Aufrechte Mugo

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Hemerobix
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Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Hi,

Hab mir diese Woche in der Baumschule wieder mal 2. neue Bäume ausgesucht..

Ein Mint Julep Wacholder (Doppelstamm) und eine Bergkiefer mit schöner Borke
und fast geradem Stamm, die ich zuerst zeige möchte!

Wie man sieht, ist sie bereits mehr als 50% reduziert und gut durchwurzelt..

Wäre es nun wichtiger, den Ballen im November zu bearbeiten und umzutopfen,
oder den Baum d. J. noch weiter zu reduzieren?

Sollte noch einer der beiden unteren Äste entfernt werden?
Eine solcher wäre doch für die Wuchsform der Mugo typisch, oder?

Der dicke, abgeschnitte Ast unten hat ca. 15 Jahresringe. Könnte der Baum dann fast doppelt so alt sein (Borke)?

LG und bis bald - ChRiS
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Urikawa
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Urikawa »

Hallo Chris,

Leider hasst du schon einiges von diesen Baum geschnitten. Hiermit sind auch einige gestaltungs möglichkeiten verloren gegangen. Trotzdem bieten diesen Baum genugend möglichkeiten.
Sollte noch einer der beiden unteren Äste entfernt werden?
Zur dieser frage wurde ich aus meiner sicht dir raten dies nicht zu machen. Mit dem schneiden der zwei Äste legst du den schwerrpunkt damit auf den Stamm. Bei mir wurde da lange weile aufkommen den sie ist ja ziemlich gerade.
Deswegen möchte ich diese zwei Äste in eine gestaltung mitreinbeziehen.
Der unterste Ast wurde ich mit Raffia und Draht fast aufrecht gestalten. Auch für den zweiten Ast von unten wurde ich dasselbe raten. Nur der winkel sollte nich der selbe sein wie der erste Ast von unten. Den dieser Ast sollte ja wie einen Ast aussehen und nicht wie einen kleinen Stamm. Seine äste können dann etwas nach unten geneigt werden. Dies selbe gilt für alle andere vorhandene Ästen. Den oberen Ast erst etwas aufneigen und dann nach unten gestalten. Seine länge kannst du dann etwas reduzieren.
Es ist wichtig zu wissen wie die erde aussieht in denen sie steht. Lässt sie eine grosse wassergabe zu oder nicht. Wenn ja, dann sehr viel düngen. Etwa 4 cm oberhalb den bodens des behälters reichlich löcher anbringen. Der Baum nur wenn dies äbsolut notwendig ist umpflanzen. Alles ist auf zuwachs angesagt. Je mehr du in die wurzeln eingreifst je mehr stress dies für den Baum bedeuten wurde.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
Hemerobix
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Hi Urikawa! Danke erst mal für deine Analyse..

Der Ballen ist an der ev. Vorderseite etwas brauner als hinten (weisse Wurzeln),
und nimmt Wasser sehr gut auf... habe den Baum heute in einen ca. 5cm niedrigeren
und 2cm breiteren Übertopf gestellt (Löcher werden noch gebohrt, wie bei den Eiben!)!

Ich denke, dass gerade der gerade Stamm ( :D ) eine Krummholzkiefer interessant macht..
es war die einzige und auch älteste unter ca. 100 Stk! Und der Preis war mit 30E auch interessant, da in jener Baumschule dzt. alle Mugo bis 50% reduziert sind..

Also werde ich die unteren beide Äste stark, und die anderen etwas aufrichten und den Baum
bisHerbst düngen.. es sind ca. 10-15 neue Triebe und gleich viele neue Äste vorhanden!

Habe ich denn zuviel geschnitten? Denke ein etablierter Baum und besonders eine Kiefer hält das gut aus (Lawine?)!?

Was denkt ihr bez. der borkenlosen Rinde bei den jungen Ästen? Ist der Gegensatz zu den alten, geschnittenen Ästen mit Borke vertretbar?

Bis dann und LG - ChRiS
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Toyofumi
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Toyofumi »

Hallo Chris,
wie schaut den der Wurzelansatz aus, oder wie tief steckt das Bäumchen noch unter/ in der Erde?
Gruß Mr. Chris
marius
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von marius »

hm, ich weiß nicht genau.

aber wenn ich mir den baum so anschaue, dann muß ich immer an so eine einzelne, nach einer rodung oder waldbruch, allein stehengebliebene kiefer denken.

solche bäume zeichnen sich auch durch einen langen geraden (in natura dann eher schlanken schmucklosen) stamm aus, der nur im oberen bereich eine kleine krone hat. meist sind solche bäume auch leicht geneigt. :wink:

wäre ja eventuell was für die ferne zukunft. so auf 'ne steinplatte. geht auch.

gruß marius
Eva Warthemann
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Chris!
Sehe ich das richtig, Du hast diesen Ast abgeschnitten?
Ich hätt vermutlich damit weitergestaltet.
Eva Warthemann
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Servus Eva H. aus K.

Ja, siehst du richtig! Der rechte Winkel und das weit vom Stamm entfernte Grün
haben mich dazu veranlasst..

Hättest du denn den Baum überhaupt mitgenommen? :roll:

Leider ist es nun zu spät.. ich möchte den Baum eher klein (niedrig) halten!?

LG und buona notte - Christian L. aus K.
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Chris!
Ich bin nicht Eva H. aus K.
Ich bin Eva W. aus Sachsen Anhalt. *banana*
Vermutlich hätt ich den Baum nicht genommen. Mir fällt es immer schwer die Krone eines Baumes so weit zu kappen.
Meinem Männe schärfe ich immer ein, wenn er für mich einen Baum für die Bonsaigestaltung suchen möchte, "Schaue nicht nach den Kerzengerade gewachsenen Bäumen, suche nur krumm- und schief gewachsene Bäume!"
:lol: :lol: :lol:
Liebe Grüße Eva Warthemann
Zuletzt geändert von Eva Warthemann am 14.06.2009, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Ok Eva!

Ich meinte damit eigentlich, dass der Familienname im Internet nit so relevant is..
oder bist du eine bekannte Künstlerin (oder willst es noch werden??

Um in media res zu kommen: Wie oft hast du schon eine gerade Mugo gesehen :?:

Wenn die Leute denken, dass es eh nur eine gerade Kiefer ist, ist mein Ziel erreicht :!:

HättnTättn *banana*

LG C.
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Heike_vG
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Heike_vG »

:roll: Ich glaube, es gibt Leute, für die man sich die Mühe sparen kann, ihnen helfen zu wollen! *nene*
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Eva Warthemann
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Eva Warthemann »

Entschuldige, falls ich Dir zu Nahe getreten bin.
Du hattest mich gefragt, ob ich hätt und ich hab geantwortet, das ich nicht hätt.
Meinen Namen hätt ich schon gern richtig geschrieben gesehen, weil ich mit diesem Namen auch meine gemalten Bilder unterzeichne. :wink:
Ich habe schon öfter gerade gestaltete Mugos gesehen und finde deshalb die schön geschwungen gewachsenen Mugos besonders reizvoll, für die Bonsaigestaltung.
Das kann natürlich auch damit zusammen hängen, das ich in einer sehr flachen Gegend wohne, wo die hier wachsenden Pinus sylvestris fast alle nur kerzengerade wachsen. :D
Liebe Grüße Eva Warthemann
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Ebenfalls Verzeihung! Doch du brauchst dich keinesfalls zu entschuldigen..

(EDIT:)
Eva Warthemann hat geschrieben:Hallo Chris!
Sehe ich das richtig, Du hast diesen Ast abgeschnitten?
Ich hätt vermutlich damit weitergestaltet.
Eva Warthemann
Da ich die Mugo als Legföhre oder Krummholzkiefer kenne, und diese auch andere Nadeln hat
als die sylvestris oder nigra, war ich von der aufrechten Mugo angetan. In der Baumschule war
das ganze Dach voller Mugo-Bodendecker und auch die Berge sind voller krummer Mugo Kiefern..

Ich sehe es ungefähr so, das eine Fichte auch nicht aufrecht gestaltet werden sollte, weil sie ja
in der Natur immer gerade ist (Nutzholz!)..

Also hoffe ich, meine Intuition zu dieser Mugo ist etwas verständlicher geworden!

Bonsai-freundliche Grüße von einem Nichtkünstler :D

Christian L.
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

marius hat geschrieben:.. meist sind solche bäume auch leicht geneigt. :wink:

wäre ja eventuell was für die ferne zukunft. so auf 'ne steinplatte. geht auch.
Hi Marius, eine gewisse Neigung (wie am Berghang) macht den Baum bestimmt interessanter!

Der Stamm in dieser Stärke und mit Borke hat ihn mir als Anfänger einfach das Interesse erweckt, und eben die " eher " mugo-untypische Gestalt!?

Habe mich noch an einer PS-Skizze von der Rückseite versucht..

GN - ChRiS
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von Hemerobix »

Hab die Äste heute wieder aufgerichtet.. sieht besser aus;

dachte das Abspannen würde mehr Licht ins Innere bringen, doch vmtl. ist der Spitzentrieb nach oben orientiert (apikal?) und so wird das Wachstum des gesamten Zweiges gefördert, wie beim natürlichen Wachstum?! Verstehe ich das richtig?

Soll ich die jüngeren Wurzeln, welche im Kreis um den Stamm verlaufen, entfernen und den Ansatz bereits freilegen? Oder besser im Herbst oder erst im Frühjahr beim Ballen-Reduzieren?

C
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Re: Aufrechte Mugo

Beitrag von migo »

Hemerobix hat geschrieben:Soll ich die jüngeren Wurzeln, welche im Kreis um den Stamm verlaufen, entfernen und den Ansatz bereits freilegen? Oder besser im Herbst oder erst im Frühjahr beim Ballen-Reduzieren?
Nur nichts überstürzen, je nachdem wie das Wurzelwerk gewachsen ist, ist ein Kreis junger Wurzeln manchmal die bessere Alternative. Also erst abschneiden, wenn es da drunter wirklich besser aussieht.
Tschüüss, Michael

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