Patenthema - Fächerahorn 2008

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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suniko
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Patenthema - Fächerahorn 2008

Beitrag von suniko »

Hallo Monika,

den ursprünglichen Beitrag konnte ich leider nicht finden, deshalb habe ich hier ein neues Thema aufgemacht...
Ich hoffe, du erinnerst dich noch an mich und hast Lust, dein Patenkind noch ein bisschen weiter zu betreuen? :lol:

Um unsere Patenschaft wieder etwas intensiver zu gestalten, habe ich den Fächerahorn nach dem ersten Rückschnitt (der war vor zwei Wochen) in diesem Jahr fotografiert. Ich hoffe, das Wesentliche ist zu erkennen. Die Grundstruktur, die "wir" letztes Jahr "geschnitten" haben, ist - so denke ich - doch ganz gut zu erkennen. Trotzdem traue ich mich nach wie vor noch nicht, größere Aktionen vorzunehmen.

Zunächst habe ich den Baum letztes Frühjahr in einen Pflanzkorb gesetzt, damit er etwas an Kraft gewinnen kann und der Stamm bzw. das Stämmchen an Umfang zulegt. Allerdings kann ich nicht wirklich eine Änderung feststellen und frage mich, wie lange sowas wohl dauert??? Klar, mit nur einem Jahr habe ich natürlich nicht gerechnet...
Würde es Sinn machen, die unteren Äste ein wenig weiter nach unten zu drahten?

Ansonsten wünsche ich mir, dass ich weiterhin auf dem richtigen Weg bin und hoffe, du kannst mir weitere Tipps (auch gerne "Hausaufgaben"!) zur Fortentwicklung geben.
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...und von oben
...und von oben
Ahorn von oben.JPG (62.32 KiB) 3744 mal betrachtet
...von hinten...
...von hinten...
Ahorn von hinten.JPG (43.2 KiB) 3744 mal betrachtet
Foto von vorn
Foto von vorn
Ahorn von vorn.JPG (40.23 KiB) 3744 mal betrachtet
Liebe Grüße
Simonett
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mohan
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Beitrag von mohan »

Hallo Simonett,
ist es wirklich schon über ein Jahr her, dass wir miteinander geschrieben haben?
Dann ist der alte Beitrag wahrscheinlich Opfer des Basic-Prunings geworden, sehr schade.
Deshalb ist es besser wir eröffnen weitere Paten-Themen nur in den „Fachbereichen“.
Diesen werde ich dorthin verschieben. Oder wir verziehen uns in eine Ecke des Outdoorklassenzimmers... mal zopf fragen. :roll:
Trotzdem traue ich mich nach wie vor noch nicht, größere Aktionen vorzunehmen.

Zunächst habe ich den Baum letztes Frühjahr in einen Pflanzkorb gesetzt, damit er etwas an Kraft gewinnen kann und der Stamm bzw. das Stämmchen an Umfang zulegt. Allerdings kann ich nicht wirklich eine Änderung feststellen und frage mich, wie lange sowas wohl dauert??? Klar, mit nur einem Jahr habe ich natürlich nicht gerechnet...
Ja, ich finde, den Grundschnitt auch schon recht ordentlich.Größere Aktionen sind vorerst nicht nötig.

Ob du einen Sommerschnitt machst oder nicht hängt von deiner Entscheidung ab, ob du zunächst einem dicken Stämmchen oder einer feineren Verzweigung den Vorrang geben willst.
Beide Wege sind möglich um an ein gedachtes Ziel zu gelangen, es ist deine Entscheidung wie du gehen willst.
Danach richten sich weitere Aktionen.
Wie lange es dauert, dass der Stamm an Umfang zunimmt, hängt u.a. von der Pflege ab und wie du den Baum fütterst.
Ich würde 2-3 Jahre (mindestens) freies Wachstum ansetzen bei einmaligen Rückschnitt im Vorfrühling (laubloser Zustand), damit du auf eine annehmbare Stärke kommst.

Es ist nicht empfehlenswert bei deinem Bäumchen die unteren Äste jetzt nach unteren zu drahten. Eher kannst du erst den Verlauf des Hauptstammes festlegen indem du ihn drahtest.
Als Hausaufgabe, gebe ich dir das Lesen des FW-Artikels von Karl T. über die Kräfteverteilung auf.
Würde es Sinn machen, die unteren Äste ein wenig weiter nach unten zu drahten?
Bitte poste den Artikel-Link hier und erkläre kurz mit eigenen Worten, warum das bei deinem Ahorn jetzt nicht gemacht werden sollte.

Zudem beschreibe noch das Substrat in deinem TPK.

Viele Grüße ;-)
monika
Viele Grüße
monika
suniko
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Beitrag von suniko »

Hallo Monika,

ich freue mich, dass du so schnell geantwortet hast. Ich hatte schon befürchtet, aus einer Weiterarbeit würde nach so langer Zeit nichts mehr werden... *kopfkratz*

Deine Hausaufgabe war eine tolle Idee. Der Artikel ist nachvollziehbar geschrieben und auch einleuchtend. Ich hoffe, ich bekomme den Link hier eingefügt:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic?f=52&t=20050

Sofern ich es richtig verstanden habe, ist der Grund, weshalb Äste nach unten zu drahten im Moment nicht so toll wäre, der Energie- bzw. Saftfluss. Der könnte durch das nach unten drahten gestört werden und das Wachstum negativ beeinflussen (Streben des Baumes nach oben). Da ich aber gerade einen Kräftezuwachs wünsche, wäre das also eher kontraproduktiv. Erst mal vom Grundsatz richtig?

Ich werde also zunächst deine Idee, den Stamm mittels Drahten in Form zu bringen, in die Tat umzusetzen. Das macht insbesondere auch aus dem Grunde Sinn, weil der Stamm von vorn aus gesehen ab dem ersten Astansatz nach hinten abkippt. Ich werde also versuchen, das entsprechend auszugleichen. Allerdings habe ich noch nie richtig gedrahtet. Ich werde also auch dazu erst mal in meinem Buch nachlesen. Wahrscheinlich finde ich auch hier sehr viele nützliche Ratschläge dazu. Du musst mir also gar nicht erst diese Hausaufgabe aufgeben. *zenzi*
Vielleicht stellst du mir aber ein paar Fragen, die mich auf die richtige Fährte bringen und sicherstellen, dass ich alles richtig verstanden habe?


Ach so, beinahe hätte ich es vergessen... Ich habe den Baum letztes Frühjahr in Compo sana Bonsaierde gestellt. Die sah mir ganz gut aus. Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Internet:

Ausgangsstoffe: Hochmoortorf (Zersetzungsgrad: H2 – H7), Sand, Tongranulat, NPK-Dünger, kohlensaurer Kalk.
pH-Wert (CaCl2): 5,8
Salzgehalt (KCl) in g/L: 1,4
Verfügbare (lösliche) Nährstoffe:
150 mg/L N Stickstoff (CaCl2)
170 mg/L P2O5 Phosphat (CAL)
240 mg/L K2O Kaliumoxid (CAL)
Organische Substanz (bewertet als Glühverlust): 20%

Bestimmt verbesserungswürdig, oder?
Liebe Grüße
Simonett
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mohan
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Beitrag von mohan »

Hallo,
momentan ist die Zeit tatsächlich etwas knapp, darum fasse ich mich kurz.
Sofern ich es richtig verstanden habe,...
Sehr gut! :)
Das hast du vollkommen richtig verstanden.

Dein Substrat ist leider suboptimal.
Suche doch mal nach Teichpflanzkörbe und Substrat, vielleicht findest du die Antwort selber, warum ds so ist.

Da es zum Umtopfen schon so gut wie zu spät ist, würde ich das auch nicht mehr tun.
Du solltest den Stamm jetzt auch nicht drahten, warte bis nächstes Jahr und mach beides zusammen.
Wenn es blöd läuft können jetzt dabei Feinwurzeln abgerissen werden, was die Entwicklung nach hinten werfen würde.
Arbeite doch an einer Skizze wie du dir den Baum vorstellst später....

Viele Grüße
monika
Viele Grüße
monika
suniko
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Beitrag von suniko »

Zum Thema Substrat habe ich mehrere schicke Artikel im Fachwissen gefunden. Ich werde also doch daran gehen müssen, selbst eine Mischung herzustellen. Mal sehen. Es soll hier bei mir in der Nähe auch eine Gärtnerei geben, die eine Menge zum Thema Bonsai bietet. Die werde ich mir voraussichtlich am Wochenende mal ansehen und kann dann ja berichten, ob ich die erforderlichen Bestandteile oder vielleicht sogar eine entsprechend gemischte Bonsaierde dort bekommen kann.

An die Skizze werde ich mich auch am Wochenende setzen. Während der Woche ist immer so wenig Zeit...

Übrigens hattest du vor einem Jahr (etwa) auch schon eine sehr schöne Skizze gemacht. Schade, dass sie nicht mehr im Forum abrufbar ist, dann könnte ich "abschreiben"... :lol:
Liebe Grüße
Simonett
suniko
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Beitrag von suniko »

Hallo Monika,

am Wochenende habe ich nun endlich mal die "Saathainer Mühle" besucht. Das ist eine Gärtnerei/Baumschule, die auch einige Bonsai inklusive Zubehör anbietet. Jetzt weiß ich erst einmal, wo ich eine gewisse Grundausstattung relativ problemlos bekommen kann. Die wesentlichen Bestandteile für Bonsaierde gibt es (z. B. Akadama, Bims etc.), Draht, eine begrenzte Auswahl an Schalen, schicke "Bonsai-Rohlinge" usw. Dort werde ich mich also spätestens nächstes Frühjahr eindecken, um unser in den letzten Wochen besprochenes Vorgehen in die Tat umzusetzen.

Als ersten Entwurf habe ich mal eins der oben abgebildeten Fotos genommen und einen möglichen Stammverlauf skizziert. Was hältst du davon?
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Ahorn bearb2.JPG
Ahorn bearb2.JPG (53.27 KiB) 2689 mal betrachtet
Liebe Grüße
Simonett
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Julez
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Beitrag von Julez »

Hallo Simonett, mir gefällt deine Skizze schon sehr gut! Dürfte auch realisierbar sein...Aber wie Lang das dauert diese Stammdicke in einem TPK zu bekommen ist eine andere Frage...Erfahrung habe ich aber noch nicht damit,könnte ja jemand anders eine Schätzung abgeben..?

Gruss Julian
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achim73
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Beitrag von achim73 »

das wird darauf ankommen, wie manm vorgeht. wenn man frühzeitig eine verzweigung aufbauen will, schneidet man öfter. dann dauerts länger. wenn man nur powern lässt und 1x im jahr oder sogar seltener grob zurückschneidet, geht es schneller.
Gruss, Achim
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Julez
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Beitrag von Julez »

Ja so seh ich das auch,aber warum dann nicht direkt ins Freiland?Klar der Wurzelballen,aber ich denke je nachdem wie lange der Ahorn schon kultiviert ist sollte das auch hinhauen...
Gruss Julian
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suniko
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Beitrag von suniko »

Vielen Dank für eure Antworten.

Das Problem der Stammdicke hatten Monika und ich schon weiter oben diskutiert. Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, nächstes Frühjahr besseres Substrat zu verwenden und das Bäumchen weiter im TPK wachsen zu lassen, ohne größere Schnitte vorzunehmen. Oberstes Ziel also erst mal: ein kräftigerer Stamm, der nächstes Frühjahr durch Drahten in eine optimalere Form gebracht werden soll.

Wenn "Freiland" die optimalste Variante dafür wäre, könnte ich das auch hinbekommen. Aber wie genau geht man dann mit dem Wurzelballen vor?
Liebe Grüße
Simonett
suniko
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Beitrag von suniko »

Hallo Monika,

hast du meinen Beitrag vielleicht übersehen??? :shock:

Ich habe gestern etwas Moos und Erde um den Wurzelansatz gelegt, damit sich ggf. noch ein paar Wurzeln mehr bilden.
Was sagst du zu dem Vorschlag, den Baum ins Beet zu pflanzen?

Und noch mal meine Frage dazu: Was muss dabei beachtet werden? Ich habe mal was von einem Brettchen unter der Wurzel gelesen, damit sich der Wurzelballen nicht zu tief ausbreitet...
Liebe Grüße
Simonett
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mohan
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Beitrag von mohan »

suniko hat geschrieben:
Was sagst du zu dem Vorschlag, den Baum ins Beet zu pflanzen?

Und noch mal meine Frage dazu: Was muss dabei beachtet werden? Ich habe mal was von einem Brettchen unter der Wurzel gelesen, damit sich der Wurzelballen nicht zu tief ausbreitet...
Hallo Simonett,

deine Skizze ist doch ganz ok. :wink:
Es spricht nichts dagegen den Baum alternativ ins Freiland zu setzen.
Ich selbst habe da jetzt bei japanischen Ahornen nicht besonders erstaunliche Zuwächse ( im Vergleich zum Pflanzgefäß) gehabt aber das muss nichts heissen.
Auch im Freiland solltest du den Boden etwas aufbereiten und eine gut durchlässige Erdmischung (Maxxit, Blähtton, Bims, Splitt ,oder, oder) in das Pflanzloch geben.
Jap. Ahorne mögen kein Substrat/Erde, was sich schnell verdichtet.
Ein Brett, Stein oder Fliese unter dem Wurzelballe war bei mir sehr erfolgreich.
Viele Grüße
monika
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