Acer palmatum Sorten - Veredelung "wegmoosen"

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der1
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Acer palmatum Sorten - Veredelung "wegmoosen"

Beitrag von der1 »

Hallihallo werte Gemeinde,

ich habe da mal eine theoretische Frage bezüglich der Veredelung generativ nicht vermehrbarer Fächerahorn-Sorten. Wenn ich mich recht entsinne, werden diese ja zumeist auf die Wildform aufgepfropft. Nun besteht aber auch die Möglichkeit, den "Sortenteil" abzumoosen (oder Stecklinge zu ziehen), um einen wurzelechten Baum der entsprechenden Sorte zu erhalten. Bekannt ist mir dabei, dass man dann mit einem weniger wüchsigen Baum rechnen sollte / muss.

Was mich dabei interessieren würde, ist allerdings, ob das bei allen Sorten klappen müsste, oder ob es Sorten gibt, die wurzelecht überhaupt nicht gedeihen können. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch bereits Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln können?

Liebe Grüße

Christian
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camaju +
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Beitrag von camaju + »

Moin Chris,

geb oben mal "Acer palmatum and abmoosen" ein. Hab nicht alles gelesen, aber ich glaub da findest du was.
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Tomsai 92
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Beitrag von Tomsai 92 »

Hallo Cristian,
soweit ich weiß lassen sich absolut ALLE palmatum-sorten wurzelecht kultivieren. Viele der extrem hochgezüchteten Sorten haben lediglich ein deutlich schwächeres Wurzelwachstum als die Wildform und lassen sich deshalb nicht ganz so einfach abmoosen wie diese. Auch bei der Stecklingsvermehrung bekommt man dies deutlich zu spüren - wenn die richtigen Faktoren stimmen, (Mutterpflanze; Temperatur; Zeitpunkt; Substrat; Technik;...) gehen bei der Wildform fast 100% der Stecklinge an, bei Zuchtformen wie z.B. `Shishigashira` meist weniger als 20%. Auch das Nebari lässt sich bei den "Wurzelfaulen" nicht so einfach perfektionieren wie bei der Wildform. Die Schwachwüchsigkeit hebt sich nach ein paar Jahren bis zu einer gewissen Grenze auf, wenn der Wurzelballen erst einmal richtig ausgebildet ist, wird aber nie gänzlich verschwinden (was den Bonsaianer nicht unbedingt stören sollte 8) ). Einige Zuchtformen haben übrigens ein sehr starkes Wurzelwachstum, z.B. `Orange Dream`, eine hervorragende Zuchtform für die Bonsaikultur - starkes Wachstum, kleine Blätter, gute Internodienlänge und sehr schöne Farben.

Warum ich das so genau weiß?
- Nun ja, ich habe vor mich auf Fächerahorn- und Pfaffenhütchensorten zu spezialisieren, da diese beiden Sorten, bzw. Arten mich besonders faszinieren. Deshalb habe ich im Internet sehr intensif nach diesem Thema geforscht um schließlich zu dieser (persönlichen) Meinung zur "Fächerahorn-abmoos-Geschichte" zu gelangen. Ich werde die nächsten Jahre von vielen gängigen und selteneren Sorten (Esveld lässt Grüßen :wink: ) die Stecklingstauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls auch davon berichten.

Schöne Grüße

Tomsai
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der1
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Beitrag von der1 »

Hallo ihr zwo,

auf die Idee mit der Suchfunktion hätte ich natürlich selber kommen müssen :oops:. Hab mich allerdings durchgelesen und Tipps à la "Die Sorte xyz geht gar nicht gut / hervorragend" habe ich nur in einem Fall entdeckt: die Sorte "Issai nishiki kawasu" soll wohl nicht ganz unproblematisch sein. Schade, dass diese auf meiner "Abschussliste" steht (jaja, Esveld lässt grüßen :mrgreen:). Naja, probieren kann mans ja trotzdem mal, auch wenn man die Erwartungen bei der Sorte nicht zu hoch schrauben sollte.

Von daher auch schonmal besten Dank für den Tipp mit "Orange Dream", den habe ich gleich mal mit auf die Liste gesetzt.
Tomsai 92 hat geschrieben:...Ich werde die nächsten Jahre von vielen gängigen und selteneren Sorten (Esveld lässt Grüßen ;) ) die Stecklingstauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls auch davon berichten...
Ich bin schon ganz gespannt. Vielleicht können wir uns ja sortenspezifisch mal absprechen. Ich selbst möchte mich nämlich auf eher weniger gängige Fächerahornsorten sowie allgemein eher ungewöhnliche Pflanzen als Bonsai einschießen.

Liebe Grüße

Christian
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Honey
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Beitrag von Honey »

Da könnt ihr mich gleich miteinbeziehen. Ende des Monats wird meine erste Großbestellung von Esveld eintreffen mit einigen bonsaitauglichen Sorten darunter :wink: Jungpflanzen zum Veredeln stehen auch schon bereit (so lassen sich Sorten einfacher untereinander austauschen).

Christian, falls du unter ungewöhnlichen Pflanzen auch Seidenakazien (Albizia) verstehst, hätte ich eine Menge von abzugeben!
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der1
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Beitrag von der1 »

Hallo Honey,

Albizien sind zwar durchaus schön anzuschauen, jedoch möchte ich mich ausschließlich auf Outdoors konzentrieren. Vielen Dank jedoch fürs Angebot!

Liebe Grüße

Christian
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Honey
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Beitrag von Honey »

Seidenakazien werden selbst bei uns zu Lande in Gärten kultiviert, lediglich Jungpflanzen sollten ins Kalthaus :wink: Aber ich will hier niemandem was aufdrängen, lediglich auf den Geschmack bringen

*back*

Erst beim letzten AK Treffen haben wir uns übers Abmoosen von A.P. unterhalten. Sie erzählte, sie moost jährlich einige Zweige ihres Shishigashiras ab - eine Sorte, die zickiger als andere reagiert. Möglich ist also alles.
Am besten geht es bekanntlich, wenn man genau an der Veredelungsstelle abmoost, sodass noch ein Teil der Unterlage dabei ist, welcher schneller Wurzeln bildet als die Edelsorte.
Der Orange Dream gehört durchaus zu den am häufigsten angebotenen, sortenechten Pflanzen (daher finde ich es fast unnötig die zu importieren, bei uns gibts die jährlich beim De*ner in Massen im Angebot), aber irgendwie schaffe ich es gerade diese Sorte regelmäßig schach matt zu setzen :roll: Ich beschaffe dir kommendes Jahr gerne Jungpflanzen davon.

LG
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NitroFurz!
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Beitrag von NitroFurz! »

Hallo Christian,

meistens werden doch Fächerahorn Züchtungen oder Varietäten auf dem normalen Fächerahorn aufgepropft bzw. veredelt, weil dies einfacher und schneller geht als die Prozedur des abmoosens. So eine Propfung sieht dann meist aber nicht so ansehlich aus, für den Garten als normale Gartenpflanze reicht das ja aus, aber als Bonsai nicht. Da muss man sich ja auch mehr Zeit lassen für eine Abmoosung oder so.

Gruß Basti
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Tomsai 92
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Beitrag von Tomsai 92 »

NitroFurz! hat geschrieben:...meistens werden doch Fächerahorn Züchtungen oder Varietäten auf dem normalen Fächerahorn aufgepropft bzw. veredelt, weil dies einfacher und schneller geht als die Prozedur des abmoosens. So eine Propfung sieht dann meist aber nicht so ansehlich aus, für den Garten als normale Gartenpflanze reicht das ja aus, aber als Bonsai nicht. Da muss man sich ja auch mehr Zeit lassen für eine Abmoosung oder so.
Nicht böse gemeint, aber wäre es nicht vielleicht sinnvoll, erstmal den Threat zu lesen, bzw. irgendwas vom Thema zu verstehen, bevor man etwas schreibt? :? Das, was du geschrieben hast, ist hier jedem längst klar und außerdem hat es Christian schon in seinem ersten Post geschrieben...
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der1
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Beitrag von der1 »

Jepp, das war mal voll am Thema vorbei. Aber das kommt ja in den besten Familien vor. Nächstes Mal einfach genauer hinschauen ;)

Mittlerweile stehe ich übrigens mit Honey in recht regelmäßigem PN-Kontakt, die mir eine sehr gute Idee vorgestellt hat. Und auch Tomsai ist daran beteiligt. Näheres dazu in Zukunft.

Liebe Grüße

Christian
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Beitrag von NitroFurz! »

jo alles klar :D
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neschek
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Beitrag von neschek »

in der b-a war doch darüber bericht, da wurde einfach die abmoosstelle so gewählt, daß man auch noch teil der unterlage "mitnahm" und so sicherere ergebnisse hat.
gruß
neschek

"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabíndranáth Thákhur
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Beitrag von Moon_Walker »

Huh, gut, dass ich diesen Thread gefunden habe.

Ich habe im Herbst Osakazuki, und Katsura bei
einer Gärtnerei gekauft, und die Propfstellen sind ja ganz störend.

Ich habe mal auch überlegt gleich am Frühling mit
Abmoosen zu starten.

Aber mein Dilemma ist immernoch, ob ich den ganzen Baum abmoose oder nur dickere Äste für mehrere kleinere Bonsai's; Also ich würde den Originalbaum als Mutterpflanze weiter pflegen/belassen...


grüsse
Attila
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