Töpferfrage

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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Hannah
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Töpferfrage

Beitrag von Hannah »

Hallo zusammen,

kennt jemand von euch Tipps, um zu vermeiden, dass sich Ton beim Trocknen verzieht?
Ich habe nämlich folgendes Problem: ich habe mir eine flache Waldschale mit den Maßen 45 x 23cm getöpfert.
Zwei Versuche habe ich bisher gemacht, sah auch recht gut aus, doch jedesmal hat sich die Schale extrem verzogen und zwar in einer "Phase", in der sich nichts mehr zurechtbiegen lässt, der Ton also beinahe trocken ist. Und zwar biegt sich der Schalenboden nach oben, das lässt sich auch durch teilweise zurechtschleifen der Füße nicht mehr ausgleichen.

An unregelmäßigem Trocknen kann es auch nicht liegen ich habe die Schalen täglich gewendet. Bei kleineren Schalen habe ich überhaupt keine Probleme mit dem Verziehen.

Ich habe jetzt vor, einen neuen Versuch zu starten, diesmal etwas kleiner, 40 x 23cm. Kann man dieses Verziehen irgendwie vermeiden, vielleicht indem man den Boden dicker oder dünner macht? Ich habe beim zweiten Anlauf sogar Gewichte auf den Boden gelegt *crazy* , trotzdem hat er sich gehoben.

Wäre schön, wenn ihr irgendwelche Tipps für mich habt, denn es muss doch möglich sein, auch etwas größere Schalen selbstzumachen. *autsch*

liebe Grüße
Hannah
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schmieda
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Beitrag von schmieda »

Hallo Hannah

Ich habe keine Erfahrungen bei so großen Schalen, aber eventuell hilft es ja trotzdem.

Wenn ich mit der Schale fertig bin, dann packe ich die Schale immer doppelt in Zeitungspapier ein. Dort drin kann sie dann langsam trocknen. Dauert länger, müsste aber gleichmäßiger sein. Bisher hat sich bei mir noch nichts verzogen, was ich auf die Trocknung schieben würde. (ok, es waren alles kleine Schalen)
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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Hannah
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Beitrag von Hannah »

Hallo Frank,

wie gesagt, bei kleineren Schalen bis 25cm habe ich null Probleme mit dem Verziehen. Trotzdem werde ich das mit dem Zeitungspapier mal probieren, vielleicht hilfts ja. Dankeschön! :)

Gruß
Hannah
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Peter L
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Beitrag von Peter L »

Moin, moin Hannah

der Tipp von Frank mit dem Zeitungspapier funktioniert gut. Hierbei wir eine gleichmäßige Trocknung erreicht.
Bislang habe ich meine größeren Schalen zuerst mit dem Schalenboden nach ober getrocknet, wobei ich den Schalenboden dann von unten unterstützt habe. Von oben eine zweite Platte zum Beschweren. Das ganze mit Zeitungspapier überdeckt in einen ungeheizten Keller und alle 2 bis 3 Tage gewendet. Bei größeren Schalen (ab 30cm) lasse ich die Schalen 2 bis 3 Wochen so trocknen, die kleineren ca 1 bis 2 Wochen. Nicht vergessen beim Umdrehen den Schalenboden jedesmal zu unterstützen. Danach stelle ich sie in den Heizungskeller bis zum 1 Brand damit auch der größte Teil der Restfeuchtigkeit abgetrocknet ist.

LG Peter
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Marc Berenbrinker
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Beitrag von Marc Berenbrinker »

Hallo Hannah,
Schalen verziehen sich bei zu schnellem Feuchtigkeitsentzug, was sich natürlich bei grösseren Schalen extrem bemerkbar macht und zu irreparablen Schäden führt!
Meine Schalen decke ich in der ersten Woche mit Plastikfolie ab, die täglich gelüftet wird. Die Schalen trocknen im Keller bei etwa 15-18 Grad. Zugluft ist auf jeden Fall zu vermeiden. Zudem beschwere ich die Schalen noch mit einer Platte. Nachdem der Ton Lederhart und Stabil ist, kommt die Folie weg.
3-4 Tage vor dem Brand hole ich sie aus dem Keller und trockne nochmal bei normaler Raumtemparatur nach.
Während des Trocknungsprozesses unter der Folie ist der Schalenboden komplett unterfüttert(Hartschaumplatte oder Styropor), so das die Füsse der Schale zwar den Boden berühren, aber nicht belastet werden.
Bislang habe ich damit die besten Erfahrungen gemacht! :wink:
http://www.mb-bonsaischalen.de
.....viele Grüße,
Marc
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Hannah
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Beitrag von Hannah »

Hallo,

Vielen Dank für eure Antworten!
In den nächsten Tagen werde ich mich dann mal frisch ans Werk machen und eure Tipps beherzigen. Werde berichten, obs diesmal geklappt hat.

liebe Grüße
Hannah
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w.venne
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Beitrag von w.venne »

Hallo Hannah
Alle Tipps, die Du bislang bekommen hast sind erstmal so in Ordnung
Aber das wesentliche ist den Ton so auszurollen, das er keine Spannungen bekommt.
Ton hat ein Erinnerungsvermögen und spätestens im Ofen, selbst wenn
Die Schale trocken ist und gut aussieht wird er sich an den Stellen
verformen, die ungleichmäßig ausgerollt wurden.
Ich weiß jetzt nicht, ob Du das mit einem Nudelholz, oder einer Plattenwalze machst.
Mit dem Nudelholz ist das bei großen Schalen nicht so einfach.
Einmal zu feste gedrückt, oder zu schnell gerollt und schon sind Spannungen drin.

Als Tipp würde ich Dir empfehlen den Ton zwischen 2 stabilen Tüchern
( Polsterstoff ) auszurollen. Mit etwas Übung wendet man die Tonplatte,
in den Tüchern und nimmt vor jedem Wenden das obere Tuch ab und legt es neu auf,weil das Tuch sich bei jedem Rollen ausdehnt.
Wichtig ist noch ab und zu in die Gegenrichtung zu Rollen.
Zum Schluss legt man 2 Hölzer, die so Dick sind wie der Boden werden soll
Rechts und links neben die Platte und hat nach nochmaligem Ausrollen
Eine gleichmäßige Platte. Und je Dicker die Platte ist, desto weniger Verzieht Sie sich.
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