Wieder ist ein Jahr vergangen und der Blauregen ist noch immer nicht auf dem Kompost gelandet. Im Gegenteil: ich habe nochmals einen Versuch gestartet, ihn zumindest teilweise abzumossen.
Ich habe im Mai erneut einen Streifen Rinde an 2 Stämmen entfernt. Anschließend habe ich einen Plastiktopf um den Stamm gelegt, so dass er keinen Kontakt zur Substratoberfläche hatte, und habe diesen mit einer Akadama-Blumenerde-Mischung aufgefüllt. Als Verdunstungsschutz habe ich noch Moos oben aufgelegt.

- entrindete Stämme

- der vorbereitete Platiktopf, die meisten Löcher sind mit Tesa zugeklebt

- der Topf um den Stamm gelegt

- Topf mit Substrat aufgefüllt
Ich traute meinen Augen kaum, als ich im Laufe des Sommers mal die "Moos-Mütze" lüftete und darunter ein paar Wurzeln entdeckte. Mit viel Mühe habe ich aber bis zum letzten Wochenende damit gewartet, mir die Wurzeln genauer anzusehen.
Hier das Ergebnis:

- neue Wurzeln!!!

- vielversprechendes Ergebnis nach dem Entfernen des Substrates

- an dem dünneren Stamm ist leider nur 1 Wurzel gewachsen, daher wurde er nicht abgetrennt
Aufgrund der zahlreichen neuen Wurzeln habe ich es gewagt, den dickeren Stamm von der Unterlage zu trennen. Das ist gar nicht so einfach, wenn man die neuen Wurzeln und die verbleibenden Stämme nicht beschädigen will.

- von unten (Wurzeln wurden locker mit Draht "hochgebunden")

- schön gleichmäßig verteilt, danach wurde mit Substrat aufgefüllt
Ich bin so happy, dass es nun doch endlich geklappt hat - zumindest teilweise. Was ich jetzt mit den verbliebenden Stämmen mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht starte ich nächstes Jahr nochmal einen Versuch. Oder ich schenke ihn meiner Mama; die hat so mitleidig geguckt, als ich den Stamm abgesägt habe.
Das vorläufige Endergebnis sieht so aus:
Drückt mir die Daumen, dass er die Maßnahme überlebt! Dann kann ich nächstes Jahr weiter berichten.
LG Tine