Bonsai meets Traubenzucker

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Herbert
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Bonsai meets Traubenzucker

Beitrag von Herbert »

Mod-Anm. wurde vom ursprünlichen Beitrag Eibe, einen langen weg getrennt



Tach alle zusammen,

ich hab die Doku bisher nur still mitverfolgt. *les* Ich muß den Hut ziehen Urikawa. Du hast aber ganz bestimmt eine Visoin vorher, oder :?:
Mit dem Blattdünger habe ich schon fast totgeglaubte Pflänzchen auf die Beine geholfen. Vor allem sehr nützlich direkt nach dem Umpflanzen. Noch ein Geheimtipp: es geht auch zusätzlich noch mit einer natürlichen Methode. Das Zaubermittel ist Traubenzucker zum Gießen und Sprühen. Jederzeit auch nach Wurzelschnitt usw.
Auf die weitere Entwicklung bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

Weiter so,
Herbert
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Herbert hat geschrieben:...Noch ein Geheimtipp: es geht auch zusätzlich noch mit einer natürlichen Methode. Das Zaubermittel ist Traubenzucker zum Gießen und Sprühen.....

Sorry Herbert wenn ich da mal einfach nachhake. Du und der Mann der den Artikel damals in einer Bonsai Art veröffentlich hatten sind scheints die einziegen beiden die ich "kenne" bei denen das was gebracht hat.

Erzähle uns doch mal von deinen Erfahrungen. es würde mich und sicherlich auch andere brennend interessieren. Ich sleber habe das auch ausprobiert (und ich bekannt dafür das ich das mehr als konsequent durchführe) und habe ausser einer Menge Ameisen keinen erkennbaren effekt feststellen können. Niko aus Hagen hatte das auch probiert, nur weiß ich nicht was bei ihm rausgekommen ist....
Martin S
Beste Grüße
Martin

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Urikawa
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Beitrag von Urikawa »

Herbert schrieb,
Du hast aber ganz bestimmt eine Visoin vorher, oder
Hallo Herbert.

Vor dem ausgraben versuche ich die Eibe zu beurteilen. Dann schneide ich nach einen gewissen plan der zu dieser Baum passt, zurück. Ich versuche dann der Baum die bedingungen zu geben damit sie wieder heran wachsen kann und darf.
Der neuzuwachs versuche ich erneuht zu beurteilen. Aber ich sage niemalls: dies wird einen Kengai oder eine Fukinagashi. Der Baum zeigt mir während die gestaltung was er in sich hatt. Ich darf dies nur betohnen.
Also vision kenne ich ja und nein. Aber ein klares JA werde ich zur gestaltung eines Baumes nie sagen. Das währe respektlos sein gegenüber den Baum. Ich versuche gesteckte ziele zu erreichen, ob es mir gelingt. Der Baum gibt mir dazu die Antwort, nicht ich.

Auch ich finde es interessant das Sie über das thema Traubenzucker sprechen. Während einen zeitraum von drei jahren habe ich damit geprobt.
Ich wurde es sehr zu schätzen wissen wenn Sie Ihre erfahrungen dazu ein wenig preisgeben würden.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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Herbert
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Beitrag von Herbert »

Tach zusammen,

meine Erfahrung mit dem Traubenzucker sind nur positiv. Eine Azalee, die durch die mysteriöse Krankheit (überall und nur bei Azaleen) von vor zwei Jahren fast dahin gerafft hätte. :cry: Sie hatte,wenn`s hochkommt vielleicht noch 10 winzige kleine Blättchen. Bevor das losging hatte ich sie auch gerade frisch umgepottet, also an Dünger gar nicht zu denken. Wegen der drei Blätter ging auch nichts über Blattdünger :? Also was tun? Diesen Artikel hatte ich noch im Hinterkopf. Muß allerdings gestehen, so astrein kam mir das auch nicht vor. Da es ja beinahe eh zu Ende ging, dachte ich so bei mir, naja einleuchtend ist die Sache ja eigentlich schon. Also kaufte ich mir Traubenzucker und fummelte mich durch die ganze Verdünnungsprozedur. Ab da bekam sie mit jedem Gießen ein Butterbrot extra.. Das schon fast für mich Unmögliche: sie kam über den Winter. Im Frühjahr nahm ich dann die Wurzeln unter die Lupe. Seit dem letzten Umpflanzen war nicht eine mehr dazu gekommen. Trotzdem habe ich nicht schlecht gestaunt. Meine `Diva`wr noch am leben und bekam sogar ganz vereinzelt ein paar neue Blätter. Heute steht sie wieder in dunkelgrünem Laub. *huldigen* Bis auf die noch etwas kahle Krone. das ist ein Wunder, denn ich hatte sie auch schon fast in der Mülltonne gesehen.

Und nun zu dem Konzept von Urikawa:
Ich finde es toll und beruhigend zu gleich. Denn ich mach das nicht anders. Soll ja Leute geben die einfach loslegen und sehen was dann passiert. Oder andere, die Monate ein Konzept erarbeiten. Den Mittelweg hab ich auch gewählt. :wink:

es hat ja jeder seinen Weg gefunden,
Herbert
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Herbert
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Beitrag von Herbert »

Tach,
ick bin et nochmal. Ist es eigentlich üblich, das wir uns mit Sie anreden? Oder hab ich etqas verpasst *confused3*

Herbert
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jupp

Beitrag von jupp »

Hallo Herbert
Mit "Sie" reden wir uns hier nicht an, da aber Urikawa die deutsche Sprache immer besser beherrscht wird es auch bald so sein dass er das hier übliche "Du" benutzt. Er hat die Sprache, bzw das schreiben hier sehr schnell gelernt und darüber sind wir hier alle sehr froh. Die Eibenartikel von Urikawa sind hervorragend, lehrreich und nett geschrieben und mancher von uns hat nach seinen "Strickmustern " einen guten Erfolg mit seinem Eibenmaterial.
Herbert ich denke Du weisst was ich meine und verpasst hast Du nichts.Das soll auch nur eine einfache Erklärung dafür sein warum Urikawa das Sie oder Du benutzt. :wink:
Liebe Grüße aus Rockenberg Jupp :D
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Herbert
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Beitrag von Herbert »

Tach Jupp,
klar wir haben verstanden. Immer locker durch die Hose atmen. 8)

viele Grüße
Herbert
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Niko
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Beitrag von Niko »

Martin_S hat geschrieben:
Herbert hat geschrieben:...Noch ein Geheimtipp: es geht auch zusätzlich noch mit einer natürlichen Methode. Das Zaubermittel ist Traubenzucker zum Gießen und Sprühen.....

Sorry Herbert wenn ich da mal einfach nachhake. Du und der Mann der den Artikel damals in einer Bonsai Art veröffentlich hatten sind scheints die einziegen beiden die ich "kenne" bei denen das was gebracht hat.

Erzähle uns doch mal von deinen Erfahrungen. es würde mich und sicherlich auch andere brennend interessieren. Ich sleber habe das auch ausprobiert (und ich bekannt dafür das ich das mehr als konsequent durchführe) und habe ausser einer Menge Ameisen keinen erkennbaren effekt feststellen können. Niko aus Hagen hatte das auch probiert, nur weiß ich nicht was bei ihm rausgekommen ist....
Martin S

In der Tat Martin habe ich es ausprobiert und zwar so, wie du es auch, Konsequent :D .

Einmal mit zwei identischen Wacholdern (identisch weil aus der gleichen Pflanze abgemoost) und einmal mit zwei identischen Blutgräser.
Es wurde immer nur eine Pflanze von der gleichen Art damit bespüht.

Beide male habe ich keinen Unterschied feststellen können.
Ich muss aber auch sagen, dass alle vier Pflanzen überhaupt keine Wuchsmängel vorher hatten.

Danach habe ich es mit einem Communnis ausprobiert und zwar so, dass immer nur der gleiche Grünteil damit besprüht wurde.
Der Communnis hat eigentlich in den letzten acht Jahren nie einen Langtrieb gemacht (deswegen bis heute nicht gestaltet). Ergebnis zu den anderen, nicht behandelten Nadeln. Keines

Ich kann deswegen persönlich die Methode nicht empfehlen, es sei denn, man hat Zeit und Geld, welches anderweitig nicht eingesetzt werden kann.
gruß

Niko

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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Welchen Effekt sollte man sich auch davon versprechen?
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Lennart
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Beitrag von Lennart »

Naja, so abwegig klingt das ja nicht, denkt man mal zurück an die gute alte Schulzeit und die Formel für Photosynthese...
War da nicht auch irgendetwas mit Glucose und so... :?:

*les*
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Lennart hat geschrieben:Naja, so abwegig klingt das ja nicht, denkt man mal zurück an die gute alte Schulzeit und die Formel für Photosynthese...
War da nicht auch irgendetwas mit Glucose und so... :?:

*les*
Ja, alles richtig.
Wer aber sagt, daß es genau diese Glucose ist und wie kommt diese Glucose in den Baum?

Über die Wurzeln?

Soweit ich mich an meinen Biounterricht erinnern kann, war da was von Caparystreifen und nur bestimmte Moleküle (wenn überhaupt so riesige Moleküle) wurden durchgelassen.....
So ein riesiges Molekül müsste ja auch irgendwie transportiert werden, in den Kapillargefäßen wäre das wohl eher nicht und auch da meine ich mich zu rinnern, daß sowieso alles was nicht Wasser ist aktiv transportiert werden muss (also Energie, sprich Zucker verbraucht)....

Ich denke eher, daß die gute alte Fotosynthese das geeignetere Mittel ist.


Gruß

Holger
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Nee, nee. Das wird gesprüht und gelangt so über die Blattspalte in die Pflanze. Die sind verglichen an der Molekülgröße der Clucose riesig. Das passt. Die Theorie die dahinter steht, stand wie auch immer, ist das der Baum via Photosynthese aus CO2, Wasser, diversen physikalischen und physikaisch-chemischen Parametern und n'er hand voll Cokomponenten daraus Zucker (Glucose), "Kohlehydrate" (da zählen so weit ich weiß die Enzyme und so'n "Bio Zeugs" dazu (Ulf ist hier der Chef-Biologe an Bord) und Stärke herstellt. Wenn man dem Baum also die Glucose leich von vorne herein verpasst, kann er sich den Job sparen (ganz platt ausgedrückt).... Geschwächte Pflanzen betreiben nur eingeschränkte Photosynthese, dh. sie können auch nur wenig BioZeugs und all das andere "herstellen" (synthetisieren -> Photosynthese). Da Zucker ein , wenn nicht DER, Energielieferant für Lebewesen ist ist das also positiv zu bewerten, wenn man eben diesen Zucker von aussen zuführt....
Gecheckt? :wink:

Dann die Erfahrungen.
By the way! Niko: so erklärt man der Leserschaft, wie man etwas gemacht hat! Genau so! ich habe das und das und zwar so und so lange, bei den und den Bedingungen.... da kann man was mit anfangen. Deutlich professioneller als das "habe ich probiert, geht der Baum aber von kaputt" Gelabere. Danke dafür! *clap*
Urikawa: drei jahre ist eine lange Zeit, was kannst du uns berichten?

Ich selber habe es an einer
- schwächelnden Eibe versucht. Nicht ganz drei Monate lang, eigentlich bis auf vielleicht zwei drei, vier Ausnahmen JEDEN TAG (egal ob es regnete oder die Sonne schien) dann ging sie ein :wink: . DAS LAG NICHT DARAN. Nur genutzt hat es bei der nix.
- einen gesunden Weißdorn um zu schauen ob der noch gesünder da stehen könnte. Der hatte nach zwei Wochen einen derartigen Ameisen Befall, dass ich mich im Sommer dazu entschloss ihn mit "Wurzelwäsche" umzutopfen. Da half auch das ekligste Parfum nichts!
- zwei chinesischen Ulmen. Die hatten nix und wurden nix. Die sind mir geklaut worden aber die sahen ohnehin nach nix aus. -> kein Effekt.
-dann zwei drei andere "Bäumchen" wo's auch nix brachte. Alle die nach der Eibe sprühte ich dreimal die (werk)woche (immer Morgens um ca. 8:00) und am sonntag ein mal extra.

Mein Fazit: das man sich seine Bäume auf diese Art und weise intensiv anschaut (sprühst ja nicht blind in der Gegend rum sondern schaust ja auf den Baum wärend du ihn behandelst) ist das positivste, gefolgt von der "extra Luftfeuchte" die Pflanzen lieben und dann....irgendwo dahinten...da kommt dann der positive Einfluß der Glucose.

Wie gesagt! Meine Erfahrungen, heißt nicht das die in den stein der Bonsaikunst gemeiselt sind!
M
Beste Grüße
Martin

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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Martin.

Ja,ja, auf die Antwort habe ich ja gewartet :wink: (bin ja ein fieser, kleienr Sack)

Ich stelle mir das jetzt mal sehr dumm und einfach vor:

Auf der Unterseite der Blätter befinden sich die Spaltöffnungen (Stomata). Du spritzt von oben auf das Blatt, welches davon nass und später klebrig wird. Da Blätter (und auch deren Spaltöffnungen) keine Zunge besitzen, stellt sich mir die Frage: "Wie kommt der Zucker in den Baum?"

Und was passiert, wenn der Zucker wirklich drinnen ist?
Dann ist er quasi immer noch nicht drinnen, weil er gerade mal im Interzellularraum (in diesem Falle die Atemhöhle) angekommen ist.... Da kann nicht jeder in die Zellen und schon gar nicht ins Phloem ein und aussteigen.... mit Sicherheit nicht!

Gruß

Holger
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Niko
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Beitrag von Niko »

holgerb hat geschrieben:Martin.

Ja,ja, auf die Antwort habe ich ja gewartet :wink: (bin ja ein fieser, kleienr Sack)

................
Gruß

Holger
Holger, hier irrst du gewaltig, du bist nicht klein :)
gruß

Niko

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Also ich spritze von oben und unten auf die Blätter und Nadeln. Wie gesagt, ich bin kein Fan davon....
M
Beste Grüße
Martin

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