2 in 1

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Thomas P. hat geschrieben:Nein, es ist nicht möglich, daß vegetative Teile des Baumes mutieren, nur generative Teile, also Samen.
Wie ist das bei einem Hexenbesen?

Ist das nicht eine vegetative Mutation?

Behalten Stecklinge, die aus dem Hexenbesen gezogen werden, dessen Eigenschaften, oder regenerieren sie auf die Eigenschaften der Mutterpflanze, die den Hexenbesen hervorgebracht hat?

Welche Eigenschaften werden vererbt, wenn die aus einem Hexenbesen gezogenen Stecklinge Samen bilden?
Reiner G.
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Jetzt wird´s aber seeeeeeehhr botanisch! :wink:

1) Es IST möglich, daß vegetative Teile des Baumes mutieren, sonst gäbe es ja keine Spross- oder Knospenmutationen. *finger*
Zugegeben: der überwiegende Teil der Mutationen sind aber Samenmutationen.

2) Stecklinge aus Hexenbesen - soferne sie anwachsen - behalten natürlich durch die vegetative Vermehrung ihre Eigenschaften. Hexenbesen werden jedoch zu 99% durch Veredlung auf passende Unterlagen vermehrt. Eine Veränderung könnte es nur geben, wenn sich im Hexenbesen wiederum neue Hexenbesen bilden (siehe Bild aus dem Alpinum Menzingen in der Schweiz: Pinus mugo "Mops Sport" bildete einige neue, noch kleinere Hexenbesen.... *up* )

3) Ein befreundeter Hexenbesensammler versuchte vor einigen Jahren Samen von Zirbenkiefern-Hexenbesen auszusähen: einige Samen keimten und es wurden zwergig wachsende Jungpflanzen hervor gebracht.

Ansonsten dürfte sich die Wissenschaft leider noch eher wenig mit diesen Phänomenen auseinander gesetzt haben. *schnarch* Es gibt weltweit keine wirklich guten Publikationen zu diesem interessanten Thema, sondern nur einige wenige Erfahrungswerte von Privat-Sammlern bzw. ein paar Baumschulgärtnern, die sich mit Hexenbesen-Vermehrung beschäftigen. *kopfkratz* Schade. :(
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Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Wolfgang hat geschrieben:Jetzt wird´s aber seeeeeeehhr botanisch! :wink:
Danke, Wolfgang, das war sehr hilfreich. *daumen_new*
Reiner G.
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Wolfgang hat geschrieben:Jetzt wird´s aber seeeeeeehhr botanisch! :wink:

1) Es IST möglich, daß vegetative Teile des Baumes mutieren, sonst gäbe es ja keine Spross- oder Knospenmutationen. *finger*
Nur soviel weiß man, daß das keine Spontanmutationen sind, sondern immer eine äußere Einwirkung mit im Spiel ist (Viren, Insekten, Verletzungen ?).
Bei Ahornen habe ich noch nicht davon gehört, daß es vegetative Mutationen gibt, ähnlich den Hexenbesen.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

Bonsai-Wandkalender 2019
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Thomas,
auch bei Ahornen gibt es Hexenbesen: ich hab da aus Tschechien einen Spitzahorn- (Acer platanoides-) Hexenbesen und einen absolut zwergig wachsenden Fächerahorn- (Acer palmatum-) Hexenbesen aus den USA bekomme ich im Frühling von meinem Hexenbesenfreund. :D
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