noch Hoffnung für Rotbuche???

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Bertram
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noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Bertram »

Liebe Bonsaifreunde,
ich wollte diese Woche eigentlich meine Rotbuche als Bonsairohling vorstellen welche ich Anfang April ausgegraben habe. Aber Sie entwickelt sich garnicht gut und ich hoffe ein paar Tipps zur Stärkung von Rotbuchen zu erhalten. Ich habe das Forum schon angefangen zu durchsuchen nach etwas Ähnlichem, bin aber bisher noch nicht Fündig geworden.
Zum Baum:
Anfang April ausgegraben, Wurzelballen eher Mittelprächtig, einige dicke Wurzeln gekappt, einige feine Wurzeln in Stammnähe vorhanden, ein paar wenige zu lange Äste gestutzt, in eine Mischung aus Splitt und Gartenerde ins Beet gesetzt, wurde immer feucht gehalten (vielleicht zu feucht?)
Jedenfalls trieb die Buche aus, allerdings nur an den Enden der Äste und die neuen Triebe wuchsen auch normal in die Länge. Aber die Blätter machten schon von Anfang an einen etwas schlaffen Eindruck. Ich dachte es wäre eventuell Stressbedingt.
Aber dann haben die Blätter angefangen braune Ränder zu bekommen. Ich habe die Buche 2-3 mal die Woche mit Wasser besprüht und auch ab und an Orus, HB 101 und GK 365 mit gesprüht.
Ich war 2 Tage nicht im Garten und, oh Schreck, so gut wie alle Blätter vertrocknet :(
Ist es möglich das das bisherige Wachstum durch die Reserven zustande kam und die Kraft nun zuende war?
Ich habe nun alle Äste eingekürzt und wieder mit Orus, HB 101 und GK 365 besprüht.
Hat Jemand schon mal Erfahrung mit so einem Verhalten gemacht? Besteht eventuell Hoffnung auf einen Neuaustrieb?
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migo
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von migo »

Hallo,
ich experimentiere nun schon seit fast 20 Jahren mit Rotbuchen-Yamadoris rum (meist mit Erfolg) und das letzte Bild sagt mir, dass du für ein eher mittelprächtiges Wurzelkostüm viel zu viel Astwerk hast stehen lassen. Allein die Endknospen entwickeln locker sechs bis acht Blattpaare und das entzieht dem Baum total viel Energie. Tja... und wenn er dann getrieben hat, können die paar Wurzeln diese Masse Grün nicht ernähren.
Auch wenn du jetzt im Nachhinein stark zurückgeschnitten hast, befürchte ich, dass alle Reserven verbraucht sind. Ich gebe dem Baum keine allzugroßen Changsen mehr, so leid es mir tut.
Tschüüss, Michael

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Chris25
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Chris25 »

Moin,

Muß mich Migo da anschließen, ging mir mit meinen Findlingen letztes Jahr genauso.
Sind nach kurzem Aufbäumen alle mit den selben hängenden Blättern langsam zu Grunde gegangen. Habe da acuh sehr viele Äste stehen lassen.
Hoffe aber das deiner es doch noch schafft.

Gruß,
Chris
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zwanziger
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von zwanziger »

Hallo Bertram,

ich hab das auch mal mit Rotbuchen probiert.
Leider bin ich auch Migos Meinung,
zu viel gün für zu wenige Wurzeln.
Gartenerde hält dazu noch viel Feuchtigkeit,
mit Sand habe ich da bessere Erfahrungen gemacht oder Kies für Bäume mit Wurzelschäden.
Ich hoffe aber für dich mit, da er interessant ausschaut.
MfG André

Hummel Hummel, Mors Mors
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Bertram
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Bertram »

Danke Euch für die schnellen Antworten,
ich habe mir schon sowas Ähnliches gedacht. Am Wochenende habe ich auch in einem anderen Beitrag etwas über Rotbuchen gelesen und das man nach dem Ausgraben stark zurückschneiden sollte wegen des kräftigen Neuaustriebes. Ich glaube auch das die Kräfte der Buche aufgebraucht sind und der Rückschnitt zu spät kahm.
Leider ist das meine erste Rotbuche, so einen Anfängerfehler merkt man sich auf jeden Fall und wird, falls ich mal wieder eine Rotbuche finde, nicht mehr passieren... :(
Ich besprühe aber trotzdem erstmal weiter, falls ja doch noch irgenwo ein Funken Triebkraft ist.
Anbei noch ein Bild vom Wochenende.
Einen schönen Start in die Woche und bis bald
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Josef Knieke
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Josef Knieke »

Tja Bertram

...nu hast du ihr völlig hinüber geholfen!!! :cry:

Nach einem derartig, drastsichem Rückschnitt wird sie nicht wieder aus dem alten Holz austreiben. Rotbuchen bilden ihre Knospen i.d.R. im Vorjahr. Diese verbleiben an der Pflanze und treiben im Folgejahr aus. Deine hat noch keine Knospen, die evtl. noch austreiben können.
Rotbuchen verhalten sich im Austrieb anders als Pflanzen wie z.B. Hainbuchen, die allerdings auch nicht zu den Buchengewächsen gehören.

Ich glaube, nu kannst du dich wirklich verabschieden, so leid es mir tut :roll:

Gruß

Josef
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Bertram
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Bertram »

hmm, wenn man Mist baut, dann gleich richtig!
Ich habe mir Gestern nochmal die abgeschnittenen Äste genau angeschaut, dort waren auch, bis auf die vertrockneten Blätter, keine Knospen die noch hätten austreiben können.
Ich hätte den Baum vor dem Ausgraben besser vorbereiten müßen. Habe zwar letztes Jahr den Wurzelballen mit dem Spaten umstochen, aber die Äste zu zaghaft gestutzt sodass die Rückknospung nicht genug angeregt wurde...
Im nachhinein könnte man sich in den Hintern beißen, aber in Anbetracht des hübschen Rohlings den ich gehimmelt habe werde ich das wohl nie vergessen und in Zukunft mehr Vorarbeit leisten falls ich einen geeigneten Rohling finde.
Vielen Dank aber für die wertvollen Tipps im Umgang mit Rotbuchen.
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Peter L
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Re: noch Hoffnung für Rotbuche???

Beitrag von Peter L »

Moin moin,

die Erfahrungen mit dem Ausgraben von Rotbuchen so wie sie schon beschrieben wurden kann ich bestätigen. Vor zwei Jahren hatten wir eine Hecke aus Rotbuchen entfernt und einige Bäume versucht am Leben zu erhalten. Die Bäume, die nach dem Ausgraben sofort wieder in ein Freilandbeet gesetzt wurden haben fast alle überlebt. Bei diesen wurde gleichzeitig der Astbereich stark zurückgenommen.
Dieses Früjahr habe ich sie alle aus dem Beet in Anzuchtschalen gesetzt und bislang haben sie mir das nicht krumm genommen. Das Wurzelwerk habe ich dabei nicht angetastet nur im Astbereich einige Korrekturen vorgenommen.

Desweiteren hatte ich noch einige Buchen nicht komplett aus dem Bereich der Hecke entfernt um diese ev. noch später mal auszugraben. Da mein Platz zum stellen der Bäume aber auch nicht unbegrenzt ist und die Bäume auch gepflegt, gegossen, etc. werden müssen hatte ich mich entschieden sie ebenerdig abzusägen. Dazu hatte ich vorher das komplette Astwerk entfernt. Nun ist vieles vor dem Absägen dazwischen gekommen, so dass der Austrieb schon wieder begonnen hatte und diese "Stummel" von der Größe 30cm bis 2m trieben an vielen Stellen wieder aus. Die Buche hat in der Beziehung einen sehr starken Überlebenswillen.

Dieses Verhalten der Buche würde bedeuten, dass sie den starken Rückschnitt ohne Ausgraben sehr gut vertragen kann und anschließend 2-3 Jahre später das Ausgraben erfolgen sollte. Es gab mal einen Artikel in einer älteren Zeitschrift über die Rotbuche wo auch in dieser Reihenfolge vorgegangen wurde, ich schaue mal, ob ich diesen noch finde.

LG Peter
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