kressevadder hat geschrieben:Neben einem verpilzten Baum zu frühstücken fände ich unhygienisch. Wenn meine Kinder dann in der Erde wühlen oder ihre gustatorischen Erfahrungen an verpilzen Blättern machen, dürften sie eh die nächsten sein, die etwas Fungizit nötig haben.
...
erstens heisst es Fungizid, zweitens verwendet der Hautarzt Antimycotica und drittens ist Mehltau so wenig humanpathogen wie Pfifferling und Champignon. Von mir aus kannst du mir die mehltaubefallenen Eichenblätter zum Frühstück servieren, ich hätte lediglich Probleme mit der enthaltenen Gerbsäure (erschwert den Stuhlgang).
liebe Grüße Andreas Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! besucht mich auf flickr
bock hat geschrieben: ...und drittens ist Mehltau so wenig humanpathogen wie Pfifferling und Champignon.
OK, das ist Wissen, das man auch erst mal haben muss, das ist mir auch neu. Bis lang war ich auch lieber vorsichtig damit - allerdings waren mir zum Mehltau im Gegensatz zu den Fungiziden keinerlei Warnmeldungen bekannt.
Wir wissen jetzt also, dass das Zeug nur ein reiner Schönheitsfehler und in unserem Sinn ein Wachstumshemmer ist.
Wenn man das so sieht und den Pilz gewehren lässt, brauch man sich nicht wundern, wenn der Baum durch eine nichtvorhandene Vitalität keine Winter mehr schadlos übersteht. Wenn man angenommen sehr teure Bäume besitzt oder Bäume die man schon jahrelang pflegt (ideeler wert), kann man doch als Bonsaigestalter nicht riskieren, dass der Baum schaden nimmt. Wenn man den Pilz also jedes Jahr nicht richtig bekämpft, dann hat man den Baum erst in 15 Jahren da wo man ihn in 10 Jahren haben könnte oder er resigniert, wenn er jedes Jahr gegen den Pilz kämpfen muss. Mich würde mal interessieren, wie das richtige Bonsaiprofis handhaben und sehen, welche Bäume besitzen, die man nicht einfach mal kaputt gehen lassen kann.
Ach naja, ich vergleiche es schon damit, daß man sein Kind wahlweise mit Seife oder Sagrotan waschen könnte. Es ist heute bereits erwiesen, daß eine zu sterile Umwelt nicht gesund ist, auch wenn man es auf den ersten Blick meinen mag.
Der Mehltau scheint sich auf Stieleichen eingeschossen zu haben, trotzdem haben wir in D seit Jahrtausenden Eichenmischwälder.
Als ich vom alternativen Mehltauschreck gelesen habe, war ich schon happy, etwas zu finden, das nicht so giftig für mich und meine Umwelt ist wie Fungizide. Allein schon die Handhabung! Und dann darf das nicht ins Abwasser gelangen!
meiner beobachtung in der natur nach sind eichen wesentlich unempfindlicher gegen mehltau, je älter sie sind. man kann das gut sehen, wenn alte und junge direkt nebeneinander stehen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
leute, ich will ja nix sagen, aber langsam wird die diskussion absurd.
Hallo,
mir ging´s ja eigentlich auch mehr um das Thema an sich. Von "Mehltauschreck" hatte ich bisher keine Ahnung.
Auch vermisse ich eine Antwort auf die Frage, warum die Befindlichkeiten gegenüber Mehltau innerhalb der Ahorn- und Éichenfamilie so groß sind.
Aber zugegeben: es gibt wichtigeres,
bonsaiheiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
bonsaiheiner hat geschrieben:Auch vermisse ich eine Antwort auf die Frage, warum die Befindlichkeiten gegenüber Mehltau innerhalb der Ahorn- und Éichenfamilie so groß sind.
Ja, gut, dazu muss man das einfach wissen.
Möglicherweise ist
1. der Mehltau ist auf bestimmte Pflanzen bzw. bestimmte Eigenarten spezialisiert
2. die anderen haben eine Abwehr dagegen.
Es wird halt ein Parasit sein, der "seinen" Wirt hat, so wie man (im Guten) bestimmte Schwammerln auch bevorzugt unter bestimmten Bäumen findet.
Wollte eigentlich nur andeuten, dass man den Baum zum spritzen ja wegstellen kann - wenn es denn sein muss.
Das "t" nehme ich zurück.
Was bleibt ist der Hinweis, das wenn dir der Arzt ein Präparat der Gruppe Antimycotica verschreibt, er sich zwischen einem Fungizid und einem Fungistatikum als Wirkstoff entscheiden muss.
**** ratsch ****
Na endlich regnet es mal wieder, da freut sich der Mehltau.
Gruß
Manfred
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Ich stehe auf der Leitung.
Zwei mal 2/50 und Rest Wasser hilft mir nicht weiter.
Leichter tun würde sich wahrscheinlich die Leserschaft mit Mengenangaben in z.B. ml, dl, cl oder Volumsangaben z.B. in cm³ einschließlich der Quantifizierung des Restes.
Nachdem alle anderen sich scheinbar auskennen und nur ich Probleme habe, ist es mir geradezu peinlich nachzufragen.
Ich tue es, weil das Rezept nachahmenswert klingt.
Erim hat geschrieben:Zwei mal 2/50 und Rest Wasser hilft mir nicht weiter.
Zweimal zwei Fünfzigstel machen vier Fünfzigstel, also fehlen zum Ganzen 46 Fünfzigstel.
Oder: 20ml von einem, 20ml vom anderen, und mit Wasser auf einen halben Liter auffüllen.
In der Frauenheilkunde kennt man neben der Milch und Joghurt noch Lapacho, Rettich, Zwiebel, Knoblauch und Zimt.
Alles nachweisbar pilzhemmend bis tötend. Kann man ja mal bissel rumprobieren und dann berichten. Bei nem Mix aus Rettich, Zwiebel und Knoblauch wandert wohl alles aus incl. Nachbar .
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