Eibe (Bola) Mario Komsta

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Urikawa
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Urikawa »

Köhler Rudolf hat geschrieben:
Erwin hat geschrieben:jetzt haut mich mal....

aber hat er da nicht "nur" das aufgenommen, was ohnehin schon da war???? Was seine Leistung in keiner Weise schmälern soll. Ein toller Baum.

Auf den Fotos kann ich nur erkennen, dass die vorhandenen Äste , die fast alle in der richtigen Position waren, , etwas korrigiert wurden und das Grün stark eingekürzt wurde. Habe ich da was versäumt?

Erwin
Hallo Erwin,

wenn du ähnliche Resultate Vorher-Nachher zeigen kannst, bekommst du meine absolute Anerkennung. :-D :-D

Grüße

Rudi K.
Mario arbeitet hard und er verdient es nicht das Schüler von ihm so antworten. Mehr dazu möchte ich jetzt nicht sagen.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
ezomatsu
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von ezomatsu »

Hi all,
This taxus is the result of 15 years training.
This means, cutting to get backbudding, every now and then wiring to get the branhes where they are now, making the liveveins narrower litle by litle, working on the deadwood 2 times a year, repotting it every 2 to years to get it in a bonsaipot of the correct size and taking are of it EVERY DAY.
The work Mario and I did all these years is now visible in this styling.
So it is completely wrong saying this work was a "piece of cake".
Just my 2 ents,
Jean-Paul

Ps. Sorry for not writing in German. I hope someone can translate it for me
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Andreas Ludwig
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Andreas Ludwig »

ezomatsu hat geschrieben: Ps. Sorry for not writing in German. I hope someone can translate it for me
Das mache ich gerne, damit alle Erwins Denkfehler erkennen:

«Diese Eibe ist das Resultat von 15 Jahren Aufzucht. Das bedeutet Schnitt, um Rückknospung zu erzielen, immer wieder Drahten, um die Äste in die jetzige Lage zu bringen, zweimal pro Jahr Totholzarbeiten, Umtopfen alle zwei Jahre, um sie in einen Topf richtiger Grösse zu bringen und TÄGLICHE Pflege. Die Arbeit, die Mario und ich in all diesen Jahren gemacht haben, wird jetzt in dieser Gestaltung sichtbar. Darum ist es völlig falsch zu sagen, diese Arbeit sei ein «Spaziergang» gewesen. Nur meine Meinung, Jean-Paul»

My 2 cents for Jean-Paul: Thank you so much for putting this right. The internet obviously has two sides: The good part of it is that anybody can share high quality work today. The bad side is many people do not take their time between two clicks to appreciate such work, too.
Zuletzt geändert von Andreas Ludwig am 13.03.2012, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
level320
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von level320 »

Hi all,
This taxus is the result of 15 years training.
This means, cutting to get backbudding, every now and then wiring to get the branhes where they are now, making the liveveins narrower litle by litle, working on the deadwood 2 times a year, repotting it every 2 to years to get it in a bonsaipot of the correct size and taking are of it EVERY DAY.
The work Mario and I did all these years is now visible in this styling.
So it is completely wrong saying this work was a "piece of cake".
Just my 2 ents
your statement is absolutely right Jean Paul. of course it`s not a peace of cake, some people write faster, as they think.
Erwin for sure let out of his mind, that such material also needs a very long preparation, as you described above.
it`s always a pleasure to see a work of such a talented young fellow as Mario is, and you know that, for sure :-D

best regards
ladi
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Köhler Rudolf
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Köhler Rudolf »

Köhler Rudolf hat geschrieben:
Für mich sind solche Bäume immer wieder eine tolle Motivation für meine eigenen Bäume. Und dies sehe ich vollkommen Unabhängig davon ob ich die Gestaltung mag oder nicht. Ob der Baum klassisch oder naturalistisch Gestaltet wurde. Gleichgültig welcher Stil angewandt wurde, wenn die handwerkliche Ausführung so gut ist, bin ich jedesmal begeistert.

Deshalb zeige ich ab und zu solche Bäume.

Viele Grüße

Rudi K.
Dass hat mit Mario, Schüler und JPP von meiner Seite aus nichts zu tun. Bei Arbeiten dieser Qualität zolle ich jedm Respekt!!!

Viele Grüße

Rudi K.
Grüße
Rudi K.
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Erwin
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Erwin »

Eure Antworten zeigen mir genau das, was ich wissen wollte: dieser Baum wurde über längere Zeit vorbereitet! Das war für mich so nicht aus den Texten zu entnehmen.
Üblicherweise werden hier eher Gestaltungen aus Rohmaterial gezeigt, die gewaltige Änderungen erfahren.

Erwin
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Andreas Ludwig
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Andreas Ludwig »

Solche Eiben gibt es nicht als Yamadori, Erwin, nicht mal in einem Park. Schau dir bloss das Totholz im ersten Bild an. Gilt auch für viele Kiefern, Fichten, Lärchen hier - die sind oft erheblich vorbereitet, auch wenn es dann bloss heisst «stand ein paar Jahre im Beet». Da macht ja keiner nichts, die wuschigen Kronenbereiche täuschen.

Der Eindruck, man könne an einem Workshop einen Bonsai hinzaubern, ist eine Legende, die die Szene sich selber eingebrockt hat. Die Bäume, bei denen man so getan hat, sind wohl längst Kompost.
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olli.w.
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von olli.w. »

Hallo,
ich habe am letzten Sonntag mehrmals vor dieser Eibe gestanden. Je länger man sie betrachtet um so mehr fällt einem die Detailverliebtheit auf, das bekommt man niemals an einem Arbeitstag hin.Totholz, Lebenslinien, Stellung der Äste sind schon ganz großes Kino.

Das die Vorbereitungen 15 Jahre lang dauerte konnte niemand hier wissen. Deshalb war es richtig und hilfreich das uns J.P.P. diese Info mitteilte.

Der Hammer finde ich jedoch das man diese feine Eibe mit relativ wenig Draht gestaltet hat. Davor zieh ich den Hut!

Ein Baum mit ganz großer Zukunft!

Grüße Olli
Mosel-Riesling !
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Urikawa
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Urikawa »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Solche Eiben gibt es nicht als Yamadori, Erwin, nicht mal in einem Park. Schau dir bloss das Totholz im ersten Bild an.

Kannst du diese aussage weiter begrunden? Möchtest du damit sagen dass dieses Totholz aus dem ersten Bild nur von Menschenhand gestaltet worden ist?

Stelle dir diese Frage weil ich gerne einiges in thema Eiben dazu lernen möchte.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
Totoro

Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

mich würde interessieren ob diese Eibe eine europäische T. baccata ist oder eine japanische T. cuspidata.
Wenn es eine europäische Eibe wäre hab ich glaube ich noch nie eine bessere gesehen.
Sowas gehört echt in die masterclass.

Gruß

Dirk
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Andreas Ludwig
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Andreas Ludwig »

Urikawa hat geschrieben:Kannst du diese aussage weiter begrunden? Möchtest du damit sagen dass dieses Totholz aus dem ersten Bild nur von Menschenhand gestaltet worden ist?

Stelle dir diese Frage weil ich gerne einiges in thema Eiben dazu lernen möchte.
Der Nachsatz ist natürlich Koketterie, Urikawa.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich finde diese Eibe sehr schön und habe nichts zu kritisieren. Das Totholz ist makellos und äusserst sensibel gestaltet. Sie ist - und genau da sind wir uns einig, wie ich meine - ein eindrückliches Plädoyer für geduldiges, schrittweises Vorgehen. Das einzige, was einem da fehlen kann, ist eine Aufnahme des Zustandes vor 15 Jahren, das würde den langen Weg noch deutlicher machen.

Meine Aussage bezieht sich einzig auf die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo auf dieser Welt etwas proportional so stimmiges «vorgefertigt» in der Natur finden könnte. Die geht gegen Null. Aus diesem Grund kann die erste Aufnahme nicht Rohmaterial zeigen, also muss es Überarbeitung sein. Ich kann nicht genau sagen, was und wieviel genau gemacht wurde, weiss es aber - das begründet meinen Respekt.

Der m.E. wichtige Punkt ist aber der: Die Auffassung, man könnte einfach mal losziehen, etwas ausbuddeln und das kurz später an einem schönen Nachmittag zu einem tollen Bonsai ummodeln, ist nicht nur falsch, sondern gefährlich - für das Rohmaterial. Leider entsteht dieser Eindruck immer wieder in Bonsaiforen durch vorher/nachher-Bilder. Deswegen war ich auch froh, dass das von JP richtiggestellt wurde.
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(Thoreau)
Totoro

Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Totoro »

Hallo Andreas,

es gibt oder gab sie jedenfalls allerdings schon, diese "stimmig vorgefertigten" Ausnahme-Yamadoris.

Diese Bäume erzielen mit ihrem nicht von Menschenhand geformten Totholz deutlich höhere Preise als "überarbeitete" Bäume.

Sie sind aber extrem selten, in Japan wohl gar nicht mehr in der Natur zu finden.


Grüße

Dirk
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Urikawa
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Re: Eibe (Bola) Mario Komsta

Beitrag von Urikawa »

Sie ist - und genau da sind wir uns einig, wie ich meine - ein eindrückliches Plädoyer für geduldiges, schrittweises Vorgehen. Das einzige, was einem da fehlen kann, ist eine Aufnahme des Zustandes vor 15 Jahren, das würde den langen Weg noch deutlicher machen
Respekt Andreas meine frage zu beantworten. Die neugierde diesen Baum zur Gesicht zu bekommen wächst und wächst.

Möchte man einiges über Totholz an Eiben dazu lernen besuche mal volgender Eiben:
La Lande Patry, Les Buissons Pierres, Le Troncq, Nirops, Le trait alle in Frankreich uzw. Weiter lohnt sich eine fahrt nach Kroatien auch. Zuviel um hier alle zu nennen.
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