Hallo.
Schönes Teil so schlecht sieht der Ballen doch nicht aus,nach 1-2 Umtopfzyklen sollte der doch wieder in Topkondition sein.
Heike_vG hat geschrieben:Übrigens hat es mich erstaunt, dass dieser Baum offensichtlich viele Jahre nicht fachgerecht an den Wurzeln bearbeitet worden ist. Sehr schade eigentlich, er hätte schon so viel besser sein können. Ich habe in letzter Zeit an mehreren Bäumen ähnliches gesehen und kann nur an alle Bonsaifreunde appellieren, nehmt die Wurzelarbeiten ernst, auch wenn die Wurzeln die meiste Zeit nicht zu sehen sind. Sie sind die Grundlage allen Gedeihens und ein gutes Nebari ist eins der wichtigsten Qualitätsmerkmale eines Bonsai.
Das scheint öfter vorzukomen als man denkt.
Deshalb topfe Ich gekaufte Bäume immer gerne gleich um.
Hab das auch speziell bei einem befreundeten Händler,ob das nun das alter,eigensinnigkeit oder ignoranz bei Ihm ist,keine Ahnung wohl eine Mischung aus allem vielleicht.
Hatte mit Ihm schon Grundsatzdiskussionen wegen Kernsanierung an seinen Importmädchenkiefern die auf einmal anfangen braun zu werden etc,etc,
sinnlos.
Hab eine Wisteria von Ihm,war ein Chinaimport der Baum stand da orginal in einem Garten und ist für Bonsaizwecke geerntet worden und irgendwann bei Ihm gelandet der Baum wurde in so eine Art Torf gepflanzt(so ziemlich dasselbe wie diese Elefantenfussficusse) und wer weiss wie viele Jahre nicht getopft.
Einer der 3 Stämme ist nach einem Jahr bei Ihm komplett abgestorben und einer der anderen hat gleich mal ¾ des Stammes in Totholz verwandelt.
Hab das Ding für einen Spottpreis bekommen(eigentlich nur die Schalenkosten) weil fast tot,hätte lieber mehr gezahlt für den Baum mit 3 lebenden Stämmen und gesund.
War ne Haidenarbeit den wieder Fit zu bekommen hätte Ich den nicht Umgetopft hätte Er das Jahr sicher nicht überlebt.
Bei meinem Weinachtsgeschenk von diesem Jahr dasselbe und de war nicht billig!!!
Ne Zerreiche ein Yamadorifund von jemandem der inzwischen Verstorben ist,der Baum wurde zusammen mit einigen anderen an den Händler zum Weiterverkauf gebracht.
Der Baum stand noch in der Funderde und wurde vom Händler ohne bearbeitung des Ballens in eine Schale mit einem Kiesel-Akadamamix getopft.
Da konnte ich oben schon ablesen was unten los ist,ein paar Teile der Astpartien hatte der Baum schon absterben lassen.
Hab den Wurzelballen fast 3 Stunden vorsichtig bearbeitet um zu retten was noch da ist.
Von Wurzel-MASSE konnte da kaum noch die rede sein.
Allen noch vorhandenen mageren Würzelchen konnte man förmlich ansehen das Sie in der verdichteten Lehmerde fast ersickt sind unter dem Stammansatz waren noch Wallnusgrosse Steine eingewachsen die Ich erst mit Yamadoriwerkzeug raushacken musste.
Von Nebari ansich kann da keine Rede sein,ein Stumpf der Pfahlwurzel ist unten noch dran,darüber ein Kante wo der Baum wahrscheinlich zwischen Felsen geklemmt war,90% aller vorhanenen Wurzeln hängt an einer dicken langen die einmal komplett unten um den Baum läuft,viel arbeit also die folgenden Jahre,erstmal für den Baum um Fit zu werden und dann Wurzeln anlaktieren usw. für mich.
Anbei mal ein Bild von dem Stammansatz vorher,wenn man sowas sieht kann man besser gleich Umtopfen oder vom Kauf absehen,was mit da zu Tage kam hätte der Baum sicher nicht mehr lange mitgemacht.