hätte es Dir nicht übel genommen, wenn Du nichts dazu hättest schreiben mögen oder keine Muße dazu gehabt hättest.
Aber dass Du weit mehr über diese Dinge weißt als die meisten Leute, ist mir ja schon lange bewusst!
Noch einmal danke und liebe Grüße,
Heike
für diese tollen Erklärungen und Fotos!
Ich hätte es Dir nicht übel genommen, wenn Du nichts dazu hättest schreiben mögen oder keine Muße dazu gehabt hättest.
Aber dass Du weit mehr über diese Dinge weißt als die meisten Leute, ist mir ja schon lange bewusst!
Noch einmal danke und liebe Grüße,
Heike
