Ich habe letzten Herbst bei einem Spaziergang bei uns am See ein paar Eicheln aufgenommen und mir gedacht, dass ich es einfach mal mit dem selber "anbauen" versuche.
Ich habe davor sehr viel über solche Projekte im Internet gelesen und auch über Gespräche mit Mitgliedern des örtlichen Bonsaiclubs erfahren, dass man durchaus aus Eicheln Bonsais züchten kann (allgemein aus Samen von heimischen Bäumen).
Ich habe 12Eicheln in eine große Schale gepackt und sie dann draußen quartiert. Nachdem der erste Schnee die Oberfläche bedeckt hat und der erste richtige Frost sein übriges getan hat, habe ich die Schale an einen hellen Platz am Fenster platziert. Als Erde habe ich handelsübliche Blumenerde verwendet.
Das Resultat - 9 sind tatsächlich ausgetrieben (daran geglaubt habe ich nicht
Nachdem sie ein paar cm groß waren, habe ich sie in einzelne Töpfe mit handelsüblicher Blumenerde (wurde in diversen Projekte, die ich gesehen habe auch so gemacht, und wurde mir auch vom Bonsaiclub empfohlen; für das erste Jahr reicht das vollkommen meinten sie) gesetzt. Leider hatte ich zuwenig Töpfe und es mussten sich 3 eine Schale teilen. Bin leider noch nicht dazugekommen weitere Töpfe zu kaufen.
Hier die ersten Bilder:








In allen Töpfen befindet sich lediglich ein Austrieb aus einer Echel.. Einige haben, wie auf den Bildern zu sehen ist, 2 Austriebe. Ich habe beim umsetzen in die einzelnen Töpfe darauf geachtet, dass pro Topf nur eine Eichel eingesetzt wird (bis auf die Schale mit den 3 Eichen)
Nun zum eigentlichen Grund dieses Themas:
Ich habe sehr viel über Eichen im allgemeinen gelesen. Eine Frage stellt sich mir allerdings trotzdem noch:
Der Standort
Es heißt immer, dass Eichen sehr sonnige und helle Plätzchen lieben (das beugt auch Mehltau vor).
Heißt das jetzt konkret, dass ich meine Schützlinge am besten den ganzen Tag direkt der Sonne aussetze (auch Mittagssonne), oder soll das bedeuten, dass es "genügt", wenn sie am morgen für mehrere Stunden Sonne abkriegen und ab 11 Uhr ca im Schatten stehen?
Komische kügelchen?
Mir ist heute beim Gießen aufgefallen, dass sich bei manchen (nicht bei allen) komische Kügelchen in der Schale befinden.
Man kann sie ganz leicht zerdrücken und es kommt eine klebrige Masse heraus.
Weiß jemand zufällig was das ist?
Wie würdet ihr weitermachen?
Eine weitere Frage die sich mir stellt ist, wie ich weitermachen soll.
Die Mitglieder des Bonsaiclubs meinten, dass man jedes Jahr den Topf vergrößert, damit der Baum heranwächst und irgendwann, wenn man mit der Größe zufrieden ist, beginnt man mit dem wirklichen Schneiden und gestalten.
Ist dieser Ansatz der richtige Weg, oder gibt es andere, bessere Wege, damit ich aus meinen kleinen Bäumchen irgendwann (in ferner Zukunft) einen Bonsai machen kann?
Was ich heute noch gemacht habe ist, dass ich die schräg stehenden Bäumchen mit einem Stück Holz und einem Draht begradigt habe.
Vielen herzlichen Dank für eure Hilfe!
Grüße,
Stefan


