Danke für die Wünsche :D . Positiv liegt im Auge des Betrachters, lieber Martin. Es geht nur um so eine "Schnittstelle" die ich brauche und da ist es der zweite Versuch, diese anzulegen. Aber lasst uns über andere Dinge quatschen.
Ich bin wohl doch gut dabei, mit meinem Bilderablagesystem. Die Bilder der Lärche habe ich relativ schnell gefunden.
Also hier die Geschichte der kleinen, dicken Lärche:
Gefunden habe ich den Baum im April 2004 und wie man auf dem ersten Bild schon sieht, war er weit entfernt von dem, was ich hier im Flohmarkt angeboten hatte.

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Interessant war ausschliesslich diese Verdickung direkt am Nebari. Der Baum hatte kaum Wurzeln, nur eine dicke, zwei Meter lange, seitliche Wurzel. Ausserdem ging noch ein dicker Ast in eine seitliche Richtung. Damals hätte man auch über eine Kaskade oder ähnliches nachdenken können.

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Das zweite Bild zeigt Martins heutige gewählte Vorderseite. Der Baum war von innen völlig vergammelt. Das faulige Holz entfernte ich und er war gut zur Hälfte hohl.
Der Baum wurde also nicht mitgenommen, weil er so schön war. Sondern weil man etwas aus ihm machen konnte. Dazu mußte zunächst ein gestaltbarer Rohling aufgebaut werden. Das sollten sich die Leute merken, die oftmals nach Gestaltungsvorschlägen für so völlig uninteressante Pflanzen nachfragen (das ist jetzt nicht bewertend gemeint). Man kann eine Pflanze, die irgendein Pluspunkt hat aber gar nicht ansprechend ist, mit viel guter Vorbereitung zu einem gestaltbaren Rohling erziehen. Hier ist ein Beispiel wie so etwas aussehen kann.
Zunächst wurde der dicke Seitenast entfernt, weil ich natürlich diesen kleinen, dicken Stamm entwickeln wollte. Die Baumkrone über diesem Stamm kam aus einem relativ dünnen Ast, der viel zu lang war und die Krone so nicht schlüssig über dem Stamm gebracht werden konnte. Von unten kam ein noch dünnerer Ast, der sich aber direkt über dem Stamm verzweigte. Diesen Ast ablaktierte ich dann als Ersatz für den Kronenast.

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So hatte ich schon einmal das nötige Grün an der richtigen Stelle. Seitlich ging ein Ast ab, den man irgendwann als ersten Ast aufbauen könnte. Der stand aber zu steil und hätte sich nur mit einem unschönen Bogen in eine gute Position bringen lassen. Also wurde dieser Ast in direkter Stammnähe eingesägt, ein Keil in halbem Astdurchmesser entfernt und so liess sich der Ast direkt am Stamm so stark biegen, dass er eine gute Position einnahm.

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Nach kurzer Zeit, noch im Jahr 2006, war der ablaktierte Ast bereits fest angewachsen und auch der seitliche Ast war wieder gut verwachsen.

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Nach dieser Aktion konnte man den Baum bereits in eine Bonsaischale setzen. Er hatte in der Zwischenzeit im Teichpflanzkorb einen sehr dichten Wurzelballen wachsen lassen. Alles sah sehr positiv aus.

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Um das anwachsen zu unterstützen kann man mit einem Schnitt unterhalb der Ablaktierung für schnelleren Erfolg sorgen.

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Im Frühsommer 2007 war der Spenderast vollständig mit der Unterlage verwachsen.

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So konnte ich den Ast abtrennen und er übernahm nun die Funktion der Baumkrone.

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Hier ist nun bereits die alte Baumkrone entfernt. Ein senkrechter Ast war tot und wurde später noch entfernt.

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Im Frühjahr 2008. Das hier war keine Grundgestaltung. Diese Drahtung diente ausschliesslich dazu, die neuen Äste in eine vernünftige Position zu lenken. Der Draht wurde schon recht bald, als die Äste standen, wieder entfernt und so hatte der Baum genügend Raum um eine neue, dichte Krone anzulegen. Diese Lärchenart ist sehr wüchsig, weshalb so etwas sehr schnell geht.