die Sandgeschichte könnte jetzt erledigt sein. Die Oberfläche habe ich glatter gekriegt; sehen so wesentlich besser aus. Für den, den´s interessiert, mal eine Rezeptur:
wie Wasserfarben gemischt; es funktioniert!
Probe114: 10 gr weiß matt, 0,4 gr Farbkörper gelb, 0,05 gr Farbkörper schwarz, 0,1 gr Farbkörper feuerrot, 0,2 gr reaktive Specks, 0,6 gr Cryolith. Alles ganz easy.
Jetzt noch ein paar Bilder, auch einige blaue Proben und dann ist es erst mal gut.
Hallo Erwin
Probe 117 wirkt auf dem Foto sehr gut
und bei blau ist das schon ein Kunststück.
Vielleicht könntest Du eine Schwarzweiss-Tafel
mit fotografieren, das würde die Farbbeurteilung
erleichtern.
mfG Dieter
117 war die mühe definitiv wert. auch die leichte blasenstruktur ist klasse. und die erste find ich auch gut. allgemein gefallen mir persönlich die gleichmässigeren besser als die mit den grossen tupfern. aber kleine schalen kann ich mir auch damit gut vorstellen. bin mal auf die ersten schalen gespannt...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
die Sandgeschichte könnte jetzt erledigt sein. Die Oberfläche habe ich glatter gekriegt; sehen so wesentlich besser aus. Für den, den´s interessiert, mal eine Rezeptur:
wie Wasserfarben gemischt; es funktioniert!
Probe114: 10 gr weiß matt, 0,4 gr Farbkörper gelb, 0,05 gr Farbkörper schwarz, 0,1 gr Farbkörper feuerrot, 0,2 gr reaktive Specks, 0,6 gr Cryolith. Alles ganz easy.
Erwin
Alle ganz easy.
Würde ich nach annähernd 120 Glasurproben auch behaupten wollen!
Aber dafür können sich Deine Ergebnisse durchaus sehen lassen, gefallen mir gut. ..... mal sehen, wie meine Glasurtests demnächst so bestehen!
zopf hat geschrieben:Hallo Erwin
Probe 117 wirkt auf dem Foto sehr gut
und bei blau ist das schon ein Kunststück.
Vielleicht könntest Du eine Schwarzweiss-Tafel
mit fotografieren, das würde die Farbbeurteilung
erleichtern.
mfG Dieter
Hallo Dieter,
die Farbe auf meinem Bildschirm ist schon recht gut getroffen. Aber: was ist eine "Scharzweiss-Tafel"? einfach ein Rechteck, die Hälfte schwarz, die andere Hälfte weiß?
ich lese auch mittlerweile zum xten Mal diesen Thread durch und bedanke mich, dass du deine Erfahrung hier so ausführlich dokumentierst. Wirklich sehr aufschlussreich, wieviel Zeit und Mühe hinter der Entwicklung einer Glasur steckt...
Besonders interessant finde ich auch die Nr. 76. Und ich muss auch gestehen, dass mir die 57 von der Farbgebung her anspricht. Was ist eigentlich so schlimm an ihr? Außer, dass sie glänzt wie ne Speckschwarte und läuft wie Ben Johnson?
Liebe Grüße
Christian
Edit-Nachtrag: 11, 20, 36, 38, 71, 75 und 115 gefallen mir auch sehr gut!
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut. Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Du machst da jetzt ja wirklich Deinen Doktor im glasieren, oder?
Was für eine Bärenarbeit.
Aber, wie man sieht, mit deutlichem Erfolg, Respekt.
Von den speziell sandfarbenen (das ist sowas wie geborchenes Ocker oder gestossenes Krokant - es liegt genau dazwischen Hüsch )
gefallen mir persönlich 104, 105, 102 und 111 am besten.
76 finde ich zu sehr nach Bodenfliese und die Himmelbleu und schiefergrö finde ich nicht so dolle, aber vielleicht gibts da auch den passenden Baum zu (so Paulownia oder sowas :D )
Ab heute bist Du mein Glasurheld!
Gruß
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
der1 hat geschrieben:
Besonders interessant finde ich auch die Nr. 76. Und ich muss auch gestehen, dass mir die 57 von der Farbgebung her anspricht. Was ist eigentlich so schlimm an ihr? Außer, dass sie glänzt wie ne Speckschwarte und läuft wie Ben Johnson?
ja, Christian, das mit dem Laufen ist der Punkt. Es ist nämlich fast keine Glasur mehr auf dem Scherben. Alles weggerannt. Mach das mal mit einer Schale. Da bleiben nur dicke Tropfen am unteren Rand oder auf der Ofenplatte. Beides will ich nicht.
ich finde das Thema "Sand" trifft Glasurprobe Nr. 76 am besten.
- interessante Struktur
- aus sicht des Betrachters wirkt sie leicht und unaufdringlich, etwas durchsichtig, vielschichtig. Nicht plakativ.
- der Verlauf vom sandigen ins hellere find ich sehr spannend.
Ich würde an dieser Glasur nichts verändern, sieht klasse aus.
Hallo Erwin
Hat was gedauert, aber ich musste erst überlegen,
ob es wirklich stimmt was ich geschrieben habe.
Eine Tafel mit Schwarzweiss ermöglicht es,
denn Weisspunkt am Bildschirm einzustellen.
Verschiebungen im Sättigungsbereich sind
zwar nicht zu kompensieren, aber der "Farbwert"
dürfte dadurch recht gut zu beurteilen sein.
Ein gutes Blau dürfte so ziemlich das schwerste sein.
so ein blaugrau mit einem Spritzer Dreck und einer
Prise grün. Dem bist Du sehr nahe gekommen.
Das wäre dann die Dreispitzherbstschale.
mfG Dieter
mit dem Blau kämpfe ich schon des längeren. Irgendwann kriege ich das auch hin.
Nun doch noch ein Nachtrag:
Jetzt kommt die antike Fraktion. Habe mir für 6 Euro soviel eine Art Zeitmaschine gekauft und einige Proben damit überarbeitet. Es geht mir um die semitransparenten Glasuren, vor allem die Blautöne, die bisher wenig Wohlwollen gefunden haben. Doch mit der Zeitversetzung ins 13. Jahrhundert sieht die Sache plötzlich ganz anders aus. Auf diese Art lässt sich nämlich ganz gut vertuschen, dass man eigentlich eine defekte Oberfläche hat.
Noch ganz aufgeregt; hier eröffnen sich Möglichkeiten ohne Ende...
Erwin
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Zuletzt geändert von Erwin am 10.09.2008, 06:52, insgesamt 1-mal geändert.