Gestern hat ein neues Kieferchen zu mir gefunden, es handelt sich um eine Pinus mugo "varella"
Auf den ersten Blick ist mir nur das kräftige, gesunde, zahlreiche junge Grün oben aufgefallen. Dann habe ich den Stamm gesehen und erst letztendlich das, was mich eigentlich umhaute: Jede Menge neue Nadelbildung im "kahlen" Stammbereich.
Nebari sieht - was ich bis jetzt davon sehen konnte - auch sehr ordentlich aus und an den Topdlöchern war Massen von Mykorrhiza vorzufinden. Spricht für einen länger eingetopften Baum mit vitalem Wurzelwerk.
Bei dieser Stammdicke (5-6 cm), dieser Rückknospung, dieser Vitalität und einem Preis von 5,99 € konnte ich nicht "Nein" sagen.
Nun plane ich daraus einen Shohin zu gestalten. Die Idee wäre, die Äste einzukürzen bis auf die Stellen, wo man momentan die zahlreiche Rückknospung sieht und auf das weit vom Stamm entfernte Grün zu verzichten. Ob der Shohin eine Kaskade oder aufrecht sien soll, hebe ich mir für einen späteren Zeitpunkt auf.
Da ich jedoch weiss, dass Kiefern mitunter "zickig" auf den Schnitt von Ästen reagieren, wollte ich euch fragen, wann der beste Zeitpunkt für ein Einkürzen der Äste wäre.
Die Hauptfrage wäre also:
Wie weit muss sich der Neuaustrieb in Stammnähe entwickeln, bis er in der Lage ist, auch ohne das Grün oberhalb den Saftfluss aufrechtzuerhalten und den Ast nicht absterben zu lassen?
Enerseits möchte ich diesen Schnitt möglichst zeitig setzen um zu verhindern, dass der Neuaustrieb mangels Lichtmangel eingeht (die Triebe oberhalb schattieren den unteren Bereich doch recht stark). Anderesseits macht mir der Saftfluss Sorgen und ich würde aus diesem Grund gerne möglichst spät schneiden
Aufbauend auf diesem Paradoxon: Wann schneiden ? Es geht weniger um die Jahreszeit, die ist weitgehend klar.
Eher darum, ob der Neuaustrieb mehrere Jahre nötig hat oder noch dieses Jahr "stark" genug wäre.
Danke für eure Ratschläge
Gruss
DenisM
