Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo Klaus,
Naja, das Totholz wird sich wohl "von selbst entfernen" bzw. rausbröseln, und der lebende Teil wird sich dagegen abschotten; es zeigt sich schon der Kallus dazu. Erlenholz ist ja recht weich.
Was das "Baum vergrößern" angeht... ähnlich wie bei meiner Erle ist die Endgröße schon ziemlich durch Stammbewegung bzw. Grundverzweigung vorgegeben, und das jetzt einfach zu ignorieren und die Baumhöhe z.B. zu vervierfachen ist doch eher nicht der Weg...
Kann man in solchen Fällen nicht von "Winterbäumen" sprechen, bei denen das Sommerbild wegen der Blattgröße eben nicht so perfekt ist?
Gruß,
Stefan
Naja, das Totholz wird sich wohl "von selbst entfernen" bzw. rausbröseln, und der lebende Teil wird sich dagegen abschotten; es zeigt sich schon der Kallus dazu. Erlenholz ist ja recht weich.
Was das "Baum vergrößern" angeht... ähnlich wie bei meiner Erle ist die Endgröße schon ziemlich durch Stammbewegung bzw. Grundverzweigung vorgegeben, und das jetzt einfach zu ignorieren und die Baumhöhe z.B. zu vervierfachen ist doch eher nicht der Weg...
Kann man in solchen Fällen nicht von "Winterbäumen" sprechen, bei denen das Sommerbild wegen der Blattgröße eben nicht so perfekt ist?
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo Ihr,
zurzeit ist ja Walter Palls Holzhärter in aller Munde, den will ich diese Saison auch mal an ein paar Bäumen, vor allem Laubbäumen, ausprobieren. Vielleicht ist die Erle auch ein Anwendungsbeispiel dafür.
Viele Grüße,
Heike
zurzeit ist ja Walter Palls Holzhärter in aller Munde, den will ich diese Saison auch mal an ein paar Bäumen, vor allem Laubbäumen, ausprobieren. Vielleicht ist die Erle auch ein Anwendungsbeispiel dafür.
Viele Grüße,
Heike
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo + so!
Winterbäume ist ein schöner Gedanke, denn natürlich gibt es sinnvolle Grenzen bezüglich der Vergrösserung
von großblättrigen Bäumen wo der Aufbau bereits fortgeschritten ist........ob bei meiner Erle der Zerfall des Totholzbereichs von mir gestoppt werden soll, indem ich diesen Entferne, oder abwarte bis er von selbst zerfällt, sollte ich noch klären....Walter Pall´s Holzhärter ist wohl eine interessante Option!
Grüße,
Klaus
Winterbäume ist ein schöner Gedanke, denn natürlich gibt es sinnvolle Grenzen bezüglich der Vergrösserung
von großblättrigen Bäumen wo der Aufbau bereits fortgeschritten ist........ob bei meiner Erle der Zerfall des Totholzbereichs von mir gestoppt werden soll, indem ich diesen Entferne, oder abwarte bis er von selbst zerfällt, sollte ich noch klären....Walter Pall´s Holzhärter ist wohl eine interessante Option!
Grüße,
Klaus
Mijika yo ya
kemushi-no ue ni
tsuyo-no-tama.
Wie kurz war die Nacht!
Auf der behaarten Raupe
Kleine Tautropfen.
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- Karl-Heinz G.
- Beiträge: 956
- Registriert: 21.01.2004, 19:11
- Wohnort: Raum Hannover
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo Klaus und Stefan,
ich bevorzuge Bäumchen, bei denen die Blattgröße einigermaßen mit der Baumgröße harmoniert. Denn gerade in der belaubten Zeit, betrachte ich meine Bäumchen viel häufiger als im Winter und deshalb sollen sie dann auch möglichst harmonisch aussehen. Als Problembaum fällt mir da sofort mein Acer platanoides ein. Den stell ich nachher mal in einem eigenen Thread vor.
ich bevorzuge Bäumchen, bei denen die Blattgröße einigermaßen mit der Baumgröße harmoniert. Denn gerade in der belaubten Zeit, betrachte ich meine Bäumchen viel häufiger als im Winter und deshalb sollen sie dann auch möglichst harmonisch aussehen. Als Problembaum fällt mir da sofort mein Acer platanoides ein. Den stell ich nachher mal in einem eigenen Thread vor.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Karl-Heinz
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo zusammen,
weiß nicht obs noch interessant ist oder schon veraltet:) ich schreib einfach trotzdem noch was zum Thema.
Habe selbst 3 Schwarzerlen. Alle drei von 2009.
Eine davon ist direkt im Wasser in lehmigen Grund gewachsen. Die Stammbasis war mindestens 10cm unter Wasser. Als ich sie ausgegraben habe (eigendlich konnte ich sie fast herausheben:)) stellte ich fest, dass sie so gut wie keine Wurzeln hatte. Sie ist aber anschließend trotzdem sehr gut angewachsen und hat auch den Winter überlebt
die ersten Knospen öffnen sich bereits. Diese Erle hat übrigens auch einen relativ großen Totholzbereich. Am Anfang war das Holz auch immer feucht, jetzt ist es aber trocken und fühlt sich eigendlich nicht morsch an.
Die anderen beiden habe ich ebenfalls direkt am Teich gefunden, als wir die Bäume zurückgeschnitten haben. Da wachsen hunderte neue Äste aus einem Baumstumpf (Also vertragen Erlen auch extreme Schnittmaßnahmen sehr gut). An ein paar davon haben sich Wurzeln gebildet. Hab dann einfach welche mitgenommen und eingepflanzt:)
Zur Blattgröße: Bei meinen Bäumen habe ich im oberen Bereich jeweils 2 mal einen Blattschnitt durchgeführt (unten habe ich wachsen lassen) die Blätter sind aber nicht wirklich kleiner geworden... Also sollte eine Erle als Bonsai mindesens 50 cm hoch sein.
Vllt hat ja hier im Forum noch jemand Tipps zu Erlen, jetzt wo ich den Thread mal wieder vorgeholt habe:)
Gruß Forty
weiß nicht obs noch interessant ist oder schon veraltet:) ich schreib einfach trotzdem noch was zum Thema.
Habe selbst 3 Schwarzerlen. Alle drei von 2009.
Eine davon ist direkt im Wasser in lehmigen Grund gewachsen. Die Stammbasis war mindestens 10cm unter Wasser. Als ich sie ausgegraben habe (eigendlich konnte ich sie fast herausheben:)) stellte ich fest, dass sie so gut wie keine Wurzeln hatte. Sie ist aber anschließend trotzdem sehr gut angewachsen und hat auch den Winter überlebt
Die anderen beiden habe ich ebenfalls direkt am Teich gefunden, als wir die Bäume zurückgeschnitten haben. Da wachsen hunderte neue Äste aus einem Baumstumpf (Also vertragen Erlen auch extreme Schnittmaßnahmen sehr gut). An ein paar davon haben sich Wurzeln gebildet. Hab dann einfach welche mitgenommen und eingepflanzt:)
Zur Blattgröße: Bei meinen Bäumen habe ich im oberen Bereich jeweils 2 mal einen Blattschnitt durchgeführt (unten habe ich wachsen lassen) die Blätter sind aber nicht wirklich kleiner geworden... Also sollte eine Erle als Bonsai mindesens 50 cm hoch sein.
Vllt hat ja hier im Forum noch jemand Tipps zu Erlen, jetzt wo ich den Thread mal wieder vorgeholt habe:)
Gruß Forty
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hi.
Ich war letztens bei meinem Händler-Kumpel zu Hause der hat auch ne Erle in seiner Privatsammlung und er meint das die Blätter,wenn Echt viel Verzeweigung Dran is irgendwann auch etws kleiner bleiben,Er Sagt das Seine so Ungefähr die Hälfte von der Orginalgrösse haben,Erhat den Baum aber auch schon 20 Jahre oder so und entsprechend Verzweigt is isser inzwischen natürlich auch,
Das Holz ist eins der Wiederstandsfähigsten gegen Verrottung,in Feuchten Gegenden(Potsdam wo meine Wurzeln sind)haben Sie frúher auf den Pfählen von Erlenholz gebaut,wird aber meisst ein Problem wenn das Holz durch Grundwassersenkung etc.etc.Zeitweise aufs Trockene kommt,also im Bonsaifall ist es vielleicht dann Doch nicht ganz so haltbar wegen der anderen Schimmel und Bakterienflora als im Wasser.
Ich war letztens bei meinem Händler-Kumpel zu Hause der hat auch ne Erle in seiner Privatsammlung und er meint das die Blätter,wenn Echt viel Verzeweigung Dran is irgendwann auch etws kleiner bleiben,Er Sagt das Seine so Ungefähr die Hälfte von der Orginalgrösse haben,Erhat den Baum aber auch schon 20 Jahre oder so und entsprechend Verzweigt is isser inzwischen natürlich auch,
Das Holz ist eins der Wiederstandsfähigsten gegen Verrottung,in Feuchten Gegenden(Potsdam wo meine Wurzeln sind)haben Sie frúher auf den Pfählen von Erlenholz gebaut,wird aber meisst ein Problem wenn das Holz durch Grundwassersenkung etc.etc.Zeitweise aufs Trockene kommt,also im Bonsaifall ist es vielleicht dann Doch nicht ganz so haltbar wegen der anderen Schimmel und Bakterienflora als im Wasser.
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo, gut zu den 20 Jahren brauch ich noch ein bisschen:) aber trotzdem gut zu wissen, dass es überhaupt möglich ist die Blätter ein wenig kleiner zu bekommen
Gruß Eigl
Gruß Eigl
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
-------ob bei meiner Erle der Zerfall des Totholzbereichs von mir gestoppt werden soll, indem ich diesen Entferne, oder abwarte bis er von selbst zerfällt, sollte ich noch klären--------
Hallo Klaus s
ich würde aus Erfahrung empfehlen das gesamte weiche und vor allem feuchte Totholz KPL. entfernen am besten mit Drahtbürsten. Erle von Bild ...1 sah auch genau so aus wie deine vom 03.01. Innerhalb 2 Jahren durchgefault bis auf den Boden bei geschlossener Rinde. Wenn einmal das Totholz weich ist und auch noch feucht wird gibt es keine Selbstheilung mehr. Die anderen Erlenskulpturen sind durch zu spätes entfernen von Totholz und dann Absterbens einzelner Bereiche entstanden. (Achtung Pflanzgefäße nicht beachten zZt finanztechn. Probl.)
Gruß bondur
Hallo Klaus s
ich würde aus Erfahrung empfehlen das gesamte weiche und vor allem feuchte Totholz KPL. entfernen am besten mit Drahtbürsten. Erle von Bild ...1 sah auch genau so aus wie deine vom 03.01. Innerhalb 2 Jahren durchgefault bis auf den Boden bei geschlossener Rinde. Wenn einmal das Totholz weich ist und auch noch feucht wird gibt es keine Selbstheilung mehr. Die anderen Erlenskulpturen sind durch zu spätes entfernen von Totholz und dann Absterbens einzelner Bereiche entstanden. (Achtung Pflanzgefäße nicht beachten zZt finanztechn. Probl.)
Gruß bondur
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Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
hoi bondur!
Danke für deine Ausführungen; ich glaube auch, daß das morschfeuchte Todholz raus muss, wobei wahrscheinlich meine Pflanze dann so ähnlich wie deine Exemplare aussehen wird
das Beste,
Klaus
Danke für deine Ausführungen; ich glaube auch, daß das morschfeuchte Todholz raus muss, wobei wahrscheinlich meine Pflanze dann so ähnlich wie deine Exemplare aussehen wird
das Beste,
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Mijika yo ya
kemushi-no ue ni
tsuyo-no-tama.
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Auf der behaarten Raupe
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- Karl-Heinz G.
- Beiträge: 956
- Registriert: 21.01.2004, 19:11
- Wohnort: Raum Hannover
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Meine Schwarzerle hat den heftigen Winter 2009/10 nur mit Blessuren überstanden. Nach mäßigem Austrieb in 2010 war abzusehen, dass sie einige der unteren Äste verlieren würde, die ich nach dem Winter 2010/11 entfernt habe. Das Wachstum des Bäumchens war in diesem Jahr wieder zufriedenstellend. So sieht sie nun aus:
Viele Grüße
Karl-Heinz
Karl-Heinz
Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
hallo erlenbesitzer und so,
aktuell......2011/2012
gutes wachstum,
ursprünglich gefiel mir der stammansatz und deren verlauf und auch die rinde der erle sehr gut.
NUR - stellt sich für mich die frage inwieweit eine erle so ein totholz in der natur entwickelt????
LG: klaus
aktuell......2011/2012
gutes wachstum,
ursprünglich gefiel mir der stammansatz und deren verlauf und auch die rinde der erle sehr gut.
NUR - stellt sich für mich die frage inwieweit eine erle so ein totholz in der natur entwickelt????
LG: klaus
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- greenhorn187
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- Registriert: 26.10.2009, 21:15
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Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Ganz Klasse!
Hätte auf den ersten Blick voll auf ne ume getippt!
ich glaub ich muss mich meinen erlen dch mal wieder mehr widmen!
Hätte auf den ersten Blick voll auf ne ume getippt!
ich glaub ich muss mich meinen erlen dch mal wieder mehr widmen!
...noch acht minuten bis zur endlosen finsternis...
- Karl-Heinz G.
- Beiträge: 956
- Registriert: 21.01.2004, 19:11
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Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo Klaus,
weshalb sollte eine Schwarzerle nicht auch Totholzpartien haben, wenn Stammbereiche aus welchen Gründen auch immer abgestorben oder verletzt worden sind. Zwar kein Beispiel dafür, jedoch besonders schön finde ich dieses Exemplar.
http://www.naturfoto-cz.de/bilder/ander ... -35269.jpg
Quelle: NATURFOTO-CZ.de (ich hoffe, dass dies so i.O. ist - sonst bitte löschen)
weshalb sollte eine Schwarzerle nicht auch Totholzpartien haben, wenn Stammbereiche aus welchen Gründen auch immer abgestorben oder verletzt worden sind. Zwar kein Beispiel dafür, jedoch besonders schön finde ich dieses Exemplar.
http://www.naturfoto-cz.de/bilder/ander ... -35269.jpg
Quelle: NATURFOTO-CZ.de (ich hoffe, dass dies so i.O. ist - sonst bitte löschen)
Viele Grüße
Karl-Heinz
Karl-Heinz
- kressevadder
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- Registriert: 05.07.2009, 14:02
- Wohnort: Mannheim
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Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Hallo Klaus,
hier stehen ganz viele Erlen im Naturschutzgebiet am Neckar. Die werden von klein auf vom Hochwasser geknüppelt und vom Wind, der durchs Flußbett bläst, gequält. Und die haben auch reichlich Totholz. Ich würde sagen das passt zu einer Erle auf alle Fälle.
Auch von der Form finde ich ist da alles drin.
Eh komisch das es keine "wassergepeitschte" Form gibt.
Gruß
Manfred
hier stehen ganz viele Erlen im Naturschutzgebiet am Neckar. Die werden von klein auf vom Hochwasser geknüppelt und vom Wind, der durchs Flußbett bläst, gequält. Und die haben auch reichlich Totholz. Ich würde sagen das passt zu einer Erle auf alle Fälle.
Auch von der Form finde ich ist da alles drin.
Eh komisch das es keine "wassergepeitschte" Form gibt.
Gruß
Manfred
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- Karl-Heinz G.
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Re: Alnus glutinosa, die Schwarzerle
Meine Schwarzerle treibt nun auch wieder aus. Ich habe sie in der Schale leicht gedreht.
Viele Grüße
Karl-Heinz
Karl-Heinz
