Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

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Luki
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Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Luki »

Hallo liebe Bonsai-Fachforum Community,

nach langem hin und her und viel Leserei auf diversen Seiten bin ich nun auf dieses tolle Forum gestoßen. Ein riesen Lob zunächst von meiner Seite aus. Habe schon kräftig herumgestöbert, gesucht und gefunden und denke eine tolle Anlaufstelle gefunden zu haben.

Mein Entschluss steht jedenfalls - Ich möchte mich an meinem ersten Bonsai versuchen!

Dabei möchte ich für den Anfang jedoch mit keinem Jüngling beginnen, sondern mir solides Ausgangsmaterial vom Sponsor besorgen. Ebenfalls vor dem Hintergrund mich nicht gleich zu überfordern, soll mein erster Bonsai ein Indoor-Exemplar werden (auf den Balkon ausweichen kann in in meiner Situation immer und einen großen Garten haben wir zur Not nicht weit entfernt ebenfalls). Dennoch bitte das Hauptaugenmerk auf Indoor legen.

So kommen wir auch schon zu meiner Frage. Welcher Bonsai ist der Richtige? Ich habe wie gesagt schon viel rumgelesen und eigentlich würde ich fast ohne Umwege zur chinesischen Ulme greifen. 60 Euro Exemplare beim Sponsor gibt es wie ich finde schon sehr schöne. Was halten die Experten unter euch von einem solchen Bonsai für den Einstieg? Was mir ein wenig Angst macht ist allerdings die Tatsache, dass immer wieder geschrieben wird, dass diese Art eigentlich doch draußen stehen sollte. Ist sie also für Indoor absolut ungeeignet? Ich mein die Bonsaischule hat ja schon einiges an Erfahrung und auch dort unter der Rubrik Indoor zu finden. Mich würden eure Meinungen zu dieser und anderen Anfängerarten sehr interessieren.

Und wie sieht es unabhängig von den Arten dann mit der ersten Zeit nach dem Kauf aus? Es sind dann ja nicht die jüngsten Bonsais, mit denen ich anfangen mag. Was kann man diesen bereits zumuten und was nicht und was für Zubehör sollte ich auf jeden Fall bereits von Anfang an mitnehmen, um meinem Bäumchen auch gerecht zu werden? Kann man evtl. schon daran denken zu gestalten, oder sollte das auch noch das ein oder andere Jährchen auf sich warten lassen? Hier würde ich zunächst aber eh nichts überstürzen... lieber zunächst pflegen und erhalten und Berührungsangst verlieren. Dennoch denkt man bei Bonsais schon von Anfang an auch an die Gestaltung und was man gerne daraus machen würde, daher die Frage.

Ich denke diese beiden Fragen reichen fürs erste und decken meine größten Schwierigkeiten ab. :)

Ich freue mich auf eure Antworten
Luki
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achim73
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von achim73 »

hallo luki,
das problem mit den china-ulmen ist meist die überwinterung. die sollte zwischen 0 und 10 grad erfolgen.
also ist es in der wohnung zu warm, draussen aber zu kalt.
gut in der wohnung lassen sich z.b. ficus retusa überwintern.
dass die bäumchen alle am liebsten im sommer draussen stehen, hast du ja schon mitgekriegt. :)
Gruss, Achim
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chinesische Weisheit
Luki
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Luki »

Hallo Achim,

danke für die Antwort. Einen ficus retusa find ich allerdings alles andere als schön. Ich mag diese doch recht großen Blätter (gut dem wäre mit Blattschnitt irgendwann beizukommen) und einfach das gesamte Erscheinungsbild nicht. Ich bin halt einer von der Sorte "stereotypischer Bonsaibaum"-Fan. Zumindest was die Art angeht. Natürlich möchte ich irgendwann einen nach meinen Vorstellungen heranziehen.

Momentan fällt es mir eben schwer eine Art zu finden die "typisch" ausschaut und für Indoor geeignet ist. Wobei ich betonen möchte, bevor ich optische Abstriche mache, nehme ich lieber mehr Arbeit in kauf. Wie gesagt der Garten wäre da... dennoch würde mich interessieren, ob ihr auch was für Indoor empfehlen könnt, was meinen optischen Vorstellungen nahe kommt.

Ist eigentlich klar, was ich mit "stereotypisch" meine? :mrgreen:
Janina*
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Janina* »

Sagretie?
Luki
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Luki »

Mal ne grundlegende Frage, weil diese Art auch wieder Blätter hat, die mir zunächst nicht so sehr gefallen. Ist durch einen Blattschnitt generell zu erreichen, dass Blätter klein bleiben oder ist das wie beim Haare Schneiden, nur dass man quasi bis zur Glatze geht, damit sie irgendwann für eine bestimmte Zeit die richtige Größe haben? *confused*
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camaju +
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von camaju + »

Wie geschrieben, schau dich mal beim Sponsor um. Da gibt es auch ficus-Sorten mit kleinen Blättern. Die Blätter von einem Retusa bekommt man auch klein. Geht am besten im Sommer bei voller Sonne :wink:
Und .. klar, du kannst bei den meisten Arten durch einen Blattschnitt die Blätter verkleinern.

Auch wenn dich ein Ficus jetzt nciht direkt "anspringt". Ich denk mal du musst jetzt nix übers Knie brechen und mit ein wenig Zeit kannst du dich mal hier durchwühlen.

http://www.bonsai-fachforum.de/viewforum.php?f=25
Gruß Jürgen *wink*

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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von wanderbarde »

Lieber Luki, liebe Chin.-Ulmen-Erfahrene,

nimmt Ulmus parvifolia wirklich zwangsläufig Schaden, wenn sie bei Zimmertemperatur überwintert wird? Man liest immer wieder, dass sie ein sog. "Kalthausbonsai" sei... aber Paul Lesniewicz schreibt, dass diese Pflanze gut und gerne bei 18-22°C überwintert werden kann.

Ist es vllt. möglich, aber bloß halt nicht optimal?
Hat irgendjemand hier konkrete (positive oder negative) Erfahrungen?


Gruß, WB
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Heike_vG »

Hallo,

mir sind die Ulmus parvifolia bei Überwinterungsversuchen im Haus eingegangen oder haben sich nur so halbtot in die nächste Saison gerettet, dass sie sich nur mit Mühe wieder erholt haben. Eine auch unter einer Pflanzenlampe.
Als ich es mit einem hässlichen Exemplar draußen probiert habe, nicht einmal frostgeschützt, hat es fröhlich und gesund überlebt. Aber andere Leute haben schon berichtet, dass ihre chin. Ulmen den Frost nicht vertragen haben.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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migo
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von migo »

Hallo Luki,

Während ich mein Posting schrieb, ist mir Heike zuvor gekommen. So hat jeder seine persönlichen Erfahrungen damit. Ich werde meine Ulme jetzt kalt Überwintern, du solltest deine Möglichkeiten noch genau überprüfen.

zufälligerweise bin ich seit gestern selbst Besitzer einer chin. Ulme - habe ich geschenkt bekommen, ganz fürchterlich in S-Form gestaltet. Hätte ich mir so nie gekauft, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul...
Na egal, deshalb habe ich jedenfalls eben mal nachgelesen, wie jetzt weiter.

Horst Stahl schreibt dazu:
Sommer:
Am hellsten Fenster oder besser vollsonnig nach draußen.

Winter:
In einem kühlen Raum bei 6 bis 10°C, mäßig feucht halten
oder bei Temp. von 18 bis 20°C, wie im Sommer wässern.
Nicht düngen (gilt für beide Verfahren)
Bei warmer Überwinterung verliert der Baum sein Laub häufig nicht.

Meiner Meinung nach kannst du durchaus mit einer Ulme beginnen, dass du nicht gedankenlos an die Sache rangehst, hast du ja schon bewiesen. Außerdem kannst du den Baum im Sommer auf den Balkon stellen.
Für den Winter geht für die warme Überwinterung meist ein kühles Schlafzimmer oder für kalte Ü. zB. ein Hausflur, Dachboden oder so - Hauptsache hell.

Viel Spass!
Tschüüss, Michael

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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Gisela V. »

Hallo,
meine Chin. Ulmen überwintern im Gewächshaus bei ca. 10-20 Grad.
10° ohne Sonneneinstrahlung, 20°oder mehr kann es schon mal geben, wenn die Sonne im Februar drauf scheint.
Alle bleiben grün und treiben ab Februar/März wie die Wilden aus.

Grüßle, Gila
Was wären wir ohne den Trost der Bäume.........
Luki
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Luki »

Danke für die ganzen Antworten.

Wie gesagt scheue ich die kalte Überwinterung nicht unbedingt. Ohne wäre es nur einfacher geworden. Ansonsten eben Balkon und wenn's zu kalt werden sollte eines unserer Badezimmer/Klos (werden nicht geheizt und haben viel Licht). Dann besteht wie gesagt auch noch der Garten und dort haben wir auch ein Gewächshaus, wo sonst Gurken und Tomaten heranwachsen. Und irgendwann kann man evtl. auch noch extra was für die Bäumchen herrichten...

Möglichkeiten über Möglichkeiten wie ich finde und lernwillig bin ich ebenfalls. Ich denke also tatsächlich, dass ich mit der Ulme beginnen werde. Wenn hier also kein großer Einwand kommt, dann wird es so sein *engel*

Wo wir aber auch schon bei einer anderen Frage wären... Welchen nehme ich am besten. Woraus kann man mehr machen? Generell mag ich bereits gebogene Bäumchen (gerne auch S) andererseits sind da die Möglichkeiten vor allem für mich als Anfänger doch etwas begrenzt. Vor alle wenn es irgendwann schön und natürlich aussehen soll.

Evtl. mag mal jemand beim Sponsor vorbeischauen und sich die dort verfügbaren Ulmen ansehen und seine Meinung abgeben. Und was sollte ich unbedingt bereits zu Anfang an Werkzeug mitnehmen? Draht, Zange, etc... oder doch lieber bereits eines der dort angebotenen Sets?
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last
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von last »

Hallo,

ich bin zwar kein Bonsai-Fachmann und habe auch nicht jeden Beitrag in diesem Thema detailliert gelesen aber die paar Jahre Bonsai-Erfahrung, die ich inzwischen habe haben auch schon so manchen Winter mit sich gebracht (Wenn nicht wär ja auch schlecht..).

Bei meinen beiden Ulmen, die ich nun schon seit 2005 habe, war es bisher immer am Besten sie im Treppenhaus ans Fenster zu stellen- da es ein altes, wenig dichtes Holzfenster ist hab ich eine gerollte Zeitung zwischen Bonsai und Fenster gelegt.
Okay-ich hatte zwar so gut wie jedes Jahr Spinnmilben dran aber mit entsprechender Behandlung haben sie bisher gut überlebt.
Ich hoffe, dass die Bäume dieses Jahr mal ohne Spinnmilben bleiben, sie standen den ganzen Sommer draußen und konnten Kraft tanken.
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bitte entsorgen Sie sie auf umweltfreundlichem Wege!
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Josef Knieke
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Josef Knieke »

Hi Luki

ich würde bei einem Anfänger von versch. Sorten abraten! Dazu gehören unbedingt Sagretie, Fukientee und Serissa.

Ich persönlich habe beste Erfahrungen mit Myrten gemacht. Sie sind sehr robust, haben kleine Blätter, blühen und kommen problemlos über die kalte Jahreszeit. - Sie haben nur ein Manko!!! Wirklich nur eins, sie dürfen nie ballentrocken werden!! Dann ist sie nicht mehr zu retten. - Aber das liegt ja an dir!

Aber ansonsten nur empfehlenswert!

Anbei ein Bildchen, damit du eine Vorstellung hast!

Gruß

Josef
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camaju +
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von camaju + »

Meine letzte chin. Ulme hat den Wintertest auch nicht überstanden.

Kopie aus nem anderen Beitrag

Das Problem ist eben, man weiß selten, wo diese Ulmen herkommen. Auf der Enger-Seite steht z.B. dass deren Ulmen aus Taiwan kommen. Andere kommen z.B. aus China und das ist groß. Es wird dann schon ein klimatischer Unterschied sein, ob die aus dem Gebiet der sibirischen Grenze kommen, oder aus dem Süden des Landes.

Zopf schreibt dazu

Da man die Herkunft nicht bestimmen kann,
ist ein möglicher Weg Stecklinge zu nehmen
umd die Forsttoleranz anhand dieser zu überprüfen.


Luki, was mit noch einfällt. Ein Pfefferbaum ginge auch noch als Indoor :wink:
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Luki
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Re: Mein erster Bonsai - Chin. Ulme?

Beitrag von Luki »

Danke auch euch beiden und ich muss sagen, Myrten und Szechuanpfeffer gefallen mir beim Sponsor doch recht gut ...
Myrten sind zwar erst 6 Jahre alt, schlagen dafür aber auch nur mit knapp 40 Euro zu Buche. Pfeffer gäbs auch ältere schöne für etwas mehr.

Verdammt da würd ich ja schon fast gerne beide nehmen :D Bin mir nur nicht ganz sicher wie wohl diese stark glänzenden Blätter aussehen (bzw. wie sie sich nachen). Würde sich da eine zur Farbe passend lackierte Schale anbieten?
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