Es steht natürlich außer Frage, dass die Widerstandskraft gegen Pilze durch optimale Bedingungen deutlich steigt – bloß hilft solche Kenntnis nicht immer wirklich weiter, weil die Bedingungen und vor allem das Wetter nicht so ohne weiteres zu steuern sind.
Dasselbe Problem wie mit den Schalenbäumen gibt es ja auch mit den Garten- und den Kübelpflanzen; die Pilze lauern überall und in der benachbarten Grünanlage sind etliche Sträucher befallen; dass da was rüberweht, ist gar nicht zu vermeiden. Wie in manchen Gartenratgebern zu lesen ist, soll man dann befallene Blätter sorgfältig aufsammeln und verbrennen, aber ich für mein Teil hab auch noch ein bisschen was anderes zu tun.
In manchen Sommern haben dann z.B. die Rosen schon im August keine Blätter mehr und die Gartenazaleen sind auch hin und im nächsten Frühjahr oh Wunder ist alles wieder frisch und grün vorhanden und man vergisst wieder, was zu unternehmen und alles geht von vorne los oder oh Wunder: ohne großes Zutun bleiben die Blätter grün.
Wie auch immer: die jedenfalls bei uns fast üblichen teilweise wochenlangen Dauerregen im Sommer müssen sowohl meine Gartenpflanzen als auch die Schalenbäume sozusagen „abkönnen“. Das sagen die in Enger übrigens auch; Regenschirme für die Bäume gibt’s dort normalerweise auch nicht.
Und meine Bäume kriegen soweit nötig Frostschutz; sie auch noch bei Regen hin- und her zu tragen, weigere ich mich.
Und wenn ich solche Schadensbilder wie hier an meinen Gartenpflanzen sehe und dasselbe Phänomen in der Grünanlage und schließlich auch bei den Bonsais, glaub ich eben nur noch bedingt daran, dass Dünge- oder sonstige Pflegefehler die Ursache sind sondern greife zur Chemie und zu Pilzschutzmitteln und zwar gleich bei oder noch vor Austriebsbeginn – da wurden hier schon viele verschiedene Tricks und Tipps verraten und viele haben auch ihre speziellen Rezepte. Ich kann insofern auch nur ein paar eigene Erfahrungen wiedergeben:
Aliette kannte ich, bevor ich hier im Forum davon gelesen habe, noch gar nicht. Es hat bei meinen Azaleen absolut super gewirkt, aber z.B. gar nicht bei meiner Hainbuche, die im Juli plötzlich nur noch schwarze Blätter hatte. Nach Entfernen sämtlicher Blätter und anschließender Behandlung mit Saprol-Rosen-pilzfrei war der Neuaustrieb einwandfrei; das Bäumchen ist jetzt noch vollkommen grün belaubt.
Die Eiche hatte ich wegen Mehltaubefalls nur mit Milch behandelt mit dem Ergebnis: kein Mehltau mehr aber inzwischen Blattrost.
Die Kastanie, im Vorjahr ohne Pilzschaden und daher in diesem Jahr nicht besonders beachtet, sieht aus wie die „großen“ Bäume in der Nachbarschaft: Blätter sind fleckig und vorzeitig kaputt.
Der Ahorn oh Wunder ist immer noch pilzfrei!
Tja, die Vorfrage natürlich, ob es sich bei den hier gezeigten Bäumen tatsächlich um eine Form von Pilzbefall oder nicht vielleicht doch um Trockenschaden oder Versalzung handelt, ist allerdings aus der Ferne kaum zu beurteilen...........
