Anfängerfrage bzgl Eichen

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sla89
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Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo zusammen!

Ich habe letzten Herbst bei einem Spaziergang bei uns am See ein paar Eicheln aufgenommen und mir gedacht, dass ich es einfach mal mit dem selber "anbauen" versuche. :)

Ich habe davor sehr viel über solche Projekte im Internet gelesen und auch über Gespräche mit Mitgliedern des örtlichen Bonsaiclubs erfahren, dass man durchaus aus Eicheln Bonsais züchten kann (allgemein aus Samen von heimischen Bäumen).

Ich habe 12Eicheln in eine große Schale gepackt und sie dann draußen quartiert. Nachdem der erste Schnee die Oberfläche bedeckt hat und der erste richtige Frost sein übriges getan hat, habe ich die Schale an einen hellen Platz am Fenster platziert. Als Erde habe ich handelsübliche Blumenerde verwendet.

Das Resultat - 9 sind tatsächlich ausgetrieben (daran geglaubt habe ich nicht :oops:)! :)
Nachdem sie ein paar cm groß waren, habe ich sie in einzelne Töpfe mit handelsüblicher Blumenerde (wurde in diversen Projekte, die ich gesehen habe auch so gemacht, und wurde mir auch vom Bonsaiclub empfohlen; für das erste Jahr reicht das vollkommen meinten sie) gesetzt. Leider hatte ich zuwenig Töpfe und es mussten sich 3 eine Schale teilen. Bin leider noch nicht dazugekommen weitere Töpfe zu kaufen. :(

Hier die ersten Bilder:
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In allen Töpfen befindet sich lediglich ein Austrieb aus einer Echel.. Einige haben, wie auf den Bildern zu sehen ist, 2 Austriebe. Ich habe beim umsetzen in die einzelnen Töpfe darauf geachtet, dass pro Topf nur eine Eichel eingesetzt wird (bis auf die Schale mit den 3 Eichen)

Nun zum eigentlichen Grund dieses Themas:
Ich habe sehr viel über Eichen im allgemeinen gelesen. Eine Frage stellt sich mir allerdings trotzdem noch:

Der Standort
Es heißt immer, dass Eichen sehr sonnige und helle Plätzchen lieben (das beugt auch Mehltau vor).
Heißt das jetzt konkret, dass ich meine Schützlinge am besten den ganzen Tag direkt der Sonne aussetze (auch Mittagssonne), oder soll das bedeuten, dass es "genügt", wenn sie am morgen für mehrere Stunden Sonne abkriegen und ab 11 Uhr ca im Schatten stehen?

Komische kügelchen?
Mir ist heute beim Gießen aufgefallen, dass sich bei manchen (nicht bei allen) komische Kügelchen in der Schale befinden.
Bild

Man kann sie ganz leicht zerdrücken und es kommt eine klebrige Masse heraus.
Weiß jemand zufällig was das ist?

Wie würdet ihr weitermachen?
Eine weitere Frage die sich mir stellt ist, wie ich weitermachen soll.
Die Mitglieder des Bonsaiclubs meinten, dass man jedes Jahr den Topf vergrößert, damit der Baum heranwächst und irgendwann, wenn man mit der Größe zufrieden ist, beginnt man mit dem wirklichen Schneiden und gestalten.

Ist dieser Ansatz der richtige Weg, oder gibt es andere, bessere Wege, damit ich aus meinen kleinen Bäumchen irgendwann (in ferner Zukunft) einen Bonsai machen kann?

Was ich heute noch gemacht habe ist, dass ich die schräg stehenden Bäumchen mit einem Stück Holz und einem Draht begradigt habe.

Vielen herzlichen Dank für eure Hilfe!

Grüße,
Stefan
MrBigWednesday
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von MrBigWednesday »

hallo stefan

glückwunsch zu deiner keimrate. die kügelchen sind vermutlich düngekügelchen, die sich bereits in deiner blumenerde befinden. du kannst mal im sack blumenerde nachschauen. wenn du dort diese kügelchen findest, sind es düngekügelchen.
zu deinen fragen:
1. ja, die eichen kannst du in der vollen sonne lassen.
2. kennst du die verschiedenen stilarten, denn es ist nicht zwingend, dass die sämlinge einen geraden stamm haben.
3. im bereich fachwissen gibt es einen beitrag über eichenaufzucht. schon gelesen? http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=54&t=20208
4. betreffend schnellem wachstum findest du mit der suchfunktion eine menge unter dem begriff teichkorb/teichpflanzkorb.
ebenso der artikel von walter pall:
http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.ph ... en+giessen
http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.ph ... en+giessen

grüsse
gérald
sla89
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Registriert: 26.04.2011, 08:41

Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort. :)

Werde die Blumenerde mal genauer anschauen.

Wunderbar - dann stell ich die Guten an die Sonne (hoffentlich haben sie eine gute Sonnencreme *dance*)

Ja - die kenne ich. Eine Variante, die ich gerne anstreben würde, wäre die Besenform und eine streng aufrechte Form.
Gestern beim Stöbern bin ich auf die Waldform gestoßen. Eventuell strebe ich dieses Ziel mit den 3 Eichen in der einzelnen Schale an. Muss mich aber über diese Form noch etwas genauer informieren.

Prinzipiell möchte ich sie so wachsen lassen, wie sie es gerne möchten. :)
Also ganz nach dem Prinzip der freien Form.

So viele Gedanken habe ich mir noch nicht über die endgültigen Formen gemacht (muss ich ganz ehrlich zugeben :oops:)

Vielen Dank für den Link zur Eichenaufzucht!
Ich wusste ich habe hier im Forum schon einmal etwas darüber gelesen, aber ich konnte das Thema nicht mehr finden!
Danke! :)

Vielen Dank für die weiteren Links.


Was ich mich gestern noch gefragt habe ist, ab wann man mit einem Blattschnitt beginnt, damit die Blätter kleiner werden.
Gibt es da eine gute Richtline?
(ich weiß jetzt nicht, ob es in den von dir angegebenen Links erwähnt und erklärt wird; wenn dem so ist, einfach nicht darauf antworten. :))

Vielen Dank!
MrBigWednesday
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von MrBigWednesday »

nur ganz kurz:
- blattschnitt wirst du erst in einigen jahren machen müssen, sprich erst, wenn dein baum in den letzten gestaltungsphasen ist
- über das thema pfahlwurzel solltest du dich informieren. das wird wohl dann der fall sein, wenn du die pflanzen das erste mal umtopfen musst.
- ich würde mich bei eichen nicht strikt an den klassischen stilformen (besenform) orientieren. suche mal bei google bilder nache eiche, vielleicht besser noch "eiche + winter". da siehst du sehr schön den kronenaufbau.
- aber das wichtigste für die nächsten paar jahre: die pflanzen pflegen lernen und ungehindert wachsen lassen.

gruss
gérald
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Olaf_Gd
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo,
die kleinen Eichen sind nett.
Aber einige Blätter sehen ein bißchen blass aus. Das könnte Chlorose oder eine andere Mangelerscheinung sein.
Ich würde um den Mangel auszugleichen vorsichtig Düngen. Zum beispiel mit flüssigem Rosendünger der etwas Eisen enthält.

Falls du Shohins als ganz kleine Bonsai entwickeln willst, könntest du die ersten 20 cm schon in diesem Jahr locker drahten und dem Stamm ein paar Windungen geben.Natürlich nicht für die streng Aufrechte Form.

Gruß Olaf
Eva Warthemann
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Stefan!
Bei den kleinen weißen Kügelchen kann es sich um Schneckeneier handeln. Schon dieTatsache, das Du sie zerknacken kannst und die klebrige Flüssigkeit deuten darauf hin. Hast Du ev. keine gekaufte Pflanzerde verwendet und dafür Gartenerde genommen?
Eva Warthemann
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sla89
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo zusammen,

tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Vielen Dank für eure Antworten. :)
Freut mich sehr. :)
MrBigWednesday hat geschrieben:nur ganz kurz:
- blattschnitt wirst du erst in einigen jahren machen müssen, sprich erst, wenn dein baum in den letzten gestaltungsphasen ist
- über das thema pfahlwurzel solltest du dich informieren. das wird wohl dann der fall sein, wenn du die pflanzen das erste mal umtopfen musst.
- ich würde mich bei eichen nicht strikt an den klassischen stilformen (besenform) orientieren. suche mal bei google bilder nache eiche, vielleicht besser noch "eiche + winter". da siehst du sehr schön den kronenaufbau.
- aber das wichtigste für die nächsten paar jahre: die pflanzen pflegen lernen und ungehindert wachsen lassen.

gruss
gérald
Vielen Dank für diese wertvollen Tipps!
Ich werde sie mir zu herzen nehmen.

Ich habe mir vor kurzer Zeit (nachdem ich die Eichen umgetopft habe) einen Sack voll Erde (10 l) im Bonsaishop vom Forum gekauft.
Und zwar handelt es sich um folgende:
TerraSai-Mix

Code: Alles auswählen

TerraSai-Mix besteht aus 9 verschiedenen Bestandteilen, die auf alle Bonsai bis zu einem Alter von etwa 10 Jahren passend abgestimmt sind. Als organische Stoffe sind Weißtorf, Schwarztorf, Rindenhumus und Kokosfasern enthalten, als mineralische Zuschlagstoffe Bimskies, Lava, Vulkanton und Zeolith. Außerdem ist Agrosil LR eingemischt, ein Silikat-Kolloid, das eine große Bandbreite optimierender Eigenschaften übernimmt.
Mir wurde gesagt, dass diese auch für Eichen, Ulmen und Ahorne (ist das die Mehrzahl von Ahorn?^^) geeignet ist.
Dachte mir, dass ich das im nächsten Jahr machen werde. War dieses Jahr gezwungen meine Ulme umzutopfen, daher auch der nachträgliche Kauf der Erde... hätte ich das früher gewusst, wären die Eichen jetzt auch in diesem Substrat.

Da ich jetzt aber gerade die Möglichkeit habe nachzufragen: ist dieses Substrat wirklich auch für Eichen geeignet?
Man liest ja allerhand über geeignetes Substrat für Eichen. Auch sei Waldboden sehr gut geeignet. Stimmt das?

Meint ihr, dass es ratsam wäre, die Eichen sofort in dieses Substrat umzutopfen?
Olaf_Gd hat geschrieben:Hallo,
die kleinen Eichen sind nett.
Aber einige Blätter sehen ein bißchen blass aus. Das könnte Chlorose oder eine andere Mangelerscheinung sein.
Ich würde um den Mangel auszugleichen vorsichtig Düngen. Zum beispiel mit flüssigem Rosendünger der etwas Eisen enthält.

Falls du Shohins als ganz kleine Bonsai entwickeln willst, könntest du die ersten 20 cm schon in diesem Jahr locker drahten und dem Stamm ein paar Windungen geben.Natürlich nicht für die streng Aufrechte Form.

Gruß Olaf
Shohins wäre ebenfalls eine Überlegung wert, da hast du recht. :)

Bzgl des Düngens: zu diesem Thema wollte ich mich noch etwas mehr informieren, da ich bisher nur wenig genaue Informationen gefunden habe.
Wichtig sei: organischer Dünger und nicht zu viel => die Gefahr von zu großen Blättern steigt

Ich hätte hier noch Biogold Original (organische Düngerbrocken) für meine Ulme und meinen Ahorn. Dachte, dass ich den auch für die Eichen einsetze (mir wurde vom Shop mitgeteilt, dass das kein Problem sei).
Biogold Original ( N-P-K 5.5-6.5-3.5 ) ist ein rein organischer Dünger der bei uns seit über 10 Jahren mit großem Erfolg eingesetzt wird. Neben den Hauptbestandteilen Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält es die Spurenelemente Kalzium, Magnesium, Schwefel, Eisen und Kupfer. Die Düngerbrocken legt man auf die Erdoberfläche und drückt sie leicht an. Die Nährstoffe werden dann langsam und stetig freigesetzt. Nach fünf bis sechs Wochen werden dann die Reste entfernt und durch neue Brocken ersetzen. Man kann Biogold Original auch in flüssiger Form ausbringen, dazu werden 2-3 Brocken in einem Liter Wasser aufgelöst und alle zwei Wochen über die Erde ausgebracht. Aufgelegt werden 20-30 Brocken auf eine 30x30 cm große Schale.
War am Wochenende nur wegen dem Muttertag (:P) im Baumarkt und habe mich ein bisschen bzgl. Dünger mit Eisen-Plus schlau gemacht.
Es gab die Variante mit Stäbchen und den flüssigen Dünger.
Denke mir, dass der flüssige besser geeignet wäre, da man ihn besser dosieren kann, richtig?
Oder könnte ich auch Stäbchen kaufen?

Oder was noch besser wäre: kann ich den Biogold ebenfalls verwenden? Hätte jetzt an einen Brocken pro Topf gedacht?

Danke!
Eva Warthemann hat geschrieben:Hallo Stefan!
Bei den kleinen weißen Kügelchen kann es sich um Schneckeneier handeln. Schon dieTatsache, das Du sie zerknacken kannst und die klebrige Flüssigkeit deuten darauf hin. Hast Du ev. keine gekaufte Pflanzerde verwendet und dafür Gartenerde genommen?
Eva Warthemann
Die Pflanzenerde haben wir im Baumarkt gekauft.
Die Kügelchen konnte ich auch nur in ein paar Töpfen finden. Ich habe die Blumenerde noch untersucht, aber eigentlich nichts weiter in diese Richtung gefunden.

Habe soweit ich es konnte diese Kügelchen entfernt (wollte nicht zu tief in den Töpfen rumgraben).

Wie schädlichen können Schnecken denn für Eichen sein??

Vielen herzlichen Dank euch allen. :)

Grüße aus Österreich
Stefan
Bullischrauber
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von Bullischrauber »

Hallo Stefan,
danke noch mal für Deine Tipps und Links.

Nebenbei an alle,
ich bin auch ein Neuling und habe versucht aus unser Eiche im Garten Zöglinge zu ziehen, mit dem erhoften Erfolgt *dance*

Ich hatte Stefan angeschrieben und um ein paar Ratschläge bzw. Tipps gegeben, mit denen er mir sehr weitergeholfen hat. Da haben sich zwei Neulige gefunden *daumen_new*
Ich hab zwar gelesen wie ein Tier, aber der Input ist doch gewaltig ... vorallem je mehr man ließt, desto mehr angst hab ich, was falsch zu machen.
Aber aus Fehlern lernt man, hoffe ich ... vielleicht bleiben mir auch mit Eurer Hilfe einige erspart.

Also Stefan hier mal ein Bild meiner Eichen ...

Bild

Die kleinen sind halt mein Stolz zur Zeit :P

Nächste Woche bekommt jeder seinen einzelnen kleinen Topf.

Greetings
Rob
sla89
Beiträge: 39
Registriert: 26.04.2011, 08:41

Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo Rob!

Super - hat es noch geklappt mit den Bildern. :)
Gratuliere dir. :)

Wenn du nächste Woche umtopfst, wäre es sicherlich nicht schlecht, wenn du nicht nur einen kleinen Topf jedem einzelnen gönnst.

Diese Erkenntnis habe ich heute gemacht. Habe mich wieder über etlich viele Seiten im Internet geboxt und versucht die Informationen aufzunehmen. :oops:

Die Eiche hat eine Pfahlwurzel. Was heißt das? Wenn ich das richtig verstanden habe, heißt das, dass sie hauptsächlich in die Tiefe wächst.
Zitat von Wikipedia

Code: Alles auswählen

Eine Pfahlwurzel ist eine Wurzel, bei der die Hauptwurzel besonders stark ausgeprägt ist, kaum Seitentriebe bildet und tief in den Boden hineinwächst.
Daraus schließe ich: wenn du willst, dass deine Schützlinge wachsen und du sie schon umtopfst: such dir ein Gefäß mit einer großen Höhe.
In der Breite brauchen sie nicht viel Platz - aber in der Tiefe!
(Bitte korrigiert mich, wenn ich einen Blödsinn verzapfe!)

Martin zeigt es in seinem Beitrag über die Aufzucht von Eichen sehr gut vor. Er verwendet zum Heranzüchten Kabelschächte. (siehe 3. Aufzucht der Wurzel)
http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=54&t=20208

Im nachfolgenden möchte ich gerne meine heute gemachten Erkenntnisse mit euch besprechen. Ich bitte euch mich zu korrigieren, falls ich falsch liege!

Was ich heute herausgefunden habe bzw. gelesen habe:
Bzgl Dünger: ich habe hier ja gefragt, ob mein Biogold Dünger für die Eichen geeignet ist. Meine Antwort: ja, auf jeden Fall!
Eichen sind sehr Dünger-freundlich. Sie vertragen so ziemlich alles.
Wichtig ist nur, dass die Pflanze zu ihren Nährstoffen kommt.

Bzgl Erde: ich habe hier ja auch gefragt, ob meine TerraMix-Erde für die Eichen geeignet ist: Meine Antwort: ja, ist sie.
Eichen sind auch sehr unproblematisch was das Substrat angeht.
In der Aufzuchtphase ist es geeigneter "ärmere" Substrate zu wenden: die Wurzel bildet sich schneller aus, da die Pflanze auf Nahrungssuche geht.
Martin hat es in seinem Beitrag z.B. so gemacht. Er hat vorerst nur "armes" Substrat verwendet.
Man kann auch normale Gartenerde verwenden: Nachteil: es fehlen Mineralien und andere Stoffe - müssen mit Dünger dem Bäumchen gegeben werden = also eigentlich nicht so geeginet...

Wenn man die 2 Beitrage von Walter Pall liest (wurden im 2. Beitrag angeführt) liest, stellt man auch sehr schnell fest, worauf es ankommt beim Substrat. (siehe seinem Beitrag Punkt 2. und 3. http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=8&t=21294)

Das heißt für mich und meine Fragen:
1. Die Produkte, die ich zu Hause habe, sind geeignet; werde dh. morgen mit dem Düngen der Eichen mit Biogold beginnen.
2. Umtopfen werden ich erst nächsten Frühling wieder, da ich dieses Frühjahr erst umgetopft habe. Ein weiterer Grund ist, dass für Eichen die Umtopfphase zwischen Februar und max. Ende April liegt. Was mir allerdings unklar ist, ist wie dramatisch ein Umtopfen für die Setzlinge Mitte Mai ist?
Wenn ich dann umtopfe, werde ich die Bäumchen in tiefe Töpfe setzen mit meinem TerraMix Substrat.
3. Schnecken sind eigentlich keine Feinde von Eichen. Da gibt es viel schlimmere Feinde wie Wespen und eben den Mehltau.
4. Nach dem Beitrag von Walter Pall: modernes Substrat verwenden (keine Erde,...) und bzgl dem Thema düngen: man kann alles verwenden, was es so zu kaufen gibt; egal ob organisch oder chemisch. Es geht auch Hühnermist. Wichtig ist viel düngen, sehr viel gießen und die Bäumchen stets im Auge zu behalten, ob sie Mangelerscheinungen zeigen.

Vielen Dank - würde mich sehr über ein Feedback bzw. über eine Berichtigung meines Beitrags freuen!

Grüße Stefan
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kressevadder
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von kressevadder »

Hallo,
Daraus schließe ich: wenn du willst, dass deine Schützlinge wachsen und du sie schon umtopfst: such dir ein Gefäß mit einer großen Höhe.
In der Breite brauchen sie nicht viel Platz - aber in der Tiefe!
So ein Eichelprojekt pflege ich schon seit 3 Jahren in einem extra tiefer gelegten Teichkorb in Seramis. Die Pfahlwurzel kürzt sich da von selbst, und die Wurzeln sollen ja in die Breite gehen. Die darf bei reichlich Dünger das ganze Jahr frei wachsen und man kann dem Stämmchen fast beim dicker werden zusehen.
e2.jpg
e1.jpg
Die beiden waren Bleistift dicke Stieleichen aus der Bonsai Gärtnerei. Auch erst mal im Teichkorb gemästet. Jetzt sind sie zwecks Feinverzweigung und Blattverkleinerung in Schälchen gewandert. Momentan sind die Blätter allerdings noch doppelt so groß wie die Eichen, das muss ich noch üben :lol:

Bei Eichen sind allerdings (wie ich gehört habe) die meisten Arten nicht besonders bonsaitauglich, sprich die Trieblänge und Blattgröße bekommt man schwer kleiner. Wäre halt die Frage, ob sich das bei deiner Sorte lohnt.

Gruß
Manfred
Ich fordere einen BioGreenHealthGenderPoliticalCorrectness freien Tag pro Woche - Erholung muß sein!

Mein Bonsaitagebuch
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo Manfred,

habe ich dich richtig verstanden?
Wenn die Pfahlwurzel nur in die Breite wachsen kann, bedeutet das, dass der Stamm dicker wird?

Ob meine wirklich geeignet sind, weiß ich noch nicht - will es aber herausfinden. ;)
Glaube auch nicht, dass ich meine Zeit verschwende, da ich sehr viel dabei lernen kann, denke ich. :)

Wenn ich mir die Eichenart von Martin (http://bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?f=54&t=20208) ansehe, dürfte er nach deiner Theorie auch nicht viel Glück mit seiner Art haben, oder? Er hat ebenfalls sehr große Blätter und kaum einen Blattstiel.

Ich habe bereits versucht über verschiedenste Seiten wie z.B. http://www.baumkunde.de/Suche/eiche/Seite1 herauszufinden, um welche Art Eiche es sich bei meinen Bäumen handelt, aber ich konnte noch keinen 100%igen Treffer erzielen.

Mir scheint es, als würde es sich bei meinen Eichen um spanische Eichen handeln
Hier ein Bild von den Blättern der spanischen Eiche:
Bild

Oder was meint ihr?

Gruß
Stefan
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camaju +
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von camaju + »

sla89 hat geschrieben: habe ich dich richtig verstanden?
Wenn die Pfahlwurzel nur in die Breite wachsen kann, bedeutet das, dass der Stamm dicker wird?
Stefan, guck mal hier

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 97&t=20320

Das Ziel ist es ja einen Übergang vom Stamm in den Wurzelbereich zu schaffen (das Nebari). Das errecht du nicht mit eine Pfahlwurzel. Wenn du es richtg machst, sieht das am Ende so aus.

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 81&t=20309

Und noch ein Bild von meinem Apfelsämling
Dateianhänge
wurzel_2012.jpg
wurzel_2012.jpg (130.34 KiB) 14621 mal betrachtet
Gruß Jürgen *wink*

Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.

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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von Olaf_Gd »

Hallo,

bullischrauber hat geschrieben:

[quote]Nächste Woche bekommt jeder seinen einzelnen kleinen Topf.[/quote]

davon würde ich abraten. Miene Erfahrungen mit frisch gekeimten Eichen die dann im Mai Juni
umgepflanzt wurden ( im Wald gefunden) sind nicht wirklich gut. Sie wachsen zwar an, aber
sie wachsen sehr deutlich schlechter als zur Richtigen Zeit umgepflanzte. Eichen die zwei Jahre ungestört wachsen, entwickeln sich deutlich besser.
Ich würde in diesem Fall allenfalls den gesamten topfinhalt wie er ist in einen TK-pott pflanzen.

Umpflanzen mit Wurzelschnitt und Rückschnitt dann im zweiten od. dritten Jahr.

Um die Blattgröße würde ich mir in diesem Stadium überhaupt keine Gedanken machen.
Jetzt alles grün dran lassen, denn nur Blätter sorgen für Zuwachs, je mehr und je größer desto besser.

Gruß Olaf
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von sla89 »

Hallo!

Ah - dann bin ich ja komplett auf dem Holzweg gewesen.

Ich lass meine jetzt auch erstmal wachsen und sehe mir an, wie sich das entwickelt.
Derzeit tut sich in der Größe nicht mehr sonderlich viel scheint mir. :/

Wäre es eigentlich problematisch, wenn die Bäumchen im Regen stehen würden?

Was ist denn bitte ein TK-Pott?

Ich glaube, dass er keinen Wurzelschnitt oä geplant hatte. Nur ein anderer Topf?

Gruß
Stefan
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Re: Anfängerfrage bzgl Eichen

Beitrag von camaju + »

sla89 hat geschrieben: Was ist denn bitte ein TK-Pott?
Das ist ein TPK (Teichpflanzkorb)

guck mal hier

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... pflanzkorb

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =35&t=4060
Gruß Jürgen *wink*

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