kann daraus auch einmal ein Bonsai werden?

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Math
Beiträge: 14
Registriert: 04.03.2005, 12:55

kann daraus auch einmal ein Bonsai werden?

Beitrag von Math »

Hallo Leute,
nachdem ich nun schon eine Weile hier im Forum herumstöbere, und ich muss sagen da lernt man mehr als mit so manchem Bonsaibuch, habe ich nun auch einmal meinen Mut zusammengenommen und stelle meine ersten Versuche hier ins Forum. Falls mir jemand helfen könnte wie daraus auch einmal Bonsais werden könnten wäre ich dankbar.

Zuerst eine Myrthe, welche ich schon eine ganze Weile habe und die ich als Steckling erworben hatte.

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Dieser Ginkgo sollte in meinem Gartencenter auf den Komposthaufen fliegen ich hatte mich seiner angenommen und er hat auch wieder ausgetrieben nur weis ich nicht recht was ich daraus machen könnte.

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Mit diesem Ahorn war es ähnlich, wegen einer sehr großen Wunde am Stamm, im Bereich über den unteren Blättern konnte ich ihn für einen Apfel und n’ Ei bekommen. Ist aus so einem Ahorn überhaupt was zu machen?

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Und zuletzt bitte nicht lachen ein Nadelbaum ? ich hatte ihn aus Samen gezogen, welchen ich mir aus Sri Lanka mitgebracht hatte. Deswegen hänge ich vielleicht auch so daran. Ist daraus auch irgendetwas zu machen oder soll der lieber in den Garten und einfach darauf gehofft, dass er den Winter überlebt?

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Matthias
Joerg

Beitrag von Joerg »

Hallo Matthias,

habe mal schnell was "aufs Bild" gebracht.

Die Myrte, da kann es ganz schnell gehen und du hast noch in diesem Jahr Freude an einem hübschen Bäumchen.
Den Gingko würde ich erst mal runterschneiden wie abgebildet und abwarten. Genauso der Ahorn.
Sieht jetzt vielleicht etwas brutal aus und ist nicht der schnelle Weg aber m. E. der konsequente.
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kleinere Schale bräuchte der Kollege dann selbstverständlich
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Klaus Kring
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Beitrag von Klaus Kring »

Hallo Matthias,
Schon nicht schlecht. Aber schneid in der Höhe ruhig mehr weg.
Joerg hat geschrieben:Sieht jetzt vielleicht etwas brutal aus und ist nicht der schnelle Weg aber m. E. der konsequente.
Wo er recht hat hat er recht. Da würde ich auch schneiden.

Die Konifere würde ich auch (drastisch) einkürzen - ca. auf die Hälfte oder besser ein Drittel - und auf Neuaustrieb warten. Zweige hat sie ja auch recht weit unten. Die dürfte also gut damit zurecht kommen. Versuch dann die Triebe oben - bis auf den neuen Gipfel - konsequent kurz zu halten, damit die Äste unten im Verhältnis mehr zulegen.

Bei der Herkunft Sri Lanka würde ich vom Garten abraten, solange du die genau Art nicht kennst und nicht weißt, ob sie winterhart ist.

Grüße
Klaus
Math
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Beitrag von Math »

Schluck und danke erst einmal,
ich denke bei der Myrthe habe ich nicht den Mut dazu zumindest jetzt noch nicht. Ich denke das ist die typische Angst eines Anfängers, da freut man sich, dass endlich ein paar Äste gewachsen sind und schon soll man sie wieder abrasieren. Zu dem Ahorn noch eine Frage, könnte ich mittels abmoosen eventuell zwei daraus bekommen, oder sieht der obere Teil so hoffnungslos aus? Zur Konifere, wie kann ich herausfinden was das für ein Teil ist? Gibt es irgend welche Bestimmungsseiten im Netz oder weiß jemand welchen Types die alten Straßenbäume in Nuwara Eliya sind.
Matthias
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Math hat geschrieben: Zu dem Ahorn noch eine Frage, könnte ich mittels abmoosen eventuell zwei daraus bekommen, oder sieht der obere Teil so hoffnungslos aus?
mach mal,
kannst du jetzt machen, aber nicht vergessen, tief genug einschneiden
Ich hab Spass !
grüsse stefan
Klaus Kring
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Beitrag von Klaus Kring »

Hallo Matthias,
Math hat geschrieben:Schluck und danke erst einmal,
ich denke bei der Myrthe habe ich nicht den Mut dazu zumindest jetzt noch nicht. Ich denke das ist die typische Angst eines Anfängers,
Ich versteh dich. Bei Bildern von anderer Leute Bäume ist es auch viel einfacher mutig zu sein. Das geht mir mit meine Bäumen auch oft so.

Lass die Bilder mal wirken, oft kommt der Mut nach ein paar Tagen, wenn sich der Schreck gelegt hat.
Gerade die Myrte ist nach dem Kappen schon ein hübscher Anfängerbaum. Meine Myrte muss da erst noch Verzweigung zulegen nach dem Radikalrückschnitt.
Zu dem Ahorn noch eine Frage, könnte ich mittels abmoosen eventuell zwei daraus bekommen, oder sieht der obere Teil so hoffnungslos aus?
Gute Idee, von einem halbwegs dicken Stamm aus beginnt die Gestaltung doch viel leichter. Und selbst, wenn das nicht so toll aussehen sollte, an zwei Bäumen lernst du mehr für Gestaltung und Pflege als an einem. Geh raus und hol dir langfaseriges Moos, wie es auf totem Holz wächst und los geht's. Die Jahreszeit ist gerade günstig.
Zur Konifere, wie kann ich herausfinden was das für ein Teil ist? Gibt es irgend welche Bestimmungsseiten im Netz oder weiß jemand welchen Types die alten Straßenbäume in Nuwara Eliya sind.
www.nuwaraeliya.com ? verschuchs mal bei Google.
Bestimmungsseite kenne ich leider nur für heimische Gehölze.
Stell man ein Foto von einem Zweig in Großaufnahme rein, vielleicht kennt das Gewächs jemand. BTW bei auf die Hälfte oder ein Drittel meinte ich nicht von der Gesamthöhe inkl des dünnen Triebs, sondern von der Höhe des dicken Stammteils.

Grüße
Klaus
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Hallo Matthias,

schlucken musste ich bei Jörgs Vorschlag auch erstmal, und zwar speziell beim Ahorn: klar, kann man so machen, wenn's denn ein Shohin werden soll, aber m.E. muss das nicht so sein. Als Jungbaum gehen da noch verschiedenste Wege, und du kannst ihn auch in der jetzigen Größe oder auch größer gestalten. Dann kann er freilich noch Zuwachs gebrauchen wg. des recht dünnen Stammes, aber es müssen auch nicht alle Bäume gleich wuchtig aussehen.
Die beiden anderen Vorschläge finde ich o.k.

Gruß Harald
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo Namensvetter,

nur der Vollständigkeit halber und wegen der von Wolfgang schon angesprochenen, oft "flüchtigen Lesart".

Bei dem von Dir empfohlenen Vorschlag
KHarry hat geschrieben:klar, kann man so machen, wenn's denn ein Shohin werden soll, aber m.E. muss das nicht so sein.
... du kannst ihn auch in der jetzigen Größe oder auch größer gestalten.
müsste er dann aber mit der von Ihm wohl schon selbst als unschön empfundenen Wunde am Stamm aber leben.
Andere daraus resultierende Nachteile hier mal garnicht berücksichtigt.

:shock: = Augen auf im BFF! :roll: :wink:
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Klaus Kring
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Beitrag von Klaus Kring »

Joerg hat geschrieben:Genauso der Ahorn.
Der Vorschlag ist gut, aber ich glaube, der Ast, der rechts weg geht, setzt nicht am Stamm an, sondern an dem Ast links.

Grüße
Klaus
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Hallo Gary,
kommt halt darauf an, was man vorhat und wieviel Zeit man investieren will. Irgendwann würde auch die Wunde verheilen.
Gruß Harald
Joerg

Beitrag von Joerg »

Hallo Harry,

im Laufe meiner Bonsaijahre kann ich mich nicht erinnern einen wohldurchdachten radikalen Schnitt je bereut zu haben, jedoch immer wieder viele Jahre verloren wenn ich es nicht getan habe :!:
Joerg

Beitrag von Joerg »

damit hier nicht jemand denkt, der haut auf den Schlamm solange es um anderer Leute Bäume geht habe ich hier mal das Bild eines Ahorn, den ich voriges Jahr abgemoost habe (zu sehen hier )
Der Baum hatte 110 cm...bis vor 4 Wochen. Auf dem 2ten Bild seht ihr wie der Baum heute aussieht....25 cm und das ist noch der Grösste. 4 weitere von dieser Sorte haben nur noch 10-15cm.


Bild
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Math
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Beitrag von Math »

Hallo, danke für die vielen Tipps. Ich habe versucht den oberen Baumabschnitt des Ahorn noch mal zu vergrößern und auch mal den Wundbereich markiert.

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Ist im übrigen inzwischen komplett überwachsen. Die Wunde hatte mich bislang nicht so gestört, mehr dass in dem Zwischenstück kein Ast vorhanden war. Wenn ich ihn dann doch abmoose was sollte ich dann von der Krone noch so alles wegschneiden?
Übrigens zum bestimmen von Bäumen habe ich nun auch eine recht interessante Seite im Netz gefunden (www.baumkunde.de) ist ganz interessant aber letztendlich war ich mir dann doch nicht ganz sicher um welches Bäumchen es sich bei meiner Konifere handelt. Das Problem bei der Konifere ist, dass das Teil immer nur nach oben kräftige Austriebe bringt und die Seitenäste ganz langsam wachsen. Den dünnen Austrieb oben hatte ich dieses Jahr bislang als Opferast wachsen lassen dass das Bäumchen mal etwas an Stammdicke zunimmt. (keine Ahnung ob das funktioniert hatte das auch nur mal irgendwo gelesen) Schließlich ist der Baum inzwischen auch schon fast 15 Jahre und sieht immer noch ziemlich mickerig aus. Was ist nun besser, ab in eine Kiste und durchschießen lassen oder auf 1/3 runtersäbel. Weil ich gerade beim Fragen bin, ich bin momentan dabei in meinem Garten einen Amberbaum abzumoosen. Bislang habe ich noch nicht all zu viel von Amberbäumen als Bonsai gelesen. Eignet sich diese Art als Bonsai oder eher nicht so recht? Die Herbstfärbung jedenfalls ist fantastisch und die Rinde wird auch recht schnell schön korkig.
Ich denke das waren erst einmal genug Fragen Danke für Eure Hilfe Matthias
KHarry
Beiträge: 724
Registriert: 03.02.2005, 17:42

Beitrag von KHarry »

Hallo Jörg,
ich wollte damit auch nicht sagen, dass man das nicht so machen kann oder sollte (es ist eben ein Jungbaum, aus dem noch so ziemlich alles werden kann), sondern dass man ihn nicht unbedingt so klein machen muss. Ich bin bei meinen eigenen Bäumen übrigens auch mindestens so radikal wie mit meinen Ratschlägen (manchmal waren auch die dem Ratsuchenden zu weitgehend).

Hallo Matthias,
die Entscheidung, in welche Richtung es gehen soll, bleibt wohl bei Dir hängen. :wink: Objektiv besser oder schlechter gibt es da m.E. nicht (was das Einkürzen oder Durchtreibenlassen des Ahorns angeht, meine ich).

Gruß Harald
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