Kopf-Kastanien

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_momo
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Kopf-Kastanien

Beitrag von _momo »

Huhu!

Ich war letztes WE auf der schönen Insel Usedom. An der Strandpromenade von Heringsdorf wuchsen ein paar sehr eigenartige Bäume. Beim näheren hinsehen stellten sich diese als Kastanien heraus.

Bild

Habt ihr schon mal Kastanien in dieser Form gesehen? Ich kenne das ja von Linden oder so, aber mit Kastanien war das für mich neu.

LG Tine
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Commander
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von Commander »

Nein so habe ich Kastanien auch noch nicht gesehen ! aber wie sagt man bei uns, nicht schön aber selten :D
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der1
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von der1 »

_momo hat geschrieben:...Habt ihr schon mal Kastanien in dieser Form gesehen?...
Kastanien nicht, aber Pappeln, glaube ich. Wolfgang hat schon mal über diese etwas merkwürdige Wuchsform geschrieben. "Cristata" heißt das wohl.

Liebe Grüße

Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
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Bonsai-Bene
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von Bonsai-Bene »

Hi habe ich schon öfters gesehen, sind einfach menschen die zu Dumm zum Schneiden sind nichts anderes, keine Sorte nix, ich habe da aber was Lustiges :

Aesculus hippocastanum `Monstrosa`ne Mutation
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manfred lung
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von manfred lung »

hallo zusammen ,
bonsai-bene,
fahr mal an den rhein oder an die mosel, dort stehen tausende plantanen an den promenaden die so geschnitten werden.
ich glaube nicht das alle gärtner der städte und gemeinden zu DUMM sind. das hat schon seine richtigkeit.
wie überheblich muß man sein ,soetwas zu behaupten! *nee*
Bonsai-Bene hat geschrieben:Hi habe ich schon öfters gesehen, sind einfach menschen die zu Dumm zum Schneiden sind nichts anderes, keine Sorte nix,
gruß manfred
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Renrew
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von Renrew »

war schon mal da, sehr interessant...

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... UNG#p22066

Grüße
Werner
saroner
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von saroner »

sofern man in jungem alter der bäume damit beginnt sie zu kopfbäumen zu erziehen ist dies durchaus eine möglichkleit den baum als gesunden zu solchem zu gestalten.
wichtig hierbei ist, dem baum durch die grösse der wunde die möglichkeit zu geben diese auch überwallen zu können.wobei das überwallen von aussen nicht heisst das im innern des baumes keine weitreichende fäule entsteht.hierzu muss es der baum schaffen die verletzung auch im innern abzuschotten.
oft genug sieht man aber bäume reiferen alters die auf brutale weise "geköpft" werden und dann verstümmelter weise ihr dasein fristen bis sie in einigen jahren von innen her gänzlich durchgefault sind.ich denke diese art des "baumschnitts" oder vielmehr der verstümmelung hat benedikt hier gemient.
gerade bei schlecht abschottenden baumarten wie z.b. pappel, weide,esche, birke... ist das radikale köpfen bzw. kappen der krone über kurz oder lang das todesurteil.
bei kopfbäumen wird der neuaustrieb regelmässig entfernt wobei der kopf als solcher erhalten bleibt.hierbei entstehen kleine schnittwunden die der baum schnell überwallen und von innen abschotten wird.

gruss.S
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holgerb
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von holgerb »

saroner hat geschrieben:sofern man in jungem alter der bäume damit beginnt sie zu kopfbäumen zu erziehen ist dies durchaus eine möglichkleit den baum als gesunden zu solchem zu gestalten.
wichtig hierbei ist, dem baum durch die grösse der wunde die möglichkeit zu geben diese auch überwallen zu können.wobei das überwallen von aussen nicht heisst das im innern des baumes keine weitreichende fäule entsteht.hierzu muss es der baum schaffen die verletzung auch im innern abzuschotten.
oft genug sieht man aber bäume reiferen alters die auf brutale weise "geköpft" werden und dann verstümmelter weise ihr dasein fristen bis sie in einigen jahren von innen her gänzlich durchgefault sind.ich denke diese art des "baumschnitts" oder vielmehr der verstümmelung hat benedikt hier gemient.
gerade bei schlecht abschottenden baumarten wie z.b. pappel, weide,esche, birke... ist das radikale köpfen bzw. kappen der krone über kurz oder lang das todesurteil.
bei kopfbäumen wird der neuaustrieb regelmässig entfernt wobei der kopf als solcher erhalten bleibt.hierbei entstehen kleine schnittwunden die der baum schnell überwallen und von innen abschotten wird.

gruss.S
So ist es!

Leider gibt es aber (und auch gerade unter den Gärtnern) Viele, die davon keine Ahnung haben und eben die oben beschriebenen Baumvergewaltigungen vornehmen. In unseren Breitengraden scheint das noch sehr verbreitet zu sein, mir blutet in jedem Winter sichtlich das Herz und nicht nur wegen der Baumgesundheit sondern auch wegen der Ästethik schäme ich mich manchmal fremd. Viel schlimmer ist aber die Tatsache nichts sagen zu dürfen/können, weil der eigene Job u.U. mit daran hängt...

Ich kann allerdings auch den Kopfbäumen nichts besonderes abgewinnen, auch wenn sie, wie in den obigen Beispielen, fachgerecht geschnitten worden sind....
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saroner
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von saroner »

moin holger,

da schliesse ich mich dir an.
sowohl der aussage des blutenden herzens bei den verstümmelten bäumen als auch der "abneigung" den kopfbäumen gegenüber.
weisst du, für mich als gärtner und baumpfleger (SKT) sind diese verstümmelungen manchmal sogar der wunsch des kunden.
da gibts bei mir nur eins was ich dem kunden sage, "das mache ich nicht", schüttele ihnen die hand und gehe.so habe ich schon auf manchen euro verzichtet.
auch hier oben bei mir haben diesen winter wieder einige vermeindliche baumpfleger zugeschlagen und wunderschöne eichen, linden, kastanien usw. auf brutalste weise geköpft.
das hätte gutes geld für mich sein können aber sowohl in meiner tätigkeit als baumpfleger aber auch als baumfreund werde ich mich zu solch gravierenden eingriffen in das leben eines baumes niemals herablassen.

gruss.S
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Bonsai-Bene
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von Bonsai-Bene »

manfred lung hat geschrieben:hallo zusammen ,
bonsai-bene,
fahr mal an den rhein oder an die mosel, dort stehen tausende plantanen an den promenaden die so geschnitten werden.
ich glaube nicht das alle gärtner der städte und gemeinden zu DUMM sind. das hat schon seine richtigkeit. NEIN!
wie überheblich muß man sein ,soetwas zu behaupten! *nee*
Bonsai-Bene hat geschrieben:Hi habe ich schon öfters gesehen, sind einfach menschen die zu Dumm zum Schneiden sind nichts anderes, keine Sorte nix,
gruß manfred
Hi Manfred,
les doch bitte mal alle beiträge nach mir :wink: , hatt für mich nix mit überhblichkeit zu tun, ich bins nur Leid sehen zu müssen wie Lebewesen die sich nicht wehren können so VERGEWALTIGT, GEGEISELT, und VERSTÜMMELT werden, auch habe ich nicht behauptet das "ALLE" Gärtner dumm sind ich bin selber einer, und wer Bäume so Schneidet wird entweder (gezwungen) oder hat einfach keine ahnung. (Bei Platanen könnte man mal ne ausnahme machen, weil man da durch die Masaria-Krankheit gezwungen ist die Bäume so zu Schneiden) Nur weil das viele machen Manfred muss es doch nicht heißen das es richtig ist! es giebt auch viele KINDER-Vergewaltiger und Mörder und ist das richtig?
Bitte es soll sich von mir nie jemand Persönlich angegriffen fühlen, ich weiß meine art (zu Sprechen und zu Schreiben) ist manchmal etwas sehr direkt, aber wie gesagt keine absicht Persönlichen angriff`s nur meine freie Meinung

grüße Benedict
MfG Benedict

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holgerb
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von holgerb »

@saroner:

Tja, leider ist das u.a. mein täglich Brot. Ich bin nicht in der Stellung den Kunden zu sagen, daß das reine Verstümmelung ist und ausserdem kann ich wohl kaum meinem Chef in die Karre fahren.
Ich hatte damit große Probleme, bis ich wirklich dahintergekommen bin Job Job sein zu lassen. Privat erkläre ich meinen Verwandten und Freunden warum ich das so und so mache oder eben nicht mache und bin bisher fast ausschließlich auf Verständnis gestoßen.
Aber bei manchen hast Du einfach schon Probleme, einfachste Dinge zu erklären:
Vor ein paar Tagen erst fragte mich eine Kundin, ob man denn jetzt schon gegen Unkraut auf den Pflasterflächen spritzen darf. Da muss ich mit Blick auf die Gepflogenheiten in unserer Firma und dem Kunden entsprechend antworten.
Ich hatte ihr dargelegt, daß es jetzt wenig Sinn macht, da die Temperatur und der Aufwuchs der Unkräuter fehlen. Ich konnte es mir allerdings nicht nehmen (auch ein bißchen aus Eigenschutz) sie darauf hinzuweisen, daß Wege und Plätze nicht chemisch gegen Unkräuter behandelt werden dürfen. Ich fügte ein "eigentlich" hinzu. Ihre Antwort war "Jaja, eigentlich...."

Es interessiert einige Leute einfach nicht und deshalb erspare ich mir die Diskussion und freue mich eher, wenn ich Freunden helfen kann oder hier mit Gleichgesinnten disktuieren kann. Das bringt meinem Seelenheil mehr, als alles andere.
Aber dieses Nicht-Verbiegen-können ist einer der Gründe, warum ich die Finger von der Selbständigkeit gelassen habe. Bei uns gibt es in Lippstadt und Umgebung alleine 60 selbständige Landschaftsgärtner. Da kommst Du wahrscheinlich nicht auf einen grünen Zweig mit Idealvorstellungen...es sprechen aber auch noch andere persönliche Gründe dagegen.

Und weisst Du, wenn ich "meinem" Auszubildenden nicht mal beiringen kann, daß beim Vertikutieren die Grasnarbe angeschnitten wird (die Lehrerin hatte es als falsch angesehen), dann weiß ich es auch nicht mehr. Es heisst nun mal so und nicht Entfilzen....aber das ist ein völlig anderes Thema...

Gruß

Holger
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saroner
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von saroner »

@ holger,

du hast recht, bei einigen leuten macht es keinen sinn sie in irgend einer weise belehren zu wollen.
nichts desto trotz lasse ich es meist nicht unversucht und man staune, so manches mal habe ich mich auch schon getäuscht und die kunden sind dankbar auf die "belehrungen" eingegangen.
kamen die kunden mit der vorstellung zu mir einen baum zu köpfen, dann habe ich ihnen vorgeschlagen den baum dann lieber mit nur einem schnitt zu bearbeiten, nämlich mit einem schnitt ca.10 cm über dem boden.
mir ist aufgefallen , dass wenn man solch drastische aussagen macht, die leute tatsächlich beginnen diese aussage zu hinterfragen und sich dann plötzlich auf kompromisse einlassen.
ist der korrekte baumschnitt dann fertig sind sie zum grossteil von dem ergebnis begeistert.

für die meisten menschen die sich nur oberflächlich mit dieser materie beschäftigen besteht einfach das bild von dem baum im garten.
da ist ein stamm mit ästen dran und dann fängt irgenwann an was zu stören.
"der nimmt so viel licht" oder "der macht so viel dreck im herbst mit dem ganzen laub was fällt".
bekomme ich sehr oft zu hören.
darauf erwiedere ich einfach das es ja auch ein baum ist und der wirft eben einmal im jahr die blätter ab.

die leute sehen nur die störfaktoren und da ist es manchmal eben notwendig sie darüber aufzuklären das wir bäume brauchen.

die alleinige entscheidungsfreiheit habe ich leider auch nur im fachgebiet der baumpflege denn da bin ich der einzige im betrieb der diese ausübt.
mein chef steht da in meinen entscheidungen voll und ganz hinter mir.
wenn ich was nicht mache, dann wird das seinen grund haben meint er.

mein glück ist einfach das er von bäumen nichts vesteht.
er ist gelernter steinsetzer und überlässt die abteilung baum und garten voll und ganz meinem kollegen und mir.

allerdings kenne ich die von dir geschilderte situation in bezug auf spritzen wirklich auch sehr gut.

wie auch immer, bei manchen dingen muss man einfach tun was gewollt wird denn wie du schon richtig sagst, es gibt zu viele firmen um all seinen idealismus durchsetzen zu können aber gerade in der baumpflege gibt es hier bei mir nur zwei firmen die diese mit hilfe der skt ausführen, nämlich unsere und die bei der ich vorher war und diese hat die gleichen grundsätze wie ich.
bleiben also für die kunden nur noch die firmen die mit einem hubsteiger anrücken und das ist den meisten zu teuer.
naja und wie das dann halt so ist, wenns ums geld geht, dann kann der baum plötzlich doch so geschnitten werden wie es sich gehört.manchmal zumindest! denn wie ich schon geschrieben habe, auch hier gibt es einige dieser vertsümmelten kandidaten.

zu der von dir beschriebenen berufsschullehrerin kann ich nur sagen *doh* :lol: traurig das der " nachwuchs" von sowas gelehrt wird.

bis dahin.

gruss.S
gerhard rodenbrügger
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von gerhard rodenbrügger »

Hallo Holger.
ich kann Dir nur in allen Punkten Recht geben.Es ist schon schlimm wie manche Gärtnerbetriebe arbeiten.
Ich habe das vor kurzem selber erleben müssen in meiner Verwandtschaft. Baumschnitt total versaut.
Aber wie machen wir es mit unseren kleinen Bäumen? Zwingen wir Ihnen nicht auch unseren Willen auf wie sie sich entwickeln bzw. welche Form sie bekommen sollen??? Natürlich pflegen wir unsere Bäume und geben ihnen alle Möglichkeit sich gesund und gut zu entwickeln.
Ich kann mich immert wieder ärgern wenn mein Cousin sagt ,wir als Bonsai- Liebhaber verstümmeln nur die Bäume.
Wieviel Arbeit und Liebe darin steckt kann er leider nicht verstehen. Was ich verstehe ist,dass in Städtischen Bereichen
der Baumschnitt den entsprechenden Gegebenheiten angepasst werden muß, dieses kann ich allerdings nicht für den priveten Gartenbereich befürworten.
Gruß Gerhard
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holgerb
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von holgerb »

Hallo Gerhard.

Der große Unterschied ist 1. das Ziel und 2. die Größe des Baumes.

Die meisten Bonsai haben ein ausgewogenes Verhältnis von Energie zur Masse. Das ist wichtig, denn das System Baum funktioniert nur, solange es seine Teilbereiche am Leben erhalten kann. Ansonsten werden Teile aufgegeben um das Gesamtsystem zu schützen. Der zweite Vorteil eines Bonsai: die meisten sind so jung, das dieses Verhältnis sogar noch viel weiter zur Seite der Energie verschoben ist. Deshalb funktioniert das.
Das Ziel unserer ersten Gestaltungsschnitte ist, ein neues Grundgerüst zu schaffen. Dem Baum wird dabei genug Zeit gelassen, die Verwundungen abzuschotten und sich gegen Eindringlinge zu stärken. Dennoch möchte ich nicht wissen, wieviele Bonsai tatsächlich von innen hohl und durchgefault sind und trotzdem sehr gesund sind. Das liegt in der Natur des Baumes.
Der große Unterschied zum großen Straßenbruder: Verkehrssicherheit!

Man setzt riesig werdene Bäume an Straßen mit viel zu kleinen Beeten, in viel zu geringem Abstand. Was ist die Folge? Die Bäume werden zu groß, haben im Zweifelsfalle wenig halt und leiden unter großem Konkurrenzdruck mit den anderen....
Daraus folgt für den gemeinen Stadtsoldaten: Schneiden! Für richtig sinnvoll, mit viel Zeit ist kein Geld da, also wird geköpft (bei uns werden Linden teilweise bis an den Stamm geköpft). Der Baum übersteht das, es bilden sich neue Triebe (Adventivtriebe nennt man die). Die stehen oft in so ungünstigen Winkeln von den Bäumen ab, daß sie mit zunehmender Größe wiederum ein Problem werden (Lastbrüche), dann wird wieder geschnitten, immer an der selben Stelle, immer wieder falsch, immer wieder scheissegal (tschuldigung).

Dabei ist die Lösung so einfach:

Weniger Bäume in größeren Beeten, weniger Konkurrenzkampf, umliegende Bäume auf Privatgrundstücken berücksichtigen, Laternen berücksichtigen (bei uns in Lp gibt es eine Stelle, da steht ein Blutahorn 30cm von einer Laterne entfernt, bei gleichem Durchmesser). Bäume in der Jugend richtig erziehen (das wird inzwischen wohl gemacht). Alte, kranke und auf die Dauer gefährdende Bäume rigoros entfernen....

=> Gesündere Bäume, mehr Parkplätze, bessere Lichtverhältnisse, weniger Problembären äh Bäume, auf die Dauer weniger Kosten...

Aber dem Deutschen ist sein Stern und die schnurgerade Allee wichtiger, als eine gesunde Natur.

Gute Nacht, Marie!
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Re: Kopf-Kastanien

Beitrag von Bonsai-Bene »

holgerb hat geschrieben:Hallo Gerhard.

Der große Unterschied ist 1. das Ziel und 2. die Größe des Baumes.

Die meisten Bonsai haben ein ausgewogenes Verhältnis von Energie zur Masse. Das ist wichtig, denn das System Baum funktioniert nur, solange es seine Teilbereiche am Leben erhalten kann. Ansonsten werden Teile aufgegeben um das Gesamtsystem zu schützen. Der zweite Vorteil eines Bonsai: die meisten sind so jung, das dieses Verhältnis sogar noch viel weiter zur Seite der Energie verschoben ist. Deshalb funktioniert das.
Das Ziel unserer ersten Gestaltungsschnitte ist, ein neues Grundgerüst zu schaffen. Dem Baum wird dabei genug Zeit gelassen, die Verwundungen abzuschotten und sich gegen Eindringlinge zu stärken. Dennoch möchte ich nicht wissen, wieviele Bonsai tatsächlich von innen hohl und durchgefault sind und trotzdem sehr gesund sind. Das liegt in der Natur des Baumes.
Der große Unterschied zum großen Straßenbruder: Verkehrssicherheit!

Man setzt riesig werdene Bäume an Straßen mit viel zu kleinen Beeten, in viel zu geringem Abstand. Was ist die Folge? Die Bäume werden zu groß, haben im Zweifelsfalle wenig halt und leiden unter großem Konkurrenzdruck mit den anderen....
Daraus folgt für den gemeinen Stadtsoldaten: Schneiden! Für richtig sinnvoll, mit viel Zeit ist kein Geld da, also wird geköpft (bei uns werden Linden teilweise bis an den Stamm geköpft). Der Baum übersteht das, es bilden sich neue Triebe (Adventivtriebe nennt man die). Die stehen oft in so ungünstigen Winkeln von den Bäumen ab, daß sie mit zunehmender Größe wiederum ein Problem werden (Lastbrüche), dann wird wieder geschnitten, immer an der selben Stelle, immer wieder falsch, immer wieder scheissegal (tschuldigung).

Dabei ist die Lösung so einfach:

Weniger Bäume in größeren Beeten, weniger Konkurrenzkampf, umliegende Bäume auf Privatgrundstücken berücksichtigen, Laternen berücksichtigen (bei uns in Lp gibt es eine Stelle, da steht ein Blutahorn 30cm von einer Laterne entfernt, bei gleichem Durchmesser). Bäume in der Jugend richtig erziehen (das wird inzwischen wohl gemacht). Alte, kranke und auf die Dauer gefährdende Bäume rigoros entfernen....

=> Gesündere Bäume, mehr Parkplätze, bessere Lichtverhältnisse, weniger Problembären äh Bäume, auf die Dauer weniger Kosten...

Aber dem Deutschen ist sein Stern und die schnurgerade Allee wichtiger, als eine gesunde Natur.

Gute Nacht, Marie!

Oder einfach die richtigen Baumarten auswählen siehe Klimagehöze und Kleinkroniger-Alleebaum

grüße der langsam immer mehr vom Thema abweichende Benedict
MfG Benedict

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