Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Thierry »

Hallo ihr Lieben,

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass vor einiger Zeit in der BA etwas über fermentiertes Biogold stand :
Düngetipp von Michael Kros (aus der Bonsai-Art) hat geschrieben:Fermentiertes Biogold

Auf dem Azaleenfestival in Schwetzingen verriet uns auch Dieter Störmer seinen Düngetipp:
Er fermentiert Biogold, und zwar auf folgendem Wege:

Er gibt 200 g Biogold auf 5 l Wasser in einen Eimer luftdicht abgeschlossen, lagert das Ganze 4 Wochen bei 20°C, von der fertigen Lösung verwendet er für eine normal-kräftige Düngung 25 ml auf 1 Liter Wasser, und das wöchentlich. Wenn eine stärkere Düngung erforderlich ist, könne man auch gut 50 oder 75 ml auf 1 Liter Wasser geben. Der Dünger wirke sofort, Biogold sei so sehr sparsam und letztenendes kostengünstig.

Wir werden es mal ausprobieren ...
Auf der Internetseite vom Hersteller steht :
Auszug : http://www.biogold.co.jp/english/product/bo.html hat geschrieben:To use as a liquid feed, dilute some pieces in water (about 2-3 pellets/1 ltr)
Anderswo im Internet steht :
Flüssige Anwendung von Biogold - die schnelle Methode
BioGold kann auch direkt mit dem Gießwasser gegeben werden. Dazu BioGold einfach im
Wasser auflösen (2-3 Stück je 1 Liter, alle 2 Wochen). Direkt auf die Erde, nicht über die
Blätter, gießen.
Auch hierbei werden die Nährstoffe erst noch durch Bakterien aufgeschlossen.

Flüssige Anwendung von Biogold - die alternative Methode
Bei dieser Methode wird der Dünger fermentiert und wirkt dann bei der Anwendung direkt.
Er muss nicht mehr erst durch Bakterien aufgeschlossen werden.
100 gr. BioGold werden mit 2,5 Liter Wasser in einen luftdichten Behälter gegeben. Bei ca.
20°C lagert die Lösung ca. 4 Wochen. 25 ml der fertigen Lösung werden für eine normale
Düngung nochmal mit 1000 ml Wasser vermischt und wöchentlich angewendet. Möchte man
mal stärker düngen, kann man auch 50 oder 70 ml auf 1000 ml Wasser nehmen.
Wenn ich mit meinen nervigen Fragen ärgere, einfach sagen, gell :wink:

Vor fast genau einem Monat habe ich beide Methoden probiert (also sowohl 2-3 Pellets/1 Liter, als auch viel mehr in der Hoffnung dass es fermentiert). Beobachtungen (bisher!) : die 2-3 Pellets lösen sich kaum auf, bzw. extrem langsam. Ein zweiter Tests, nachdem ich die Pellets mit einem Mörser zerkleinert habe, zeigte kaum bessere Ergebnisse : Auflösen problematisch. Deshalb frage ich mich, was das bringen soll, Biogold in Wasser aufzulösen, wenn das so schlecht klappt : es bleiben immer kleine Blöcke übrig, ganz flüssig scheint das nicht zu werden.
Und bei der anderen Mischung (viel mehr Pellets, in der Hoffnung, dass es fermentiert), tut sich bisher, nach 4 Wochen, überhaupt nichts. Keine Fermentation. Nix.

Zwei Fragen :
1. Wie lange dauert, eurer Meinung nach, der Fermentierungsprozess ?
2. Wer hat das schon selber probiert ?

Danke im Vorraus !
Thierry
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von zopf »

Hallo Thierry
Früher habe ich versucht mir Düngepellets selbst zu machen.
Blutmehl, Knochenmehl, Hornmehl, Vinasse etc
Die Fermentierung fing nach ein paar Tagen an (Heizungskeller).
Auch Brennesseljauche fängt nach ein paar Tagen an.
Öl in welcher Form auch immer (Handcreme ?) scheint den Prozess
zu verlangsamen oder zu stoppen.
Vielleicht wäre es eine Möglichkeit Knochenmehl und Hornmehl
als Beschleuniger mit in die Lösung einzubringen ?
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Thierry »

Danke Dieter für deine Idee um den Prozess zu beschleunigen. Werd's probieren und sage dann demnächst Bescheid auf's klappt.
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
Martin_S
Beiträge: 11869
Registriert: 05.01.2004, 20:26
Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Martin_S »

*lach-schlapp*

Über diesen (Profi - Tipp hin oder her) Schwachsinn habe ich schon vor langer Zeit mal im BCD Forum gelacht.

Organische Dünger brauchen, abhängig von Standort, Feuchte, Bodenorganismen....., zwischen zwei und vier Wochen um aufgeschlossen zu sein. Das ist bekannt und nachvollziehbar. Warum in Gottes Namen gehe ich hin, werfe das Zeug ins Wasser, warte zwei bis vier Wochen um es dann flüssig zu applizieren? Da kann ich es doch gleich fest auf die Oberfläche legen!

Der einzige Grund den ich damals wie heute ausmachen kann, wäre eine gleichmäßigere Verteilung (die unnötig ist) und eventuell noch das einem die festen Düngerbrocken nicht runterfallen wenn man mal stark giesst oder die Schale anhebt und ganz am Ende eventuell das BG Pellets für Shohin zu groß sind (wobei es auch eine kleinere Größe gibt. Habe mal vom Hermann Pieper so'n Beutelchen bekommen)...

Mein fester Dünger gibt zudem seine Nährstoffe über längere Zeit ab, wie wenn ich ihn auflöse und dann mit jedem gießen ausspühle....
Ansonsten ist das für mich so ein "Druiden-Tip": scheint super geheimsivoll, macht, wenn man drüber redet, was her (Oh! Experte,was?) bringt aber nix.

M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Thierry »

Hast schon recht, Martin, aber du kennst mich :wink: ich wollte es einfach mal probieren.

Inzwischen sind schon 5 Wochen vergangen, und ich konnte noch keine Fermentation feststellen...
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
Martin_S
Beiträge: 11869
Registriert: 05.01.2004, 20:26
Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Martin_S »

Hier!
Ein ganz frischer Erfahrungswert: vorhin ist mir so'n Brocken ins Wasser gefallen. So eventuel ein Stündchen später habe ich den "unter Wasser" in die Finger genommen und er lies sich ohne großen Kraftaufwand zerdrücken. Natürlich löst der sich nicht auf. Deshalb Fermentierst du ja.
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Satski
Beiträge: 176
Registriert: 17.08.2007, 11:53

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Satski »

......warum einfach, wenn´s umständlich auch geht. *confused*

Martin, nur Flüssig-Dünger zu empfehlen wäre doch zu einfach für echte Spezialisten.
Herzlicher Gruß
Walter



Dieser Gruß wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig!
Benutzeravatar
Martin_S
Beiträge: 11869
Registriert: 05.01.2004, 20:26
Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Martin_S »

Wie gesagt: Druiden Tip! Sieht toll aus, ist so schön geheimnisvoll und "keine Sau" kann was damit anfangen.
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Benutzeravatar
Andreas Ludwig
Mentor
Beiträge: 6756
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Andreas Ludwig »

Hm... da hat grad einer so hübsche Körbchen für Düngerpellets gezeigt, andere basteln Drahtschläufchen und hier wird Biogoldbier gebraut? Das Runterfallen scheint ein Problem zu sein. Ich weiss nicht, was euch die netten Herren im Laden empfehlen, aber ich habe auch einen Tipp:

Zuerst stellt man den Topf auf eine Bank, die stabil genug ist, um einen Druck von mindestens 10 Kilogramm zusätzlich zum Eigengewicht von Baum und Schale auszuhalten. Das ist ganz wichtig. Dann legt man den Biogoldbrocken auf das Substrat und stellt sich leicht gegrätscht vor den Topf. Jetzt hebt man den rechten Arm (Linkshänder den linken) so an, dass die Hand eine Handbreit über dem Biogoldbröckchen in der Luft ruht, macht eine Faust mit abgespreiztem Daumen und stützt den Daumen von hinten mit dem Zeigefinger. Dann legt man den Daumen auf den Biogoldbrocken und drückt ihn ins Substrat. Das funktioniert wirklich!

Wenn das zu kompliziert scheint, kann ich evtl. Bilder davon machen oder bei entsprechender Nachfrage einen Workshop organisieren.
*undwech*
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
Satski
Beiträge: 176
Registriert: 17.08.2007, 11:53

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Satski »

Wenn "Miraculix" den Workshop leitet würd ich mich gern anmelden!! :mrgreen:
Herzlicher Gruß
Walter



Dieser Gruß wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig!
Benutzeravatar
Robert S.
Freundeskreis
Beiträge: 9783
Registriert: 28.03.2005, 07:09
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Robert S. »

Andreas Ludwig hat geschrieben:...stellt sich leicht gegrätscht vor den Topf...
Ahhh *doh* , das war's was ich immer vergessen hatte und warum es nicht geklappt hat. :wink:

Servus,
Robert
Benutzeravatar
Martin_S
Beiträge: 11869
Registriert: 05.01.2004, 20:26
Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Martin_S »

Great idea Andy boy!

But!
What is mit the Shohin pöttchen? :mrgreen:
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Benutzeravatar
Andreas Ludwig
Mentor
Beiträge: 6756
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Andreas Ludwig »

Da nehme ich diese kleinen, nach Ammoniak riechenden Dingens, die eckigen.
Und dann gibt es ja eben noch Flüssigdünger...
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
Benutzeravatar
Kat
Freundeskreis
Beiträge: 244
Registriert: 08.05.2009, 22:34
Wohnort: Hamburg

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von Kat »

Nur ein Wort dazu:

GROSSARTIG *lach* *lach* *lach*

You made my day!
Wenn man den ganzen Irrsinn des Lebens einmal für sich modifiziert hat, geht's.
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Re: Zwei Fragen zur Fermentation von flüssigem Biogold

Beitrag von zopf »

Hallo Thierry
Um etwas Schützenhilfe zu leisten
Ob die Gabe aus fermentiertem Biogoldbröckchenwasseer sinnvoll ist,
kann ich nicht beurteilen.
Ich wage allerdings auch nicht zu behaupten,
das wir uns hier im Bereich des Bonsai-Voodoo bewegen.
Ich vermute das es 23- 6574384653 verschiedene Verbindungen mit Stickstoff gibt
von denen nur einige wenige auf Ihre Verfügbarkeit für Pflanzen hin
überprüft wurden.
Vielleicht wird der in Biogold vorhandene Stickstoff
bei der Fermentation in einer Art und Weise aufgeschlossen
die besser Pflanzenverfügbar ist.
Vielleicht werden Stoffe gebildet die die Aufnahme des Stickstoffs verbessern.
(Stickstoff ist nur ein Beispiel)
Weiss ich nicht, kann ich nicht beurteilen ...

Also mach tapfer weiter und berichte von Deinen Erfahrungen
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Antworten