Jetzt wird´s aber seeeeeeehhr botanisch!
1) Es IST möglich, daß vegetative Teile des Baumes mutieren, sonst gäbe es ja keine Spross- oder Knospenmutationen.
Zugegeben: der überwiegende Teil der Mutationen sind aber Samenmutationen.
2) Stecklinge aus Hexenbesen - soferne sie anwachsen - behalten natürlich durch die vegetative Vermehrung ihre Eigenschaften. Hexenbesen werden jedoch zu 99% durch Veredlung auf passende Unterlagen vermehrt. Eine Veränderung könnte es nur geben, wenn sich im Hexenbesen wiederum neue Hexenbesen bilden (siehe Bild aus dem Alpinum Menzingen in der Schweiz: Pinus mugo "Mops Sport" bildete einige neue, noch kleinere Hexenbesen....

)
3) Ein befreundeter Hexenbesensammler versuchte vor einigen Jahren Samen von Zirbenkiefern-Hexenbesen auszusähen: einige Samen keimten und es wurden zwergig wachsende Jungpflanzen hervor gebracht.
Ansonsten dürfte sich die Wissenschaft leider noch eher wenig mit diesen Phänomenen auseinander gesetzt haben.

Es gibt weltweit keine wirklich guten Publikationen zu diesem interessanten Thema, sondern nur einige wenige Erfahrungswerte von Privat-Sammlern bzw. ein paar Baumschulgärtnern, die sich mit Hexenbesen-Vermehrung beschäftigen.

Schade.
