Hallo Freunde,
die Ferien hatten gerade angefangen, die Kinder haben sich in den Urlaub verabschiedet, da war dann die Zeit gekommen, mit der Totholzgestaltung meiner fetten Thuja zu beginnen. Da es mir am Wochenende nicht vergönnt war, den penibel gepflegten Putz`schen Rasen platt zu latschen
Mein Lieblingsnachbar fragte noch, als er durch martialischen Kettensägenlärm, aus seiner sommerlichen Nachmittagsruhe gescheucht wurde: "Watt veranstaltes`Du denn jetzt schon wieder?" "Ich habe ein Sommerloch zu füllen", antwortete ich ihm. Kopfschüttelnd legte er sich wieder hin. Der gute Mann konnte ja nicht wissen, daß ich das Sommerloch in unserem Forum meinte, wo ich mal wieder eine längere Geschichte machen wollte
Alles begann damit, daß mich unser kanadischer Freund, Reiner Goebel besuchte. Am Abend kam dann der Dortmunder AK hinzu und Reiner hat eine äußerst interessante Diavorführung, über die kanadischen Bonsai gezeigt. Mancher von Euch kennt ja schon die nordamerikanischen Thujayamadoris. An dem Abend sah ich diese zum ersten Mal und bekam die Kinnlade gar nicht mehr hoch. So eine mußte ich einfach auch haben. Nun zeichnet sich das für uns verfügbare Material dieser Art vor allem durch langweilige, kerzengerade gewachsene Heckenpflanzen aus. Interessantes Material gibt es nicht. An diesem Punkt kam dann wieder der oben genannte Nachbar ins Spiel. In seinem Vorgarten standen einige hohe Bäume, die weg sollten. Darunter eine fünf Meter hohe Thuja und eine ebensogroße Eibe. Mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr, hatten wir ruckzuck die Bäume aus dem Boden gezogen. "Du das Brennholz, ich die Wurzeln", hatte ich dem Nachbarn gesagt, schnitt die Bäume auf einen Meter ab und nahm sie mit. Was war der Mann glücklich
Beide Bäume kamen nun für zwei Jahre ins Anzuchtbeet.
Letztes Jahr im Frühling war zumindest die Thuja so weit, daß sie in eine Schale konnte (Nebari 42cm). Mein Kreuz war zu dieser Zeit wieder einmal völlig durch, so hat die Eintopfarbeiten der Kevin übernommen.
Er hat das mit seinen 14 Jahren perfekt hinbekommen.
