Acer palmatum Sorten - Veredelung "wegmoosen"
- der1
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Acer palmatum Sorten - Veredelung "wegmoosen"
Hallihallo werte Gemeinde,
ich habe da mal eine theoretische Frage bezüglich der Veredelung generativ nicht vermehrbarer Fächerahorn-Sorten. Wenn ich mich recht entsinne, werden diese ja zumeist auf die Wildform aufgepfropft. Nun besteht aber auch die Möglichkeit, den "Sortenteil" abzumoosen (oder Stecklinge zu ziehen), um einen wurzelechten Baum der entsprechenden Sorte zu erhalten. Bekannt ist mir dabei, dass man dann mit einem weniger wüchsigen Baum rechnen sollte / muss.
Was mich dabei interessieren würde, ist allerdings, ob das bei allen Sorten klappen müsste, oder ob es Sorten gibt, die wurzelecht überhaupt nicht gedeihen können. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch bereits Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können?
Liebe Grüße
Christian
ich habe da mal eine theoretische Frage bezüglich der Veredelung generativ nicht vermehrbarer Fächerahorn-Sorten. Wenn ich mich recht entsinne, werden diese ja zumeist auf die Wildform aufgepfropft. Nun besteht aber auch die Möglichkeit, den "Sortenteil" abzumoosen (oder Stecklinge zu ziehen), um einen wurzelechten Baum der entsprechenden Sorte zu erhalten. Bekannt ist mir dabei, dass man dann mit einem weniger wüchsigen Baum rechnen sollte / muss.
Was mich dabei interessieren würde, ist allerdings, ob das bei allen Sorten klappen müsste, oder ob es Sorten gibt, die wurzelecht überhaupt nicht gedeihen können. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch bereits Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können?
Liebe Grüße
Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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Hallo Cristian,
soweit ich weiß lassen sich absolut ALLE palmatum-sorten wurzelecht kultivieren. Viele der extrem hochgezüchteten Sorten haben lediglich ein deutlich schwächeres Wurzelwachstum als die Wildform und lassen sich deshalb nicht ganz so einfach abmoosen wie diese. Auch bei der Stecklingsvermehrung bekommt man dies deutlich zu spüren - wenn die richtigen Faktoren stimmen, (Mutterpflanze; Temperatur; Zeitpunkt; Substrat; Technik;...) gehen bei der Wildform fast 100% der Stecklinge an, bei Zuchtformen wie z.B. `Shishigashira` meist weniger als 20%. Auch das Nebari lässt sich bei den "Wurzelfaulen" nicht so einfach perfektionieren wie bei der Wildform. Die Schwachwüchsigkeit hebt sich nach ein paar Jahren bis zu einer gewissen Grenze auf, wenn der Wurzelballen erst einmal richtig ausgebildet ist, wird aber nie gänzlich verschwinden (was den Bonsaianer nicht unbedingt stören sollte
). Einige Zuchtformen haben übrigens ein sehr starkes Wurzelwachstum, z.B. `Orange Dream`, eine hervorragende Zuchtform für die Bonsaikultur - starkes Wachstum, kleine Blätter, gute Internodienlänge und sehr schöne Farben.
Warum ich das so genau weiß?
- Nun ja, ich habe vor mich auf Fächerahorn- und Pfaffenhütchensorten zu spezialisieren, da diese beiden Sorten, bzw. Arten mich besonders faszinieren. Deshalb habe ich im Internet sehr intensif nach diesem Thema geforscht um schließlich zu dieser (persönlichen) Meinung zur "Fächerahorn-abmoos-Geschichte" zu gelangen. Ich werde die nächsten Jahre von vielen gängigen und selteneren Sorten (Esveld lässt Grüßen
) die Stecklingstauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls auch davon berichten.
Schöne Grüße
Tomsai
soweit ich weiß lassen sich absolut ALLE palmatum-sorten wurzelecht kultivieren. Viele der extrem hochgezüchteten Sorten haben lediglich ein deutlich schwächeres Wurzelwachstum als die Wildform und lassen sich deshalb nicht ganz so einfach abmoosen wie diese. Auch bei der Stecklingsvermehrung bekommt man dies deutlich zu spüren - wenn die richtigen Faktoren stimmen, (Mutterpflanze; Temperatur; Zeitpunkt; Substrat; Technik;...) gehen bei der Wildform fast 100% der Stecklinge an, bei Zuchtformen wie z.B. `Shishigashira` meist weniger als 20%. Auch das Nebari lässt sich bei den "Wurzelfaulen" nicht so einfach perfektionieren wie bei der Wildform. Die Schwachwüchsigkeit hebt sich nach ein paar Jahren bis zu einer gewissen Grenze auf, wenn der Wurzelballen erst einmal richtig ausgebildet ist, wird aber nie gänzlich verschwinden (was den Bonsaianer nicht unbedingt stören sollte
Warum ich das so genau weiß?
- Nun ja, ich habe vor mich auf Fächerahorn- und Pfaffenhütchensorten zu spezialisieren, da diese beiden Sorten, bzw. Arten mich besonders faszinieren. Deshalb habe ich im Internet sehr intensif nach diesem Thema geforscht um schließlich zu dieser (persönlichen) Meinung zur "Fächerahorn-abmoos-Geschichte" zu gelangen. Ich werde die nächsten Jahre von vielen gängigen und selteneren Sorten (Esveld lässt Grüßen
Schöne Grüße
Tomsai
- der1
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Hallo ihr zwo,
auf die Idee mit der Suchfunktion hätte ich natürlich selber kommen müssen
. Hab mich allerdings durchgelesen und Tipps à la "Die Sorte xyz geht gar nicht gut / hervorragend" habe ich nur in einem Fall entdeckt: die Sorte "Issai nishiki kawasu" soll wohl nicht ganz unproblematisch sein. Schade, dass diese auf meiner "Abschussliste" steht (jaja, Esveld lässt grüßen
). Naja, probieren kann mans ja trotzdem mal, auch wenn man die Erwartungen bei der Sorte nicht zu hoch schrauben sollte.
Von daher auch schonmal besten Dank für den Tipp mit "Orange Dream", den habe ich gleich mal mit auf die Liste gesetzt.
Liebe Grüße
Christian
auf die Idee mit der Suchfunktion hätte ich natürlich selber kommen müssen
Von daher auch schonmal besten Dank für den Tipp mit "Orange Dream", den habe ich gleich mal mit auf die Liste gesetzt.
Ich bin schon ganz gespannt. Vielleicht können wir uns ja sortenspezifisch mal absprechen. Ich selbst möchte mich nämlich auf eher weniger gängige Fächerahornsorten sowie allgemein eher ungewöhnliche Pflanzen als Bonsai einschießen.Tomsai 92 hat geschrieben:...Ich werde die nächsten Jahre von vielen gängigen und selteneren Sorten (Esveld lässt Grüßen) die Stecklingstauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls auch davon berichten...
Liebe Grüße
Christian
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Da könnt ihr mich gleich miteinbeziehen. Ende des Monats wird meine erste Großbestellung von Esveld eintreffen mit einigen bonsaitauglichen Sorten darunter
Jungpflanzen zum Veredeln stehen auch schon bereit (so lassen sich Sorten einfacher untereinander austauschen).
Christian, falls du unter ungewöhnlichen Pflanzen auch Seidenakazien (Albizia) verstehst, hätte ich eine Menge von abzugeben!
Christian, falls du unter ungewöhnlichen Pflanzen auch Seidenakazien (Albizia) verstehst, hätte ich eine Menge von abzugeben!
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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- der1
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Hallo Honey,
Albizien sind zwar durchaus schön anzuschauen, jedoch möchte ich mich ausschließlich auf Outdoors konzentrieren. Vielen Dank jedoch fürs Angebot!
Liebe Grüße
Christian
Albizien sind zwar durchaus schön anzuschauen, jedoch möchte ich mich ausschließlich auf Outdoors konzentrieren. Vielen Dank jedoch fürs Angebot!
Liebe Grüße
Christian
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Seidenakazien werden selbst bei uns zu Lande in Gärten kultiviert, lediglich Jungpflanzen sollten ins Kalthaus
Aber ich will hier niemandem was aufdrängen, lediglich auf den Geschmack bringen
Erst beim letzten AK Treffen haben wir uns übers Abmoosen von A.P. unterhalten. Sie erzählte, sie moost jährlich einige Zweige ihres Shishigashiras ab - eine Sorte, die zickiger als andere reagiert. Möglich ist also alles.
Am besten geht es bekanntlich, wenn man genau an der Veredelungsstelle abmoost, sodass noch ein Teil der Unterlage dabei ist, welcher schneller Wurzeln bildet als die Edelsorte.
Der Orange Dream gehört durchaus zu den am häufigsten angebotenen, sortenechten Pflanzen (daher finde ich es fast unnötig die zu importieren, bei uns gibts die jährlich beim De*ner in Massen im Angebot), aber irgendwie schaffe ich es gerade diese Sorte regelmäßig schach matt zu setzen
Ich beschaffe dir kommendes Jahr gerne Jungpflanzen davon.
LG
Erst beim letzten AK Treffen haben wir uns übers Abmoosen von A.P. unterhalten. Sie erzählte, sie moost jährlich einige Zweige ihres Shishigashiras ab - eine Sorte, die zickiger als andere reagiert. Möglich ist also alles.
Am besten geht es bekanntlich, wenn man genau an der Veredelungsstelle abmoost, sodass noch ein Teil der Unterlage dabei ist, welcher schneller Wurzeln bildet als die Edelsorte.
Der Orange Dream gehört durchaus zu den am häufigsten angebotenen, sortenechten Pflanzen (daher finde ich es fast unnötig die zu importieren, bei uns gibts die jährlich beim De*ner in Massen im Angebot), aber irgendwie schaffe ich es gerade diese Sorte regelmäßig schach matt zu setzen
LG
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NitroFurz!
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Hallo Christian,
meistens werden doch Fächerahorn Züchtungen oder Varietäten auf dem normalen Fächerahorn aufgepropft bzw. veredelt, weil dies einfacher und schneller geht als die Prozedur des abmoosens. So eine Propfung sieht dann meist aber nicht so ansehlich aus, für den Garten als normale Gartenpflanze reicht das ja aus, aber als Bonsai nicht. Da muss man sich ja auch mehr Zeit lassen für eine Abmoosung oder so.
Gruß Basti
meistens werden doch Fächerahorn Züchtungen oder Varietäten auf dem normalen Fächerahorn aufgepropft bzw. veredelt, weil dies einfacher und schneller geht als die Prozedur des abmoosens. So eine Propfung sieht dann meist aber nicht so ansehlich aus, für den Garten als normale Gartenpflanze reicht das ja aus, aber als Bonsai nicht. Da muss man sich ja auch mehr Zeit lassen für eine Abmoosung oder so.
Gruß Basti
Nicht böse gemeint, aber wäre es nicht vielleicht sinnvoll, erstmal den Threat zu lesen, bzw. irgendwas vom Thema zu verstehen, bevor man etwas schreibt?NitroFurz! hat geschrieben:...meistens werden doch Fächerahorn Züchtungen oder Varietäten auf dem normalen Fächerahorn aufgepropft bzw. veredelt, weil dies einfacher und schneller geht als die Prozedur des abmoosens. So eine Propfung sieht dann meist aber nicht so ansehlich aus, für den Garten als normale Gartenpflanze reicht das ja aus, aber als Bonsai nicht. Da muss man sich ja auch mehr Zeit lassen für eine Abmoosung oder so.
- der1
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Jepp, das war mal voll am Thema vorbei. Aber das kommt ja in den besten Familien vor. Nächstes Mal einfach genauer hinschauen 
Mittlerweile stehe ich übrigens mit Honey in recht regelmäßigem PN-Kontakt, die mir eine sehr gute Idee vorgestellt hat. Und auch Tomsai ist daran beteiligt. Näheres dazu in Zukunft.
Liebe Grüße
Christian
Mittlerweile stehe ich übrigens mit Honey in recht regelmäßigem PN-Kontakt, die mir eine sehr gute Idee vorgestellt hat. Und auch Tomsai ist daran beteiligt. Näheres dazu in Zukunft.
Liebe Grüße
Christian
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NitroFurz!
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in der b-a war doch darüber bericht, da wurde einfach die abmoosstelle so gewählt, daß man auch noch teil der unterlage "mitnahm" und so sicherere ergebnisse hat.
gruß
neschek
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabíndranáth Thákhur
neschek
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabíndranáth Thákhur
-
Moon_Walker
- Beiträge: 91
- Registriert: 02.07.2008, 10:19
- Wohnort: Ungarn
Huh, gut, dass ich diesen Thread gefunden habe.
Ich habe im Herbst Osakazuki, und Katsura bei
einer Gärtnerei gekauft, und die Propfstellen sind ja ganz störend.
Ich habe mal auch überlegt gleich am Frühling mit
Abmoosen zu starten.
Aber mein Dilemma ist immernoch, ob ich den ganzen Baum abmoose oder nur dickere Äste für mehrere kleinere Bonsai's; Also ich würde den Originalbaum als Mutterpflanze weiter pflegen/belassen...
grüsse
Attila
Ich habe im Herbst Osakazuki, und Katsura bei
einer Gärtnerei gekauft, und die Propfstellen sind ja ganz störend.
Ich habe mal auch überlegt gleich am Frühling mit
Abmoosen zu starten.
Aber mein Dilemma ist immernoch, ob ich den ganzen Baum abmoose oder nur dickere Äste für mehrere kleinere Bonsai's; Also ich würde den Originalbaum als Mutterpflanze weiter pflegen/belassen...
grüsse
Attila
