Hallo Mario,
der Torf dient natürlich dazu, die Gunst der Moorgeister zu beschwören, damit die Schale nicht im nächsten Winter auseinanderfällt !
Im Ernst: Farbgebung erzielt man dadurch eher kurzfristig. Der eigentliche Effekt sind die Hohlräume, die bleiben, wenn der Torf herausgewaschen wird. Das geht meistens recht schnell, gerade der trockene Torf ist ja recht wasserabweisend, so dass eine Art Luftblase um jedes Teilchen herum bleibt bzw. zumindest an dieser Stelle kein aushärtendes Material vorhanden ist. Diese Hohlräume, mehr oder weniger mit "Staub" gefüllt, mehr oder weniger schattig, veralgt etc. beeinflussen dann allerdings dauerhaft den "Farbeindruck" der Schalen. Die Schale mit der Kiefer hat fast keinen Torfzuschlag, daher ist sie recht glatt (allerdings haben sogar die paar wenigen Bröckchen, die eher unbeabsichtigt in die Mischung geraten sind, schon einen auflockernden Effekt). Nicht gut sieht nach meiner Erfahrung Beton ohne Torf mit einer rauhen/unregelmäßigen Oberfläche aus, das wird dann sehr hell bzw. chaotisch-unruhig.
Es ist klar, dass man bei massiven Teilen mehr Torf beigeben kann, und bei eher "filigranen" Arbeiten nicht zu viel Torf drin sein darf. Diese "Torfblasen" tragen natürlich nicht zur Stabilität bei.
Zur Lebensdauer: ich kann bisher nicht beobachten, dass die Schalen in irgendeiner Weise "abbauen" etc. ... der kritische Punkt bei Betongebäuden scheint ja auch eher die Armierung zu sein als der Beton selbst, wenn ich das richtig verstanden habe.
Gruß,
Stefan