für Martin Sturm's Workshop, letzten Herbst im Bonsai Centrum München, hab ich mir einen (in meinen Augen) ziemlich aussergewöhnlich wild, eleganten Wacholder angelacht. Der Stamm weist ein sehr schönes, natürliches Shari auf ohne daß nur ein Mensch Hand angelegt hätte. Beim Workshop hatten Martin und ich uns darauf geeinigt nur eine Grundgestaltng vorzunehmen die mehrere Optionen für die Zukunft offen hält. Die Optionen beschränken sich darauf, wie viele Kronen der Baum letzten Endes bekommen wird. Ein Manko, bzw. eine weitere Besonderheit des Baums ist der Stammfuß. Es führt an der Basis eine riesige Wurzel in einer Schleife zuerst vom Baum weg um dann wieder direkt zur Basis zurück zu kehren. Bis Heute hatte ich die Hoffnung, daß diese Wurzel keine große Funktion für die Versorgung des Baumes hat. Dem ist aber leider nicht so. Beim Säubern des Wurzelballens stellte sich heraus, daß ca. 50% der Wurzeln an dieser Schleife hängen.
Also, falls jemand eine gute Idee hat, wie man das Schleifchen gut in die Gestaltung integrieren kann...bitte schreiben
Heute hab ich mich darauf beschränkt den Wurzelballen zu untersuchen und den Baum in einem neuen Winkel zu pflanzen. Falls ich keine zündenede Idee habe wie man das Schleifchen einbaut, werde ich die Saftbahn an dieser Wurzel die nächsten Jahre stückweise durchzutrennen, in der Hoffnung, daß der Restwurzelballen die Baumversorgung übernimmt.
Ein weiterer Punkt ist ebenfalls noch offen. Die Gestaltung von Borke und Totholz. Soll ich die Borke so fasrig wild belassen, wie sie aktuell ist und das Totholz ohne Jinmitteleinsatz nur ein wenig säubern. Oder seht ihr mehr einen Japaner mit glatter roter Rinde und strahlendem weißen Totholz?
Servus,
Robert
PS: Der Beutel Erde, der auf dem ersten Bild zu sehen ist, wird nur für unsere "normalen" Topfpflanzen verwendet.
