Pinus Mugo zum ersten Mal

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peer
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Pinus Mugo zum ersten Mal

Beitrag von peer »

Hallo Leute,

habe heute eine kleine Kiefer in der Baumschule entdeckt und da ich das Material irgendwie ansprechend fand, habe ich die kleine einfach mal mitgenommen. Nicht zuletzt, weil ich mich vorher noch nie an Kiefern versucht habe und mir das Bäumchen als Übungsmaterial recht erschien.

Ich habe das Bäumchen heute erstmal recht planlos und naiv zurückgeschnitten, sprich unnötige äste entfernt, die nadeln am stamminneren und den starken neuaustrieb , wobei ich wirklich nicht genau weiß wie der baum auf meine rückschneidemethode reagieren wird. Ich hoffe gut. nichts desto trotz sieht das ganze schon sehr viel mehr nach Baum aus als zuvor ;) . Eine Ansichtsseite habe ich noch nicht gewählt, deshalb sind praktisch noch alle Äste dran.

Ist es sehr katastrophal oder gehts ? Wie weiter vorgehen ?

Hier mal Ansichtsmaterial.

Für Tipps Kritiken und Anregungen bin ich wie immer sehr dankbar.

Hier ein paar Bilder:

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Beste Grüße, Peer
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Igor
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Re: Pinus Mugo zum ersten Mal

Beitrag von Igor »

Servus Peer,

ganz gerade heraus:

1.
Die Mugo-Zuchtformen "Mops" sowie "Gnom", "Pumilio", "Humpy" ... und wie sie noch alle heißen, sind aufgrund ihres SEHR langsamen Wuchses als ernsthaftes Rohmaterial nicht zu gebrauchen. Ich persönlich würde mit diesen Sorten keine Zeit verschwenden.

2.
Du hast Glück, dass du dich für keine ältere bzw. teurere Kiefer entschieden hast. Die Mugo wird´s zwar überleben, aber mit diesem Eingriff hast du sie ganz gewaltig geschwächt.

So wie ich auf den Fotos sehe, hast du der armen Pflanze fast alle Kerzen abgenommen und die zu langen Äste hast du einfach abgeschnitten. Ohne zu schauen, ob hinter dem Schnitt vielleicht noch eine Knospe übrig ist, die den Ast schließlich am Leben erhalten könnte.
peer hat geschrieben: Ich habe das Bäumchen heute erstmal recht planlos und naiv zurückgeschnitten, sprich unnötige äste entfernt, die nadeln am stamminneren und den starken neuaustrieb , wobei ich wirklich nicht genau weiß wie der baum auf meine rückschneidemethode reagieren wird.
Was soll ich dazu noch sagen? Diese Arbeit, wie du sie jetzt getan hast, kannst du nur bei Laubbäumen machen! Kiefern bringst du damit um!!!

Das nächste mal, bevor du an einem nächsten Projekt Hand anlegst, schlage ich dir vor dich vorher zu informieren. Hier im Forum kannst du viele illustrierte Tips bzw. Anleitungen finden. Suche Leute, die sich schon länger mit Bonsai beschäftigen und lass´ dir die Grundlagen erklären. Heieiei ... da gibt´s so vieles: Arbeitskreise, Kurse und Seminare, Bücher ....

Lass jetzt aber den Kopf nicht hängen, denn jeder Anfang ist hart. Auch ich habe meine erste Kiefer mit den selben Fehlern zerstört, wie du deine :roll:

Schöne Grüße,
Igor
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peer
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Re: Pinus Mugo zum ersten Mal

Beitrag von peer »

Hallo Igor - vielen dank für die response!

Dass die Mugo so langsam wächst macht mir nichts aus - ich bin noch so jung :P

Was den radikalen Rückschnitt betrifft habe ich mich natürlich vorher informiert. Vielleicht waren es die falschen Quellen - aber beispielsweise in der Bonsai Art habe ich gelesen, dass man die Mugo durchaus bis tief ins alte Holz zurückschneiden kann, sofern sich an dem betreffenden Ast noch Nadeln befinden und auch die Kerzen im mai/ juni entfernt. Vielleicht hätte ich die drastischen Eingriffe besser im frühjahr / winter vorgenommen. - aber jetzt ist es so :D
Hatte mich darauf verlassen aber ich werde das nächste mal besser recherchieren.

Das einzige was mich momentan etwas stört ist der extreme Dickenwachstum der vorhandenen Zweige - auch der jungen. Daher habe ich das ganze so stark zurückgeschnitten und hoffe auf neue - dünne Austriebe.
Beste Grüße, Peer
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Igor
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Re: Pinus Mugo zum ersten Mal

Beitrag von Igor »

peer hat geschrieben: Das einzige was mich momentan etwas stört ist der extreme Dickenwachstum der vorhandenen Zweige - auch der jungen. Daher habe ich das ganze so stark zurückgeschnitten und hoffe auf neue - dünne Austriebe.
Siehst du, auch das ist ein weiterer Nachteil von dieser Zuchtform. Die neuen Zweige werden irgendwann einmal auch diesen Charakter annehmen. Das liegt in ihrer Natur.

sg-Igor
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