verluste frühjahr 2012 :(

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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heinz leitner
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von heinz leitner »

Honey hat geschrieben:Ich hatte meine "wertvollsten" Exemplare fürsorglich ins Gewächshaus gebracht, gelüftet, wenn es zu warm wurde, mit Grablichtern etwas eingeheizt, wenn es zu kalt war. Im Frühjahr bei Spätfrösten immer wieder rein- und rausgetragen und dennoch sind etwa 1/3 meiner jap. Ahorne und 2 empfindliche Weinreben kaputt gegangen. Es machte im Allgemeinen keinerlei Unterschied, ob sie geschützt im Gewächshaus oder ungeschützt (Rohlinge) draußen standen...
Dann sind sie wahrscheinlich vertrocknet...
Erfroren können sie ja nicht sein.
Gruss Heinz
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achim73
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von achim73 »

so langsam kristallisiert sich aus eigenen erfahrungen und dem hier gelesenen eine theorie heraus:
entscheidend sind starke und relativ schnelle temperaturschwankungen im wurzelbereich.

das würde zumindest erklären, warum bäume mit bodenkontakt oder noch besser eingegraben wesentlich seltener von problemen betroffen sind als solche auf regalen, balkonen etc.
Gruss, Achim
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Bergi
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Bergi »

... da käme mal wieder der Punkt mit dem modernen, sprich eher leichten Substrat. So ein Substrat hat geringere Wärmekapazität, und macht daher Temperaturzacken viel schneller mit als kompaktes Erdreich (um nicht wieder von Lehm zu labern :P ).
Dieses Problem tritt eventuell im Hamburger Schmuddelwetter weniger auf als z.B. in Süddeutschland.

Eine Beobachtung scheint mir hier auch relevant: zumindest meine Bäumchen haben heuer viel früher ausgetrieben als die Kollegen im Freiland ! Vielleicht weil sich das Substrat schneller durchwärmt hatte ???

Ein seltsamer Punkt ist die frostfreie Überwinterung an sich. Meinen - sehr begrenzten - Erfahrungen nach kommen die Bäume gut durch strengen Frost, werden aber dann wohl durch Temperatursprünge im Frühjahr geschwächt und geben auf. Richtig "erfroren" sind mir bisher lediglich Sachen wie Thymianstecklinge, aber kaum "echte" Bäume.
Die Frage wäre jetzt, ob dieses Problem nach frostfreier Überwinterung seltener auftritt - und die Beiträge hier scheinen ja eher dagegen zu sprechen...
Und daraus folgt ja "wozu dann der ganze Aufwand?" (dafür, dass im frostfreien Lager außerdem eventuell wieder ganz andere Gefahren drohen, Schädlinge, Trockenheit, zu hohe Temperaturen...).

Am sichersten und einfachsten wäre es insofern möglicherweise, die Bäume eingegraben (oder eventuell in schwererem Substrat) an einer Nordwand zu haben, wo sie erst dann aus der Winterruhe erwachen, wenn kein Nachtfrost mehr droht.

Gruß,
Stefan
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DonLorenzo
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von DonLorenzo »

erfreuliche zwischenmeldung: an meinem goldulmenwald entwickeln sich nun an den meinsten bäumchen tatsächlich knospen die auch teilweise sich öffnen!!
Gleiches scheint an der Eiche zu passieren, ebenso habe ich die hoffnun auch noch bei der zelkova nire sowie Hainbuche.

Meine These: die Erste "Garnitur" an Knospen hat bei vielen Bäumen komplett die Segel gestrichen und ist stehen geblieben und abgestorben. Danach brauchten diese Bäume einige Wochen, um sich 1.zu erhohlen und 2.die schlafenden "Ersatzknospen" zu aktivieren bzw. zu bilden. -->Es lohnt sich, auch kaputtgeglaubte bäume noch bis zum juni weiter zu gießen und nicht aufzugeben. das hatte ich bei 2,3 bäumen bereits letztes jahr!...

Ich bin jedenfalls ziemlich happy!! :-D
siehst gut aus - heute schon gekotzt??
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Thierry
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Thierry »

Hallo Ihr Lieben,

meine eigenen Erfahrungen in diesem Winter sind folgende :

- Winterschäden hatten wir keine an den Bonsai, aber relativ viel im Garten. Ein grosser ca. 30 Jahre alter Baum auf der Nordseite vom Garten hat diesen Winter nicht überlebt. Der Baum wurde von unserer Nachbarin (sie ist 1935 geboren, und unser Anwesen gehörte ihrem Bruder, bevor wir es vor 1 1/2 Jahre erworben haben) mit ihrer Schwägerin eingepflanzt. Auch die schönen alten roten Rosen, vorne im grossen (ca. 200 qm) Blumenbeet, haben diesen Winter leider nicht überstanden. Diese Rosen hat auch unsere Nachbarin selbst hochgezogen vor ca. 60 Jahren. Und sie sagte mir, so viele und so grosse Winterschäden hätte sie selten gesehen. Und ein paar Heckenpflanzen haben auch besonders gelitten.

- Bonsaimässig dachte ich bis heute Abend, dass wir "nur" drei Yamadori-Hainbuchen verloren hätten. Es waren die einzigen, die ich nicht ins Gewächshaus reingeholt hatte. Alle anderen Bäume kamen problemlos im frostfreien Gewächshaus über den Winter. Nur die drei standen draussen ungeschützt. Da sie diese Woche immer noch nicht austreiben wollten, obwohl selbst die "Spätzünder" wie unsere Rotbuchen schon längst aufgewacht sind (seit ca. 3 Wochen), dachte ich, die drei Hainbuchen sind tot. Aber als Béatrice mich heute im Schuppen aufsuchte, sah sie, dass die drei Yamadoris an ein paar wenige Triebe anfangen zu schieben. Da ich nicht wirklich an diese Hainbuchen gehangen habe, wäre es kein schmerzvoller Verlust gewesen. Aber wenn die drei meinen, sie wollen trotzdem weiterleben, dann lasse ich ihnen natürlich noch eine Chance.

Ansonsten, alle anderen Bäume (von den ganz kleinen (Mame) bis zu den ganz grossen, ob in Schalen, in Plastikkübeln oder in Holzkisten), alle wurden im November ins Gewächshaus gebracht und Anfang April wieder rausgebracht.
Keiner hat wirklich gelitten.
Nur ein Ast an einem alten Deshojo hat ein bisschen gelitten. Aber nix schlimmes. Kann man wieder aufbauen.
Aber mit dem GH habe ich eine ganz neue Erfahrung machen müssen : Schildläuse an einem alten und sehr wertvollen Wacholder. Das hat mich schon ein bisschen geärgert. Aber das kriegen wir auch in den Griff. Man muss eben seine Erfahrungen mit dem GH sammeln...

Zu den "Wetterverhältnissen", die wir bei uns hatten :
(ich habe nicht alles notiert... aber ein paar Eckdaten fand ich schon wichtig)
- Im November (als die Bäume ins GH gebracht wurden) hatten wir einige Minustemperaturen. Aber nichts schlimmes. Tiefstwert ca. -4°C. Tagsüber aber frostfrei. Nur eine Woche lange, Mitte-November, hatten wir Dauerfrost.
- Im Dezember hat der Monat auch mit ein paar Tage Dauerfrost angefangen. Dann war es aber milder. Ab und zu mal Minusgrade, aber nichts aufregendes/kein langer Dauerfrost.
- Im Januar war es ähnlich.
- Im Februar hat uns aber "der Schlag getroffen". Ab Anfang Februar wurde es wirklich eisig kalt. Vom 1. bis zum 13. Februar hatten wir Temperaturen bis zu -22°C (kältester Tag war der 7. Februar), und tagsüber stiegen die Temperaturen teilweise nicht über -10°C! Das war für alle Pflanzen im Garten ein sehr harte Probe. Nicht nur die tiefen Temperaturen, sondern v.a. die Länge dieser Kälteperiode (ca. 2 Wochen). Selbst im GH, wo geheitzt wurde um alles frostfrei zu halten, waren die Temperaturen in den Ecken recht kühl : Lufttemperatur gemessen bei ca. +2 bis +5°C in der Mitte vom GH, im Bodenbereich und v.a. in den Ecken, wo die GH-Heizung schlecht hinblasen kann, war es aber deutlich kühler bei ca. 0° bis -2°C, als es nachts draussen zw. -15° u. -22°C kalt war...
- Im März war es anfangs angenehm (ein paar Grad plus Temperaturen), dann später wieder ein bisschen Frost aber nicht so extrem kalt wie im Februar.
- Und im April hatten wir den letzten Frosttag am 17. (gemessene -7°C nachts). Seitdem kein Frost mehr.

Soweit die Minustemperaturen, welche ich bei uns beobachtet habe.
Und v.a. die problematische Dauerfrostperiode Anfang Februar, gefolgt von sehr milden Temperaturen und viel Sonne...
Wenn man bedenkt, dass wir hier am 29.02. und 01.03. bis +18° C tagsüber hatten und dass nicht mal zwei Wochen früher noch Minustemperaturen von -22° C herrschten ! Das war eine harte Probe für viele Pflanzen im Garten...

Zu den Aussagen, die in diesem Thread bisher gemacht wurden, scheint mir eine Aussage besonders wichtig zu sein (keineswegs um die anderen Aussagen herabstufen zu wollen, sondern einfach nur weil mir das sehr sehr wichtig erscheint) :
Heike_vG hat geschrieben:
Bergi hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt es gar nicht so sehr auf das genaue Substrat an
Es kommt darauf an, dass man das Gesamtpaket sauber und konsequent abgestimmt bekommt! Man muss wissen, wie das gewählte Substrat im eigenen Klima/Kleinklima funktioniert, wie man die Bäume dabei gießen und düngen muss, und wie man die Überwinterung damit organisieren muss.
Mir scheint auch dieses Gesamtpaket (welches Heike anspricht) der "springende Punkt" zu sein.

Liebe Grüsse,

Thierry

P.S.: Ahja, die drei Yamadori-Hainbuchen, die scheinbar doch überlebt haben, obwohl sie den ganzen Winter ungeschützt draussen standen, stehen in meiner "Lieblingsmischung für Yamadoris" : 90% Seramis, die restlichen 10% bestehen aus ein Teil gesammeltes Moos von der Ausgrabstelle (u.a. wegen der Huminsäuren und weil es scheinbar sehr gut ist für die Mykorrihza - dieses Moos mische ich mit dem Seramis), und ein Teil aus frischem Rindenmulch und kompostierter Rindenhumus. Für unser Klima hier und für meine Giess- und Dünge-Gewohnheiten ist diese Mischung nahezu perfekt (und den Bäumen scheint es auch sehr gut zu gefallen).
Viele Grüße,
Thierry

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Thierry
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Thierry »

Ein paar aussagekräftige Bilder zu meinem gestrigen Kommentar :

- Wurzelwachstum in dieser Mischung (in nur einem Jahr ! Der Baum wurde im März 2011 ausgegraben und hatte kaum Wurzeln...)
IMG_5368.jpg
- Moos soll angeblich nicht auf "modernes Substrat" wachsen ? Falsch. Auf dieser Mischung wächst wunderschön feines Moos (ich entferne es aber regelmässig).
IMG_5370.jpg
- Den Bäumen scheint es auch sehr gut zu gefallen :
IMG_5374.jpg
- Ein weiterer Vorteil dieser Seramis-Mischung ist, dass man sie nicht wegschmeissen muss beim Umtopfen. Das ist finanziell sehr interessant! Jedesmal wo ein Baum umgetopft wird, "recycle" ich diese Mischung und fühle sie in Maischfässer :
IMG_5376.jpg
IMG_5375.jpg
- Detailaufnahmen vom sehr feinen Moos, dass drauf wächst :
IMG_5377.jpg
IMG_5383.jpg
IMG_5382.jpg
Diese Mischung scheint die tiefsten Wintertemperaturen zu vertragen ohne dass sich ihre Struktur ändert (bei Akadama wäre das ganz anders gewesen, das wäre "Puder" geworden und hätte ich wegschmeissen können...) und die drei Hainbuchen haben scheinbar nicht darunter gelitten, dass sie den ganzen Winter ungeschützt draussen standen (sowas hätte ich nicht gedacht! denn wir hatten im Februar keine Schneeschicht, die die Bäume vor eisiger Kälte geschützt hätten...).

Aber, wie Heike das zutreffend gesagt hat :
Das Gesamtkonzept muss abgestimmt werden ("wie das gewählte Substrat im eigenen Klima/Kleinklima funktioniert, wie man die Bäume dabei gießen und düngen muss, und wie man die Überwinterung damit organisieren muss").

Bei mir funktioniert diese Mischung (aus ca. 90% Seramis + gesammeltes Moos (bei Yamadoris) oder Torf (bei älteren Bäume in Schalen) + Rindenmulch + kompostierter Rindenhumus). Für unser Klima und für meine Giess- und Dünge-Gewohnheiten ist diese Mischung nahezu perfekt. Das heisst aber noch nicht, dass es bei euch auch funktionieren wird... Nächstes Jahr lasse ich die Hainbuchen aber nicht mehr draussen stehen, das war ein ungewollter "Resistenstest"... :lol:
Viele Grüße,
Thierry

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Honey
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Honey »

heinz leitner hat geschrieben: Dann sind sie wahrscheinlich vertrocknet...
Erfroren können sie ja nicht sein.
Gruss Heinz
Wäre zwar die simpelste Erklärung, aber nein - definitiv nicht.
Es war ja allgemein zu beobachten, dass die Bäume bis Februar/März noch fit waren und erst dann auf "mysteriöse Weise" kaputt gegangen sind.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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MarionS
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von MarionS »

Thierry hat geschrieben:- Moos soll angeblich nicht auf "modernes Substrat" wachsen ? Falsch. Auf dieser Mischung wächst wunderschön feines Moos
Hm, ich hatte gelesen, dass auf modernem Substrat Moos "nur schlecht" wachse. Kann man so oder so sehen. Auf dem recht unebenen Grund von dem körnigen Zeug kommt eben nicht so schnell ein schöner Teppich zu Stande wie auf ebener Erde. Wenn einen dann auch noch regelmäßig die Amseln heimsuchen, wird der auch nie fertig. Unter zweien meiner länger nicht umgetopften Bäumen steht aber durchaus ein schöner Mossteppich.

Ich komme gerade aus dem Urlaub und sehe meine Bäume morgen erst, deswegen kenne ich den Stand der Blutbuche noch nicht, aber nach bisherigem Stand der Dinge ging nur eine Spitze am Malus verloren. Die fing auch direkt nach der Frostperiode im Februar an auszutreiben, stoppte und starb ab, während alles um sie rum an dem Baum explodierte.
Gruß,
MarionS

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ashtar
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von ashtar »

Hallo,

Meine Wacholder-Kaskade habe ich in eine Kiste mit Rindenmulch gepackt und ansonsten auf dem Tisch auf meinem Balkon stehen lassen. Meine Shohins habe ich alle in Styroporkisten gepackt und die mit Rindenmulch gefüllt, diese dann an die Fensterscheibe meines Balkons (narürlich außen) gestellt. Die restlichen großen Bonsai habe ich auf dem Balkon geschützt an die Wand gestellt. Ergebinss: Zwei Jungpflanzen sind hin (Dreispitz und ein Kriechwacholder, der aber erst nach den starken Frösten im Februar von einem auf den anderen Tag grau wurde, keine Ahnung warum). Mein großer Dreispitz treibt bislang nur an einem Ast, da habe habe ich immer noch grosse Sorgen, aber zumindest lebt er noch. Mein Ginko treibt nur an der Stammspitze, ist aber auch ne Jungpflanze. Bei meinem Cotoneaster dachte ich schon, der wäre hinüber, der treibt aber jetzt wie wild und bekommt seine ersten Blüten. Dem rest gehts prächtig. Meine Einschätzung: Rindenmulch taugt irgendwie garnicht, die Ballen waren genauso durchgefroren wie die ungeschützten. Bei den ganz schlimmen Frösten habe ich die Wacholderkaskade immer wieder eingesprüht, in der Hoffnung, das die Eisschicht die Verdunstung mindert. Hat zumindest nicht gschadet. Und wohl dem, der ein Gewächshaus hat! Auf meinem Minibalkon nicht realisierbar. Diesen Winter werde ich meine wertvollsten Bäume im Bonsaizentrum überwintern, die paar Euro ist mir das wert.
Gruß Jörg

Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.
Baumbärtchen
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Baumbärtchen »

Hi Leute!!!

wie viele von euch hab auch ich Verluste zu beklagen!!!

Bin jetzt auch erst seit drei Jahren intensiev am Bonsaimachen und noch voll in der Probierfase und habe glaube ich nen
Fächerahorn und ne Silvestres verloren wobei ich bei der Kiefer noch Hoffnung habe.
Habe meine Bäumchen immer in Kokusmatten eingewickelt und Wind und sonnengeschützt auf meinem Balkon überwintert
das hat die letzten 2 Jahre auch super geklappt aber dieses Jahr wohl nicht so richtig.

Habe sie gleich Anfang März ausgewintert und das war glaube ich zu früh weil es doch noch einmal kälter wurde.
Die Knospen hatten sich anfangs auch super entwickelt und werend Mädchenkiefer, Trauerweide, Stieleiche, Feldahorn und Birke in vollem Laub stehen tut sich bei der Gemeinen und dem Roten nach anfänlichem zucken einfach nix mehr :(

Ich ziehe jetzt im August um und werde in Zukunft auch ein kleinen Platz im Garten und auch ein Gewächshaus zur Verfügung haben und werde mich dann auch darinn ausprobieren mal sehen.

Bis dahin hoffe ich erstmal das meine beiden Sorgenkinder doch noch erwachen.

LG DaChristoph
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manuu29
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von manuu29 »

Ich denke auch das dass Substrat schon eine bedeutende Rolle spielt (wie der Standort)

Ich hatte diesen Winter alles was winterfest ist zusammengestellt in eine Ecke überdacht wor Wind und Sonne geschützt

Darunter eine mugo und eine sylvestris beide vom gleichen Kaliber und auch von der Form sehr ähnlich

Die mugo steht im pall'schen Substrat und die sylvestris stand in reinem Akadama (vom vorgaenger voriges Jahr im April frisch umgetopft).

Die sylvestris ist halbtot und die mugo strotzt nur so von Vitalität

Habe die sylvestris vorsorglich ins Beet gesetzt um sich zu erholen aber sieht nicht gut aus

Das Akadama war nur noch eine Pampe echt schrecklich alle anderen bäume von 10 cm bis 80 cm (wacholder Lärche Buchs tsuga mugo usw) sind Tip Top in Schuss und treiben wie verrückt nur die sylvestris sieht besch...... Aus obwohl selber Standort selbe pflege usw.


Ich schieb es aufs Substrat da alle anderen (zum Teil in minischalen) stehenden bäume mit gutem "modernen" Substrat noch leben Ob das natürlich der wahre Grund ist liegt in den Sternen


Gruß manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
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Hildwine
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Hildwine »

Ich muss mich auch anschliessen *nee* - dieses verflixte Frühjahr hat mich eine Azalee, meinen Shishigashira und wohl meine Steineiche gekostet. :(
Meine Fichte hat extremst gelitten und treibt nur noch an ein paar wenigen Stellen satt aus, der Rest ist wohl töt :(
Grüße,
Hildwine
Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.
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Heiko.W
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Heiko.W »

Hallo,

sicher muss jeder das für seinen Standort, seine Möglichkeiten und und sein Klima beste Überwinterungs-Konzept finden.
Am sichersten ist wohl wirklich die Überwinterung in einem frostfreien Gewächshaus, aber das hat ja bekanntlich nicht jeder.

Bei mir hat sich seit über 20 Jahren die folgende, sicher aufwendige Methode bewährt. Ich habe aber seit dem keinen einzigen Verlust mehr im Winter zu beklagen und diese Methode funktionierte in Berlin genauso wie die letzten 2 Jahren jetzt hier am Bodensee.
Ich hebe im Herbst ein ca. 40 bis 50 cm cm großes Loch aus, welches von den Ausmaßen so groß gewählt ist das alle meine Bäume dort mit einem Abstand von ca. einer Handbreite hineinpassen. Dieses wird dann mit einer ca. 10 bis 20 cm dicken Schicht aus Blättern gefüllt. Hier in Österreich nehme ich dafür die Blätter eines großen Roten Ahorns aus dem Garten. Auf diese Schicht kommen dann nach und nach die gut gewässerten Bonsai und auch alle Yamadoris, Rohlinge usw. Die Zwischenräume werden auch mit Blättern gefüllt, ich stopfe so viele Blätter dazwischen wie geht, presse sie aber nicht mit Gewalt dazwischen, es sollen ja noch Luftkammern zur Isolation bleiben.
Die Blätter werden auch oben auf den Schalen bis zur Höhe der ersten Äste verteilt und anschließend wird das ganze mit einer Erdschicht nochmals gut abgedeckt.
Weitere Schutzmaßnahmen wie Wind- oder Sonnenschutz habe ich bisher noch nie gemacht.

Mit dem Eingraben habe ich "für mich" die beste und sicherste Methode gefunden und werde davon wohl auch erst weggehen, wenn ich irgendwann ein Gewächshaus mein eigen nennen darf.

Grüße vom Bodensee
Heiko
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Stephan mit ph
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von Stephan mit ph »

Gerne reihe ich mich hier nicht ein!
Gestern war ich in Hof.Dort kenne ich Acer palmatum's; Stammdicke 15-20 cm Durchmesser. Dieser Winter hat nicht viel von ihnen übrig lassen. Gärtner und Baumschulengärtner besonders, beklagen Verluste in kaum vorstellbarem Ausmaß. Eine Gärtnerin vom Bot.Garten Erlangen, erzählte mir auf meine Frage nach Verlusten in diesem Jahr: "Ich Kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so hohe, winterbedingte Ausfälle hatten."
Dies betrifft meine Region. Wie's woanders ist, weiß ich nicht.
Ein paar Bilder meiner Pinus thunbergii.
Erstes Bild:September 2011
Zeites Bild:Januar 2012
Die drei anderen Bilder: Mai 2012
Und für Donnerstag sind 3 Grad unter Null gemeldet!
Zum Heulen.
Stephan
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mohan
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Re: verluste frühjahr 2012 :(

Beitrag von mohan »

Oh, meine Güte, das sind ja wirklich Bilder des Jammers!!! :?
Viele Grüße
monika
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